Cover-Bild Der Wind nimmt uns mit
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 21.07.2020
  • ISBN: 9783499275289
Katharina Herzog

Der Wind nimmt uns mit

Maya bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Obwohl die Reisebloggerin erst 32 ist, hat sie schon fast die ganze Welt gesehen. Nur an einen Ort möchte sie niemals: Nach La Gomera. Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya vor Jahren durch einen Zufall erfahren, und bis heute hat sie ihr nicht verziehen. Doch dann wird Maya schwanger, und Tobi, der Mann, mit dem sie eine flüchtige Affäre hatte, hält sich ausgerechnet auf der Kanareninsel auf. Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstlern, zu ihrer Mutter. Sie ahnt nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.06.2020

Urlaubsgefühl und Drama pur

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Katharina Herzog erzählt die Geschichte von Weltenbummlerin Maya. Die ersten Szenen erleben wir gemeinsam mit Maya in Taiwan, was ich sehr spannend fand. Ich habe noch nie ein Buch über eine Reisebloggerin ...

Katharina Herzog erzählt die Geschichte von Weltenbummlerin Maya. Die ersten Szenen erleben wir gemeinsam mit Maya in Taiwan, was ich sehr spannend fand. Ich habe noch nie ein Buch über eine Reisebloggerin gelesen - das hat mich sofort angesprochen. In Taiwan lernt sie Tobi kennen und stellt kurze Zeit später fest, dass sie schwanger von ihm ist. Sie hat nur wenig Anhaltspunkte um Tobi zu finden, denn er reist genauso viel wie sie selber. Ihre Suche führt Maya nach La Gomera.

Der zweite Erzählstrang wird rückblickend von Karoline erzählt. Dieser Erzählstrang hat mich etwas mehr gepackt als die gegenwärtige Erzählung von Maya. Im Prolog wird man als Leser teil davon, wie Karoline mit Maya flieht und sie mit gefälschten Papieren großzieht. Ich habe das Buch in einer Nacht durchgelesen - man möchte unbedingt herausfinden, wieso Karoline mit Maya von der Insel geflohen ist. Alles läuft auf eine dramatische Szene hinaus.

Besonders gefallen hat mir die Kulisse La Gomera - die Beschreibungen haben mein Fernweh gelindert. Zu Beginn hatte man den Eindruck, die Geschichte sehr schnell zu durchschauen. Tatsächlich ist die Auflösung lange Zeit nicht vorhersehbar und mich haben einige überraschende Wendungen von dem Buch überzeugt.

Maya als Person habe ich als anstrengend empfunden. Sie ist ein sehr ehrgeiziger Mensch und ich konnte ihre sehr harte Haltung gegenüber Karoline schwer nachvollziehen. Karoline hingegen finde ich von Anfang an sehr sympathisch. Sie reagiert jedoch nach der alles entscheidenden Wendung unverständlich für mich, weshalb ihr happy end dann für mich etwas zu banal ist. Für Maya freue ich mich sehr, dass sie ihren Ehrgeiz zurückschraubt und auf der Insel lernt ihr Leben wieder mehr zu genießen. Die beiden Männer in dem Roman konnten mich als Personen am meisten überzeugen - lasst euch überraschen ;)

Den Titel "Der Wind nimmt uns mit" finde ich im Nachhinein sehr passend und schön. Maya bereist die unterschiedlichsten Orte auf der Welt und ist der Macht der Geschehnisse am Ende doch ausgesetzt. Lasst euch vom Wind mit auf Mayas Reise nehmen!

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Veröffentlicht am 13.06.2020

Zurück zu den Wurzeln

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„Letztlich ist es immer möglich, neu anzufangen.“ (S. 254) Ein wunderbares Zitat, dass gerade in dieser Zeit Mut macht und uns vor Augen führt, dass alles in uns liegt und wir uns nur aufraffen müssen, ...

„Letztlich ist es immer möglich, neu anzufangen.“ (S. 254) Ein wunderbares Zitat, dass gerade in dieser Zeit Mut macht und uns vor Augen führt, dass alles in uns liegt und wir uns nur aufraffen müssen, neue Wege einzuschlagen.
Das Cover ist so wunderbar leicht und sommerlich. Die Rottöne finde ich ganz wunderbar und auch die Blumen, Kakteen und Muscheln versetzen einen sofort in den Urlaubsmodus. Der Klappentext gibt eine kurze Zusammenfassung, sodass die Leser einen sehr guten Überblick über das Geschehen haben. Die großen Themen des Romans sind neben Sommer und Urlaub, definitiv Liebe und Familie, aber auch um Wahrheitsliebe und Vertrauen.
Maya, die junge Reisebloggerin, macht sich auf, um den Vater ihres ungeborenen Kindes davon zu unterrichten, dass sie das Kind nicht behalten möchte. Dieser weilt ausgerechnet auf La Gomera, wo sich ihre Adoptivmutter Karoline zurückgezogen hat. Erst vor eine paar Jahren hat Maya durch Zufall herausgefunden, dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, seitdem ist das Verhältnis der beiden Frauen mehr als angespannt. Für beide Frauen geht es in diesem Roman darum die Vergangenheit aufzuarbeiten. Mayas wichtigste Reise, ist eine Reise zu den Wurzeln, zu der Erkenntnis was Liebe und Familie wirklich heißt. Und plötzlich ist da nicht nur der Vater ihres ungeborenen Kindes, sondern auch noch Lasse, der so ganz andere Gefühle in ihr weckt.
Der Roman wird größtenteils aus zwei Perspektiven erzählt, einmal aus Mayas Sicht und dann aus der Sicht von Karoline, Mayas Adoptivmutter. Mit Karoline machen die Leser dann auch noch eine Reise in die Vergangenheit, um zu den Wurzeln zurückzukehren, was Karoline als junges Mädchen auf La Gomera erlebt und welche Folgen diese Reise auf ihr Leben gehabt hat.
Locker leicht und flüssig lässt sich dieser Roman lesen, die vielen Dialoge sorgen für ein hohes Tempo. Man fliegt regelrecht durch die Seiten und nimmt am Ende ein klein wenig wehmütig Abschied von Maya und Karoline.
Besonders ist einfach das Feeling und die Stimmung, die dieser Roman transportiert. Wer hier nicht in Sommerstimmung versetzt wird und zumindest in Gedanken den nächsten Urlaub plant ist selbst schuld. Eine wunderbar gezeichnete Landkarte von La Gomera findet sich in der vorderen Buchklappe, sodass man hier wunderbar die Orientierung behalten kann. ,
Ein wunderbarer leichter Frauenroman, der gute Laune macht und einen für ein paar Stunden den Alltag vergessen lässt. Eine Happy-End-Garantie gibt es natürlich auch.
Ich bedanke mich sehr beim Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars und ich freue mich schon sehr, auf den neuen Roman von Katharina Herzog der jetzt Gott sei Dank nicht mehr lange auf sich warten lässt.

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Veröffentlicht am 05.06.2020

sehr schöne Lektüre für den Sommerurlaub

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Maya bindet sich weder an Orte, noch an Personen. Die einzige Vertraute ist ihre beste Freundin Kathi. Als erfolgreiche Reisebloggerin hat sie schon fast die ganze Welt bereist, hat sich jedoch das Ziel ...

Maya bindet sich weder an Orte, noch an Personen. Die einzige Vertraute ist ihre beste Freundin Kathi. Als erfolgreiche Reisebloggerin hat sie schon fast die ganze Welt bereist, hat sich jedoch das Ziel gesetzt 52 Länder in 52 Wochen zu bereisen und ist fest entschlossen, dieses Ziel zu erreichen. Als sie allerdings merkt/erfährt, dass sie schwanger ist, startet sie einen Online-Suchaufruf nach Tobi, dem Vater des ungeborenen Kindes. Schließlich wurde er auf der spanischen Insel La Gomera gesichtet, genau dem Ort, an den Sie niemals reisen wollte. Denn dort wohnt ihre Mutter. Allerdings nicht ihre leibliche Mutter, wie sie vor ein paar Jahren zufällig herausgefunden hat.

So beginnt auf La Gomera die Suche nach Tobi, dem Vater des Kindes. Eigentlich möchte sie ihm nur mitteilen dass er Vater wird, dass sie das Kind jedoch nicht bekommen will. An der Seite des attraktiven Schreiners Lasse unternimmt sie einige Versuche, Tobi ausfindig zu machen, bisher ohne Erfolg. Dafür merkt sie, dass Lasse auch interessant ist und sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Und dann kommt plötzlich alles anders als erwartet...

Eine schöne Geschichte von Familie, dem Leben und der Liebe, mit einer überraschenden Wendung. Geschrieben in angenehm flüssigem Schreibstil wird das Buch zum Pageturner für den Sommerurlaub.

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