Spannender Regionalkrimi
„...Wimmer war aufgeregt und fieberte einen neuen Fall entgegen. Bisher war er in seine Fälle fast immer mehr oder weniger hineingerutscht….“
Dieses Mal aber war es anders. Ein Privatdetektiv hatte um ...
„...Wimmer war aufgeregt und fieberte einen neuen Fall entgegen. Bisher war er in seine Fälle fast immer mehr oder weniger hineingerutscht….“
Dieses Mal aber war es anders. Ein Privatdetektiv hatte um seine Hilfe gebeten. Er ist auf der Suche nach einem alten Bauernhaus.
Der Autor hat erneut einen spannenden Regionalkrimi geschrieben. Der Schriftstil lässt sich flott lesen. Die Verwendung der Mundart gibt dem Buch seine lokale Authentizität.
Metzgermeister Ludwig Wimmer hat den Betrieb an seinen Nachfolger übergeben. Seit einiger Zeit hat er nun als Hobby in dem einen oder anderen Kriminalfall ermittelt. Die Polizei ist davon allerdings nicht begeistert. Unter die Arme greift ihn seine Enkelin Anna.
„...Wimmer war bauernschlau, geduldig und einfallsreich doch auf einem Gebiet war der alte Metzger beinahe unbeleckt – Computer...“
Genau dort kommt Anna ins Spiel. Leider ist ihre Mutter dagegen. Demzufolge müssen sie sich immer etwas einfallen lassen.
In diesem Krimi erfahre ich eine Menge über die Hopfenernte, denn ein zweiter Handlungsstrang spielt im Jahre 1954, wo vieles noch Handarbeit war.
„...Diese Dolden, die in dichten Trauben wie winzige grüne Tannenzapfen üppig an den Reben hingen, galt es abzuzupfen. Das war die Arbeit der Pflückerinnen. Die kleinen Zapfen waren der Schatz der Region...“
Gut erklärt wird außerdem, welche Möglichkeiten es bei der Vermehrung von Pflanzen gibt.
Ludwig Wimmer findet das gesuchte Haus und glaubt, damit sei der Fall gelöst. Doch wenige Tage später wird der Privatdetektiv erschossen. Ludwig zählt zu den Tatverdächtigen. Zwar hat er ein Alibi, aber der Fall lässt ihn keine Ruhe.
Es ist spannend zu lesen, wie hier zwei Teams nebeneinander ermitteln. Das sind einerseits die Kriminalisten, andererseits Wimmer und Anna. Beide Seiten verfolgen unterschiedliche Spuren. Zwar informiert Wimmer stets zeitnah seinen Freund Konrad bei der Polizei, doch die ist trotzdem nicht amüsiert.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht nur spannend, sondern zeichnet sich auch durch einen feinen Humor aus.