Zwischen Heimsuchung und Zuckerstangen
Nolan Callahan – Geist der vergangenen Weihnacht – hat die Aufgabe bekommen, die Antiquitätenladenbesitzerin Harriet York heimzusuchen.
Wer die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens kennt, stellt sich ...
Nolan Callahan – Geist der vergangenen Weihnacht – hat die Aufgabe bekommen, die Antiquitätenladenbesitzerin Harriet York heimzusuchen.
Wer die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens kennt, stellt sich jetzt sicherlich eine weihnachtshassende, verbitterte Frau vor – man könnte in dieser Geschichte nicht falscher liegen!Harriet liebt Weihnachten – und dementsprechend festlich dekoriert sind auch ihr Geschäft und ihr Haus, das sie ohne Zuckerstange in der Tasche sowieso nicht verlässt.
Dementsprechend überrascht ist sie über das plötzliche Auftauchen von Nolan, dem sie anfangs unterstellt, bei ihr einzubrechen. Und auch Nolan beginnt sich zu fragen, welche Leichen diese scheinbar schrullig-liebenswerte Frau in ihrem Keller liegen haben soll.
Sind die Menschen, die er normalerweise heimsucht, üble und nicht besonders nette Gesellen.Da stellt sich den beiden doch wirklich die Frage, ob das alles nicht ein riesiger Irrtum ist? Und um dieses Rätsel zu lösen, müssen Harriet und Nolan die Fäden, die sie scheinbar miteinander verbinden entwirren.
Harriet ist der totale People-Pleaser und möchte es immer allen recht machen, selbst wenn sie dabei zugrunde geht. Die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte – auch mit Nolans Hilfe – durchmacht, fand ich wirklich sehr schön zu lesen. Harriet lernt für ihre Bedürfnisse einzustehen, und dass sie toll ist, so wie sie ist, und sich nicht dafür verbiegen muss, anderen zu gefallen.
Auch die kurzen Einblicke in Nolans Vergangenheit und sein dem Geisterdasein geschuldetes Bedürfnis nach Zuneigung und Nähe fand ich sehr süß umgesetzt.
Alles in allem hatte ich mit dieser rührenden, weihnachtlichen Geschichte sehr schöne Lesestunden und dafür gibt’s eine Leseempfehlung von mir.