Cover-Bild Der Solist
(33)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rowohlt
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 26.01.2021
  • ISBN: 9783498058487
Jan Seghers

Der Solist

Polizist wird man aus Überzeugung. Was, wenn es die falsche ist?

September 2017. Der Frankfurter Ermittler Neuhaus stößt zur neu gegründeten Berliner «Sondereinheit Terrorabwehr», die in einer Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof residiert. Die Bundestagswahlen stehen bevor, in der Hauptstadt hat sich die Gefährdungslage drastisch verschärft. Neuhaus ist ein erfahrener Ermittler, doch die Berliner Kollegen begegnen ihm mit Skepsis. Nur die junge Deutschtürkin Suna-Marie kooperiert mit ihm.
Da erschüttert eine Serie von Morden die Hauptstadt. Das erste Opfer: ein jüdischer Aktivist, das zweite eine muslimische Anwältin, weitere folgen.
Was verbindet die Fälle? Neuhaus, der Solist, macht sich auf die Suche. Und in dieser Stadt, in der einen überall die Vergangenheit anspringt und die Gegenwart bedrängt, kämpft er allein. Fast allein.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2021

Einzelgänger

0

Der Frankfurter BKA Ermittler Neuhaus hat sich gerade wieder mit seiner Mutter versöhnt als er nach Berlin beordert wird um bei einer neugegründeten Terrorabwehreinheit mitzuarbeiten. Die Hauptstadt wird ...

Der Frankfurter BKA Ermittler Neuhaus hat sich gerade wieder mit seiner Mutter versöhnt als er nach Berlin beordert wird um bei einer neugegründeten Terrorabwehreinheit mitzuarbeiten. Die Hauptstadt wird kurz vor der Bundestagswahl von einer Reihe von Morden heimgesucht, ein jüdischer Aktivist, eine muslimische Anwältin und weitere.
Was steckt hinter den Fällen, Neuhaus arbeitet am liebsten alleine doch er erhält Hilfe von der Deutsch-Türkin Suna-Marie die ihm mit viel Wissen über Berlin zur Seite steht.

Als Hintergrund gilt der Anschlag von Anis Amri auf dem Berliner Weihnachtsmarkt und eine korrupte Einheit von rechten Aktivisten die am Ende aufgespürt wird.

Der Schreibstil ist kurz und prägnant und durchaus spannend. Das Cover ist so eigenwillig wie das Buch. Ich bin gespannt auf weitere Bände um Neuhaus in Berlin oder Frankfurt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2021

Deutsche Polizisten und Faschisten

0

Krimis mit einfachen Schwarz -Weiß Bildern gibt es wie Sand am Meer und diese sind dann odt recht austauschbar. Im Falle des "Solisten" sieht dies anders aus, denn es werden Differenzierungen ersichtlich, ...

Krimis mit einfachen Schwarz -Weiß Bildern gibt es wie Sand am Meer und diese sind dann odt recht austauschbar. Im Falle des "Solisten" sieht dies anders aus, denn es werden Differenzierungen ersichtlich, die ich als recht interessant empfinde.
Inhaltlich geht es um eine Reihe von Todesfällen, zu denen sich ein "Kommando Anis Amri" bekennt. Der Ermittler Neuhaus, der gerne allein arbeitet und deswegen der "Solist" genannt wird, soll die Berliner Polizei unterstützen und gerät dabei in ein Dickicht aus Intrigen und Lügen, die ihres gleichen suchen und am Ende bleibt nichts wie es war.
Mit kritischen Blick zeigt der Autor Jan Seghers aus, welche rassistischen - rechtsaffinen Tendenzen bei der Polizei vorhanden sind, wie bewusst weggeschaut wird, damit Terroranschläge möglich werden und rechtsfaschistische Parteien weiteren Zulauf haben,
Spannend fand ich auch die privaten Hintergründe des Ermittlers: Die Mutter war früher Sympathisantin der RAF und er ist nun Polizist.
Gerne möchte ich noch mehr erfahren, mal sehen wann Band zwei erscheint.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2021

Ein Politthriller der Spitzenklasse

0

Buchmeinung zu Jan Seghers – Der Solist

„Der Solist“ ist ein Kriminalroman von Jan Seghers, der 2021 bei Rowohlt Buchverlag erschienen ist.

Zum Autor:
Jan Seghers alias Matthias Altenburg wurde 1958 ...

Buchmeinung zu Jan Seghers – Der Solist

„Der Solist“ ist ein Kriminalroman von Jan Seghers, der 2021 bei Rowohlt Buchverlag erschienen ist.

Zum Autor:
Jan Seghers alias Matthias Altenburg wurde 1958 geboren. Der Schriftsteller, Kritiker und Essayist lebt in Frankfurt am Main. Nach dem großen Erfolg von «Ein allzu schönes Mädchen» und «Die Braut im Schnee» folgte «Die Partitur des Todes», ausgezeichnet mit dem Offenbacher Literaturpreis sowie dem Burgdorfer Krimipreis. Danach erschienen «Die Akte Rosenherz» sowie «Die Sterntaler Verschwörung» und «Menschenfischer». Seine Romane wurden für das ZDF verfilmt und von über 30 Millionen Menschen gesehen.

Klappentext:
September 2017. Der Frankfurter Ermittler Neuhaus stößt zur neu gegründeten Berliner «Sondereinheit Terrorabwehr», die in einer Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof residiert. Die Bundestagswahlen stehen bevor, in der Hauptstadt hat sich die Gefährdungslage drastisch verschärft. Neuhaus ist ein erfahrener Ermittler, doch die Berliner Kollegen begegnen ihm mit Skepsis. Nur die junge Deutschtürkin Suna-Marie kooperiert mit ihm.
Da erschüttert eine Serie von Morden die Hauptstadt. Das erste Opfer: ein jüdischer Aktivist, das zweite eine muslimische Anwältin, weitere folgen.
Was verbindet die Fälle? Neuhaus, der Solist, macht sich auf die Suche. Und in dieser Stadt, in der einen überall die Vergangenheit anspringt und die Gegenwart bedrängt, kämpft er allein. Fast allein.

Meine Meinung:
Es hat ein wenig gedauert bis mich die Figur Neumann und seine Geschichte erreicht hat. Aber dann hat sie eine Faszination ausgestrahlt, wie ich es selten erlebt habe. Der Autor schildert die Geschichte aus der Sicht seiner Hauptfigur und macht dies in einer sehr sachlichen Sprache. Neumann kommt mit Gefühlen nicht so wirklich zurecht. Er ist auf der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Er kennt keine Kompromisse und vertraut kaum jemanden. Etwas näher kommt ihm seine Berliner Kollegin Suna-Marie, die von allen Grabowski gerufen wird. Sie versorgt ihn mit vielen Informationen und doch ist ihr Verhältnis nicht ungetrübt, denn sie geniest in ihrer Umwelt nicht nur Ansehen sondern auch Vorteile. Das ist für Neumann nicht in Ordnung. Es gibt drei Terroropfer, von denen keiner ein Unschuldslamm gewesen ist. Als Neumann in Gefahr gerät raufen sich Grabowski und Neumann zusammen. Sie unterhalten Unterstützung von einem Spitzenhacker, den Neumann aus Wiesbaden kennt. Auch wenn die meisten Figuren nur kurz beschrieben werden, entsteht ein komplexes Bild mit vielen Grautönen. Bald muss Neumann feststellen, dass er es mit mächtigen Gegnern zu tun hat, die auch politische Ziele verfolgen. Der Autor zeichnet ein Bild von einer machthungrigen Gruppierung, die vor kaum etwas zurückschreckt. Es ist also vor allem auch ein politischer Roman. Besonders beklemmend wirkt die Schlusspointe, die zeigt, in wie viele Köpfe Fremdenfeindlichkeit tief eingedrungen ist.
Der Autor stellt die politischen Aspekte eher als Nebenaspekte in seiner spannenden und fesselnden Kriminalerzählung dar. Gerade dies erhöht die Wirkung.

Fazit:
Für mich ist das Buch ein ausgezeichneter politischer Roman, der zudem in jeder Hinsicht sehr spannend ist. Gerne vergebe ich fünf von Fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und spreche ein klare Leseempfehlung aus.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2021

Enttäuschend

0

Der Frankfurter Ermittler Neuhaus wird nach Berlin zur „Sondereinheit Terrorabwehr“ versetzt. Kaum in Berlin angekommen, wird er zu einem Mord an einem jüdischen Aktivisten hinzugezogen. Bei den Ermittlungen ...

Der Frankfurter Ermittler Neuhaus wird nach Berlin zur „Sondereinheit Terrorabwehr“ versetzt. Kaum in Berlin angekommen, wird er zu einem Mord an einem jüdischen Aktivisten hinzugezogen. Bei den Ermittlungen wird er von Suna-Marie Grabowski unterstützt. Weitere Morde folgen und es stellt sich die Frage, ob und wie diese zusammenhängen.
Der Handlung des Buches nimmt Bezug auf Anis Amri und dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Allerdings werden hier einige Details anders dargestellt. Des Weiteren werden viele politische Themen angeschnitten. Die Handlungsorte sind bildhaft dargestellt. Die Protagonisten werden zum größten Teil oberflächlich und ohne viel Tiefgang dargestellt. Neuhaus war mir mit seiner introvertierten Art unsympathisch. Der sachliche Schreibstil gefiel mir nicht, da er mich zu sehr an einen Bericht erinnert. Obwohl dem Roman aktuelle brisante Themen, wie Terror und islamischer Staat, zugrunde liegen, fehlte mir jegliche Spannung und konnte mich nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 04.03.2021

Interessante Handlung, an sich aber etwas knapp geraten

0

Worum geht’s?
Als der eigenbrötlerische Ermittler Neuhaus von Frankfurt nach Berlin versetzt wird, um die dort neu gegründete „Sondereinheit Terrorabwehr“ zu unterstützen, stößt er auf wenig Begeisterung. ...

Worum geht’s?
Als der eigenbrötlerische Ermittler Neuhaus von Frankfurt nach Berlin versetzt wird, um die dort neu gegründete „Sondereinheit Terrorabwehr“ zu unterstützen, stößt er auf wenig Begeisterung. Die nächste Bundestagswahl steht kurz bevor, und der gesamte Sicherheitsapparat steht unter großem Druck – und das nicht erst seit dem Anschlag auf den Breitscheidplatz aus dem Jahr zuvor. Als dann auch noch drei Leichen auftauchen, die alle mit der selben Waffe erschossen wurden, ist die gesamte Einheit in höchster Alarmbereitschaft.


Meine Meinung
Mord und Totschlag, Terror und Gefahrenabwehr – das verspricht ja schon pauschal eine Menge Spannung, und in diesem hat mich Der Solist auch definitiv nicht enttäuscht.

Die Geschichte an sich ist solide aufgebaut, ich konnte wirklich leicht in die Handlung einsteigen und hatte nicht das Gefühl, orientierungslos herum zu stolpern. Einzig mit den Namen der Nebencharaktere, insbesondere mit denen der übrigen Ermittler im Team hatte ich wirklich Probleme.

Die Darstellung der Ermittlungsarbeit war tatsächlich sehr interessant für mich, insbesondere weil Neuhaus als Person dabei sehr unterhaltsam zu beobachten war. Auch die Dynamik innerhalb der Zusammenarbeit mit Suna-Marie war ein wirklich amüsanter Punkt, der eine Menge Potenzial für weiter Fälle des Duos beinhaltet.

Gestört hat mich daher insgesamt eigentlich wirklich nur, dass dieses Buch generell etwas knapp geraten ist. Das Erzähltempo wurde so natürlich hoch gehalten, und auch Langeweile konnte definitiv nicht aufkommen. Einen leicht hektischen Eindruck hat die Handlung so aber eben auch gemacht, was meinen persönlichen Geschmack einfach nicht so wirklich getroffen hat.


Fazit
Der Solist erzählt auf jeden Fall eine spannende Geschichte, die interessante Handlungsebenen miteinander verknüpft und durchaus mit einigen ungewöhnlichen Charakteren punkten kann. Der Erzählstil war für meinen Geschmack stellenweise aber einfach ein wenig zu knapp gehalten, um mich durchgehend überzeugen zu können.

Dafür gibt es von mir vier Bücherstapel.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere