Cover-Bild Die Villa an der Elbchaussee

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 433
  • Ersterscheinung: 18.01.2019
  • ISBN: 9783746634449
Lena Johannson

Die Villa an der Elbchaussee

Die Geschichte einer Schokoladen-Dynastie
Das Schicksal einer Schokoladen-Dynastie.

Hamburg, 1919: Das Kontor Hannemann & Tietz handelt nicht nur mit Kakao, sondern betreibt auch eine eigene Schokoladenmanufaktur. Frieda, jüngster Spross der traditionsreichen Kaufmannsfamilie, würde am liebsten ihre Tage in der Speicherstadt oder in der Schokoladenküche verbringen. Als ihr Vater sie mit dem Sohn eines befreundeten Handelspartners verheiraten will, um das Überleben der Firma zu sichern, bricht für Frieda eine Welt zusammen. Nicht nur, weil ihr Herz für einen anderen schlägt. Wird es ihr gelingen, das Erbe der Familie zu retten, ohne ihre Liebe zu verraten?

Authentisch und berührend: Nach dem Vorbild eines Hamburger Kakao-Kontors

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 54 Regalen.
  • 17 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 1 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2019

Ein netter Frauenroman mit historischem Hintergrund

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„Heutzutage reicht es längst nicht mehr aus, wohlhabend zu sein, du musst als Erster eine Idee haben.“ (Zitat Seite 56)

Inhalt
Frühjahr 1919 in Hamburg. Der Krieg ist zu Ende, doch Hans Hannemann, einziger ...

„Heutzutage reicht es längst nicht mehr aus, wohlhabend zu sein, du musst als Erster eine Idee haben.“ (Zitat Seite 56)

Inhalt
Frühjahr 1919 in Hamburg. Der Krieg ist zu Ende, doch Hans Hannemann, einziger Sohn und Erbe des angesehenen Handelshauses Hannemann & Tietz, war bisher nicht unter den Heimkehrern. Frieda Hannemann, die jüngere Schwester von Hans, interessiert sich für das Familienunternehmen, liebt Kakao und entwickelt hochwertige Schokoladeprodukte, die erfolgreich in Produktion gehen. Doch die Eltern sehen es als ihre einzige Aufgabe und Pflicht an, einen standesgemäßen, vermögenden Mann zu heiraten, der bereit ist, sein Geld in die Firma zu investieren und diese damit vor dem Bankrott zu retten. Frieda weigert sich, doch wie geht es weiter?

Thema und Genre
Dieser historische Frauenroman spielt in der Hansestadt Hamburg und schildert die Situation Deutschlands in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen, die angespannte Wirtschaftslage, Hunger und Inflation. Ein Thema ist die beginnende Eigenständigkeit der jungen Frauen, die im Gegensatz zum traditionellen Wertebild der Elterngeneration steht. Natürlich geht es auch um den Import von Kakao und die Erzeugung von hochwertiger Schokolade.

Charaktere
Hauptprotagonistin ist die junge Frieda Hannemann. Sie träumt von einer Ausbildung im Familienunternehmen und von persönlicher Unabhängigkeit. Sie will mehr vom Leben als ihre Mutter, eine typische Frau ihrer Zeit, die den Haushalt mit den Bediensteten führt und einen gehobenen Lebensstandard pflegt. Frieda gelingt es, ihre Pläne umzusetzen, wenn es um Schokolade geht, doch wenn es um ihre persönliche Zukunft geht, zögert sie und beugt sich immer wieder den familiären Zwängen.

Handlung und Schreibstil
Sehr gut ist die Stadt Hamburg in dieser Zeit geschildert, nicht nur die prächtige Seite der Handelshäuser, sondern auch der Alltag und die Armut der einfachen Menschen. Die Geschichte ist in der personalen Erzählperspektive Friedas geschrieben. Die Handlung ist im Stil eines typischen Frauenromans aufgebaut, im Mittelpunkt die gute, etwas naive und zögerliche Heldin, die von kleineren und größeren Schicksalsschlägen bedroht wird.

Fazit
Wer einen vielschichtigen Generationenroman erwartet, wird von diesem typischen Frauenroman mit einer teilweise nervend naiven Hauptprotagonistin enttäuscht sein. Wer sich jedoch in diesem Genre wohlfühlt, wird sicher Freude an dieser schokoladigen Geschichte mit historischem Hintergrund haben.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Wunderbar!

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Ein wunderbares Buch! Genau so, wie ich es mir laut Titel und Cover vorgestellt habe.

Die Geschichte spielt in der Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg und nimmt uns mit die Welt von Frieda, die sich mit den ...

Ein wunderbares Buch! Genau so, wie ich es mir laut Titel und Cover vorgestellt habe.

Die Geschichte spielt in der Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg und nimmt uns mit die Welt von Frieda, die sich mit den Gegebenheiten und Umständen ihres Standes nicht zufrieden geben möchte.

Gemeinsam durchleben wir mit ihr Höhen und Tiefen, entdecken die Veränderung der Frau in der Welt und natürlich darf auch ein wenig Liebe nicht fehlen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, ich kam schnell voran und auch die Handlung hat sich für meinen Geschmack an keiner Stelle hingezogen. Es gab stets neue Wandlungen, so dass der Leser immer wieder gespannt bleiben durfte.

Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil!

Veröffentlicht am 07.07.2019

Der Auftakt die Schokoladendynastie in eine neue Zukunft zu führen.

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Der Klappentext hat mich neugierig werden lassen.
Der Schreibstil ist gut verständlich und das Cover ist sehr ansprechend.

Das Thema war interessant und glaubwürdig erzählt.
Es hat Spass gemacht Hamburg ...

Der Klappentext hat mich neugierig werden lassen.
Der Schreibstil ist gut verständlich und das Cover ist sehr ansprechend.

Das Thema war interessant und glaubwürdig erzählt.
Es hat Spass gemacht Hamburg durch Friedas Augen zu entdecken und verschiedene Orte die Frieda wichtig sind kennenzulernen.
Das Schokoladenthema war nicht zu dominant und passend in den Plot zur Unterhaltung eingearbeitet.
Die Familiengeschichte war an den richtigen Stellen dramatisch, aufregend und spannend beschrieben.

Die Charaktere waren vielfältig, unvorhersehbar und farbig gestaltet.

Das Buch konnte mich gut unterhalten.

Den Buchtitel finde ich nach dem Lesen nicht so passend gewählt. Will man auf der Villa an der Elbe Welle mitschwimmen das hat das Buch nicht nötig.

Für dieses Buch vergebe ich 5 Sterne trotz mißglückten Buchtitel.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Angenehmer historischer Schmöker voller Hamburg-Flair

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Die Villa an der Elbchaussee
„Angenehmer historischer Schmöker voller Hamburg-Flair “

Lena Johannson hat mit diesem Roman einen soliden Auftakt der Hannemann’schen Familiengeschichte erschaffen und entführt ...

Die Villa an der Elbchaussee
„Angenehmer historischer Schmöker voller Hamburg-Flair “

Lena Johannson hat mit diesem Roman einen soliden Auftakt der Hannemann’schen Familiengeschichte erschaffen und entführt die Leser in das Hamburg der frühen 1920er Jahre.
Im Mittelpunkt der Handlung steht das junge Fräulein Friederike (kurz: Frieda) Hannemann, von ihrem Vater liebevoll "Sternchen" genannt – Tochter einer in Hamburg hoch angesehenen Kaufmannsfamilie, die mit Kakao handelt. Das Unternehmen Hannemann & Tietz soll eines Tages von Friedas älterem Bruder Hans übernommen werden, während von Frieda lediglich erwartet wird, dass sie sich vorteilhaft vermählt. Dennoch fördert ihr Vater Friedas kaufmännisches Interesse - schließlich soll sie sich später mit ihrem Gatten auf Augenhöhe unterhalten können. Viel lieber als eine Vorzeige-Ehefrau zu werden, würde Frieda allerdings weiterhin in der Schokoladenküche werkeln und neue Köstlichkeiten kreieren. Sie ahnt nicht, wie brisant die finanzielle Lage der Familie ist. Es sind wirtschaftlich schwierige Zeiten; der Krieg ist zwar vorbei, aber viele Menschen hungern. Das Importgeschäft unterliegt Handelsbeschränkungen und Hans, auf den solch große Hoffnungen für die Zukunft gesetzt wurden, kehrt als Kriegsinvalide heim. Nicht nur sein Körper hat Schaden genommen – der Krieg hat ihn, wie so viele junge Männer – dramatisch verändert und schwere psychische Wunden hinterlassen, die aus dem einst vernünftigen, unbeschwerten Jungen einen verbitterten Mann gemacht haben. Auch Friedas beste Freundin Clara Mendel, eine Jüdin, mit deren Familie die Hannemanns seit Jahren befreundet sind, verhält sich eigenartig. Bald schon fühlt Frieda sich mit all ihren Sorgen völlig alleingelassen, erst recht, als auch noch ihr Vater schwer erkrankt. Von Mutter Rosemarie kann sie hinsichtlich der Ausrichtung des jährlichen Kakao-Dinners, dessen Erfolg überlebenswichtig für das Familienunternehmen ist, wenig Unterstützung erwarten: "Für Rosemarie Hannemann bestand ihr Lebenswerk darin, zwei gesunde Kinder zur Welt gebracht zu haben, […] stets nach der neuesten Mode gekleidet zu sein und hübsch auszusehen." Dass die selbstbewusste Frieda ihren eigenen Kopf hat und sich störrisch weigert, das Denken den Männern zu überlassen, stört die Mutter gewaltig. Wenigstens auf ihren Freund aus Kindertagen kann Frieda sich verlassen – die Freude ist groß, als Ernst aus dem Krieg zurückkehrt. Und dann ist da auch noch der geheimnisvolle Herr Jensen, ein gutaussehender Fremder, der Frieda nicht mehr aus dem Kopf geht…
Der sehr angenehme Schreibstil hat mich vor allem mit der Vielzahl an dialektischen Elementen und den bildreichen, atmosphärischen Beschreibungen der Stadtviertel Hamburgs begeistert. Insbesondere für Kenner der Stadt wird dieser Roman viele Aha-Momente bieten; ein Stadtplan im Innencover des Buches sowie eine Auflistung alter und neuer Straßennamen im Anhang waren eine willkommene Ergänzung. Man erkundet zusammen mit Frieda den Hafen und die Speicherstadt, begegnet wohlhabenden Familien bei Geschäftsessen, aber auch der verarmten Arbeiterschaft in den Gängevierteln. Meine liebste Figur war mit Abstand Ulli (Ulrike), eine mittellose junge Frau, die verzweifelt versucht, finanziell für ihre kranke Mutter und ihre kleine taubstumme Schwester Marianne zu sorgen. Ulli hat zwar "Haare auf den Zähnen" und kann fluchen wie ein Kutscher, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und wird für Frieda eine verlässliche Freundin. Weniger authentisch erschien mir Friedas Freundschaft mit Clara, in der Geheimnisse, Missverständnisse und Feindseligkeiten dominieren; bei einer jahrelangen Freundschaft hätten beide Seiten sich eigentlich mehr umeinander bemühen und nicht gleich beleidigt sein sollen. Während des Lesens habe ich mich ernsthaft gefragt, wie die zwei Mädchen überhaupt miteinander ausgekommen sein sollen in der Vergangenheit. Diese angeblich innige Bindung habe ich ihnen nicht abkaufen können. Die Handlung des Werkes umspannt den Zeitraum der Jahre 1919 bis 1924; schon jetzt heizt sich die Stimmung gegen die jüdische Bevölkerung immer mehr auf. Ich bin gespannt, wie es Claras Familie in der Zukunft ergehen wird.
Interessant fand ich, dass am Schicksal von Hans auch das emotionale Leid der Kriegsheimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg verdeutlicht wurde...und die daraus resultierenden Probleme für ihr Umfeld. Die traumatisierten Männer waren im Grunde völlig gesellschaftsunfähig, stürzten sich oft in Drogen und Alkoholeskapaden und verhielten sich eher rücksichtslos ihren Mitmenschen gegenüber. Ernst hingegen war ein kleiner Sonnenschein; er hat sich seinen Humor bewahrt und ich bewundere ihn für seine Geschäftstüchtigkeit und seinen Tatendrang. Ich bin mir sicher, dass er in den Folgewerken dieser Buchreihe gewiss seinen Weg gehen wird. Vielleicht sogar mit Frieda an seiner Seite?
Das Ende lässt erahnen, dass es weiterhin aufregend bleiben wird; Frieda hat in Herzensdingen eine Entscheidung getroffen, die viel Entwicklungsspielraum - positiv wie negativ - bietet. Auch die im Buchtitel genannte Villa findet erst gegen Ende des Romans eine Erwähnung und wird als neues Zuhause wohl die Ausgangslage für die Folgewerke bilden.
Fazit: Ein gut recherchierter historischer Roman, der speziell die damalige Rolle der Frau näher beleuchtet.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Nett, aber nicht überragend

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„Hamburg, 1919: Das Kontor Hannemann & Tietz handelt nicht nur mit Kakao, sondern betreibt auch eine eigene Schokoladenmanufaktur. Frieda, jüngster Spross der traditionsreichen Kaufmannsfamilie, würde ...

„Hamburg, 1919: Das Kontor Hannemann & Tietz handelt nicht nur mit Kakao, sondern betreibt auch eine eigene Schokoladenmanufaktur. Frieda, jüngster Spross der traditionsreichen Kaufmannsfamilie, würde am liebsten ihre Tage in der Speicherstadt oder in der Schokoladenküche verbringen. Als ihr Vater sie mit dem Sohn eines befreundeten Handelspartners verheiraten will, um das Überleben der Firma zu sichern, bricht für Frieda eine Welt zusammen. Nicht nur, weil ihr Herz für einen andren schlägt. Wird es ihr gelingen, das Erbe der Familie zu retten, ohne ihre Liebe zu verraten?“
(Klappentext des Buches)

Ich bin ehrlich, normalerweise meide ich historische Liebesromane so gut ich kann. Doch da dieser sich nicht nur mit Schokolade beschäftigt, sondern auch noch in Hamburg spielt, wurde ich schwach und wollte ihm mal eine Chance geben, wobei ich auch nach dem Lesen immer noch nicht weiß, ob das nun eine gute oder schlechte Entscheidung war.

Was mir bei diesem Buch extrem gut gefallen hat, war, das Hamburg des frühen 20. Jahrhunderts näher kennenzulernen. Der Dialekt, der damals je nach Stand in der Gesellschaft unterschiedlich ausgeprägt war, die Einschränkungen durch den Krieg und generell die damaligen Verhältnisse, wie es mit den Rechten der Frauen aussieht, all das war total interessant, vor allem für jemanden, der gar nicht mal so weit weg davon aufgewachsen ist. Weil ich mich aber bei weitem nicht zu den Menschen zähle, die man als historisch begeistert bezeichnen könnte, habe ich mich am meisten gefreut, wenn mal ein Straßenname oder eine Bahnhaltestelle genannt wurde, mit der man auch zu heutiger Zeit noch etwas anfangen kann.

Es wird aus der Sicht der 3. Perspektive auf Frieda, die Tochter des Schokoladenherstellers Hannemann, erzählt. Frieda ist eine aufgeweckte, einfallsreiche junge Frau, die so gar nichts von den Aufgaben hält, die einer Dame zur damaligen Zeit eigentlich zugesprochen wurden. Sie will nicht nur stillsitzen und hübsch aussehen, sie möchte sich einbringen und selbst was erreichen, statt nur die Trophäe am Arm eines reichen Mannes zu werden, den sie nicht mal liebt. Und dieser fortschrittliche, fast schon rebellische Gedanke hat mich beeindruckt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich keine besonders tiefe Verbindung zu ihr aufbauen konnte, dafür war mir das Setting und die ganze Atmosphäre zu altbacken.

Teilweise haben mich nämlich die Verhältnisse und Ansichten der vergangenen Zeit, so spannend und fremdartig sie für mich als Leser auch gewesen sein mögen, echt genervt. Immer dieses Untergraben und Kleinmachen der Frauen, das hat mich höllisch aufgeregt, auch wenn es vielleicht mal so Gang und Gebe war. Für mich ein eindeutiges Zeichen, in Zukunft wieder die Finger von historischen Romanen zu lassen.
Wer mich ebenfalls furchtbar aufgeregt hat, war Friedas Mutter. Eine schreckliche Figur mit ekelhaftem, selbstsüchtigen Charakter, der man guten Gewissens unterstellen könnte, sich nur für sich selbst und ihren guten Ruf zu interessieren.

Trotz des angenehmen Schreibstils musste ich beim Lesen viele Pausen einlegen, um mal wieder runterzukommen, und hab zur Verdaulichkeit der Geschichte immer wieder mein „New Adult“-Currently Reading eingeschoben, um einen Genrewechsel zu haben.

Mein Fazit:
Schuster, bleib' bei deinen Leisten. Ich sollte in Zukunft wieder an meinen Romantasy-Jugendbüchern und College-Romanzen festhalten, statt Genreausflüge zu wagen, das tut meiner Gelassenheit eindeutig nicht gut. ^^
So interessant die Reise ins Hamburg der 20er-Jahre auch gewesen sein mag, so frustrierend war sie auch, besonders was die Hexe von Mutter und die allgemeine Sicht des Frauenbildes angeht.