Cover-Bild One Last Stop
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur eBook
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitreise
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Ersterscheinung: 01.05.2021
  • ISBN: 9783426462195
Casey McQuiston

One Last Stop

Der letzte Halt ist erst der Anfang
Zwei junge Frauen in New York, eine große Liebe und eine zauberhafte Botschaft: die neue unkonventionelle romantische Komödie von Casey McQuiston
Die New Yorker Studentin August glaubt weder an Hellseherei, noch an die Art von Liebe, über die Filme gedreht werden. Und ganz sicher glaubt sie nicht, dass ihre WG voller liebenswerter Nerds daran etwas ändern wird – oder gar ihre Nachtschichten in einem Pancake House, das seit den 70er Jahren Kultstatus genießt.
Doch dann ist da in der U-Bahn plötzlich Jane – die ebenso schöne wie unmögliche Jane. Um sie wiederzusehen, fährt August täglich zur selben Zeit mit der Linie Q. Und sie beginnt sich zu wundern: Jeden Tag trägt Jane dieselbe Kleidung, niemals scheint sie aus der U-Bahn auszusteigen. Nur langsam begreift August, dass sie sich für Jane auf ein unmöglich scheinendes Abenteuer einlassen muss …
»Casey McQuiston gelingt es wieder, eine Welt zu erschaffen, die man am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte – voller wunderbarer Charaktere und mit einem queeren Paar, das man sofort ins Herz schließt.« Meryl Wilsner
Wenn die Liebe U-Bahn fährt: einfühlsam, humorvoll und ein kleines bisschen übersinnlich begeistert Casey McQuiston, New-York-Times-Bestseller-Autor*in von »Royal Blue«, auch mit ihrer zweiten romantischen Komödie.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2025

Eskapistisch und politisch, romantisch und klug, sexy und zutiefst tröstlich

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Von Casey McQuiston habe ich bis jetzt "Red, White & Royal Blue" und "The Pairing" gelesen. Während ich ersteres wahnsinnig charmant fand, konnte mich zweiteres leider nicht überzeugen. Umso gespannter ...

Von Casey McQuiston habe ich bis jetzt "Red, White & Royal Blue" und "The Pairing" gelesen. Während ich ersteres wahnsinnig charmant fand, konnte mich zweiteres leider nicht überzeugen. Umso gespannter war ich auf die Mystery-Romance "One Last Stop". Weder der eine noch der andere Vorgänger konnte mich aber darauf vorbereiten, wie toll hier eine queere Liebesgeschichte zugleich eskapistisch und politisch, romantisch und klug erzählt wird! Ein überraschendes Jahreshighlight!

"Does it ever, like ... I don’t know. Make you lonely? To love somebody who can’t meet you there?” She regrets it immediately, but Annie laughs. “Sometimes. But, you know, that feeling? When you wake up in the morning and you have somebody to think about?Somewhere for hope to go? It’s good. Even when it’s bad, it’s good."

Denn was zunächst wie eine klassische Meet-Cute-Subway-Crush-Romanze beginnt, entfaltet sich auf 418 Seiten überraschend zu einer komplexen, vielschichtigen Geschichte über Zeit, Verlust, LGBTQIA-Geschichte und die Frage, was es bedeutet, wirklich anzukommen. Mit dem Zusammenpuzzeln von Janes Vergangenheit und Geheimnissen aus Augusts Kindheit, hat das Buch zusätzlich zur emotionalen Tiefe spaßige Krimielemente, sodass es trotz des Figurenfokus einen klaren Spannungsbogen gibt, der Romantik und Mystery geschickt verzahnt. Auch wenn man sich auf die Fantasy-Komponente einlassen muss, wird hier eine einmalige und berührende Geschichte erzählt!

"Nobody tells you how those nights that stand out in your memory—levee sunset nights, hurricane nights, first kiss nights, homesick sleepover nights, nights when you stood at your bedroom window and looked at the lilies one porch over and thought they would stand out, singular and crystallized, in your memory forever—they aren't really anything. They're everything, and they're nothing. They make you who you are, and they happen at the same time a twenty-three-year-old a million miles away is warming up some leftovers, turning in early, switching off the lamp. They're so easy to lose."


Casey McQuistons Stil ist warm, pointiert und zugleich überraschend poetisch. Während ich die Sprache in "The Pairing" beinahe etwas zu derb war und "Red, White & Royal Blue" stark mit märchenhaftem Glitzer bestäubt war, ist diese Geschichte literarisch dichter erzählt, nachdenklicher im Ton und mit einer bestechenden Langsamkeit aufgebaut. Humor und Melancholie halten sich dabei klug die Waage; die Dialoge haben Rhythmus, die Pointen sitzen, und selbst in emotional schweren Momenten kippt der Text nie ins Pathetische, sondern bleibt ehrlich, offen und zutiefst menschlich. Ich habe mir beim Lesen wahnsinnig viele Zitate markiert, die ich gar nicht alle in diese kurze Rezension mit einbauen kann. Sehr passend fand ich auch das Setting in New York, das mit der Subway-Linie, dem alteingesessenen Diner und der gelebten Vielfalt zugleich zeitlos und modern ist, worin sich die atmosphärischen Themen wie Nostalgie, Einsamkeit, Sinnsuche, Heimat, Begegnung und Anonymität ganz wunderbar wiederfinden.

"When you spend your whole life alone, it's incredibly appealing to move somewhere big enough to get lost in. Where being alone looks like a choice."


Der Grund, weshalb mich diese Geschichte so überzeugt hat, ist aber letztendlich die Darstellung der Figuren. Casey McQuiston versteht es wirklich, Charaktere zu schreiben, die lebendig wirken und die Geschichte mit ihrer Menschlichkeit, ihren Emotionen, ihren Konflikten, ihren Widersprüchen und Sehnsüchten tragen. Die bisexuelle August ist klug, sarkastisch, emotional vorsichtig und zynisch. Nach einer Kindheit, die vom Verschwinden ihres Onkels und der rastlosen Suche ihrer Mutter überschattet wurde, sucht sie in New York einen Ort zum Ankommen, ein Ort zum in der Masse verschwinden. Dass sie ausgerechnet die Liebe findet und dabei das größte Rätsel ihre Lebens löst, hätte sie wohl nie gedacht.

"Jane is spun sugar. A switchblade girl with a cotton-candy heart."

Während August von Anfang an Sympathieträgerin und greifbare Identifikationsfigur ist, ist Jane zunächst eher eine mystische Figur, schön, aus der Zeit gefallen und schwer zu fassen. Erst mit der Zeit wird ihre Figur genauer umrissen und nimmt Konturen an, je mehr wir über sie und ihre Vergangenheit erfahren. Spannend ist dabei, dass Janes persönliche Reise eng mit der queeren Geschichte der 70er verwoben ist, welche zeitgleich rekapituliert wird. In Kombination sind die beiden für mich eines der eindrücklichsten sapphischen Paare, die ich je gelesen habe. Die gesunde Kommunikation, das Yearning(!!!), die tiefe Verbindung - das war einfach wundervoll!

"Sometimes the point is to be sad, August. Sometimes you just have to feel it because it deserves to be felt."

Ebenso hinreißend war die Found Family, die die beiden im Laufe der Geschichte um sich versammeln. Mitbewohner:innen, Drag Queens, Kolleg:innen und Freund:innen bilden ein diverses Netz aus Unterstützung, Humor und Solidarität, das die Geschichte bereichert und gleichzeitig ein lebendiges Abbild queerer Gemeinschaft ist, die Vergangenheit ehrt und Gegenwart gestaltet.


Fazit


"One Last Stop" ist gleichzeitig eskapistisch und politisch, romantisch und klug, sexy und zutiefst tröstlich. Für mich ist es Casey McQuistons bislang reifstes und mitreißendstes Buch: eine Liebeserklärung an queere Geschichte, Gemeinschaft und das Ankommen bei sich selbst.

Veröffentlicht am 19.07.2021

Eine Hymne an die LGBTQ+ Community mit magischem Twist

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Ich bin ein unheimlich großer Fan der Autorin nach ihrem großartigen Debüt. Doch auch dieses Buch kann meiner Meinung da vollkommen mithalten! Der Schreistil ist gespickt voller moderner Referenzen, tollem ...

Ich bin ein unheimlich großer Fan der Autorin nach ihrem großartigen Debüt. Doch auch dieses Buch kann meiner Meinung da vollkommen mithalten! Der Schreistil ist gespickt voller moderner Referenzen, tollem Humor und absolut magischen Charakteren, die unheimlich interessant gestaltet sind.

Während die Handlung und die Liebesgeschichte eindeutig einzigartig ist, konnte mich vor allem die Referenz auf die LGBTQ+ Community in den frühen 70er Jahren begeistern. Somit hatte ich nicht nur die Chance einen Blick in die Vergangenheit zu bekommen, sondern auch mich ein Stück weit aufzuklären und etwas zu lernen.

Die Handlung dreht sich um drei wichtige Ereignisse im Leben der Hauptprotagonistin August. Ihre Beziehung zu Jane, welche sie in der U-Bahn trifft und welche dort in der Zeit stecken geblieben ist, ihre Arbeit in einem traditionellen Diner, das bald schließen soll und dem Fall ihres vermissten Onkels der sie schon ihr Leben lang begleitet. Ich mochte es wirklich sehr, dass die Handlung so viel bietet und am Schluss alle Handlungsstränge zusammenführen.

Mit am besten an diesem Buch sind allerdings die Charaktere. August ist einzigartig und sympathisch und man kann sich leicht mit ihr identifizieren. Jane hingegen kämpft mit ihrer gegenwärtigen Situation, sowie der Vergangenheit.
Wirkliches Leben hingegen hauchen dem Buch die Nebencharaktere ein. Es fällt hier meiner Meinung nach voll in die „Found Family“-Trope. Augusts WG-Mitbewohner Niko, Myla und Wes sind einfach wundervoll einzigartige Charaktere, genauso wie Drag Queen Annie!

Abschließend kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der sowohl mehr über die LGBTQ+ Community lernen möchte, als auch denjenigen die einfach nur ein unheimlich tolles, raffiniertes Buch lesen möchten.

Fazit:
Dieses Buch ist einfach nur magisch. Ein wundervoll kreatives Meisterwerk, dass Bewusstsein schafft und mit einzigartigen Charakteren überzeugt.
5 ⭐️

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Veröffentlicht am 30.05.2021

Bunt und queer

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Das Cover springt mir mit seiner Farbe direkt ins Auge und mir gefällt der Zug, denn er spielt eine sehr wichtige Rolle im Buch. Generell ziehe ich gezeichnete Charaktere wie hier den echten Personen auf ...

Das Cover springt mir mit seiner Farbe direkt ins Auge und mir gefällt der Zug, denn er spielt eine sehr wichtige Rolle im Buch. Generell ziehe ich gezeichnete Charaktere wie hier den echten Personen auf Covern vor.

Auf diese Geschichte war ich sehr gespannt, weil mir bereits „Blue Royal“ sehr gefallen ist, wo ebenfalls eine homosexuelle Liebesgeschichte im Vordergrund steht, auch wenn es da um zwei Männer geht. Daher kannte ich auch bereits den besonderen Schreibstil von Casey McQuiston, an den man sich etwas gewöhnen muss, weil er zunächst etwas distanziert wirken kann. Aber mir gefällt er sehr gut.

Deshalb war es kein Problem in die Geschichte reinzukommen, die man komplett aus Augusts Sicht liest. Ich mochte sie auf Anhieb und habe mich gemeinsam mit ihr in ihre neue WG verliebt, die chaotisch und bunt ist. Bisher fühlte sich August nirgendwo richtig Zuhause, auch weil ihre Mutter vor allem in der Vergangenheit lebt, und im Laufe des Buches findet sie es, inclusive einer zweiter Familie. Dies fand ich sehr schön, auch die Art und Weise, wie ihre Findungsphase beschrieben wird. Währenddessen trifft sie auch Jane und fühlt in ihrer Gegenwart die ersten Schmetterlinge. Die Liebesgeschichte der beiden hat mein Herz berührt, weil sie einfach so süß und gleichzeitig aufregend ist. Ich liebe es, dass die beiden Frauen jede Minute zusammen in vollen Zügen auskosten wollen. Es hat mich dann sehr überrascht, als man erfuhr, was es mit der lebensfrohen Jane auf sich hat.

Ebenfalls habe ich nicht damit gerechnet, dass eine gewisse Art von Detektivarbeit vermehrt vorkommt. Zum Beispiel wird die Suche von Augusts Mutter nach ihrem verschwundenen Bruder, die sie stets in der Vergangenheit hält, thematisiert. Meine größte Überraschung war allerdings, dass es auch einen Touch von Übernatürlichen hat, ohne dass es Überhand nahm.

Aber mein absolutes Highlight war die bunte und queere Atmosphäre, die die Geschichte durchgehend versprüht. Ich habe mich in die ganzen Charaktere rund um August verliebt, weil sie alle positiv und loyal sind und wissen, wer sie sind und stolz darauf sind. Ich finde, dass auch Augusts Verbindung mit allen im Vordergrund steht und nicht unbedingt nur ihre Liebesgeschichte. Es war faszinierend, wie Augusts neue Freunde, insbesondere ihre WG-Mitbewohner, alle so unterschiedlich und authentisch charakterisiert werden. Casey McQuiston hat hier eine tolle Arbeit geleistet, insbesondere mit ihrer Message zu den Themen LGTBQ+ und gewissen Rahmen auch Rassismus. Dabei geht es auch zurück in die Vergangenheit und eben der (damalige) Kampf gegen Rassismus/für die LGTBQ+ Gemeinschaft.

FAZIT: 4,5⭐️
Ein queeres und buntes Buch zum Wohlfühlen, das mich mit dem Verlauf sehr überrascht hat

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Tolle Geschichte

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Das Cover passt wirklich unglaublich zur Geschichte und zu den beiden Hauptcharakteren. Außerdem passt es auch gut zu dem anderen Buch von Casey McQuiston - mich hat es auf jeden Fall gleich neugierig ...

Das Cover passt wirklich unglaublich zur Geschichte und zu den beiden Hauptcharakteren. Außerdem passt es auch gut zu dem anderen Buch von Casey McQuiston - mich hat es auf jeden Fall gleich neugierig gemacht.

Auch der Schreibstil hat mich wieder von der ersten Seite an überzeugen können, denn er ist flüssig, leicht zu lesen, humorvoll und hin und wieder auch ernst. Es werden so viele wichtige Themen angesprochen, stehen aber nicht immer direkt im Vordergrund, genau das hat mir ziemlich gut gefallen. Akzeptanz spielt eine wichtige Rolle und wurde - meiner Meinung nach - unglaublich gut in das Buch eingebaut.

Die Leute aus der WG in die August einzieht sind einfach unglaublich toll und ich fand die Freundschaften und Beziehungen untereinander einfach super. Ich hätte sogar gerne noch mehr über alle gelesen. Bei August und Jane hätte ich mir irgendwie gewünscht, wenn man noch mehr über sie erfahren hätte, was natürlich schwierig wird, da sie sich immer nr in der U-Bahn sehen können. Die Nebencharaktere sind nie zu sehr in den Hintergrund gerutscht und trotzdem hätte ich gerne noch mehr von ihnen gelesen.

Insgesamt ein wirklich gutes Buch, das ich definitiv weiterempfehlen kann. Man muss das andere Buch von Casey McQuiston nicht gelesen haben, denn die beiden Bücher gehören nicht zusammen - wem das andere Buch jedoch auch schon gefallen hat, dem wird auch dieses hier wieder sehr gut gefallen. Bei dem doch etwas fantastischen Anteil der Geschichte, muss ich zugeben, dass ich den nicht ganz sooo toll fand, aber er gut dazu gepasst hat. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall auch jedes andere Buch von Casey McQuiston lesen.

4,25/5 Sterne