Cover-Bild Das Labyrinth des Fauns

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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendbuch E-Book
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 02.07.2019
  • ISBN: 9783733651886
Cornelia Funke, Guillermo del Toro

Das Labyrinth des Fauns

Tobias Schnettler (Übersetzer), Allen Williams (Illustrator)

Der neue Roman von Cornelia Funke - poetisch, sprachgewaltig, monumental. Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann.

Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater stationiert ist. Für den grausamen Hauptmann ist der dichte Wald lediglich ein Versteck für untergetauchte Widerstandskämpfer. Für Ofelia wird er eine Zufluchtsstätte vor dem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?

Ein Roman, der zeigt, welche Magie entstehen kann, wenn zwei Meister der Imagination zusammentreffen: kraftvoll und wunderschön geschrieben von Erfolgsautorin Cornelia Funke – ein literarisches Gesamtkunstwerk, das Herzen und Verstand verändert.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 37 Regalen.
  • 1 Mitglied liest dieses Buch aktuell.
  • 21 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 4 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2019

Eine mitreißende Nacherzählung

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"Eine neue Geschichte von Cornelia Funke!", dachte ich und freute mich aufs Lesen. Spätestens nach der Hälfte des Buches und unzähligen Déjà-vus las ich mir dann den Klappentext erneut durch und stellte ...

"Eine neue Geschichte von Cornelia Funke!", dachte ich und freute mich aufs Lesen. Spätestens nach der Hälfte des Buches und unzähligen Déjà-vus las ich mir dann den Klappentext erneut durch und stellte fest: Was hier als "inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth«" bezeichnet wird, ist im Grunde nichts anderes als eine reine Nacherzählung dieser Geschichte. Nach dieser Erkenntnis war ich zugegebenermaßen etwas enttäuscht - und trotzdem schmälerte es das Lesevergnügen nicht.

Denn wenn Cornelia Funke eins kann, dann Geschichten erzählen Schon die "Tintenwelt"-Trilogie fand ich toll und bereits nach den ersten Seiten von "Das Labyrinth des Fauns" zeigt sich wieder einmal Cornelia Funkes unglaublich toller und bildhafter Schreibstil. Jede ihrer Metaphern sitzt und das Buch ist atmosphärisch so dicht, dass ich manchmal geglaubt habe, mit Protagonistin Ofelia im Wald zu sein, die Blätter im Wind rauschen zu hören und die Gräser an meinen Beinen spüren zu können. Der Stil bewegt sich dabei irgendwo zwischen märchenhaft und grausam detailliert - und letzteres ist positiv gemeint!

Nun kann man - finde ich - Cornelia Funke kein Kompliment für die Charaktere oder die Handlung machen, da sie nicht aus ihrer Feder stammen, aber die Nacherzählung der Geschichte ist ihr wirklich meisterhaft gelungen. Wer bei Cornelia Funke jedoch direkt an Jugendbücher denkt, der sei gewarnt, dass "Das Labyrinth des Fauns" in meinen Augen nicht für unter 16-Jährige geeignet ist - hierfür sind brutale und ekelerregende Szenen zu detailliert beschrieben.

Wenn man sich im Vorhinein darüber bewusst ist, dass es sich hier um eine Nacherzählung von "Pans Labyrinth" handelt, ist das Buch eine tolle und mitreißend erzählte Geschichte, nicht nur für Fans.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Ein Buch, das die Fantasie anregt.

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Der Schreibstil ist schon etwas speziell meiner Meinung nach, aber nach einigen Seiten gewöhnt man sich daran. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurzgehalten und die eigentliche Geschichte wird immer wieder ...

Der Schreibstil ist schon etwas speziell meiner Meinung nach, aber nach einigen Seiten gewöhnt man sich daran. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurzgehalten und die eigentliche Geschichte wird immer wieder durch Geschichten vergangener Tage unterbrochen, die sich nach und nach zusammenfügen. Die Stimmung war düsterer und ernster als ich es erwartet habe, ich hätte mir gewünscht, dass Ofelia manchmal etwas kindlicher und aufgeweckter gewesen wäre, um wenigsten ab und zu ein bisschen die Spannung zu lösen. Ich habe selten ein so fantasievolles Buch gelesen, das sich durch den einzigartigen Schreibstil und den wunderschönen Illustrationen sehr von anderen Büchern unterscheidet und so zu etwas ganz Besonderem wird.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Grausamer Stoff

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„Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke ist ja eine Adaption des Films von Guillermo del Toro und hat mich leider nicht wirklich abholen können.
Da ich den Film nicht selbst gesehen habe, sondern ...

„Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke ist ja eine Adaption des Films von Guillermo del Toro und hat mich leider nicht wirklich abholen können.
Da ich den Film nicht selbst gesehen habe, sondern nur sehr viel darüber gehört habe, war mir nicht bewusst, wie sehr die dargestellten Szenen so auf mich wirken würden. Natürlich kenne ich die historische Einordnung der Geschichte und mir ist bewusst, dass es eine gewalttätige Zeit war. Aber dass mich das geschriebene Wort so betroffen macht, damit habe ich nicht gerechnet.

Auch denke ich, dass der Text noch nicht für 14jährige geeignet ist bzw. gemeinschaftlich gelesen werden sollte (natürlich gibt es auch hier Ausnahmen). Mir war es zu grausam und gewalttätig.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Die Magie die einen verzaubert

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Zum Inhalt

Ofelia zieht nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter zu ihrem neuen Stiefvater in die Berge. Doch eigentlich möchte sie lieber in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und auch ihren Stiefvater ...

Zum Inhalt

Ofelia zieht nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter zu ihrem neuen Stiefvater in die Berge. Doch eigentlich möchte sie lieber in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und auch ihren Stiefvater mag sie nicht besonders. Sie nennt ihn still und heimlich den Wolf. Doch ihre Mutter ist von ihm schwanger. Am Ziel ihrer Reise angekommen, merkt Ofelia die Bücher liebt, dass es wirkliche Magie gibt. Eines Tages führt eine Fee sie zu einem Faun. Dieser erzählt ihr, dass sie eine lang gesuchte Prinzessin ist,. Doch sie muss drei Aufgaben bis zum nächsten Vollmond erfüllen um in ihr altes Reich zurückzukehren. Doch wird Ofelia diese meistern?

Meine Meinung

Die Geschichte rund um Ofelia dreht sich um 1944 in Spanien. Ofelia verliert erst ihren Vater und, so fühlt es sich zumindest an, auch ihre Mutter. Doch einen kleinen Hoffnungsschimmer hat sie, die Magie. Sonst kennt sie diese nur aus den Märchen. Sie wusste nicht das sie wirklich existiert. Ofelia muss drei Aufgaben meistern um als Prinzessin in ihr altes Reich zurückzukehren. Die Gestaltung dieser Abenteuer mit der Prise Magie fand ich wunderschön gestaltet. Auch die Grundgeschichte ist eine solide und doch hartherzig Geschichte.

Was ich jedoch sehr verwirrend fand ist der Rückblick einer alten Geschichte die zwischen einigen Kapiteln erzählt wird. Manchmal hat mir einfach der rote Faden zum gelesenen gefehlt. Im Prinzip las es sich wie eine zweite Geschichte. Für mich sehr verwirrend, doch zum Abschluss versteht man es dann doch. Bis dahin jedoch frustriert einen das schon ein wenig.

Der Schreibstil des Buches ist leicht zu lesen, sodass das Buch innerhalb eines Tages geschafft werden kann. Die beiden Autoren Cornelia Funken Funke und Guillermo del Toro haben einen außergewöhnliche Geschichte geschaffen und viele verschiedene Charaktere. Wobei nur die wichtigen näher beleuchtet wurden. So wie Ofelia, deren Mutter, der Vater, der Stiefvater und Mercedes die Haushälterin.

Das Buch erschien am 02.07.2019 mit 320 Seiten im Fischer Verlag. Aus dem amerikanischen wurde es von Tobias Schnettler übersetzt.

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil mich das Cover und auch der Klappentextes so wahnsinnig angesprochen haben. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass es zwar eine tolle Geschichte ist, mir aber diese verwirrende zwischen Geschichte enorm das Lesevergnügen gedämpft hat.

Fazit

Ein Fantasyroman der mit seiner Magie einen in andere Welten verzaubert, gespickt mit einer Menge Verwirrung. Wem die zweite Geschichte mittendrin nicht stört, sollte sie dich Geschichte nicht entgehen lassen.

Veröffentlicht am 12.08.2019

Großartiges Märchen, sehr poetisch, aber sehr grausam…

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Der Fantasy-Roman „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke und Guillermo del Toro ist am 02.Juli 2019 im S.Fischer-Verlag erschienen und spielt im Jahr 1944 in einem Wald in Spanien.

Ofelia ist Halbwaise ...

Der Fantasy-Roman „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke und Guillermo del Toro ist am 02.Juli 2019 im S.Fischer-Verlag erschienen und spielt im Jahr 1944 in einem Wald in Spanien.

Ofelia ist Halbwaise und zieht mit ihrer hochschwangeren Mutter zu ihrem Stiefvater in eine Mühle tief im Wald in Spanien. Sie ist alles andere als glücklich damit und macht sich große Sorgen um ihre Mutter, der es gesundheitlich nicht gut geht. Doch schon während ihrer Anreise entdeckt sie eine Fee, die sie in ein spannendes Abenteuer lockt, hinter dem sich ihre eigene Geschichte zu verstecken scheint. Ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen, eine phantastische Welt, wundervoll und grausam zugleich. Ein mysteriöser Faun stellt Ofelia 3 Aufgaben. Wird sie es schaffen, diese zu lösen? Wird die Unschuld über das Böse siegen? Vor Ofelia liegt eine aufregende Zeit, die geprägt ist von spannenden Abenteuern, aber auch von grausamen Momenten und ihrem inneren Konflikt, ob ihr noch ungeborener Bruder Freud oder Leid ist.

Einen halben Tag habe ich für das Buch gebraucht, das mich zufrieden, aber auch sehr bewegt zurücklässt.

Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zu dieser Geschichte.

Auch der Klappentext ist sehr gelungen und hat mich sofort angesprochen. Die Protagonistin und der Hauptkonflikt werden vorgestellt und eine zum Buch passende Stimmung geschaffen.

Ofelia ist ein mutiges, starkes, 13-jähriges Mädchen, das nach dem Tod ihres Vaters mit der Mutter in einen Wald in Spanien ziehen muss, zu ihrem Stiefvater. Sie möchte dort nicht hin, weil sie diesen Mann nicht mag, doch sie liebt ihre Mutter und möchte so gut es geht für sie da sein. Doch schon während der Anreise gerät sie in ein spannendes Abenteuer mit sehr herausfordernden Aufgaben, denen sie sich aber stellt und ihre Ängste überwindet. Ofelia ist ein tolles Mädchen und eine sehr aktive Protagonistin, die ein klares Ziel hat und eine wunderbare Entwicklung durchmacht. Sie ist sehr authentisch dargestellt und ist ein vielschichtiger Charakter. Ich mag Ofelia sehr und habe sie direkt in mein Herz geschlossen. Was muss das Mädchen nur alles ertragen?

Auch alle anderen Figuren finde ich gelungen, ob es Carmen, Ofelias Mutter ist, die ihre Tochter über alles liebt und sich nach dem Tod für den Capitan entscheidet, nur um sich und Ofelia in Sicherheit zu wissen. Auch der Capitan ist ein interessanter Charakter. Zwar ist er sehr eitel und grausam, jedoch dient beides seinem Sebstschutz, d.h. Um seine Ängste zu verstecken. Mercedes ist eine liebenswerte Figur, die an das Gute glaubt, dafür kämpft und Schwächere schützt. Alle Figuren sind einzigartig, haben ein eigenes Ziel und eine eigene Motivation.

Besonders gefallen hat mir, dass alle weiblichen Figuren stark, mutig und selbstbewusst sind.

Die Handlung finde ich ebenfalls sehr gelungen. Die Autorin hat eine stetig ansteigende Spannungskurve mit vielen kleineren und größeren Konflikten, als auch überraschenden Twists aufgebaut. Es ist wirklich spannend und man möchte immerzu wissen, wie es weitergeht. Für mich ist die Handlung zu jeder Zeit nachvollziehbar bzw. logisch. Auch die Nebenerzählstränge waren spannend und haben die Hauptgeschichte abgerundet.

Besonders gefallen haben mir die Aufgaben, die Ofelia lösen sollte. Sie waren wirklich herausfordernd und einfach anders.

Aber wie liest sich das Buch nun?

Es sind 49 längere Kapitel + Prolog + Epilog, die in der 3. Person Singular im Präteritum in der personalen Erzählform aus der Sicht verschiedener Figuren, aber häufig aus Ofelias geschrieben sind. Das hat mir gut gefallen, um zu wissen, was in den Figuren vorgeht und um sie so auch zu verstehen bzw. ihr Handeln nachvollziehen zu können.
Der Schreibstil ist großartig. Flüssig, bildreich und so poetisch. Einzigartig! Literarisch ist es für meinen Geschmack auf einem hohen Niveau. Dadurch hebt sich dieses Buch deutlich von anderen Büchern dieses Genres ab. Die Settings sind wunderschön beschrieben und man kann sich alles super vorstellen. Dazu gelingt es der Autorin ausgezeichnet eine so passende Stimmung zu erschaffen, dass man von der Geschichte gefangen ist. Auch die Dialoge finde ich sehr gelungen und vor allem passend zum Genre. Ich muss aber anmerken, dass auch sehr grausame bzw. brutale Szenen dabei sind.

Ganz besonders hat mich die Darstellung der emotionalen Ebene beeindruckt, vor allem Ofelias gefühlsmäßige Zwickmühle ihren Bruder betreffend. Das hat mich sehr bewegt.

Mein Fazit nach 273 Seiten:

„Das Labyrinth des Fauns“ ist ein Fantasy-Roman, der zeigt, wie wichtig es ist, sich seinen Ängsten zu stellen bzw. wie man enden kann, wenn man sich ihnen nicht stellt. Als Alleinkämpfer wird man kann es immer schwerer haben als mit Vertrauten im Team.

Wer einen spannenden Fantasy-Roman sucht, der in Spanien 1944 spielt und sehr gefühlvoll das Thema „Umgang mit den eigenen Ängsten“ verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein.

Von mir erhält dieser Roman eine ganz klare Kaufempfehlung (5/5 Sternen), weil es eine spannende Geschichte ist, die sehr ehrlich mit allen Themen, z.B. Geschwisterbeziehungen umgeht. Außerdem ist der Schreibstil wirklich grandios und so anders als andere. Kritikpunkte habe ich keine, möchte aber nochmal darauf hinweisen, dass es sehr grausame und brutale Szenen gibt, die ein gewisses Lesealter erfordern.

Insgesamt ist es ein wirklich gelungener Roman, den ich nur weiterempfehlen kann.

Vielen Dank an Cornelia Funke für diese Geschichte.