Flutnacht – Eine Familie. Eine Nacht. Ein tödliches Geheimnis.
Thriller
Anke Kreutzer (Übersetzer)
Familien sind schwierig. Diese hier ist tödlich.
Daisy Darker hatte schon immer ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Familie. Jahre ist es her, dass sie alle im selben Raum waren. Als Daisys Großmutter zu ihrem achtzigsten Geburtstag an Halloween einlädt, gleich es daher einem Wunder, als sich alle in der alten Villa auf einer Klippe in Cornwall einfinden. Dorthin gelangt man nur bei Ebbe. Sobald die Flut einsetzt, ist die nicht gerade harmonische Familie für acht Stunden in dem düsteren Haus gefangen. Plötzlich wird ein Familienmitglied tot aufgefunden. Hilfe von außen lässt sich nicht rufen, ein Sturm kappt jegliche Verbindung. Alle sind verdächtig. Bei einer Leiche bleibt es nicht, und Daisy entdeckt Dinge über ihre Familie, die sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht hätte ausmalen können.
Die Atmosphäre hier ist düster und geheimnisvoll. An einem abgeschiedenen Ort zu sein, und noch dazu mit einem Mörder scheint spannend zu sein. Es gibt keinen Ausweg, nur kleine Rätsel. Jedes Familienmitglied ...
Die Atmosphäre hier ist düster und geheimnisvoll. An einem abgeschiedenen Ort zu sein, und noch dazu mit einem Mörder scheint spannend zu sein. Es gibt keinen Ausweg, nur kleine Rätsel. Jedes Familienmitglied hat seine dunklen Geheimnisse, die allmählich ans Licht gebracht werden. Man erfährt von schrecklichen Dingen, die früher an diesem Ort geschahen, die einen sprachlos machen. Die Autorin zeichnet ein psychologisches Bild der ganzen Familie geschickt und überzeugend. Am Anfang war ich ein wenig verwirrt wegen der Handlung mit zahlreichen Rückblicken. Nach einer Weile konnte ich mich daran gewöhnen. Das Finale hat mich einfach umgehauen. Es war so überraschend, dass alle meinen Fragen beantwortet werden konnten. Von mir eine absolute Empfehlung für alle Thriller-Fans.
Dieses Buch kommt optisch so harmlos daher und anfangs dachte ich, es könnte vllt in Richtung cozy Crime gehen. Aber weit gefehlt, dies ist eine wahrhaft böse, kleine Geschichte. Hat was von Mystery Thriller. ...
Dieses Buch kommt optisch so harmlos daher und anfangs dachte ich, es könnte vllt in Richtung cozy Crime gehen. Aber weit gefehlt, dies ist eine wahrhaft böse, kleine Geschichte. Hat was von Mystery Thriller. Fand ich sehr geschickt geplottet.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Daisy erzählt, der jüngsten Darker-Schwester. Der Start ist eher gemächlich und das Setting fast schon gemütlich. Dass die Geschichte an Halloween spielt, war für mich ein nettes Gimmick, hat mich aber null auf das vorbereitet, was kommen würde.
In der Geschichte tauchen immer wieder böse kleine Verse auf. Hab ich sehr geliebt; die haben absolut zur schauerlichen Stimmung beigetragen. Die Handlung schreitet stetig voran, glänzt mit rätselhaften Hinweisen und ominösen Rückblenden.
Auf die Enthüllung zum Ende war ich absolut gar nicht gefasst. Alles daran war zugleich überraschend und erschreckend, wunderbar morbide und abgründig. Kann gar nicht sagen wie begeistert ich von der Idee hinter dem ganzen bin.
Bin ehrlich, es ist jetzt nicht das super spannendste Buch, in meinen Augen überhaupt kein Pageturner, aber es ist total gerissen, clever geplottet und einfache wahnsinnig einnehmend. Die Geschichte glänz mit unsympathischen Figuren, denen man die Pest an den Hals wünscht und bereitet damit ein unschlagbares Vergnügen.
Mit einem Herzfehler geboren zu werden ist schon übel genug. Wenn man dann aufgrund dieses Makels auch noch für die ganze Familie nicht wirklich existent ist, ist es kein Wunder, wenn sich die dabei aufgestaute ...
Mit einem Herzfehler geboren zu werden ist schon übel genug. Wenn man dann aufgrund dieses Makels auch noch für die ganze Familie nicht wirklich existent ist, ist es kein Wunder, wenn sich die dabei aufgestaute Energie Jahre später einen außergewöhnlich Weg zur Entladung sucht.
Nach einem raffiniert ausgeklügelten Plan, werden nach und nach alle einzelnen Familienmitglieder für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen. Obwohl jeder seine Verfehlungen noch ein letztes Mal vor Augen gehalten bekommt, begreift keiner was mit ihm geschieht und warum es nur diese eine Lösung geben kann.
FAZIT
Eine gruselige Neuinterpretation eines alten Kinderlieds, die sich als grausamer Looked Room Thriller erweist, der eine beklemmende Atmosphäre heraufbeschwört, der man sich nicht entziehen kann.
Oh, wieder ein neuer Alice-Feeney-Thriller.🤩 Bisher kenne ich drei ihrer vorangegangenen Bücher und alle gefielen mir sehr. Ein perfektes Buch, zum Beenden des Jahres, los geht’s!
𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:
Daisy ...
Oh, wieder ein neuer Alice-Feeney-Thriller.🤩 Bisher kenne ich drei ihrer vorangegangenen Bücher und alle gefielen mir sehr. Ein perfektes Buch, zum Beenden des Jahres, los geht’s!
𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:
Daisy Darker hatte schon immer ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Familie. Jahre ist es her, dass sie alle im selben Raum waren. Als Daisys Großmutter zu ihrem achtzigsten Geburtstag an Halloween einlädt, gleich es daher einem Wunder, als sich alle in der alten Villa auf einer Klippe in Cornwall einfinden. Dorthin gelangt man nur bei Ebbe. Sobald die Flut einsetzt, ist die nicht gerade harmonische Familie für acht Stunden in dem düsteren Haus gefangen. Plötzlich wird ein Familienmitglied tot aufgefunden. Hilfe von außen lässt sich nicht rufen, ein Sturm kappt jegliche Verbindung. Alle sind verdächtig. Bei einer Leiche bleibt es nicht, und Daisy entdeckt Dinge über ihre Familie, die sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht hätte ausmalen können.
𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:
🅢🅟🅡🅐🅒🅗🅛🅞🅢!
Soeben habe ich dieses Buch beendet und möchte direkt meine Emotionen in diese Rezension packen und ich hoffe, ich werde, auch wenn mir noch ein wenig die Worte fehlen, die passenden dennoch finden. Was war das für eine krasse Geschichte?
Vorab möchte ich noch sagen, dass ich dieses Buch in einem Buddyread gelesen habe, was Spaß und Spannung enorm in die Höhe getrieben hat, denn diese Geschichte bietet wahnsinnig viel Potenzial zum Spekulieren und Miträtseln und glaubt mir, wir haben es ordentlich ausgereizt. Hier bekommt man eine Story, die sehr atmosphärisch beschrieben wird, sodass es mich an einigen Stellen echt gegruselt hat. Mitverantwortlich waren einige Reime und Gedichtzeilen, aber auch das Setting. Eine kleine Insel, die nur durch einen Damm, mit dem Festland, verbunden ist. Bei Flut allerdings komplett abgeschieden von der Außenwelt. Ein Ort, wo es kein Entkommen gibt. Und genau in dieser Mondphase passieren Morde. Einer nach dem anderen, ein Satz, der mir nach wie vor Gänsehaut beschert und der mir aus der TV-Serie Harpers Island noch in den Ohren klingelt...
...und wir mittendrin.😱
Wir begleiten Daisy und lernen ihre sehr verschrobene Familie kennen. Schnell wird klar, alle haben nicht nur irgendwie 'nen Knall, sondern jeder hat auch sein eigenes Päckchen zu tragen. Somit sind alle aber auch irgendwie verdächtig. Jetzt könnte man meckern, darüber das, dass die Autorin sehr viel ins Detail geht, denn auf knapp 430 Seiten, tappt man bis zum Schluss im Dunkeln. Mit gefiel das aber gerade gut, dieses auf den Showdown zusteuern. Die Krönung wäre natürlich jetzt noch ein Plottwist, mit dem ich niemals gerechnet habe. Ja, und da sind wir auch schon bei meiner Kritik. Was war das bitte für ein Ende? Und diese Frage ist jetzt nicht positiv gemeint. Auf 400 genialen Seiten folgen 30 unglaubwürdige. Vielleicht bin ich zu sehr Realist, aber das war nichts. Gefiel mir überhaupt nicht, weswegen die Enttäuschung jetzt sehr groß ist und ich wie gesagt, auch sprachlos bin.
𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:
Eine Story, über eine dysfunktionale Familie, einschließlich Mord, auf einer abgeschiedenen Insel, die wahnsinnig viel Potenzial zum Miträtseln bietet, deren Ende die pure Enttäuschung war. Und trotzdem kann ich nicht schlechter als 4 Sterne bewerten, da ich soviel Spaß dabei hatte.
Wer nach einem spannenden Thriller/Krimi-Buch für die Feiertage sucht, dem sei „Flutnacht – Eine Familie. Eine Nacht. Ein tödliches Geheimnis“ von Alice Feeney, wärmstens von mir empfohlen. Allerdings ...
Wer nach einem spannenden Thriller/Krimi-Buch für die Feiertage sucht, dem sei „Flutnacht – Eine Familie. Eine Nacht. Ein tödliches Geheimnis“ von Alice Feeney, wärmstens von mir empfohlen. Allerdings ist es eher ein Krimi mit Rätselfaktor als ein Thriller, soviel vorab. Das Cover macht auf den ersten Blick einen unschuldigen Eindruck. Als Betrachter sieht man am Rand mehrere angeschnittene Gänseblümchenblüten mit einzelnen über das Blatt verteilten Blütenblättern. Der Titel ist in Glanzdruck und erhaben, so dass man haptisch und taktil auch sofort angesprochen wird. Die Farben „Schwarz-Gelb“ wirken kontrastreich und signalisieren drohende Gefahr, ähnlich wie eine Wespe im eigenen Garten. Das Taschenbuch startet mit einer Anmerkung des Agenten. Dann folgt eine Skizze der Raumaufteilung von Seaglass, einer alten Villa, auf den Klippen von Cornwall, was mir super gefällt, da ich es mir so besser vorstellen kann. Es folgen 50 Kapitel, mit einigen Zeitsprüngen und auch Rückblicken. Gestartet wird am 30. Oktober 2004, 16 Uhr. Als Leser lernt man die Protagonisten Daisy Darker, ihre Schwestern Rose und Lily, ihre Eltern Nancy und Frank, die Großmutter Nana, Trixie sowie Conor kennen. Sie wirken alle etwas merkwürdig und auch unsympathisch auf mich. Allerdings könnte „Daisy Darker“ die Herkunft der Gänseblümchen auf dem Cover erklären, da Daisy ja Gänseblümchen heißt. Der Plot der an Halloween spielt ist, teils spannend und wartet auch mit unerwarteten Wendungen und emotionalen Konflikten auf. Das Setting ist genial. Der Schreibstil und die Wortwahl der Autorin gefallen mir. Sie hat einige bildhafte Beschreibungen, wie z.B.
… „Familien sind wie Schneeflocken: Jede ist unverwechselbar“ … oder auch … „Sind die Koffer und die Feindseligkeiten erst einmal ausgepackt, findet die ganze Familie zu ihrem vertrauten Rhythmus“, die beim Lesen, mein Kopfkino anspringen lassen. Das die Familie sich nicht „grün“ ist, merkt man schnell und so säumen die ersten Leichen das „familiäre Beisammensein“. Mich erinnert das Buch und seine Story ein wenig an das alte Brettspiel „Cluedo“ und auch an den Film „Knives Out“ der mal im Kino lief. Nichtsdestotrotz hat der Plot irgendwie etwas und man möchte unbedingt erfahren, was da alles passiert ist und wie es zusammenhängt. Mir sagt zwar nicht alles zu und auch das Ende hat mir nicht so gefallen, aber wie vieles im Leben, ist das vielleicht Geschmacksache.
Buchrücken:
Familien sind schwierig. Diese hier ist tödlich.
Daisy Darker hatte schon immer ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Familie. Jahre ist es her, dass sie alle im selben Raum waren. Als Daisys Großmutter zu ihrem achtzigsten Geburtstag an Halloween einlädt, gleich es daher einem Wunder, als sich alle in der alten Villa auf einer Klippe in Cornwall einfinden. Dorthin gelangt man nur bei Ebbe. Sobald die Flut einsetzt, ist die nicht gerade harmonische Familie für acht Stunden in dem düsteren Haus gefangen. Plötzlich wird ein Familienmitglied tot aufgefunden. Hilfe von außen lässt sich nicht rufen, ein Sturm kappt jegliche Verbindung. Alle sind verdächtig. Bei einer Leiche bleibt es nicht, und Daisy entdeckt Dinge über ihre Familie, die sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht hätte ausmalen können.
Die Autorin:
Alice Feeney war 15 Jahre als Journalistin für die BBC tätig, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Mit ihrer Familie lebt sie in Devon, England.
Fazit: **** Der Thriller „Flutnacht– Eine Familie. Eine Nacht. Ein tödliches Geheimnis“ von Alice Feeney ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 431 Seiten, die zwar kein „echter“ Thriller sind, aber durchaus ein kurzweiliger Lese-Spass mit Crime und Rätsel-Spass-Faktor.