Ganz schön krypto
WEM KANNST DU NOCH VERTRAUEN, WENN DEIN GEGNER ÜBERMÄCHTIG IST?
Selten habe ich mich so sehr auf eine Fortsetzung gefreut wie auf den zweiten Band der Starck – Reihe. Zu sehr hatte man mit dem früheren ...
WEM KANNST DU NOCH VERTRAUEN, WENN DEIN GEGNER ÜBERMÄCHTIG IST?
Selten habe ich mich so sehr auf eine Fortsetzung gefreut wie auf den zweiten Band der Starck – Reihe. Zu sehr hatte man mit dem früheren Staatsanwalt mitgelitten, und so sehr wünscht man ihm, dass er seine Tochter endlich wieder in die Arme schließen kann, nachdem er fünf Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen hat. Aber wem kann er wirklich trauen und wer will wirklich helfen?
Jaschinski nimmt einen sofort wieder mit, Kurze Kapitel, rasant und temporeich erzählt, halten den Spannungsbogen enorm hoch. Selbst eigentlich recht trockene Themen wie Kryptowährungen oder Bitcoins werden anschaulich erklärt und so wird aus der einsamen Jagd des Ex-Staatsanwalts ganz nebenbei auch noch ein Wirtschaftskrimi, der den Leser aus dem lippischen Detmold durch ganz Europa katapultiert. Ein Investigativjournalist und eine lakritzschneckenessende Diebin und Hackerin sind beim Kampf gegen den Mafiaboss „Onkel Pablo“ und dessen Einfluss in die höchsten Kreise seine Weggefährten. Starck kämpft nicht nur um seine Rehabilitation, sondern auch gegen Korruption und kriminelle Vereinigungen. Dass darüber hinaus auch alte Familiengeheimnisse eine Rolle spielen, sei schon mal ein bisschen angeteasert.
Ein absolut lesenswerter Thriller mit extremer Spannung und ebensoviel Tiefgang – durch geschickte Rückblenden ist das Buch durchaus auch einzeln zu lesen aber erst zusammen mit Band eins entwickelt die Geschichte ihr ganzes Potenzial. Zudem machen die beiden 400-Seiten starken Bände mit den auffälligen Farbschnitten auch optisch ordentlich was her.