Cover-Bild Die andere Tochter
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: List Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 30.08.2021
  • ISBN: 9783471360101
Dinah Marte Golch

Die andere Tochter

Roman | Ein starker Roman über Familiengeheimnisse und das Erbe des Krieges

Ein Roman über Mütter und Töchter

Bei einem Unfall hat Antonia fast das Augenlicht verloren und danach eine einsame Entscheidung getroffen: Sie möchte die Mutter der toten Spenderin der Transplantate kennenlernen, mit denen sie wieder sehen kann. Sie hofft, so viel wie möglich über diese Frau zu erfahren, eine Malerin, jung, beliebt, schön. Und sie fragt sich, ob die Tote versucht, ihr etwas mitzuteilen. Denn seit der OP verfolgten Antonia Flashbacks. Als sie schließlich erkennt, dass sie manipuliert wird, schwebt ihre eigene Mutter bereits in Lebensgefahr. Und nur wenn Antonia sich dem Geheimnis ihrer eigenen Familie stellt, hat sie eine Chance, dem perfiden Spiel der anderen zu entkommen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2022

Die Augen der Anderen

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Toni, eine junge Frau, hat einen schlimmen Unfall und verliert Ihr Augenlicht. Als Sie aufwacht wird Ihr bewußt, daß sich vieles komisch anfühlt und sie muß erfahren, daß Ihre Augen nicht zu retten waren ...

Toni, eine junge Frau, hat einen schlimmen Unfall und verliert Ihr Augenlicht. Als Sie aufwacht wird Ihr bewußt, daß sich vieles komisch anfühlt und sie muß erfahren, daß Ihre Augen nicht zu retten waren und Sie durch eine Transplantation die Hornhaut einer Toten erhalten hat.
Clara, die Mutter der Toten meldet sich bei Ihr und sie kann nicht umhin, sie muß erfahren wie Ihres Spenderin war und gelebt hat. Es ist wie ein Sog, gegen den sie sich nicht wehren kann.
Als sie die Familie der Spenderin in Frankfurt besucht, wird sie durch die Mutter in eine Rolle als Tochter gebracht.
Sie wohnt in der Wohnung der verstorbenen Tochter, fährt ihr Auto, trägt ihre Kleidung.
Es gibt viele Rätsel und sie erfährt ständig neue Dinge.
Ihre hartherzige Mutter hat sie als Kind zur Oma gegeben, warum. Dieses Geheimnis will sie auch auf die Spur kommen.

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Ambivalent

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Antonia entrümpelt die Wohnungen Verstorbener und verunfallt in einer Wohnung schwer. Sie erblindet, doch durch eine Hornhautspende erlangt sie wieder das Augenlicht. Doch Toni hat sich geändert, ihre ...

Antonia entrümpelt die Wohnungen Verstorbener und verunfallt in einer Wohnung schwer. Sie erblindet, doch durch eine Hornhautspende erlangt sie wieder das Augenlicht. Doch Toni hat sich geändert, ihre Welt wurde aus den Angeln gehoben. Sie möchte sich bei der Familie des Spenders bedanken – und setzt damit eine Kette unerwarteter Ereignisse in Gang.

Ich hatte meine Startschwierigkeiten mit dem Buch. Schon schnell geschieht der Unfall, die OP und die Kontaktaufnahme zur Spenderfamilie, Auch wenn das sehr flott ging, lief es mir an anderer Stelle einfach viel zu langsam. Andererseits passiert auch irgendwie zu viel. Klingt merkwürdig und ambivalent, aber in der Nachbetrachtung ist ein sehr zwiespältiges Gefühl entstanden, dass ich nicht loswerde. An sich passt es auch zur Geschichte sehr, denn auch da ist manches sehr ambivalent.

Dazu hatte ich mit der Protagonistin ein wenig zu kämpfen, denn so richtig warm wurde ich mit ihr nicht. Ihr ambivalentes Verhalten als solches war aber schon gut dargestellt und unter den Umständen verhält man sich vielleicht auch nicht sehr rational und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto klarer wird auch, warum ihr Verhalten manchmal sehr überraschend ist.

Ich denke eine etwas dünnere Version der Geschichte hätte mir persönlich besser zugesagt, denn gerade die rund ersten 150 Seiten waren mir einfach auch nicht spannend genug. Aber die Neugier war da und daher habe ich weitergelesen, in der Hoffnung, dass es noch besser werde und das wurde es auf jeden Fall.

So, ganz schön viel Kritik, aber der Roman hatte auch seine positiven Seiten. Es gibt überraschende Wendungen und der Roman ist extrem vielschichtig und teils auch unerwartet spannend. Der Schreibstil ist an sich gut zu lesen, flüssig und stimmig. Besonders gut gefielen mir die beiden Zeitebenen, die zeitlich nicht weit auseinander liegen, aber Welten trennen.

Mir gefällt sehr gut, dass das Thema Organspende und mögliche Auswirkungen so präsent ist. Das ist kein Thema, dass man mal eben zwischen Tür und Angel entscheidet und die Auseinandersetzung damit ist daher eine gute Sache. Es gab auch noch weitere große Themengebiete, die ich nicht näher beschreiben kann, um Spoiler zu vermeiden, aber auch die waren für sich interessant - nur war es mir dann doch einfach zu viel für ein einziges Buch.

Für mich war der Anfang einfach zu zäh, hintenraus war das Buch dann aber schon ziemlich überzeugend, sodass ich am Ende 3,5 Sterne vergebe und das Familiendrama gerne Lesern empfehle, die eine Geschichte zu den psychologischen Folgen einer Organspende lesen möchten.

Veröffentlicht am 23.10.2021

Ich bin mit der Hauptfigur nicht warm geworden

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Auch nachdem einige Zeit vergangen ist und ich mir einige Gedanken zu dem Buch machen konnte, weiß ich immer noch nicht, wie ich es finde.
Um es vorneweg zu nehmen: das Ende fand ich überraschend gut und ...

Auch nachdem einige Zeit vergangen ist und ich mir einige Gedanken zu dem Buch machen konnte, weiß ich immer noch nicht, wie ich es finde.
Um es vorneweg zu nehmen: das Ende fand ich überraschend gut und hat mich mit dem Rest versöhnt. Ja, es wurden viele Themen aufgegriffen, aber auch wirklich wichtige, wie Organspende. Und diese Themen kamen bereits im Laufe der Geschichte vor und haben das ganze nun abgerundet.
Aber ich muss leider sagen, dass mir Toni über weite Strecken einfach fremd war und ich sie nicht verstanden habe. Ich konnte ihre Handlungen nicht nachvollziehen und damit hatte ich wirklich Probleme, so dass ich mich auch phasenweise zwingen musste trotzdem weiterzulesen. Ich habe noch verstanden, dass sie nach dem Unfall und der Augen-OP wissen wollte, von wem die Cornea eigentlich kam und welches Schicksal dahinter steht. Aber ihr Interesse war schon fast zwanghaft und völlig überzogen. Für meine Begriffe hat sie sich zu sehr in das Leben der anderen Familie eingemischt und völlig den Kontakt zur Realität verloren. Sie ist in das Leben der Verstorbenen eingetaucht und hat sich mit ihr identifiziert und gleichzeitig gewundert und geärgert, wenn sie auf die Ähnlichkeit mit der Verstorbenen angesprochen wurde. Vielleicht hätte ich es bei einer Herz-OP oder ähnlichem noch verstanden, aber hier leider nicht. Erst zum Schluss hin kam ich ihr näher und sie wurde sympathischer.
Dadurch hatte das Buch gerade in der ersten Hälfte leider extreme Längen und Tonis Handlungen und Gedanken waren zu esoterisch angehaucht.

Veröffentlicht am 08.10.2021

Die andere Tochter

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Ich habe dieses Buch gelesen, weil sich sowohl der Klappentext als auch die Leseprobe vielversprechende lasen. Im Laufe der Zeit lies das leider nach und ich musste mich immer mehr zwingen, das Buch zu ...

Ich habe dieses Buch gelesen, weil sich sowohl der Klappentext als auch die Leseprobe vielversprechende lasen. Im Laufe der Zeit lies das leider nach und ich musste mich immer mehr zwingen, das Buch zu Ende lesen. Einerseits wollte ich schon wissen, was nun mit Antonia ist und was sie glaubt, wer "von ihr Besitz ergriffen hat". Aber andererseits fand ich das Buch irgendwie auch psychisch belastend. Ich kann das leider gar nicht in Worte fassen. An manchen Stellen fand ich wurde einfach zu viel erzählt und an manchen Stellen, ging alles zu schnell und auf einmal saß Antonia wieder im Auto und fuhr sonstwohin....
Die Wendung des Buches hat mich letztlich sehr überrascht, doch ob ich es jemandem unbedingt empfehlen würde zu lesen, glaube ich eher nicht.

Toni's Job ist es, die Wohnung von Verstorbenen zu entrümpeln. Bei einem dieser Aufträge hat sie einen Unfall und verliert dabei Ihr Augenlicht. Mit einer neuen Cornea - da hat sie Glück - kann sie wieder sehen. Doch damit beginnt das eigentliche Drama. Mit diesem kleinen neuen Teil scheint sich alles zu ändern. Sie fühlt und denkt anders. Die Beziehung zu ihrem Freund verändert sich noch mehr, nicht zum besseren. Das Verhältnis zu ihren Eltern wird auch immer schlechter, zumal es dort auch ein gut gehütetes Geheimnis zu geben scheint. Stück für Stück gerät sie in einen Strudel, aus dem sie kaum rauszukommen scheint.

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Veröffentlicht am 20.11.2021

Wirkt, als müssten unbedingt alle Ideen der Autorin in einen Roman gefasst werden

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Antonia, genannt Toni, entrümpelt die Häuser von Verstorbenen. Als sie wieder einmal am Ausräumen ist, geschieht ein tragischer Unfall, bei dem sie sich mit Säue die Augen verätzt und daran erblindet. ...

Antonia, genannt Toni, entrümpelt die Häuser von Verstorbenen. Als sie wieder einmal am Ausräumen ist, geschieht ein tragischer Unfall, bei dem sie sich mit Säue die Augen verätzt und daran erblindet. Eine Hornhaut-Transplantation lässt wie wieder sehen und in Toni reift der Wunsch, die Angehörigen der Spenderin kennenzulernen. Sie ahnt nicht, dass sie sich auf einen Weg in die Hölle begibt...



Das Thema Organspende in einem Roman zu verarbeiten, finde ich richtig und wichtig, denn immer noch wird viel zu wenig über diese wichtige, lebensrettende Entscheidung diskutiert und sie regelrecht totgeschwiegen. Umso mehr habe ich mich auf diesen Roman gefreut, der laut Klappentext eine ungeheure Spannung und Nervenkitzel verspricht.

Jedoch erwartet mich eine absolut enttäuschende Handlung, die dermaßen vollgestopft mit unterschiedlichen Themen ist, die nicht wirklich zusammenpassen und dadurch den Roman unruhig und hektisch werden lassen. Die Leser:innen finden hier nämlich von Organspende über Flashbacks, Seelenwanderung und Schamanismus, Beutekunst der Nazis und Aufarbeitung der familiären Vergangenheit alles, was normalerweise gut und gerne in mehreren Romanen an spannender Handlung angesiedelt werden könnte.

Es wirkt auf die Leser:innen, als habe die Autorin unbedingt alle ihre Ideen in dieses eine Buch verfrachten wollen, um für aufregende Lesemomente zu sorgen. Das ist aber leider nach hinten losgegangen, denn die Ereignisse wirken teilweise schon recht unglaubwürdig (z Bsp: die polnische Polizei verweigert aus datenschutzrechtlichen Gründen die Herausgabe der Adresse, fährt aber Toni bereitwillig zur gesuchten Person).

Auch sind die Figuren nicht unbedingt mit Sympathiepunkten gesegnet - Toni ist übergriffig, penetrant wie eine Schmeißfliege und manchmal schon sehr pietätlos, wenn sie da so in den Sachen der Verstobenen herumwühlt und sich einige Stücke abgreift, um ihre Wohnung damit zu bestücken.

Familie Mertens ist großspurig und selbstgefällig. Aber auch hier gilt - je glitzernder die Oberfläche, desto schwärzer die Weste. Das gesamte Auftreten der Familie ist in meinen Augen fragwürdig und eher nervig.

Manche Ereignisse sind schon vorab zu erahnen und es fehlt hier ein durchgängiger Spannungsbogen, der den Roman zu einem echten Highlight werden lässt. Ein paar Flashbacks hier und ein bisschen Verfolgungswahn da lassen aus diesem Buch leider keinen Psychothriller werden.

Schade um die verschenkte Lesezeit.

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