Cover-Bild Tod zur Teestunde
Band 3 der Reihe "Susan Ryeland ermittelt"
(44)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Detektive
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 572
  • Ersterscheinung: 19.11.2025
  • ISBN: 9783458645153
Anthony Horowitz

Tod zur Teestunde

Ein Kriminalfall für Liebhaber:innen von Sherlock Holmes und Hercule Poirot
Lutz-W. Wolff (Übersetzer)

Susan Ryeland, Lektorin außer Dienst ist nach London zurückgekehrt. Sie arbeitet jetzt für einen kleinen Verlag, und auf ihrem Tisch ist das Manuskript eines jungen Autors namens Eliot Crace gelandet: Atticus Pünds letzter Fall . Die Geschichte handelt vom überraschenden Tod der schwerreichen Lady Chalfont, die anscheinend von einem Familienmitglied vergiftet wurde.

Zu Susans Überraschung stellt sich heraus, dass Eliot Crace der Enkel der weltberühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace ist, die 15 Jahre zuvor verstarb – ermordet, vergiftet, wie Eliot behauptet. Je weiter Susan in die Story eintaucht, desto klarer wird ihr, dass Eliot in Atticus Pünds letzter Fall die Geschichte seiner eigenen Familie und des Todes seiner Großmutter erzählt. Zugleich verhält er sich immer merkwürdiger, wird zunehmend aggressiv – und dann wird er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. War es Mord? Plötzlich ist Susan die Hauptverdächtige, und erschrocken wird ihr klar, dass sie das selber aufklären muss, um nicht das nächste Opfer zu werden …

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2025

Lesenswerter Zwei-in-Eins-Krimi

0

Lektorin Susan Ryeland ist aus Kreta, wohin sie nach dem dramatischen Aus ihres früheren Verlags gezogen war, nach London zurückgekehrt, um wieder ihrem Beruf nachzugehen. Sie bekommt das Angebot, einen ...

Lektorin Susan Ryeland ist aus Kreta, wohin sie nach dem dramatischen Aus ihres früheren Verlags gezogen war, nach London zurückgekehrt, um wieder ihrem Beruf nachzugehen. Sie bekommt das Angebot, einen Krimi zu lektorieren, nämlich den nächsten Band der Reihe um den Detektiv Atticus Pünd. Erst zögert sie, den Auftrag anzunehmen, denn mit den Vorgängerbänden hat sie einige kriminelle Abenteuer in der Realität erlebt, auf die sie gut hätte verzichten können. Mit Blick auf ihren Kontostand sagt sie schließlich zu, doch ihre Vorahnung hat sie nicht getrogen ...

"Tod zur Teestunde" ist der dritte Band der Reihe um Susan Ryeland. Die vorherigen Bücher muss man zum Verständnis nicht gelesen habe. Ich empfehle dennoch, die Reihenfolge einzuhalten, weil es immer wieder Anspielungen und Spoiler zu den Vorgängerbänden gibt.

Das Besondere an der Reihe ist, dass jedes Buch zwei Geschichten enthält, die abschnittsweise erzählt werden: Die Krimihandlung in der Gegenwart mit Susan Ryeland und die Geschichte, die sie gerade lektoriert. Letztere spielt in den Fünfzigerjahren und erinnert an die klassischen Detektivgeschichten, z.B. von Agatha Christie. Atticus Pünd kann man sich sehr leicht als Hercule Poirot vorstellen. Susan liest das Buch, rätselt mit und entdeckt immer mehr Parallelen zur Realität, wodurch sie in einen Kriminalfall verwickelt wird. Dieses einzigartige Konzept gefällt mir sehr. Durch den Wechsel zwischen den beiden Handlungsebenen ist die Lektüre kurzweilig.

Fazit: Eine klare Leseempfehlung für Krimifans, besonders für Liebhaber klassischer Detektivgeschichten in einem modernen Gewand, fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2025

Genialer Whodunnit

0

Obwohl ich bisher alle Romane aus Anthony Horowitz‘ Reihe über Susan Ryeland gelesen habe, bin ich immer dankbar, wenn der Autor die komplexen Ereignisse der letzten Bände zusammenfasst und in Erinnerung ...

Obwohl ich bisher alle Romane aus Anthony Horowitz‘ Reihe über Susan Ryeland gelesen habe, bin ich immer dankbar, wenn der Autor die komplexen Ereignisse der letzten Bände zusammenfasst und in Erinnerung ruft.
In gewohnter Manier ist auch „Tod zur Teestunde“ ein Buch im Buch. Zunächst erfahren wir, dass Susan Ryeland aus Kreta zurückgekehrt ist und wieder in London lebt. Dort soll sie den letzten Band der Atticus Pünd-Reihe lektorieren. Da der Autor der Reihe, Alan Conway, im letzten Band ums Leben kam, soll ein unbekannter Autor namens Eliot Crace das Buch im Stil von Conway weiterschreiben. Der Name Crace ist allerdings sehr bekannt, denn Eliots Großmutter schrieb eine höchst erfolgreiche Kinderbuchreihe namens „Little People“, in der herzensgute Menschen in einer heilen Welt leben. Im Gespräch mit Eliot erfährt Susan allerdings, dass Eliots Kindheit unter einem Dach mit der Großmutter alles andere als idyllisch war. Außerdem deutet er an, dass seine herrische Großmutter keines natürlichen Todes gestorben sei. In dem Buch, das er nun schreibt, finden sich viele Parallelen zu seinem eigenen Leben, viele Familienmitglieder kommen dabei nicht gut weg. Ihnen ist das Buch ein Dorn im Auge, in ihren Augen ist Eliot ein Nestbeschmutzer, der dem immer noch lukrativen Familienunternehmen schaden will. Als Eliot dann bei einem Unfall ums Leben kommt, gibt es eine ganze Reihe von Leuten, denen sein Tod gelegen kommt. Hauptverdächtige in den Augen der Polizei ist allerdings Susan Ryeland selbst.
Wie immer bei Horowitz‘ Büchern habe ich „Tod zur Teestunde“mit großem Vergnügen gelesen, auch wenn ich dieses Mal das eine oder andere Detail nicht sehr glaubhaft fand und in der Mitte des Buchs ein paar Längen aufkamen. Insgesamt tat dies dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Die eingestreuten Anagramme sind wirklich clever. Ich bewundere Leute, die sich sowas ausdenken. Als treue Leserin freue ich mich schon auf den nächsten Band aus dieser unterhaltsamen Reihe, die im übrigen ganz hervorragend von Lutz-W. Wolff übersetzt wird!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2025

Ein toller spannender Kriminalroman, herrlich alte Schule

0

Susan Ryeland ist zurück. Ihre 'Auszeit' in Kreta hat ihr leider nicht das Leben beschert, das sie sich, mitsamt einem Ehemann, erträumt hat und nun ist sie zurück. In London nimmt sie ihr altes Leben ...

Susan Ryeland ist zurück. Ihre 'Auszeit' in Kreta hat ihr leider nicht das Leben beschert, das sie sich, mitsamt einem Ehemann, erträumt hat und nun ist sie zurück. In London nimmt sie ihr altes Leben als Lektorin wieder auf, erstmal in sehr kleinem Rahmen. Und ihre erste Arbeit, ein Kriminalroman eines jungen Autors, der die Reihe um Atticus Pünd fortsetzt, bringt sie gleich zurück zu alten Pfaden, denn, was sie in zwei Bänden bereits bewiesen hat, sie ist eine exzellente Ermittlerin, wenn ihr wieder einmal eine Leiche 'vor die Füße fällt'. In diesem Fall ist es der junge Autor selbst, der auf unnatürliche Art das Zeitliche segnet und Susan selbst gerät unter Verdacht. Da bleibt nur, die Ermittlungen auf eigene Faust aufzunehmen. Der Grund für die Tat scheint der Kriminalroman des Mordopfers selbst zu sein, denn darin wird die Ermordung seiner eigenen Großmutter zum Thema gemacht und das gefällt wohl jemandem so gar nicht.
Was man als Leser erlebt? Natürlich einen echten Horowitz, einen kunstvoll verschachtelten Kriminalroman, mit einem Buch im Buche, einem Mord auf dem Papier, der dann auch zu einem im echten Leben führt. Sehr elegant passt alles veritabel zusammen. Erst sehr rätselhaft und voller unbeantworteter Fragen, dann kristalliert sich langsam heraus, was hier wirklich geschah, einst und jetzt.
Ein Kriminalroman, mit einem ordentlichen Schuss 'alte Schule', richtig toll angelegt, um darin zu versinken, sich von der Spannung mitreißen zu lassen und sich mit der tollen Protagonistin auf diesen Trip zu begeben, der so herrlich purer Krimi ist.

Veröffentlicht am 20.12.2025

Toller Buch im Buch Krimi

0

Das Cover mit dem sehr farbenfrohen Kolibri über einem alten Landsitz in England wirft Fragen auf, und so kommt ihm auch eine Schlüsselfunktion ( daher der Schlüssel in seinem Schnabel? )zu, die aber erst ...

Das Cover mit dem sehr farbenfrohen Kolibri über einem alten Landsitz in England wirft Fragen auf, und so kommt ihm auch eine Schlüsselfunktion ( daher der Schlüssel in seinem Schnabel? )zu, die aber erst gegen Ende des Werkes aufgelöst wird.
Mit diesem Werk bin ich zum ersten Mal mit der Ermittlerin, Susan Ryeland, konfrontiert. Sie ist nicht erfolgreiche Kommissarin, wie in anderen Krimis, sondern Lektorin. “ Tod zur Teestunde“ ist ihr dritter Fall, aber man kann alle 3 Werke problemlos unabhängig voneinander lesen.
Susan arbeitet freiberuflich in London. Die beliebte Romanfigur Atticus Pünd wurde von Alan Conway, dessen Manuskripte sie lektoriert hat, erfunden. Nach seinem Tod durch Ermordung schreibt ein junger Autor die beliebte Reihe weiter. Eliot Crace war bisher als Schriftsteller erfolglos, und Susan soll sein Manuskript lektorieren, da sie ja mit dieser Detektiv-Reihe bestens vertraut ist. In “Tod zur Teestunde“ geht es um die reiche Lady Chalfont, die vergiftet wird. Nun behauptet Eliot, welcher der Enkel einer sehr berühmten, verstorbenen Kinderbuchautorin ist, dass seine Großmutter ebenso vergiftet wurde. Somit ergeben sich zwei Kriminalfälle, in denen von Susan Ryeland ermittelt wird. Wir haben hier also ein “Buch im Buch“, das durch Eliots Tod “gewürzt“ wird, und durch viele kniffelige Ereignisse und geniale Wendungen zu einem Meisterwerk wird. Die verschachtelten Geheimnisse werden erst ganz zum Schluss aufgedeckt, da die Spannung dieses 600 Seiten langen Werkes, bis zum Ende anhält. Wer ist involviert? Toll ist das sehr ausgeklügelte Spiel mit zwei Ebenen, die alle paar Kapitel abwechseln.
Eliot hat viele eigene Familienmitglieder als Vorlage benutzt, was zur Folge hat, dass die Anzahl der Personen ständig steigt. Zum Glück gibt es zu “Pünds letzter Fall“, also um die Familie von Lady Chalfont, ein Personenregister, jedoch hätte ich gerne eine Aufstellung der Familie Crace gehabt, damit klar wird, wer wer sein soll. Dazu gibt es erst gegen Ende des Werkes Hilfe. Aber das ist wohl so verzwickt intendiert und bewusst konstruiert.
Die Figuren werden sehr lebensecht, präzise und charakterstark beschrieben. Der Schreibstil ist mitreißend und gut lesbar, ohne aufreißerisch zu wirken.
Die Anagramme und die doppelten Charaktere sind etwas Besonderes und würzen die Handlung, die aber erst nach dem ersten Drittel des Werkes so richtig an Fahrt aufnimmt.
Wer einen gut konstruierten und spannenden Krimi zu Weihnachten verschenken will, der sollte Fans von eigener “Detektivarbeit“ auswählen, denn das Werk kann man nicht so einfach herunterlesen , sondern man muss ständig “um die Ecke“ denken.

Veröffentlicht am 20.12.2025

ein Fall im Fall und ein typischer Horowitz

0

Die ehemalige Lektorin Susan Ryeland kehrt nach einem Beziehungsende wieder nach London zurück und soll für ihren Verlag nun mit einem jungen Autor zusammenarbeiten. Dieser plant sich an die Fortsetzung ...

Die ehemalige Lektorin Susan Ryeland kehrt nach einem Beziehungsende wieder nach London zurück und soll für ihren Verlag nun mit einem jungen Autor zusammenarbeiten. Dieser plant sich an die Fortsetzung einer berühmten Krimireihe zu versuchen. Besonders brisant wird die Geschichte als bekannt wird das dieser junge Autor – Eliot Grace- der Enkel einer berühmten Kinderbuchautorin ist, die vor etlichen Jahren starb.

Laut Eliot soll sie vergiftet worden sein – so wie auch das Opfer in seinem fiktiven Fall. Susan taucht immer tiefer in die Geschichte ein, Eliot Grace verhält sich immer unverständlicher, eigener, aggressiver. Dann kommt es zu einem Autounfall und Eliot Grace stirbt. Nun wird Susan verdächtigt, denn war es wirklich ein Unfall?

Eines vorneweg – dies ist der Dritte Band einer Reihe um Susan Ryeland von Anthony Horowitz. Grundsätzlich lässt sich dieses Werk auch gut eigenständig lesen, es gibt allerdings ein paar Antworten auf Band eins dieser Reihe. Man sollte daher vielleicht überlegen, diesen davor zu lesen.

Die Geschichte wird als Krimi im Krimi erzählt. Susan erkennt, dass der Plot des jungen Autors ein reales Mysterium, nämlich dem Tod seiner Großmutter, der Krimibuchautorin, ähnelt. Hinter vielen Personen im fiktiven Buch, finden sich ähnliche Personen in der Familie Grace. Man ist konstant mit Verstrickungen konfrontiert und fragt sich wie Susan, ob dies Zufall ist. Hinweise sind gut gesetzt und der Fall geschickt und komplex konstruiert. Für mich war die Auflösung auch nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist für mich Anthony Horowitz typisch, gut lesbar, mit gewissem Witz und genial erfundener Storyline, die viele Wendungen und Überraschungen bereithält. Lesern von Agatha Christie werden auch entsprechende Verweise auffallen. Gut gelang es ihm die beiden Geschichten zu verweben. Gut gelungen sind die Charaktere, allen voran Susan Ryeland, die sehr scharfsinnig und mit Witz agiert.
Etwas überwältigend war die Länge des Buches, da es teilweise auch etwas zu Längen in der Geschichte kam, verständlich bei über 500 Seiten. Auch die Fülle an Charakteren, die sich ergeben, wenn es eine „echten Fall“ und einen entsprechenden „fiktiven Fall“ gibt, fühlt sich manchmal etwas überwältigend an.

Man versteht, warum Anthony Horowitz Werke immer wieder mit Agatha Christie verglichen werden, denn die Krimis sind gut gemacht.
Auch dieser Band war für mich definitiv lesenswert, weil ich bisher von Anthony Horowitz noch nie enttäuscht wurde. Es ist allerdings kein rasches Buch für zwischendurch, schon auf Grund der Länge und der zwei Kriminalfälle. Für Krimifans der old school Krimis aber definitiv ein Muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere