Cover-Bild Der Freund der Toten

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11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 13.09.2018
  • ISBN: 9783832164652
Jess Kidd

Der Freund der Toten

Roman
Klaus Timmermann (Übersetzer), Ulrike Wasel (Übersetzer)

Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirft. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah.
Von Anfang an beunruhigen sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht und seine freundliche Art die Dorfbewohner. Mahony schürt Aufregung bei den Frauen, Neugierde bei den Männern und Misstrauen bei den Frommen. Bei der Aufklärung des Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ausgesprochen anarchistische ehemalige Schauspielerin. Gebrechlich, furchtlos und unverblümt wie sie ist, macht die Alte nichts lieber, als in den Heimlichkeiten und Wunden anderer herumzustochern. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Bewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören ...

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 1 Regal.
  • 1 Mitglied hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2019

War mir zu abgedreht

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Autor (Klappentext):
Jess Kidd, 1973 in London geboren, hat ihre Kindheit teilweise in einem Dorf irischen Westküste vebracht. Sie hat Literatur an der St. Mary's University in Twickenham studiert. (...) ...

Autor (Klappentext):
Jess Kidd, 1973 in London geboren, hat ihre Kindheit teilweise in einem Dorf irischen Westküste vebracht. Sie hat Literatur an der St. Mary's University in Twickenham studiert. (...) Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in London.

Inhalt (Klappentext):
Im irischen Mulderrig sind Fremde nicht willkommen. Auch der sympathisch-abgerissene Mahony nicht, der obendrein etwas beunruhigend Vertrautes an sich hat. Dass er das mysteriöse Verschwinden seiner blutjungen vor mehr als 20 Jahren aufklären will, stimmt die Dorfbewohner nicht freundlicher. Ganz im Gegenteil. Einzig die exzentrische und scharfzüngige alte Mrs. Cauley unterstützt ihn tatkräftig - denn sie glaubt schon lange, dass jeder weiß, was damals wirklich geschah...

Der Plot ist ungewöhnlich und auch ziemlich abgedreht. Die Autorin schreibt sehr gut, es gibt wunderschöne Formulierungen und Beschreibungen:

"Mulderrig ist ein Dorf wie kein anderes, Hier sind die Farben ein kleines bisschen leuchtender, und der Himmel ist ein kleines bisschen weiter. Hier sind die Bäume so alt wie die Berge, und ein klarer Fluss fließt ins Meer. Seine Einwohner bleiben von Geburt an hier, bis sie sterben. Sie wollen nicht weg. Wieso sollten sie auch, wo doch alle Straßen, die nach Mulderrig führen, bergab gehen, sodass das Fortgehen anstrengend und mühsam wäre?" (Seite 10)

Die Kriminalgeschichte an sich war ganz spannend, aber das ganze Drumherum war definitiv nicht meins. Manche Figuren waren dermaßen überspitzt und überdreht dargestellt, dass es einfach nur absurd war. Auch einige Situationen waren blanker Unsinn. Dass es etwas ungewöhnlich werden kann, habe ich aufgrund des Klappentextes ja erwartet, aber das war mir wirklich zuviel Quatsch. Schade, denn meiner Meinung nach, hat die Autorin großes Potential, aber wie ich die Klappentexte ihrer anderen Bücher gelesen habe, scheint das mit den Toten, die nur die Hauptfigur sehen kann, ein Markenzeichen von ihr zu sein. Da werde ich lieber verzichten.

Fazit: Wer es gerne etwas abgedrehter hat, ist hier genau richtig. Für mich war es zuviel des Guten. Schöne Sprache.

Veröffentlicht am 09.05.2019

Spannend und sehr amüsant!

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Das Cover ist doch einfach nur schön: Tränende Herzen, Efeu und Farn – ein Blick in die mysteriöse Welt der Toten?
Jess Kidd erzählt in „Der Freund der Toten“ die Geschichte von Mahony, einem jungen, ...

Das Cover ist doch einfach nur schön: Tränende Herzen, Efeu und Farn – ein Blick in die mysteriöse Welt der Toten?
Jess Kidd erzählt in „Der Freund der Toten“ die Geschichte von Mahony, einem jungen, lässigen Tagedieb, der mit Charme und gutem Aussehen die Damenwelt beeindruckt, aber seinen Weg noch nicht gefunden hat. Sein trauriges Schicksal lastet auf ihm: Er wuchs in einem Waisenhaus auf und musste erfahren, dass seine Mutter ihn verlassen hatte. Nun will er der Wahrheit auf den Grund gehen und kommt nach Mulderrig, dem Heimatort seiner Mutter, um Nachforschungen anzustellen. Umringt von drei Damen – eine davon alt, außergewöhnlich, extrem direkt und scharfsinnig, führt die „Ermittlungen“ an…
Jess Kidd ist ein außergewöhnlicher Krimi gelungen. Er ist fantasievoll, witzig, skurril, etwas abgefahren und auf keinen Fall langweilig! Wenn man sich auf die Geisterwelt einlässt, wird man bestens unterhalten und darf sich über Intrigen, Liebschaften und Geheimniskrämerei amüsieren! Auch die Spannung kommt nicht zu kurz und trotz herber Rückschläge kommt Mahony mit Hilfe seiner Mädels dem Täter und seiner Familiengeschichte auf die Spur. Und sogar ein Happy-End deutet sich noch an… Einziges Manko: ich hätte gerne noch etwas mehr irischen Flair gehabt!


Veröffentlicht am 18.03.2019

Fesselnde Geschichte, die verzaubert

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„Der Freund der Toten“ hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die Autorin Jess Kidd vereint eine spannende Geschichte um einen brutalen Mord mit magischen Elementen und einem wunderbar poetischen ...

„Der Freund der Toten“ hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die Autorin Jess Kidd vereint eine spannende Geschichte um einen brutalen Mord mit magischen Elementen und einem wunderbar poetischen und schwarzhumorigen Stil.

Der Roman beginnt mit einem Prolog, in dem die Autorin unmissverständlich klarmacht, dass 1950 ein Mord geschehen ist. Doch die Einwohner des irischen Dorfes Mulderrig verweigern sich der Realität und möchten die Vergangenheit am liebsten vergessen – alle haben dabei ihre eigenen Motive. 26 Jahre später kommt Mahony, der Sohn der Ermordeten, zurück an den Schauplatz des Geschehens, um herauszufinden, was mit seiner Mutter passierte. Er wuchs in einem Waisenhaus in Dublin auf und besitzt nur ein Foto von seiner Mutter, aber keine Erinnerung an sie. Das Besondere: Mahony kann als einziger die Geister der Toten sehen. Diese kommunizieren aber nicht so, wie er es sich wünscht, weshalb er auf die Hilfe der Lebenden angewiesen ist. In Mulderrig trifft er zahlreiche schräge Charaktere. Je näher Mahony der Wahrheit kommt, desto dramatischere Dinge geschehen…

Die Geschichte und die vielschichtigen Charaktere haben mich absolut gefesselt. Auch die übernatürlichen Elemente gefielen mir sehr gut, da sie hervorragend zu der düsteren Stimmung des Buches passen. Gleichzeitig finde ich es gut, dass keiner der Charaktere zaubert oder irgendeine andere übernatürliche Gabe hat. So erhält sich die Geschichte trotz der Geister irgendwie ein realistisches Gefühl.

Trockener Humor lockert das Buch immer wieder auf und Jess Kidds Stil mit den poetischen Metaphern und dem ungewöhnlichen Sprachgebrauch ist einfach wunderbar. Die Autorin hat mit „Der Freund der Toten“ ein starkes Debut vorgelegt und ich freue mich schon jetzt auf ihre folgenden Romane.