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23,00
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  • Verlag: Zsolnay, Paul
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 25.05.2020
  • ISBN: 9783552059726
Hubert Achleitner

flüchtig

Roman
Hubert von Goiserns literarisches Debüt: Ein musikalischer Roman über Liebe, Sehnsucht und das flüchtige Glück.

Maria ist verschwunden. Seit Monaten hat Herwig, mit dem sie seit fast dreißig Jahren verheiratet ist, nichts von ihr gehört. Dass sie ihren Job gekündigt und seinen Volvo mitgenommen hat, lässt zumindest hoffen, dass sie noch am Leben ist. Doch was ist passiert, mit ihrer Ehe, ihrer Liebe, ihrem gemeinsamen Leben? Hubert Achleitner schickt seine Protagonisten auf eine abenteuerliche Reise, die sie von den österreichischen Bergen quer durch Europa bis nach Griechenland führt. Und die für beide doch in erster Linie eine hochemotionale Reise in ihr Inneres bedeutet. Ein weiser und sehr musikalischer Roman über Liebe und Sehnsucht, das Schicksal und das flüchtige Glück … „Flüchtig wie die angezupften Töne der Bouzouki waren die Begegnungen mit diesen Menschen. Dennoch hinterließ jeder von ihnen eine Melodie in meinem Herzen, die weiterschwingt.“

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2020

Wohin führt der Weg?

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Als Österreicherin kommt man kaum an Hubert von Goisern vorbei, auch wenn er nicht gerade die Musik spielt, die ich höre. Umso neugieriger war ich auf sein literarisches Erstlingswerk unter seinem Klarnamen ...

Als Österreicherin kommt man kaum an Hubert von Goisern vorbei, auch wenn er nicht gerade die Musik spielt, die ich höre. Umso neugieriger war ich auf sein literarisches Erstlingswerk unter seinem Klarnamen Hubert Achleitner. Der Musik bleibt er auch in seinem Roman treu, denn es kommen immer wieder musikalische Assoziationen, sowie Songs und Interpreten, vor.

Maria und Herwig stecken nach 30 Jahren in der Ehekrise. Beide sind sich nicht treu, doch als Herwigs Affäre schwanger wird, während Maria sich jahrelang nach einem Kind gesehnt hat, ist es genug. Als Maria davon erfährt kündigt sie ihren Bankjob, nimmt Herwigs Volvo und verlässt ihn ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Sie möchte ihr altes Leben hinter sich lassen, denn noch ist es nicht zu spät aus der Tretmühle des Lebens auszusteigen. Auf dem Weg durch Österreich nimmt sie die Tramperin Lisa mit. Nach einem Aufenthalt bei einer Hippiegruppe setzen sie ihre Reise gemeinsam Richtung Griechenland fort. Herwig, der als Mittelschullehrer tätig ist, versucht herauszufinden wo Maria steckt. Doch erst durch Lisa, die ihn Monate später besucht, erhält er Neuigkeiten von seiner flüchtigen Ehefrau...

Wir begleiten beide Protagonisten auf ihren Wegen. Während wir zuerst mehr über Maria und ihre Vergangenheit erfahren und sie später auf ihren Weg nach Griechenland begleiten, wechselt die Erzählweise immer mehr zu Herwig. In Rückblenden lernen wir Maria als Kind und Jugendliche kennen, erleben ihr erstes Kennenlernen mit Herwig. Beide verlieben sich ineinander und heiraten. Zu Beginn schweben sie noch auf rosa Wolken, doch nach und nach schleicht sich der Alltag ein. Der unerfüllte Kinderwunsch tut der Ehe zusätzlich nicht gut und lässt die beiden immer mehr auseinanderdriften. Jeder sucht sich ein Ventil und eine neue Leidenschaft. Bei Maria ist es der Sport, Herwig kifft lieber mal. Ich konnte teilweise mit Maria mitfühlen, aber oftmals blieb sie mir fremd. Herwig ist ein eher phlegmatischer Mensch. Er versucht zuerst nicht wirklich seine Ehe zu retten...im Gegenteil. Erst kurz bevor Maria verschwindet, denkt er über die Zukunft nach - doch dann ist es zu spät...
Lisa kam mir etwas zu kurz. So richtig konnte ich sie nicht fassen - genauso wie andere Nebenfiguren.

Hubert Achleitner schreibt sehr poetisch und blumig, schweift aber oftmals etwas ab. Es geht um Träume, Sehnsüchte und schließlich um Selbstfindung. Achleitner kann mit Wörtern umgehen und man merkt auch, dass hier jemand schreibt, der schon länger im Leben steht. Besonders gerne mochte ich die musikalischen Einflechtungen. Er spricht jedoch auch weitere Themen an, wie die Religion oder die Innenpolitik Österreichs, erzählt über griechische Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg oder streut erotische Sequenzen ein. Oftmals kommt er vom Hundertsten ins Tausende. Er verliert sich in der Erzählung über den Berg Athos oder über Nichtigkeiten der einen oder anderen Nebenfigur. So kommt es leider auch zu einigen Längen in der Geschichte, die den Leser nicht immer an der Stange halten kann. Das Schicksal rund um Maria bleibt am Ende offen...

Fazit:
"flüchtig" ist ein interessantes Romandebüt des Musikers. Die poetische und blumige Sprache, sowie die musikalischen Einflüsse haben mir gefallen, jedoch verliert sich der Autor viel zu oft in Nebensächlichkeiten.

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Veröffentlicht am 23.08.2020

Reise zur Selbstfindung?

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Maria und Herwig sind seit fast 30 Jahren verheiratet, aber sie haben sich auseinander gelebt. Ihr Kinderwunsch blieb leider unerfüllt, jeder lebt sein Leben, hat Affären. Da erfährt Maria zufällig, dass ...

Maria und Herwig sind seit fast 30 Jahren verheiratet, aber sie haben sich auseinander gelebt. Ihr Kinderwunsch blieb leider unerfüllt, jeder lebt sein Leben, hat Affären. Da erfährt Maria zufällig, dass Herwigs Freundin Nora schwanger ist - und Maria verschwindet aus Herwigs Leben. Sie hat ihren Job bei der Bank gekündigt und ist mit Herwigs Volvo abgehauen. Unterwegs lernt sie die junge Tramperin Lisa kennen und zusammen reisen sie bis nach Griechenland.

Die Leseprobe hat mir gut gefallen, doch leider konnte dieser Roman mich nicht überzeugen. Das Erstlingswerk von Hubert Achleitner, besser bekannt als Alpenrocker Hubert von Goisern, erzählt viel zu ausschweifend und ausführlich die Lebensgeschichten aller, in diesem Roman vorkommenden Personen. Und das sind einige .... Bei Marias und Herwigs Familie war das ja noch einigermaßen iinteressant, aber die Lebensläufe sämtlicher erwähnten Griechen ließen mich gelangweilt gähnen. Ich war ehrlich gesagt froh, als ich endlich durch war, denn mit Maria oder Herwig wurde ich auch nicht so richtig warm, sie blieben mir größtenteils fremd. Dazu verliert sich der Autor in so vielen Nebensächlichkeiten, so dass zu viele langatmige Sequenzen entstehen.

Marias Reise zu ihrem Selbst? Hat sie es gefunden?

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Veröffentlicht am 22.08.2020

Flucht vor einem langweiligen Leben

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Nach mehreren Ehejahren verschwindet Maria, ohne irgendjemand Bescheid zu geben. Ihr Mann wartet vergebens auf ein Lebenszeichen von ihr. Währenddessen führt ihre Reise sie von den österreichischen Bergen ...

Nach mehreren Ehejahren verschwindet Maria, ohne irgendjemand Bescheid zu geben. Ihr Mann wartet vergebens auf ein Lebenszeichen von ihr. Währenddessen führt ihre Reise sie von den österreichischen Bergen bis hin nach Griechenland.

Marias Flucht vor einem langweiligen Leben zeigt ein Ehepaar in einer verfahrenen Ehe, die nach einer Veränderung schreit. Marias Leben ist anders verlaufen, als sie es gerne gehabt hätte. So gerne sie Kinder gehabt hätte, es sollte nicht sein. In ihrem Job läuft es lange nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Und ihr Mann hat eine Liebschaft, die schwanger ist… Es wird verständlich, warum sie sich abseilt. Und sich damit die Chance gibt, sich selbst zu finden. Ihre Erlebnisse, ihre Emotionen werden gut dargestellt, auch wenn sich manches wiederholt, anderes sehr weitschweifig erzählt wird und deshalb die Geschichte auch langatmige Passagen hat.

Das Buch erzählt von einer besonderen Reise, ist aber durch die langatmigen Passagen nicht immer einfach zu lesen. Dabei ist der Grundgedanken dahinter sehr interessant. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Ein Roadtrip nach Griechenland

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Maria und Herwig sind seit 30 Jahren verheiratet, doch so richtig zusammen sind sie schon lange nicht mehr, beide verlieren sich in ihrem eigenen Leben und anderen Partnern. Nach einer unerwarteten Nachricht ...

Maria und Herwig sind seit 30 Jahren verheiratet, doch so richtig zusammen sind sie schon lange nicht mehr, beide verlieren sich in ihrem eigenen Leben und anderen Partnern. Nach einer unerwarteten Nachricht flieht Maria schließlich aus der gemeinsamen Ehe und dem gemeinsamen Haus und bricht zusammen mit Lisa, einer jungen Frau, die sie unterwegs aufgabelt, auf nach Griechenland.

Das ist sicherlich nciht die originellste Geschihcte und auch die Figuren und deren Handlungen lassen das ein oder andere Klischee nicht aus. Dennoch hat mir das Buch großen Spaß bereitet und mich positiv überrascht. Das liegt vermutlich auch am Schreibstil von Hubert Achleitner, der sich wunderbar leicht lesen lässt und der trotzdem mit tollen Beschreibungen daher kommt ohne jemals langweilig zu werden oder zu sehr abzudriften.

Maria selbst komt eigentlich nei zu Wort, der Leser erfährt ihre Geschihcte durch Lisa und zum Teil durch Herwig. Letzterer erzählt parallel noch seine eigene Geschichte. Beides zusammen hat am Ende gut zusammen gepasst finde ich.

'flüchtig' erzählt die Geschichte einer gescheiterten Ehe, über Menschen, die unzufrieden sind und versuchen die Leere in ihrem Leben zu füllen und die das Gefühl haben, ihr Leben verpasst zu haben. Das Zusammenleben von Maria und Herwig ist alles andere als harmonisch, sie haben sich immer weniger zu sagen, halten aber dennoch immer am anderen fest, die eine entdeckt den exzessiven Sport für sich, der andere Alkohol und Drogen. Erst durch die Trennung versuchen sie irgendwann zu verstehen, was ihnen der andere bedeutet, doch ihr Schicksal bleibt am Ende offen.

Hubert Achleitner hat hier einen überraschenden Roadtrip nach Griechenland geschaffen, der keine Klischees auslässt, dafür aber umso mehr Lesespaß bereitet hat.

Veröffentlicht am 17.08.2020

Wechselhafte Erzählung

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Maria ist nach langen Ehejahren einfach verschwunden und hat Herwig mit einer schwangeren Freundin zurück gelassen. Ihr Weg führt bis nach Griechenland und nicht nur sie ist auf dem Weg.

Hubert Achleitner ...

Maria ist nach langen Ehejahren einfach verschwunden und hat Herwig mit einer schwangeren Freundin zurück gelassen. Ihr Weg führt bis nach Griechenland und nicht nur sie ist auf dem Weg.

Hubert Achleitner hat seinen Roman in Österreich und Griechenland angesiedelt. Seine Charaktere sind allesamt auf der Reise. Maria und Herwig stehen dabei im Mittelpunkt. Es geht um ihre Lebensflucht, die verflüchtigte Liebe und die Momente des flüchtigen Glücks.

Die Erzählung ist warmherzig, die Charaktere wirken stark und eigensinnig. Die jeweiligen Hintergründe der Personen kommen gut zur Geltung. Die Geschichten um die anderen Beteiligten, zum Beispiel Lisa, Mikis, Herwigs Freundin Nora und Vater sind sehr berührend. Obwohl diese so unterschiedlich sind, werden ihre Sichtweisen in die Geschichte miteingebunden und ihre eigenen Geschichten bekommen viel Raum. Dadurch ist die eigentliche Erzählung um Maria und Herwig häufig unterbrochen, die Geschichte eher gestückelt. Der Autor bemüht sich sehr die einzelnen Versatzstücke in Einklang zu bringen. Hinzu kommen seltsame, überraschende Wendungen. Darauf muss man sich als Leser einlassen. Es ist wie ein Tanz hin und zurück, mal eine Schleife oder Drehung. Dadurch wird das Lesen schwerfällig und an einigen Stellen lang.

Achleitner zeigt in der Erzählung vor allem seinen Blick auf die Welt. Es ist spannend wie geschichtliche, politische und religiöse Ereignisse und Gedanken in die Geschichte verwoben sind. Es wirkt fast so, als wollte der Autor seine Ideen von Leben vermitteln. Dies gelingt ihm gut, sicherlich auch wegen seiner feinen, klugen Ausdrucksweise.

Fazit: Eine verrückte Geschichte, wechselhaft erzählt mit berührenden Charakteren. Wertevermittlung in Romanform. Die Geschichte hat jedoch einige Längen.