Cover-Bild Daringham Hall - Das Erbe

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 16.04.2015
  • ISBN: 9783404171378
Kathryn Taylor

Daringham Hall - Das Erbe

Roman

Eine schicksalshafte Begegnung, ein lang verborgenes Geheimnis, ein verlorenes Erbe.

Die Familienverhältnisse auf Daringham Hall im malerischen East Anglia geraten durcheinander, als der IT-Unternehmer Ben Sterling auf dem Gut auftaucht. Denn Ben ist der eigentliche Erbe - und nun sinnt er auf Rache an der Familie, die seine Mutter so schlecht behandelte.

Doch dann verliert er durch einen Überfall das Gedächtnis und gewinnt einen ganz anderen Blick auf Daringham Hall und seine Bewohner. Als er sich auch noch leidenschaftlich in die Tierärztin Kate verliebt, weiß Ben nicht mehr, was er tun soll ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Flott gelesen!

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Das erste wirklich Positive, das mir zu Band eins der Daringham Hall - Trilogie einfällt, ist, dass er sich sehr flott lesen lässt. Man fliegt wegen diesem flüssigen und schlichten Schreibstil nur so durch ...

Das erste wirklich Positive, das mir zu Band eins der Daringham Hall - Trilogie einfällt, ist, dass er sich sehr flott lesen lässt. Man fliegt wegen diesem flüssigen und schlichten Schreibstil nur so durch die Seiten, dass allein das Lesen an sich schon richtig Freude bereitet.

Die Geschichte hierin ist auch sehr kurzweilig ... Es geht um die Familie Camden, die das Anwesen Daringham Hall in England/East Anglia bewohnt und die scheinbar von ein paar prekären Geheimnissen umgeben ist. Also das Wort prekär finde ich sogar fast noch etwas untertrieben. Dass, was in dieser Familie schiefläuft bzw. vor vielen Jahren schiefgelaufen ist, ist teilweise (für so ein nobles Haus) richtig skandalträchtig. Und wer kommt und bringt all das langsam und allein durch seine Anwesenheit ans Tageslicht? - Ben Stirling, ein amerikanischer IT-Unternehmer. Kein Wunder, dass so mancher Camden darauf mit enormem Hass reagiert. Aber dieser Hass ist nicht einseitig, auch Ben hat jede Menge Gründe, diese Familie zu hassen und ihnen Schaden zuzufügen ...

»Was kann denn nur passiert sein, dass er euch so hasst?«
(S. 193)

Aber auch die Tierärztin Kate spielt in diesem Buch eine Rolle, schließlich wird die Geschichte fast ausschließlich aus ihrer Sicht erzählt. Kate ist eine sympathische, vor allem auch empathische, wenn auch etwas langweilige Zeitgenossin, von der ich aber dennoch gerne gelesen habe. Aus dem Klappentext weiß man ja schon, dass sie und Ben wohl etwas miteinander haben werden und tatsächlich ist es so, dass sich sogar ziemlich schnell etwas zwischen den beiden entwickelt. Sowohl vor, als auch nach Bens Erinnerungsrückkehr durch eine Amnesie können sie ihre Finger nicht dauerhaft voneinander lassen. Und weil Kate ein sehr harmoniebedürftiges Wesen ist und sie die Camdens über alles liebt, versucht sie Ben auch immer wieder dazu zu bringen, von seinen Rachegedanken an der Familie abzulassen. Wegen diesem Umstand ist mir Kate oft wie eine Heilige vorgekommen, wie das perfekte Wesen, dass vollkommen gut ist. - Im Grunde ja was Schönes, aber mir trotzdem irgendwie zuviel des Guten.

»Es ist nicht wichtig, woher du kommst, sondern wer du bist.«
(S. 311)

Alles in allem war es ein Buch, dass mich wunderbar unterhalten konnte. Die Geschichte ist zwar skandalös, aber nicht sehr komplex. Sie lädt zum Rätselraten ein, aber die Lösung hat man dann doch schnell erraten gehabt. Nichtsdestotrotz liest es sich schnell und flüssig und lässt mich mit dem Drang, unbedingt wissen zu wollen, wie es mit all den Charakteren weitergeht, etwas ungeduldig zurück. Band zwei (Die Entscheidung) werde ich nämlich erst in ein paar Wochen lesen können.

Veröffentlicht am 05.01.2017

Turbulente Lesestunden

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"Eine schicksalhafte Begegnung, ein lang
verborgenes Geheimnis. ein verlorenes Erbe."


All das und noch viel mehr biete dieses Buch.
Lang, lang lang es auf meinem Sub, wenn auch nicht so lange wie manch
anderes ...

"Eine schicksalhafte Begegnung, ein lang
verborgenes Geheimnis. ein verlorenes Erbe."


All das und noch viel mehr biete dieses Buch.
Lang, lang lang es auf meinem Sub, wenn auch nicht so lange wie manch
anderes Schätzchen :)

Da es der Auftakt einer Trilogie ist werde ich die Geschichte nur kurz anreißen
und mich bemühen Spoilerfrei zu bleiben.

Es kommen all die guten Dinge vor, die eine richtige Mischung ergeben,
ein Herrenhaus in England, eine Gutsfamilie mit all den wunderbaren
kleinen und großen Skandalen. Jede Menge Herzschmerz, Irrungen und
Wirrungen und mitten drin eine Liebensgeschichte die sich langsam
entknotet ? Oder am Ende verknotet ?

Die erste unserer Hauptprotagonistinnen ist Kate, sie ist Tierärztin
und wird in der Umgebung von den Menschen geschätzt und
allzeit gut und freundlich behandelt. Zu Kate konnte ich schnell
eine Beziehung aufbauen, da mir ihre unkomplizierte Art einfach sofort
gut gefallen hat. Dann ist da noch Ben, ein IT-Unternehmer aus
Amerika der nach England reist um sein Erbe einzufordern und
durch eine unglückliche Begegnung sein Gedächtnis verliert.

Diese beiden leiten uns durch die Geschichte, hin und wieder
wird die Geschichte von einem der anderen zahlreichen Protagonisten
"weitergeführt". Zwar ist die Menge an Personen und wer, wie mitein-
ander zu tun hat etwas verwirrend. Doch das gibt sich.

Generell denke ich das diese Geschichte von den vielen Charakteren
lebt die sie bevölkert. Immer wieder verlangt ein andere Aufmerksamkeit
und so wird die Geschichte immer weiter voran getrieben und von einem
anderen Blickwinkel aus beleuchtet.

Es gab jede Menge Drama, was bei Adels Familien schon fast
Pflicht ist ;) ohne diese kleinen Anekdoten wäre es nur halb so unter-
haltsam geworden.

Das Buch hatte ich in einem Rutsch durch, obwohl das gar nicht
geplant war :)

Irgendwie konnte ich es dann doch nicht mehr aus der Hand legen, ich
freue mich bald wieder auf Daringham Hall zu Gast zu sein und mit
den anderen mit zu fiebern wie es weiter geht :)

Eine klare Leseempfehlung für entspannte Stunden ^^

Veröffentlicht am 08.11.2016

nett, aber nicht ganz rund

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Kathryn Taylor – Daringham Hall, Das Erbe

Ben Sterling lebt und arbeitet in New York. Kurz bevor seine Mutter stirbt, berichtet sie ihm von seinem Vater, mit dem sie kurz verheiratet war, sie aber aus ...

Kathryn Taylor – Daringham Hall, Das Erbe

Ben Sterling lebt und arbeitet in New York. Kurz bevor seine Mutter stirbt, berichtet sie ihm von seinem Vater, mit dem sie kurz verheiratet war, sie aber aus seinem Leben vertrieben hat. Von Rache getrieben will er seinen Vater Ralph Camden im East Anglia das Leben zur Hölle machen, den Adelstitel und Daringham Hall beanspruchen.
Doch auf dem Weg zum Herrenhaus wird er überfallen, sein Auto und die Papiere werden ihm geklaut und als er Licht in weiter Ferne sieht, läuft er darauf zu. Doch die Tierärztin Kate, die gerade bei der betagten Amanda ist, vermutet, dass er ein Einbrecher ist, und schlägt ihn nieder. Ben verliert sein Gedächtnis. Kate steht ihm bei und lässt ihn sogar bei sich wohnen. Schnell entwickelt sich eine Anziehungskraft zwischen ihnen. Doch was wird passieren, wenn er sein Gedächtnis wieder findet?

Der Roman ist flüssig, locker, spannend, temporeich und fesselnd geschrieben und hat mich von Anfang an beeindruckt, ich konnte mich gut in die Geschichte einlesen und hatte das Gefühl direkt im Geschehen zu stehen.
Ich konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt der Hauptperson Kate rein versetzen, die mir sofort sympathisch und gut ausgearbeitet erschien, man verspürt eine gewisse Nähe zu ihr. Die zweite Hauptperson Ben dagegen fand ich persönlich ein bisschen unsympathisch und unnahbar. Auch die weiteren Charaktere waren gut ausgearbeitet.
Die Örtlichkeiten und das Geschehen rundherum sind gut beschrieben, was mich noch besser in die Geschichte hinein finden lässt.
Persönlich hat mich gestört, dass mir einige Stellen des Romans etwas überhastet erschienen. Ich hätte mir das eine oder andere etwas ausführlicher gewünscht. So fand ich die Liebesgeschichte zwischen Ben und Kate zwar schön, aber mir fehlte das gewisse Etwas, dass die Story noch runder gemacht hätte. Ich hätte es schön gefunden, wenn auf einige Ereignisse etwas näher eingegangen wäre. Ein weiterer kleiner Punkt ist, dass es kein in sich abgeschlossener Roman ist. Was ich sehr schade finde.
Trotzdem hat mich das Buch überzeugt und ich werde auch den nächsten Teil lesen, da ich wissen möchte wie es weitergeht.
Fazit: Nette Lektüre, die Langeweile vertreibt. Aber alles in allem nicht ganz rund.

Das Cover passt gut nach England und zur Geschichte.
Es trifft zwar nicht meinen persönlichen Geschmack, aber es passt zum Buch und das ist das Wichtigste.

Da ich das Buch bei einer Leserunde gewonnen habe, möchte ich mich herzlich bei der Autorin und dem Bastei Lübbe Verlag bedanken.

Veröffentlicht am 21.09.2016

Interessante Idee, leider einige Schwächen

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Ich bin gespaltener Meinung über dieses Buch. Zu Anfang, und das war ca. 100 Seiten lang so, fand ich einfach keinen Zugang zu den Charakteren, die beschrieben werden. Ich bin jemand, dessen Meinung von ...

Ich bin gespaltener Meinung über dieses Buch. Zu Anfang, und das war ca. 100 Seiten lang so, fand ich einfach keinen Zugang zu den Charakteren, die beschrieben werden. Ich bin jemand, dessen Meinung von einem Buch stark davon abhängt, inwiefern empathisches Verhalten in Bezug auf die Charaktere gelingt - und mir persönlich fiel es während des ersten Teiles des Buches tatsächlich schwer, dieses handzuhaben. Für mich waren die handelnden Personen nicht so voneinander abgetrennt, beziehungsweise beschrieben, als dass ich sofort einen Zugang zu ihnen gefunden habe. Natürlich erzählte Kathryn Taylor vom störrischen, prinzipientreuen und wortkargen Ben und davon, dass ihm auch nach dem Unfall etwas von seinem eigentlichen Charakter anhaftete, Kate immer wieder Kleinigkeiten auffielen. Allerdings gingen mir die Beschreibungen darüber nicht "in Fleisch und Blut" über, hatte ich ihn so, als dass jedes neue beschriebene Detail zu dem Ben, den ich vor Augen hatte, hinzugefügt wurde, nicht im Kopf - es gelang mir einfach nicht. Charaktere entwickeln sich für gewöhnlich und nach meinem Verständnis innerhalb eines Buches, bei diesem hier hatte ich aber das Gefühl, sofort ein klares, statisches Bild (insbesondere von Ben) vor Augen haben zu müssen, um zukünftiges Handeln auch verstehen zu können. Das hat mich in meinem Lesefluss sehr beeinträchtigt und sich erst sehr spät gelegt.
Neben dem Umstand, dass die Geschehnisse, ohne Kathryn Taylors Schreibstil damit abwerten zu wollen, doch irgendwo voraussehbar waren und wohl ihrem etwas "der Zeit vorausgeschriebenen" (Dinge werden erwähnt, die auf Zukünftiges hinführen wollen, letztlich aber die Spannung nehmen) Stil zuzuschreiben sind, gefiel mir teilweise die Klischeehaftigkeit der Charaktere nicht. Dadurch, dass Tilly die etwas burschikose Kellnerin war, Olivia Camden die hysterische Schwiegertochter mit leichten 'Schwarzes-Schaf-Allüren' und Ralph Camden ein (scheinbarer) Adliger aus dem Bilderbuch, ging mir das Einzigartige des Buches ein Stück weit verloren.
Darüber hinaus fand ich es etwas störend, dass noch im letzten Drittel des Buches, erklärende Absätze vorkamen, die über das notwendige Maß an Informationen, um eine Situation zu erklären, hinausgingen. Auch das ist etwas, das meinen Lesefluss gestört hat, ich fühlte mich teilweise wie am Beginn eines Buches, weil der erklärende Charaktere dieser Absätze zu offensichtlich war.

Allerdings, und deshalb kommt die andere Seite der Medaille auch erst jetzt, mag ich den Auftakt der 'Daringham Hall'-Reihe nun mal doch. Es ist eine schöne Geschichte rund um ein Herrenhaus, das, anders als viele andere dieser Art, nicht gestellt, überspitzt und unrealistisch wirkt - genau so stelle ich mir heutige Adlige in Großbritannien vor.
Kathryn Taylor schreibt sehr warmherzig und teilweise so, als wären es schlicht Gedanken, die sie ungefiltert aufs Papier bringt, was mir persönlich sehr gefällt. Die wunderbar beschriebenen Innenperspektiven der Charaktere - zwischen den Kapiteln wechselt der Erzähler - erzeugen eine besondere Authentizität.
Der Autorin ist mit diesem Buch ein schöner Auftakt für eine Reihe gelungen, die ich trotz meiner Kritik weiterlesen werde. Daringham Hall lädt zum Träumen ein und lässt die geschwollene Rosamunde-Pilcher-Romantik vermissen, ohne dabei den Charme Englands auszuladen!