Cover-Bild Sex vor Gericht
(3)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziale und ethische Themen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 01.04.2016
  • ISBN: 9783426788127
Alexander Stevens

Sex vor Gericht

Ein Anwalt und seine härtesten Fälle

Spanner, Vergewaltiger, Kinderschänder – wenn es vor Gericht um Sex geht, offenbaren sich die Abgründe der menschlichen Seele. Vom angesehenen Gynäkologen, der den Intimbereich seiner Patientinnen fotografiert und die Bilder ins Internet stellt; vom Geschäftsführer einer Restaurantkette, der Frauen auf den Toiletten nachstellt; bis hin zum schüchternen Sonderling, der unschuldig als pädophiler Triebtäter abgestempelt und verurteilt wird. Nicht selten sind die Gerichtsverhandlungen ein Drama für sich, denn die Taten kollidieren häufig mit allgemeinen Moralvorstellungen und offenbaren fragwürdige Praktiken. Alexander Stevens, Anwalt für Sexualstrafrecht, erzählt, was passiert, wenn es vor Gericht um Sex geht und behauptet: Es kann jeden treffen.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2017

Krasse Fälle – Nicht immer aus dem Schlafzimmer

0

Im Buch schildert der Anwalt Dr. Alexander Stevens seine unterschiedlichsten Fälle, die er als Fachanwalt für Strafrecht verteidigt hat. Da er auf Sexualdelikte spezialisiert ist, sind die geschilderten ...

Im Buch schildert der Anwalt Dr. Alexander Stevens seine unterschiedlichsten Fälle, die er als Fachanwalt für Strafrecht verteidigt hat. Da er auf Sexualdelikte spezialisiert ist, sind die geschilderten Prozesse auch alle auf diesem Gebiet, so wird ein Fall eines Gynäkologen geschildert, der heimlich Fotos des Intimbereichs der Patientinnen macht, ebenso aber auch der Fall einer liebestollen Richterin mit ihrem Sex-Sklaven.

Auf dieses Buch war ich schon sehr gespannt, ich hatte doch schon mal was darüber gelesen und nun hatte ich es also selbst zum Lesen da. Im Buch schildert der Anwalt Dr. Alexander Stevens ca. 25 Fälle, die er selbst anwaltlich vertreten hat – und das mit dem unterschiedlichsten Ausgang der jeweiligen Verfahren. Von der Sprache her ist das Buch meiner Ansicht nach gut verständlich, es kommen nicht zuviele Fachbegriffe vor, dennoch ist es keine allzu einfache Sprache. Es ist wirklich nachvollziehbar geschrieben, natürlich sind die Schilderungen sexuellen Inhalts nicht ganz ohne, ein Buch, das Minderjährige nicht lesen sollten. (Aber das ist ja auch nicht für Minderjährige geschrieben…!)

Die Geschichten waren teilweise wirklich heftig, bei manchen Tatabläufen konnte ich wirklich nur noch den Kopf schütteln, einfach weil es wirklich heftige Dinge waren, die da passiert sind. Manchmal merkt man auch, wie andere Menschen zu Übertreibungen und leider auch Lügen neigen, anderen damit Unrecht getan wird.

Es ist wirklich interessant das alles zu lesen und durchaus auch spannend wie die verschiedenen Fälle dann enden – mit Freispruch oder Verurteilung. Da die Geschichten auch meist nicht arg lang sind, hat man sie schnell gelesen – und der „Suchtfaktor“ ist meiner Ansicht nach da – so will man schnell weiter lesen was da noch kommt. Es ist durchaus auch einfach ein Buch zum Kopf-schütteln anhand mancher geschilderter Sachen, einfach weil manches unvorstellbar scheint, wie ich finde.

Ich wurde durch das Buch „gut unterhalten“, es war interessant über solche Fälle zu lesen, durchaus auch heftig, aber eben halt auch spannend. Von mir gibt es für dieses Buch eine Empfehlung sowie 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 14.03.2026

Direkt, unbequem, real

0

Mit Sex vor Gericht gewährt Alexander Stevens einen eindringlichen Einblick in die Realität des Sexualstrafrechts – ein Bereich der Justiz, der oft von starken Emotionen, moralischen Konflikten und schwierigen ...

Mit Sex vor Gericht gewährt Alexander Stevens einen eindringlichen Einblick in die Realität des Sexualstrafrechts – ein Bereich der Justiz, der oft von starken Emotionen, moralischen Konflikten und schwierigen Beweisfragen geprägt ist. Anhand realer Fälle aus seiner Arbeit als Strafverteidiger zeigt Stevens, wie komplex und vielschichtig Gerichtsverfahren sein können, wenn es um intime, hochsensible Vorwürfe geht.

Schon zu Beginn wird deutlich, dass dieses Buch weniger auf sensationelle Effekte abzielt als auf einen realistischen Blick hinter die Kulissen der Justiz. Stevens schildert Fälle, die teilweise schockierend, teilweise tragisch und manchmal auch skurril wirken. Gerade diese Mischung macht deutlich, dass die Realität oft widersprüchlicher und komplizierter ist, als es einfache Täter-Opfer-Erzählungen vermuten lassen.

Besonders im Gedächtnis bleibt ein Fall, in dem eine Frau Opfer eines extrem brutalen Gewaltverbrechens wurde, bei dem ihr Körper schwer verstümmelt wurde. Solche Geschichten zeigen auf erschütternde Weise, wie grausam reale Verbrechen sein können – und wie schwierig ihre juristische Aufarbeitung manchmal ist.

Ein zentrales Thema des Buches ist die Frage nach Wahrheit im Gerichtssaal. Stevens macht deutlich, wie schwer es sein kann, einen Sachverhalt eindeutig zu beweisen. Aussagen stehen gegen Aussagen, Erinnerungen können ungenau sein und Beweise lassen sich nicht immer eindeutig interpretieren. In solchen Situationen kann es schnell passieren, dass Menschen in der öffentlichen Wahrnehmung bereits als Täter*innen gelten, obwohl der Sachverhalt noch längst nicht vollständig geklärt ist.

Der Autor erklärt juristische Abläufe dabei verständlich und ohne unnötige Fachsprache. Sein Schreibstil ist klar, direkt und oft sehr sachlich, was den Fällen zusätzliche Wirkung verleiht. Statt dramatischer Inszenierung konzentriert er sich auf die Fakten und die menschlichen Geschichten hinter den Verfahren.

Ein weiterer prägender Aspekt des Buches ist der Blick auf Fehlurteile und falsche Verdächtigungen. Stevens schildert Fälle, in denen Menschen vorschnell verurteilt oder gesellschaftlich abgestempelt wurden. Dadurch wird deutlich, wie stark Vorurteile, Emotionen und öffentliche Meinung die Wahrnehmung eines Falls beeinflussen können.

Gerade diese Perspektive aus Sicht der Verteidigung unterscheidet das Buch von vielen anderen True-Crime-Formaten. Stevens zeigt, dass seine Aufgabe nicht darin besteht, Taten zu rechtfertigen, sondern sicherzustellen, dass jedes Verfahren fair geführt wird und Zweifel ernst genommen werden.

Fazit:
Sex vor Gericht ist ein eindrucksvolles True-Crime-Buch, das nicht nur spannende Einblicke in reale Fälle liefert, sondern vor allem zum Nachdenken anregt. Alexander Stevens zeigt, wie kompliziert Wahrheit, Schuld und Gerechtigkeit im Gerichtssaal sein können. Ein intensiver, teilweise beklemmender Blick auf die Grauzonen der Justiz – sachlich erzählt, aber lange nachwirkend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2020

mega unterhaltsam

0

Alexander Stevens ist ein bekannter Rechtsanwalt in München und auch durch zahlreiche Auftritte im Fernsehen bekannt. In diesem Buch schildert er einige (ziemlich verrückte) Sexgeschichten,die alle vor ...

Alexander Stevens ist ein bekannter Rechtsanwalt in München und auch durch zahlreiche Auftritte im Fernsehen bekannt. In diesem Buch schildert er einige (ziemlich verrückte) Sexgeschichten,die alle vor Gericht gelandet sind. Spannend und interessant zu lesen - wobei manche Passagen für meinen Geschmack etwas zu detailliert dargestellt waren!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere