Cover-Bild Zur See
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 11.09.2024
  • ISBN: 9783328112136
Dörte Hansen

Zur See

Roman. Der Nummer 1 Bestseller
Woher kommt unsere Liebe zum Meer und die ewige Sehnsucht nach einer Insel?

Die Fähre braucht vom Festland eine Stunde auf die kleine Nordseeinsel, manchmal länger, je nach Wellengang. Hier lebt in einem der zwei Dörfer seit fast 300 Jahren die Familie Sander. Drei Kinder hat Hanne großgezogen, ihr Mann hat die Familie und die Seefahrt aufgegeben. Nun hat ihr Ältester sein Kapitänspatent verloren, ist gequält von Ahnungen und Flutstatistiken und wartet auf den schwersten aller Stürme. Tochter Eske, die im Seniorenheim Seeleute und Witwen pflegt, fürchtet die Touristenströme mehr als das Wasser, weil mit ihnen die Inselkultur längst zur Folklore verkommt. Nur Henrik, der Jüngste, ist mit sich im Reinen. Er ist der erste Mann in der Familie, den es nie auf ein Schiff gezogen hat, nur immer an den Strand, wo er Treibgut sammelt. Im Laufe eines Jahres verändert sich das Leben der Familie Sander von Grund auf, erst kaum spürbar, dann mit voller Wucht.

Klug und mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Wandel einer Inselwelt, von alten Gesetzen, die ihre Gültigkeit verlieren, und von Aufbruch und Befreiung. Der Nummer-1-Bestsellerroman nun erstmals im Taschenbuch.

»Dörte Hansen versteht es, so zu schreiben, dass thematischer Anspruch und literarische Zugänglichkeit Hand in Hand gehen. Das ist ein Glücksfall für die deutsche Literatur.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2024

Wunderbares Hörbuch in eindrücklicher Sprache

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Auf einer kleinen Nordseeinsel lebt die Familie Hansen, Mutter, Vater und drei erwachsene Kinder. Die ziemlich verschrobenen Charaktere der Familienmitglieder werden in einer ruhigen und packenden Sprache ...

Auf einer kleinen Nordseeinsel lebt die Familie Hansen, Mutter, Vater und drei erwachsene Kinder. Die ziemlich verschrobenen Charaktere der Familienmitglieder werden in einer ruhigen und packenden Sprache geschildert. Der Hörer darf ein Jahr mit Hansens und dem Inselpastor verbringen. Ein Jahr, in dem zuerst nicht viel passiert und in dem sich doch für alle das Leben enorm verändert.
Es ist eine intensive Geschichte über die See, über den Wandel der Zeit und den langsamen Verlust der Insel-Identität. Nina Hoss schildert die melancholische Stimmung, die über dem Buch liegt mit ruhiger Stimme - ein absoluter Hörgenuss und sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Was ein Buch!

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Obwohl "Zur See" nicht besonders umfangreich ist, um die 250 Seiten nur, das Buch hat es aber dennoch in sich! In ruhigem Ton erzählt die Autorin von etwa einem Jahr im Leben einiger Bewohner einer nicht ...

Obwohl "Zur See" nicht besonders umfangreich ist, um die 250 Seiten nur, das Buch hat es aber dennoch in sich! In ruhigem Ton erzählt die Autorin von etwa einem Jahr im Leben einiger Bewohner einer nicht benannten deutschen Insel. Im Vordergrund steht die Familie Sander, die "das schönste Haus" der Insel bewohnt. Die Mutter lebt allein, der Vater auf einer Vogelinsel wie ein Eremit, die 3 Kinder sind erwachsen und leben noch auf der Insel. Der älteste Sohn ist Alkoholiker, die Tochter eine lesbische Altenpflegerin und der Jüngste ein freigeistiger Künstler, der Skulpturen aus dem erschafft, was er am Strand an Strandgut findet.

Die Geschichte hat auf mich eine starke Wirkung gehabt. Die Beschreibung der Menschen und ihrer Beziehungen zueinander haben mich tief berührt - und das Ende hat mich wirklich fertig gemacht!!!! Aber auch die landschaftlichen Beschreibungen waren absolut ergreifend.

Ich bin noch immer ganz fasziniert und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!

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Veröffentlicht am 18.05.2024

Was das Auge des Wals erzählt

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Da sind die fünf Sanders - Hanne und Jens mit ihren drei erwachsenen Kindern Ryckmer, Eske und Henrik. Sie leben ein Inselleben vor der Nordseeküste und wir dürfen sie ein Jahr lang dabei begleiten. Und ...

Da sind die fünf Sanders - Hanne und Jens mit ihren drei erwachsenen Kindern Ryckmer, Eske und Henrik. Sie leben ein Inselleben vor der Nordseeküste und wir dürfen sie ein Jahr lang dabei begleiten. Und dann ist da noch der Inselpastor, der die Balance finden muss zwischen seiner Ehe und der Arbeit in der Kirche.

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Dörte Hansen lässt uns in „Zur See“ tief blicken in die Seelen der Sanders und des Inselpastors. Die Charaktere könnten verschiedener nicht sein, und ganz bestimmt findet man sich selbst in einem der Inselbewohnerinnen wieder.

Mit großer Sorgfalt und ganz viel Feingefühl gelingt es der Autorin, die Gefühle jedes Einzelnen authentisch und nachvollziehbar aufs Papier zu bringen. Selbst wenn ich eine Figur zuerst auch noch so verschroben fand, entwickelte ich im Laufe der Kapitel Verständnis und Empathie.

Eine Museumsführerin, ein Vogelwart, ein Fährkapitän, eine Altenpflegerin, ein Strandgutkünstler und ein Pastor - verschiedener geht es kaum und dennoch teilen sie ähnliche Wünsche und Sorgen.

Es ist das starke Heimatgefühl, das alle sechs eint. Die Verbundenheit mit der Insel und das Bröckeln des Fundaments. Durch den Klimawandel, durch den Tourismus, durch das harte Inselleben, durch familiäre Katastrophen, durch den Verlust von Tradition und Sprache, durch Missverständnisse und Suchtprobleme, durch eine Kindheit ohne Halt und Wärme - durch all dies gerät die Inselwelt ins Wanken.

Ein wahres Highlight war für mich das Kapitel des Wals, das so wunderbar zeigte, dass das wichtige Erbe und das Seemannswissen der Inselbewohner
innen schon längst nicht mehr so präsent sind, wie sie es erwartet hätten und nach außen hin verkörpern möchten. Außerdem steht der Wal in meinen Augen für ein Omen, für einen Wink des Schicksals und für eine Wendung - was mir unglaublich gut gefallen hat.

Eine riesige Empfehlung für einen Roman, der in einer unfassbar atmosphärischen Sprache ein Meisterwerk aus Bildern schafft mit der perfekt gewichteten Brise Melancholie.

Veröffentlicht am 03.03.2025

Hinter der Fassade

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Wer kennt und liebt sie nicht die Sehnsuchtsorte, die Orte von denen man lange zehren kann. Die salzige Luft, die glitzernden Wellen, das Rauschen der Meeres. Die Kraftorte an denen man seine Akkus auflädt.

Doch ...

Wer kennt und liebt sie nicht die Sehnsuchtsorte, die Orte von denen man lange zehren kann. Die salzige Luft, die glitzernden Wellen, das Rauschen der Meeres. Die Kraftorte an denen man seine Akkus auflädt.

Doch was bleibt wenn man hinter diese idyllischen Fassaden schaut? Was bleibt wenn man genauer hinschaut?

Dort Leben wo andere Urlaub machen, einen Traum den sich viele mit den nötigen Kleingeld erfüllen. Aber welchen Preis zahlen die Insulaner? Welchen Preis zahlt die Inselkultur?

Genau damit setzt sich die Autorin mit diesem Werk auseinander.

Touristen bringen Geld ein, stimmt. Neuinsulaner, die sich ein Haus oder Wohnung kaufen, diese aber nur wenige Tage im Jahr bewohnen, treiben nicht nur die Mietpreise in die Höhe und verschwärfen nicht nur den bereits angespannten Wohnungsmarkt. Sondern zerstören auch die Inselkultur, die ureigene Inselsprache, Sitten, Bräuche, all dies geht zunehmend verloren.

Am Beispiel einer alten Inselfamilie schildert, die Autorin eindringlich wie kühl, wie eine Familie nicht nur durch alte nicht hinterfragte Familientraditionen zerbricht, sondern wie eben jene Inselkultur, die sie für die Touristen spielen, ihre eigene Familie an den Abgrund drängt.

Diese Inselfamilie ist bereits zerstört als die Autorin beginnt ihre Geschichte zu erzählen. Sie seziert nicht nur die Familie, sondern auch wie sich diese Familie in die Inselgemeinschaft integriert. Schonungslos werden alle Wunden offen gelegt, jeder vernarbte Schorf herunter gekratzt.

Offen zu Tage tritt das blanke Fleisch und das Blut das tropft und verkrustet. Eine Familie, deren Familienbande nur noch an dünnen Fäden hält. Es zeigt sich aber auch wie stark sie dennoch sein kann.

Das Cover passt hervorragend zum Buch.

Fazit: Ein sehr schöner Roman, teilweise etwas anstrengend aber absolut lesenswert, gerade weil die Autorin den Finger in die offene Wunde legt. Eine ganz klare Leseempfehlung.

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