Cover-Bild Gut Greifenau - Nachtfeuer

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 27.12.2018
  • ISBN: 9783426521519
Hanna Caspian

Gut Greifenau - Nachtfeuer

Roman
Der 2. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau von Hanna Caspian voller dramatischer Verwicklungen für alle Leser von Anne Jacobs und alle Fans von Downton-Abbey
August 1914: Der Erste Weltkrieg beginnt, und Konstantin muss an die Front. Sein Vater ist unfähig, das Gut zu führen, das bald hochverschuldet ist. Die Verbindung von Katharina mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen wird nun zur Überlebensfrage. Doch Ludwig tritt nicht nur seiner Verlobten Katharina zu nahe … Es droht ein Skandal! Katharina setzt ihre ganze Hoffnung auf eine Rettung durch den Industriellensohn Julius. Doch soll eine Ehe mit ihr ihm nur den Eintritt in den Adelsstand ermöglichen? Und dann ist da noch der Kutscher Albert, der sein Geheimnis nur im Dorf Greifenau klären kann.
Der Nachfolgeband zu "Gut Greifenau. Abendglanz".
Die Gut-Greifenau-Reihe im Überblick:

Band 1: Gut Greifenau - Abendglanz
Band 2: Gut Greifenau - Nachtfeuer
Band 3: Gut Greifenau - Morgenröte

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2019

Noch fesselnder als der erste Teil

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Inhalt: August 1914, der 1.Weltkrieg beginnt. Die beiden ältesten Grafensöhne Konstantin und Nikolaus müssen an die Front. Auch einige der männlichen Dienstboten werden eingezogen, was für die Zurückgebliebenen ...

Inhalt: August 1914, der 1.Weltkrieg beginnt. Die beiden ältesten Grafensöhne Konstantin und Nikolaus müssen an die Front. Auch einige der männlichen Dienstboten werden eingezogen, was für die Zurückgebliebenen noch mehr Arbeit bedeutet. Ohne Konstantins Unterstützung hat es der Graf schwer, das Gut zu führen und ist bald hoch verschuldet.
Konstantin hofft immer noch, Rebeccas Liebe zurückzugewinnen und auch Katharina liebt noch Julius, obwohl ihre Eltern sie unbedingt mit Ludwig, dem Neffen des Kaisers, verheiraten wollen.

Meine Meinung: Die Geschichte schließt nahtlos an das Ende des ersten Teils „Abendglanz“ an und hat mich von Anfang an gefesselt. Zum Glück gibt es auch keine langen Rückblicke auf den ersten Teil, sondern nur wenige kurze Erklärungen zur Erinnerung.
Wie schon in „Abendglanz“ gelingt es Hanna Caspian wieder wunderbar Fiktion und historische Tatsachen zu verknüpfen. Politische, bzw. Kriegsereignisse, gehören zwar zu ihrer Geschichte, stehen aber nicht im Vordergrund. Sehr anschaulich beschreibt sie das schwere Leben der einfachen Leute. Während diese hart arbeiten müssen, hungern und frieren (vor allem die Frauen und sogar die Kinder, denn die meisten Männer sind im Krieg oder bereits gefallen), geht es den Gutsbesitzern noch relativ gut und sie schränken sich nur ungern ein.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte sehr lebendig aus der Sicht ganz vieler verschiedener Charaktere. Es geht um Einzelschicksale und doch ist vieles irgendwie miteinander verbunden. Gerade das macht diese Triolgie so fesselnd, spannend und vielschichtig. Einige Charaktere sind mir inzwischen ans Herz gewachsen, andere mag ich immer weniger.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich warte jetzt ungeduldig auf die Fortsetzung, die am 1.März erscheint.

Fazit: „Gut Greifenau - Nachtfeuer“ hat mir noch besser gefallen als sein Vorgänger.

Veröffentlicht am 14.01.2019

Wunderbare, sehr fesselnde Fortsetzung der Gut Greifenau-Trilogie

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„Nachtfeuer“ ist der zweite Teil der Gut Greifenau-Trilogie.
Schnell konnte ich wieder in die Geschichte eintauchen und habe mich über das Wiedersehen mit den Figuren aus dem ersten Teil gefreut.
Inzwischen ...

„Nachtfeuer“ ist der zweite Teil der Gut Greifenau-Trilogie.
Schnell konnte ich wieder in die Geschichte eintauchen und habe mich über das Wiedersehen mit den Figuren aus dem ersten Teil gefreut.
Inzwischen befinden wir uns im Jahr 1914 und der erste Weltkrieg beginnt. Die Schrecken des Krieges sind anfangs noch weit entfernt, doch die Auswirkungen sind schnell auch im Dorf Greifenau und auf dem Gut der Familie von Auwitz-Aarhayn spürbar.
Die jungen Männer müssen bald an die Front und die Daheimgebliebenen müssen Opfer bringen und auf vieles verzichten. Im Laufe des Krieges werden die Lebensmittel immer knapper und auf dem Gut fehlen die Arbeiter, die dringend benötigt würden, um zumindest einiges lebenswichtige anzupflanzen und zu ernten.
Graf Adolphis ist mit der Führung des Gutes, an der er ja nie großes Interesse hatte, überfordert, nachdem sein Sohn Konstantin im Krieg ist. Schon bald ist das Gut in finanziellen Schwierigkeiten und verschuldet.
Gräfin Feodora hält solange es irgendwie geht an ihren Traditionen fest und führt weiterhin ihr „glänzendes“ Leben. Und nach wie vor ist ihr großes Ziel, Tochter Katharina mit dem Neffen des Kaisers zu verheiraten, was zu neuem Wohlstand und Zugang zur kaiserlichen Familie führen würde. Katharina hat aber völlig andere Pläne und es ist gut nachvollziehbar, warum sie den Kaiserneffen Ludwig nicht heiraten will. Dieser macht es jedem leicht, ihn nicht zu mögen, denn er ist ein wirkliches Scheusal.

Nicht nur die Grafenkinder Katharina und Konstantin stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Die Autorin erzählt auch alle anderen Geschichten rund um die vielen Menschen, die auf Gut Greifenau leben, weiter. Kutscher Albert kommt der Lösung seines Geheimnisses näher. Alexander, der jüngste Grafensohn, macht eine unvorhersehbare Entwicklung durch und auch die Bediensteten des Gutes entwickeln sich weiter und haben ihre Schicksale.
Ich war wirklich begeistert, wie gut es der Autorin gelungen ist, die Geschichten jeder einzelnen Figur interessant und vor allem auch schlüssig weiterzuführen und alle Einzelschicksale miteinander zu verbinden. So gibt es eigentlich in jedem Kapitel Ereignisse, die teilweise dramatisch sind und zu keinem Zeitpunkt plätschert die Geschichte nur so dahin. Im Gegenteil, die Spannung ist ständig vorhanden, da die Perspektiven aufgrund der Vielzahl an Personen häufig wechseln.
Es gibt viele Ereignisse, die mich berührt haben und die den Fortgang der Geschichte beeinflussen. Ich habe mit allen gehofft, gebangt und hatte oft das Gefühl, die Personen schon gut zu kennen und das Leben im Dorf Greifenau und auf dem Gut mitzuerleben.

Es ist Hanna Caspian sehr gut gelungen, die fiktiven Geschichten um die Bewohner von Greifenau mit den gut recherchierten historischen Fakten dieser Zeit zu verknüpfen. Dabei thematisiert sie nicht nur die Schrecken und Folgen des 1. Weltkrieges sondern die ganze Bandbreite der Probleme, Sorgen und Nöte dieser Zeit, wie den Standesdünkel, die kommende Industrialisierung, die aufstrebenden Großindustriellen und vieles mehr.
Diese Vielfalt macht die Geschichte sehr lebendig, vielschichtig und hält sie durchgehend spannend.

„Nachtfeuer“ ist eine wunderbare, fesselnde und sehr gelungene Fortsetzung der Trilogie, die noch viel Spielraum für den dritten Teil lässt und neugierig auf das weitere Schicksal der Bewohner von Greifenau macht!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.com

Veröffentlicht am 23.12.2018

Eine Fortsetzung, die es in sich hat - grandios

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Der Krieg hat begonnen und das Land verändert sich. Alle Hoffnungen, dass die Söhne schnell wieder daheim bei den Eltern sind, haben sich zerschlagen. Adolphis hat das gut hochverschuldet, Feodora hält ...

Der Krieg hat begonnen und das Land verändert sich. Alle Hoffnungen, dass die Söhne schnell wieder daheim bei den Eltern sind, haben sich zerschlagen. Adolphis hat das gut hochverschuldet, Feodora hält an dem Gedanken fest, ihre Tochter Katharina adlig zu verheiraten. Doch je länger der Krieg andauert, desto mehr kommen die dunklen Geheimnisse von Greifenau ans Tageslicht und beeinflussen das Geschehen der Bewohner und der gräflichen Familie.
Werden die Grafenkinder ihr Glück finden ?

Wow, was für eine Fortsetzung !
Hanna Caspian lässt das Buch mit einer Sonnenfinsternis beginnen und irgendwie ist dieses Naturschauspiel federführend für alles, was sich in dieser grandiosen Fortsetzung ereignet. Es ist fast so, als würde sich die Sonnenseite des Lebens von der gräflichen Familie abwenden und die dunklen, bedrohlichen Schatten immer mehr von ihnen Besitz ergreifen.
Es trifft irgendwie jeden derer von Auwitz-Aarhayn und ihre Schicksale sind hier sehr bildlich und eindringlich geschildert.
Die Autorin schafft es scheinbar mühelos, die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit verschwimmen zu lassen und strickt so ihre tollen Ideen in die historischen Fakten ein. Dabei gibt sie ihren Akteuren unendlich viel Freiraum, um sich zu entfalten und die Erzählung zu beleben.
Ludwig von Preußen und ich, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr, denn dieser Schmierlappen zieht hier Fäden, die mir widerstreben. Ich hoffe inbrünstig, dass er niemals sein Ziel erreichen wird.
Konstantin bangt weiterhin um seine Liebe und....das wird natürlich nicht verraten, denn ihr müsst einfach selbst lesen, was sich alles seit Band eins zugetragen hat.
Hanna Caspian verzaubert mit ihrem atmosphärisch dichten Schreibstil, der viele, viele Bilder beim Lesen hervorruft, sie lockt Gefühle aus mir, die ich wirklich nicht zurückhalten kann und will und es gibt Szenen, die so zu Herzen gehen, dass die Tränen beim Lesen kullern. Eine echte Achterbahn der Gefühle, die ich hier durchlebe. Es ist spannend, abwechslungsreich, gefühlvoll und mitreißend - einfach alles zu gleichen Teilen und das liebe ich.
Das Buch endet, wie es begonnen hat - mit einem Naturschauspiel. Nur ist es diesmal ein Blutmond, der die letzten Szene einläutet und dieser Blutmond hat hoffentlich nicht die Bedeutung, die mir die letzten Sätze mit einem echt heftigen Cliffhanger vermitteln möchten...
Ich schließe das Buch mit eine Seufzer, bin unendlich neugierig auf den dritten und letzten Teil und drücke allen mir ans Herz gewachsenen Charaktere die Daumen, dass sie im letzten Band ihr Glück finden.
Aber lest selbst, welche Ereignisse sich auf Gut Greifenau abspielen, denn diese Fortsetzung ist einfach nur der Knaller !!