Cover-Bild Hard Land
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 24.02.2021
  • ISBN: 9783257071481
Benedict Wells

Hard Land

Missouri, 1985: Um vor den Problemen zu Hause zu fliehen, nimmt der fünfzehnjährige Sam einen Ferienjob in einem alten Kino an. Und einen magischen Sommer lang ist alles auf den Kopf gestellt. Er findet Freunde, verliebt sich und entdeckt die Geheimnisse seiner Heimatstadt. Zum ersten Mal ist er kein unscheinbarer Außenseiter mehr. Bis etwas passiert, das ihn zwingt, erwachsen zu werden. Eine Hommage an 80’s Coming-of-Age-Filme wie ›The Breakfast Club‹ und ›Stand By Me‹ – die Geschichte eines Sommers, den man nie mehr vergisst.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2021

Ich war dann mal kurz, 352 Seiten in der Vergangenheit

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[Rezession]

Titel: Hard Land
Autor: Benedict Wells
Genre: Roman
Verlag: Diogenes
Seiten: 352

Inhalt:
Missouri, 1985
Der fünfzehnjährige Sam lebt mit seiner Familie in einer schnöden, konservativen Kleinstadt. ...

[Rezession]

Titel: Hard Land
Autor: Benedict Wells
Genre: Roman
Verlag: Diogenes
Seiten: 352

Inhalt:
Missouri, 1985
Der fünfzehnjährige Sam lebt mit seiner Familie in einer schnöden, konservativen Kleinstadt.
Innerhalb eines Sommers verändert sich für ihn jedoch alles.
Er schließt Freundschaften, macht erste Erfahrungen mit Mädchen und sogar sein Blick auf seine Heimatstadt wandelt sich.
Die Welt um ihn herum scheint sich zu öffnen, als plötzlich ein Ereignis sein Leben nachhaltig verändert.

Eigene Meinung:
Der Titel hat mir erstmal nicht so viel gesagt, wird aber im Buch noch näher beleuchtet.
Der Klapptext kündigt eine
Retro - Geschichte über das Erwachsenwerden an und gibt erste Eindrücke von der Handlung.
Der Hauptprotagonist Sam, beschreibt rückblickend die Ereignisse eines Sommers der ihn selbst und somit sein Leben, verändert.
Man bekommt sehr schnell ein klares Bild von Sam und seine Charakter mit all seinen Eigenschaften.
Die Handlung ist schlüssig und logisch erzählt.
Da die Geschichte in den 80ern spielt, ist die Kulisse und Szenerie um Sam herum dementsprechend und passend.

Der Autor pflegt einen flüssigen, authentischen, angenehmen Schreibstil, der das Lesen wirklich sehr angenehm macht und mein Interesse an andere Werken von Benedict Wells geweckt hat.

Fazit:
Einfach nur Wow!
Ich habe mich vom ersten Satz an sehr gut in die Geschichte reingefunden.
Sam durch den Sommer von 1985 zu begleiten war wie eine kleine Reise in die Vergangenheit.
Lieder mühselig mit einem Kassettenrekorder aus dem Radio aufnehmen..
...Helden wie Marty McFly aus "Zurück in die Zukunft" ..
..Musik von Billy Idol..
...das alles und mehr erweckte bei mir sämtliche Erinnerungen zu leben.

Ich war dann mal kurz, 352 Seiten in der Vergangenheit um Sam durch seinen bewegenden Sommer zu begleiten.
Und was soll ich sagen...
Es war einfach genial!!!

Von mir gibt es dafür fünf Sterne
⭐⭐⭐⭐⭐ /5

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Veröffentlicht am 01.07.2021

Sommer der Veränderungen

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In diesem Sommer, kurz vor seinem 16. Geburtstag, plagen den Außenseiter und Einzelgänger Sam Turner große Ängste. Der einzige Freund den er hatte ist nach Kanada gezogen, seine Mutter ist krank und sein ...

In diesem Sommer, kurz vor seinem 16. Geburtstag, plagen den Außenseiter und Einzelgänger Sam Turner große Ängste. Der einzige Freund den er hatte ist nach Kanada gezogen, seine Mutter ist krank und sein Vater ist arbeitslos. Er selbst hängt gerne auf dem Friedhof herum und grübelt über alles nach, denn es ist nichts los in Grady, der verschlafenen Kleinstadt in Missouri. Die Rettung für ihn ist ein Ferienjob im örtlichen Kino, wo er endlich Anschluss findet und sich mit den Kollegen anfreundet. Es beginnt für Sam ein magischer Sommer voller Spaß und Lebensfreude, er lernt Freundschaft und Liebe kennen - bis plötzlich das Schicksal zuschlägt und ihn zwingt, früher erwachsen zu werden als ihm lieb ist …

Benedict Wells, der Autor dieses Buches, wurde 1984 als Sohn einer Schweizerin und des deutschen Schriftstellers Richard von Schirach in München geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in verschiedenen Internaten. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin, wo er mit Schreiben begann und seinen Lebensunterhalt mit diversen Jobs bestritt. Um sich von der Vergangenheit seiner Familie zu distanzieren und seine Eigenständigkeit zu beweisen ließ er seinen bürgerlichen Namen amtlich in Wells ändern. Bis heute schrieb er bereits mehrere Romane, die alle in den Bestenlisten erschienen, teils verfilmt wurden und für die er mehrere Auszeichnungen und Preise erhielt. „Hard Land“ aus dem Jahr 2021 ist sein sechster Roman. Derzeit lebt Wells in Zürich und besitzt neben der deutschen auch die schweizerische Staatsbürgerschaft.

Brillant, wie gefühlvoll und mitreißend der Autor hier das Thema des Erwachsenwerdens behandelt. Bereits vom ersten Satz an war ich von der Geschichte gefesselt: „In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb.“ Wells lässt den Protagonisten selbst erzählen, lässt ihn berichten von seinen Sorgen und Nöten, von seinen Hoffnungen und Träumen. Trotz gravierender Themen ist der Schreibstil von einer fröhlichen Leichtigkeit, die den Leser oft wehmütig an die eigene Jugendzeit zurück erinnern lässt.

„Hard Land“ scheint auf den ersten Blick ein Jugendroman zu sein, doch bei genauerer Betrachtung entpuppt er sich für die ältere Leserschaft eher als eine Erinnerung an die eigene Sturm- und Drang-Zeit. Mit Bedacht hat Wells dabei die Zeit Mitte der 1980er gewählt, damals, eine Zeit ohne Handys und Computer, als die Heranwachsenden sich noch persönlich trafen und ihre Abenteuer real erlebten. Es gab andere Probleme, damals, und doch waren es die gleichen: Anschluss an eine Clique, die ersten Partys, die Zeit der ersten Liebe, erste Enttäuschungen und auch die erste Begegnung mit dem Tod - eine Zeit, in der man erwachsen wurde und die man nie mehr vergessen wird.

Fazit: Ein Buch das mich restlos begeistert hat und das ich gerne weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Nimmt einen mit in ein junges Leben

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Das Buch hat mich von der ersten Seite an berührt. Die Gedanken und Erfahrungen eines Heranwachsenden nehmen einen mit und lassen die eine oder andere eigene Erinnerung mit Höhen und Tiefen wieder aufsteigen. ...

Das Buch hat mich von der ersten Seite an berührt. Die Gedanken und Erfahrungen eines Heranwachsenden nehmen einen mit und lassen die eine oder andere eigene Erinnerung mit Höhen und Tiefen wieder aufsteigen. Seite für Seite liest sich einfach weg. Die Erzählung handelt von Beginn und Ende, von Freundschaft und Verlust. Emotionen kochen in den Protagonisten hoch und lassen den Leser auch nicht kalt. Klare Leseempfehlung!

Der Roman spielt in Missouri, im Jahr 1985 und erzählt von einem wichtigen Jahr - vielleicht dem wichtigsten Jahr überhaupt - im Leben von Sam. Während seine ältere Schwester Jean an der Westküste lebt, wohnt Sam mit seinen Eltern in der Kleinstadt Grady. Sams Mutter, eine außergewöhnliche Frau, ist schwer krank, das lastet auf der ganzen Familie und Sam versucht es zu verdrängen. Als in sich gekehrter Einzelgänger mit wenig Selbstbewusstsein und geheimen Ängsten fällt es ihm schwer, Freunde zu finden. Im örtlichen Kino lernt er dann 3 ältere Mitschüler kennen, mit denen er den Sommer verbringt. Besondere Freundschaften entstehen, intensiv gelebte Momente verbinden die vier jungen Leute. So wie der Beginn der Freundschaften, ist auch deren mögliches Ende schon absehbar, da die Älteren aufs College gehen werden und Sam noch zwei weitere Jahre zur Schule gehen wird. Jeder in dieser Gruppe hat zudem seine eigene Geschichte. Zu Kirstie, der einzigen jungen Frau in der Gruppe, entwickelt Sam eine besondere Zuneigung. Diese wird auch erwidert, aber nicht so, wie es ein Junge auf der Schwelle zum Mann erhofft. Sam feiert seinen 16. Geburtstag mit seinen Freunden, am nächsten Tag stirbt seine Mutter…

Für Sam endet in diesem Jahr die Kindheit, er entdeckt sich und auch seine Familie neu. Andere Blickwinkel erschließen sich ihm und er lernt auch seinen Vater besser zu verstehen. Nicht nur die Menschen selbst oder die Sicht auf den einzelnen Menschen verändert sich. Auch die Kleinstadt ist Veränderungen unterworfen. Alles ist vergänglich, die Jugend erlebt man nur einmal. Erinnerungen bleiben.

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Veröffentlicht am 30.05.2021

Euphancholie trifft es total! Ein Sommer in den 80ern, den man nicht so schnell vergessen wird

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"In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb."
(Erster Satz des Buchs).

Euphancholie – eine Wortschöpfung aus den Begriffen Euphorie und Melancholie – ist genau das, was Sam in diesem ...

"In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb."
(Erster Satz des Buchs).

Euphancholie – eine Wortschöpfung aus den Begriffen Euphorie und Melancholie – ist genau das, was Sam in diesem Sommer durchmacht. Einerseits ist er der ewige Außenseiter, hat Probleme mit seinem Vater und auch mit den Mädchen und dann ist da noch die tödliche Krankheit seiner Mutter, die alles in den Schatten stellt. Andererseits lernt er – weil er vor den erwähnten Problemen fliehen möchte – neue Freunde kennen, verliebt sich und lernt sich selbst, seine Familie und das Örtchen Grady, in dem er lebt, neu kennen (und schätzen) und erlebt wohl den gleichermaßen schönsten und schrecklichsten Sommer seines Lebens.

Die Charaktere – allen voran Sam und seine Freunde der sportliche und sehr empathische Brandon „Hightower“, der auf Männer stehende und immer für Unsinn zu habende Cameron und die kluge Kristie mit der Zahnlücke – sind einfach umwerfend gezeichnet. Genauso wie die Beziehung, die die vier untereinander haben. Ich fühlte mich absolut in Filme der 80er Jahre zurückversetzt, wie z.B. „Stand by me“ oder auch „Breakfast-Club“. Überhaupt sind die 80iger Thema hier, das Buch quasi eine Hymne auf die Filme und die Musik dieses Jahrzehnts. Ich sage nur: Bruce Springsteen und Billy Idol.

Jede Seite hat mich gefesselt und mich mitten hineingeworfen in die Handlung. Es steckt so viel Gefühl darin und so viel Lebensweisheit, ich musste lachen, kichern, schmunzeln, weinen, war wütend und dann wieder ergriffen – ein buntes, tiefgehendes Paket an Emotionen. Vielleicht, weil die 80er Jahre auch „meine“ Jahre waren, wahrscheinlich aber vor allem deswegen, weil Benedict Wells einfach brillant schreiben kann! Ein wunderbares Buch, dass ich gerne JEDEM ans Herz legen möchte: Jugendlichen ebenso wie den Eltern von Pubertierenden und einfach jedem, der die 80er Jahre liebt oder sich für sie interessiert und gerne (nochmals) einen Sommer „dort“ verbringen möchte.

Die ausführliche Rezension inkl. Leseprobe, Buchtrailer und mehr findet ihr in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/05/hard-land-von-benedict-wells.html

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Das Glück und die Bitternis eines Sommers

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Es ist 1985. Der fünfzehnjährige Sam soll die Ferien bei Onkel und Tante und den verhassten Cousins verbringen. Doch schnell noch findet er sich eine Alternative mit einem Ferienjob in einem alten Kino. ...

Es ist 1985. Der fünfzehnjährige Sam soll die Ferien bei Onkel und Tante und den verhassten Cousins verbringen. Doch schnell noch findet er sich eine Alternative mit einem Ferienjob in einem alten Kino. Es passiert das Unerwartete: Er findet Freunde und verliebt sich. Bisher kannte er in der Schule nur das Leben als Außenseiter, nun gehört er endlich dazu. Ein Sommer bricht an, der ihm hilft erwachsen zu werden.

Sympathisch ist Sam, dieser Junge, der so wenig Zeit hat, die Pubertät zu erleben, denn seine Mutter hat Krebs. Die Sorge um sie überschattet das Leben der Familie. In diesem einen Sommer erlebt er eine unvergessliche Zeit, in der er den Sorgen entfliehen kann. Das bedeutet aber auch, dass er sich auf den Weg machen muss, erwachsen zu werden. Euphancholie, eine Mischung aus Euphorie und Melancholie begleitet Sam, denn er weiß, dass die glückliche Zeit mit seinen Freunden von kommenden Ereignissen überschattet wird. Benedict Wells schreibt sehr überzeugend, eine Musikliste entführt den Leser in die Zeit der 1980er Jahre.

Diese Geschichte des Erwachsenwerdens hat mich gut unterhalten können, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle und alle 5 möglichen Sterne vergebe.

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