Cover-Bild Minna. Kopf hoch, Schultern zurück
Band 1 der Reihe "Mütter-Trilogie"
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 608
  • Ersterscheinung: 14.06.2022
  • ISBN: 9783453426436
Felicitas Fuchs

Minna. Kopf hoch, Schultern zurück

Mütter-Trilogie 1 - Roman (Nominiert für den DELIA-Literaturpreis 2023)
Die guten Momente festhalten. Und niemals aufgeben!

Düsseldorf 1924. Die junge Schneiderin Minna stammt aus einfachen Verhältnissen und kommt mit großen Hoffnungen in die mondäne Stadt. Sie will glücklich werden, sich aus der Armut befreien und eine Familie gründen. Als sie sich in den wohlhabenden Fred verliebt, scheinen sich alle Wünsche zu erfüllen. Doch ihr starker Wille und ihr Erfolg als Schneiderin stellen die Ehe immer wieder auf die Probe. In der Zeit, in der sie lebt, gibt es kein Verständnis für eine Frau, die eigene Entscheidungen trifft. Schon bald muss Minna zwischen den Konventionen und ihren Wünschen wählen, und ihre Träume scheinen in weite Ferne zu rücken. Doch Minna kämpft gegen alle Widerstände um ihr Glück.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2025

Leben in der Vor- und Nachkriegszeit

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Dieses Buch ist der erste Band der Mütter-Trilogie von Felicitas Fuchs und spielt in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und rund um den Zweiten Weltkrieg.

Im Mittelpunkt steht Minna, deren Leben man ...

Dieses Buch ist der erste Band der Mütter-Trilogie von Felicitas Fuchs und spielt in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und rund um den Zweiten Weltkrieg.

Im Mittelpunkt steht Minna, deren Leben man in vielen Details betrachtet, was durchaus seinen Charme hat, aber stellenweise auch etwas langatmig wurde. Minna selbst ist sehr blauäugig und hält sich von allem fern, was das Weltgeschehen betrifft. Das fand ich etwas befremdlich, betrifft es sie ja auch mehr als einmal direkt. Aber alles politische ignoriert sie und bekommt dadurch aber auch viel zu wenig und zu spät mit, was wirklich um sie herum passiert. Sonst hätte sie so manche Katastrophe umschiffen können. Ansonsten hat es mir gut gefallen und ich fand die Stimmung und das Leben der damaligen Zeit wurden gut eingefangen. Wenn es auch immer wieder erschreckend ist, was die Menschheit in diesen Zeiten ge- und erlebt hat.

Im Verlauf habe ich dann festgestellt, dass es sich um eine Trilogie handelt und bin daher gespannt, wie die Familiengeschichte fortgeführt wird.

Es gab wie im realen Leben Höhen und Tiefen, manches erschreckender als anderes und für mich wurden all diese Emotionen gut eingeflochtet und ich konnte mich in Minna einfühlen. All die Schicksale der damaligen Zeit haben mich berührt und ich bin froh, dass ich in einer Zeit und einem Land lebe, in dem sich das Leben von Frauen verbessert hat.



Eine Geschichte des Lebens während und nach den Kriegsjahren. Erschreckend, aber auch voll Zuversicht.

Veröffentlicht am 29.08.2024

Immer wieder

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Die 19jährige Minna Wolf lebt mit ihrer Mutter in Düsseldorf. Sie ist Schneiderin und mit ihrer guten Freundin Anni will sie an einem Tag des Jahres 1924 durch die Gegend flanieren. Deshalb holt sie die ...

Die 19jährige Minna Wolf lebt mit ihrer Mutter in Düsseldorf. Sie ist Schneiderin und mit ihrer guten Freundin Anni will sie an einem Tag des Jahres 1924 durch die Gegend flanieren. Deshalb holt sie die Freundin von deren Arbeit im Schuhgeschäft ab. Und Minna ist nicht auf den Mund gefallen. Das merkt auch ein Kunde, der ihr nicht weiter auffällt. Doch nur wenig später vermittelt Anni den Kontakt und Minna verliebt sich in Fred. Ihre Mutter warnt sie gleich, kleine Männer mit braunen Augen tun nicht gut. Wer will das schon wissen? Allerdings sind auch Freds wohlhabende Eltern gegen die Verbindung.

Bei dem Roman Minna - Kopf hoch, Schultern zurück handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie. Minna hat den großen Krieg miterleben müssen, noch 1918 ist ihr Vater gefallen und ihre Mutter wollte der Familie einen Vater geben. Leider war der Stiefvater nichts gegen den Vater und die Familie war froh, als er sich irgendwann einfach vom Acker gemacht hat. In Düsseldorf soll es nun einen Neustart geben. Die Stadt pulsiert vor Leben, das kann einfach nur gut werden. Dass Minna dann so schnell einen Verehrer hat, ist war unerwartet, aber doch erfreulich. Nur um ihre kleine Schwester Adele sorgt sich Minna manchmal.

Zu Beginn könnte man denken, Minnas Geschichte ist die einer jungen Frau, die ihrer Zeit etwas voraus ist, die forsch ihren Weg macht. Doch der Roman umfasst schon eine größere Lebensspanne und es ist nicht immer eitel Sonnenschein in Minnas Leben. Sie hat ihr Päckchen zu tragen und sie boxt sich durch. Und natürlich geht es auch im die Zeit in Deutschland. Zunächst die des Aufbruchs in der jungen Demokratie und dann auch wie diese durch die Nazis abgewürgt und in eine Diktatur verwandelt wurde. Die schleichende Entwicklung, in der leider der Moment verpasst wird, nein zu sagen. Minna ist wie so viele keine Heldin, aber sie überlebt. Das ist packend geschildert und man wird neugierig auf die weiteren Bände der Reihe.

Veröffentlicht am 23.07.2022

Sehr gelungener Auftakt der Mütter-Trilogie

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Düsseldorf 1924

Minna, eine junge Schneiderin, ist eine sehr selbstständige Persönlichkeit.
In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, strebt sie nach höherem.
Ihr Wunsch ist es, sich aus der Armut befreien, ...

Düsseldorf 1924

Minna, eine junge Schneiderin, ist eine sehr selbstständige Persönlichkeit.
In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, strebt sie nach höherem.
Ihr Wunsch ist es, sich aus der Armut befreien, glücklich zu werden und eine
Familie zu gründen.
Als sie Fred, aus gutem Hause kennenlernt, scheint das alles greifbar zu sein.
Doch ihre selbstbewusste Art und ihre Erfolge als Schneiderin und Geschäftsfrau
stellen ihre Ehe immer wieder auf die Probe.
Bald muss Minna sich entscheiden. Frauen, die eigene Entscheidungen treffen
sind in diesen Zeiten nicht erwünscht.
Doch Minna ist bereit, um ihr Glück zu kämpfen.

Das Lebensgefühl und der Zeitgeist dieser Jahrzehnte wird sehr gut
wiedergegeben und wunderbar in die Geschichte eingebunden.
Ob Weltwirtschaftskrise, Naziterror und oder auch die Nachkriegszeit
das Frauenbild wird geschickt miteinander verknüpft.
Es geht um die Liebe, um Träume, Machtkämpfe und um ein selbstbestimmtes Leben.

Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl ein Teil zu sein.
Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah mit. Das Leiden der Menschen wird
schonungslos wiedergegeben.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Die Mischung zwischen Dichtung und Wahrheit ist wunderbar gelungen.
Sehr ernste Töne und Begebenheiten sind durchaus vorhanden, aber
es gibt auch viel erfrischende Leichtigkeit. Genau diese Mischung
macht aus diesem Buch ein Leseerlebnis. Dazu kommt die Schreibweise
der Autorin, die voller Esprit und Leidenschaft ist.

Ein sehr gelungener, 1. Band der Mütter-Trilogie.

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Familiengeschichte

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Was mir bei 'Minna Kopf hoch, Schultern zurück' zuerst aufgefallen ist, war die dicke des Buches. Es ist wirklich eine sehr dickes Buch, was mich zunächst etwas erstaunte. Nach den ersten Kapiteln war ...

Was mir bei 'Minna Kopf hoch, Schultern zurück' zuerst aufgefallen ist, war die dicke des Buches. Es ist wirklich eine sehr dickes Buch, was mich zunächst etwas erstaunte. Nach den ersten Kapiteln war aber schnell klar, warum es diesen Umfang besitzt: Es wird wirklich sehr ausfürhlich über eine große Zeitspanne berichtet, sodass viele Einzelheiten und Details ihren Platz gefunden haben. Zusätzlich dazu kommen auch fast alle Hauptfirguren perspektivisch zu Wort. Diese vielen Wechseln der Perspektiven haben mich gerade jedoch am Anfang der Lektüre etwas in meinem Lesefluss gehemmt. Natürlich ist es schön die Gedanken- und Gefühlswelt mehrere Figuren erleben zu können, allerdings waren es mir in diesem Fall schlichtweg etwas zu viele.
Minna oder Mia wie sie sich selbst nennt, war mir von Beginn an sympathisch, auch wenn ich nicht alle ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Besonders ihre Abneigung gegenüber der Politik und ihre Abwechr manche Geschehnisse an sich heranzulassen konnte ich nicht nachempfinden. Vielleicht ist deswegen immer eine gewisse Distanz zwischen ihr, den anderen Figuren und mir als Leserin bestehen geblieben.
Die Familiengeschichte, die hier über viele Seiten erzählt wird, hat wirklich viele Höhen aber mindestens genauso viele Tiefen zu bieten gehabt. Gerade die Abschnitte, die sich mit den Nationalsozialisten beschäftigten, haben mich traurig und niedergeschlagen zuzrückgelassen. Die Lektüre war dadurch nicht immer einfach, wobei ich das Buch trotz dieser schwierigeren Abschnitte nicht aus der Hand legen wollte. Deswegen bin ich auch sehr gespannt auf die nächsten beiden Bände, die die Geschichte mit den nachfolgenden Generationen weitererzählen wird.

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Veröffentlicht am 15.07.2022

Schöner Start

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„»Mia. Ein schöner Name, modern und elegant. Er passt zu Ihnen.«
Sie stimme in sein Lachen ein, dabei wurden ihre Augen noch schmaler. »Deswegen habe ich ihn mir ausgesucht. Eigentlich heiße ich nämlich ...

„»Mia. Ein schöner Name, modern und elegant. Er passt zu Ihnen.«
Sie stimme in sein Lachen ein, dabei wurden ihre Augen noch schmaler. »Deswegen habe ich ihn mir ausgesucht. Eigentlich heiße ich nämlich Minna, aber wer will schon wie ein Polizeifahrzeug heißen.«“ (S.54)

Dieses Buch hat mich aus zwei Gründen angesprochen: meine Nichte heißt Minna und ich nähe gerne Kleidung. Die Protagonistin ist anfangs Näherin in einem kleinen Betrieb, führt aber später einen eigenen Laden als Schneiderin und Designerin. Als sie mit ihrer Mutter Ida, der jüngeren Schwester Adele und dem Bruder Hermann nach Düsseldorf kommt, ändert sich ihr beschauliches Leben schlagartig. Nach den furchtbaren Nachkriegsjahren, gibt es wirtschaftlich endlich wieder einen Aufschwung und Mia schwingt mit. Hermann zieht schnell mit seiner Frau Mariechen in eine eigene Wohnung und Addi bekommt nach der Schule eine Anstellung als Hausmädchen bei einer wohlhabenden Familie.
Minna lernt derweil den wohlhabenden Fred Molitor kennen und heiratet ihn trotz der Warnung ihrer Mutter über kleine Männer mit braunen Augen und trotz der Ablehnung seiner Mutter aufgrund ihrer Herkunft.
Als Mia Molitor eröffnet sie bald ihre eigene Schneiderei, um sich die Zeit zu vertreiben. Denn ihr größter Wunsch nach eigenen Kinder bleibt leider aus. Dafür folgt sie ihrer Leidenschaft und jede wohlhabende Frau aus Düsseldorf trägt ihre Designerkleider.
Mia selbst sieht aus wie ein Filmstar und benimmt sich auch so. Deswegen ist Fred ihr von Beginn an verfallen, obwohl sie größer ist als er. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, ist geradeheraus und hat ein Funkeln in ihren grauen Augen, dem er nicht widerstehen kann.
Die Protagonistin Minna ist ein fesselnder Charakter. Sie erlebt viel und entwickelt sich in den 27 Jahren der Handlung zusehends. Trotzdem bleibt sie immer sie selbst, was mir gut gefallen hat. Der Filmstar steckt in Minna auch in schwierigen Zeiten.

Der erste Teil der Mütter-Trilogie handelt zwar hauptsächlich von Minna, bezieht aber viele andere Personen mit ein. Es geht um das Schicksal der ganzen Familie, um Freunde und Bekannte durch alle Zeiten. 1924 ist Minna 19 Jahre alt und das Buch endet sechs Jahre nach dem zweiten Weltkrieg im Juni 1951.
Obwohl im Prolog ein Familiengeheimnis erwähnt wird, habe ich durch die packende Erzählweise dieses völlig verdrängt, bis es im Epilog wieder Nennung fand. Dort wurden Anspielungen auf dieses Rätsel gemacht, aber gelöst wird es wahrscheinlich erst in den beiden Folgebände. Der zweite Band Hanne erscheint im Januar 2023 und handelt von Mias Tochter.

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