Nicht nur Gräber
Violette ist Friedhofswärterin, alleinstehend, mit Hund eine Menge zugelaufener Katzen. Sie scheint mit ihrem Leben zufrieden, sieht täglich den Pfarrer, die Totengräber und den Bestatter. Zu dem hilft ...
Violette ist Friedhofswärterin, alleinstehend, mit Hund eine Menge zugelaufener Katzen. Sie scheint mit ihrem Leben zufrieden, sieht täglich den Pfarrer, die Totengräber und den Bestatter. Zu dem hilft sie den Besuchern das jeweilige Grab zu finden, verkauft Blumen und pflegt Gräber die kein Besuch mehr bekommen.
Der Anfang ist sehr beschaulich, wir lernen Violette die eine schwere Kindheit hatte und einen schrecklichen Ehemann. Je näher man sie kennenlernt. desto intensiver werden auch die Gefühle die diese Figur hervor ruft.
Als eine Tages Julien vor ihrer Tür steht, mit einem eigenwilligen Anliegen kommt Fahrt in die Geschichte. Jetzt erfahren wir mehr über die jeweiligen Besucher des Friedhofs. Nicht nur Jugendliche die Blödsinn machen. Violette führt über jede Beerdigung Buch, dadurch erfahren wir mehr über die Toten, klingt makaber aber es ist nur folgerichtig.
Der zurückhaltende Schreibstil, teilweise melancholisch und dann wieder mit feinem Humor gewürzt, würde ich als Markenzeichen der Autorin bezeichnen. Auch in einem anderen Buch das ich vor diesem gelesen habe, war es so. Es ist beeindruckend wie schnell einem diese fiktiven Menschen nahe kommen..
Diese Autorin muss man sich merken.