Cover-Bild Das Haus der verlorenen Kinder

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 18.04.2016
  • ISBN: 9783746632209
Linda Winterberg

Das Haus der verlorenen Kinder

Roman
Nimmt man einer Mutter ihr Kind …

Norwegen, 1941: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten. Ihre verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden jungen Frauen verlieren alles, was ihnen lieb ist. Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden, doch dann wird Lisbet von ihrer kleinen Tochter getrennt. Erst lange Zeit später findet sich ihre Spur – in Deutschland.

Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Roman aus zwei Welten

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„Doch die Welt hatte sich verändert, denn die Deutschen kamen immer näher und keiner wusste, was jetzt geschehen würde.“ (S.69)

Deutschland, Wiesbaden 2005
Maries Eltern sind in einem Autounfall gestorben, ...

„Doch die Welt hatte sich verändert, denn die Deutschen kamen immer näher und keiner wusste, was jetzt geschehen würde.“ (S.69)

Deutschland, Wiesbaden 2005
Maries Eltern sind in einem Autounfall gestorben, als sie noch sehr klein war. Deswegen hatte sie eine furchtbare Kindheit, wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht. Als sie mit 18 die Sachen ihrer Eltern vom Unfall bekommt, findet sie unter den Dingen ihrer Mutter ein Foto von einem Haus. Kurzerhand entschließt sie sich, nach Wiesbaden zu ziehen und ihr Leben in Berlin mit all den schlechten Erinnerungen hinter sich zu lassen, um in diesem Haus, das ein Altenheim ist, ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. Wird sie dort Antworten auf ihre Fragen finden?

Norwegen, Loshaven 1940
Lisbets Leben ist in Ordnung. Obwohl die Rationalisierungen langsam spürbar sind, sind die Nazis noch nicht in ihr geliebtes Dorf gekommen. Und ihre beste Freundin Oda und sie hoffen, dass es noch lange so bleibt. Doch das Glück ist schneller vorbei, als sie beide ahnen. Eines Tages kommen die Nazis doch in ihr Dorf, und bei Lisbet muss sogar einer im Haus wohnen. Doch Erich scheint ganz nett zu sein, und auch Oda findet gefallen an einem deutschen Soldaten. Dass es eigentlich falsch ist und die beiden der Feind sind, ist ihnen klar, doch gegen die Liebe kann man nichts machen.

Dieses Buch ist sehr berührend, und spannend. Was Marie und Lisbet gemeinsam haben, ist zwar schon von Anfang an klar, aber der Weg dahin, bis Marie endlich Antworten auf ihre vielen Fragen hat, ist sehr angenehm beschrieben und sehr fesselnd.
Lisbets Leben ist nicht das leichteste, schon gar nicht als Geliebte eines deutschen Soldaten in Norwegen, auch wenn sie versucht das geheim zu halten, im Gegensatz zu ihrer Freundin Oda. Welche Probleme diese Liebelei nach sich zieht, ist ein unglaublich langer, nicht abzusehender Rattenschwanz. Geschichtlich sehr interessant, ich wusste vorher nichts von den Deutschenmädchen und ihre Kindern. Und auch was nach dem Krieg mit diesen Frauen und Kindern passiert ist, ist sehr spannend.
Der Roman ist sehr flüssig zu lesen, der Erzählstil sehr angenehm. Das Buch lässt sich trotz des schweren Themas sehr leicht lesen, man vergisst dabei die Zeit vollkommen. Auch die Sprünge zwischen 2005 und 1940 sind nicht abrupt und sehr angenehm. Wer gerne historische Romane liest, und gegen das Vergessen dieser schlimme Zeit ist, dem empfehle ich dieses Buch ausdrücklich. Es ist mal kein Zeitzeugenbericht aus einem KZ, aber trotzdem lesenswert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das Haus der verlorenen Kinder

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Das Haus der verlorenen Kinder,
ein sensationelles Debüt von Linda Winterberg (Pseudonym)

Cover:
Sehr passend zum Buch, leicht melancholisch und nostalgisch angehaucht.

Inhalt:
Norwegen 1941.
In dem ...

Das Haus der verlorenen Kinder,
ein sensationelles Debüt von Linda Winterberg (Pseudonym)

Cover:
Sehr passend zum Buch, leicht melancholisch und nostalgisch angehaucht.

Inhalt:
Norwegen 1941.
In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten.
Ihre Liebe fordert einen hohen Preis, sie werden sogar von ihren Familien verstoßen und sie verlieren alles was ihnen lieb ist.
Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden, doch diese handeln nicht aus Menschlichkeit.
Auch hier sind Menschen nicht gleich, auch hier ist „arisch“ ein Schlagwort, wenn auch hinter vorgehaltener Hand.
Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen im Zweiten Weltkrieg in Norwegen, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht.

Meine Meinung:
Ein unglaublich bewegendes Buch über einen Teil der deutsch-norwegischen Geschichte, die so nicht sehr bekannt ist. Menschen werden getrennt und es gibt so viele Geheimnisse die nie mehr geklärt werden können.
Ich bin super in die Geschichte reingekommen und sofort darin abgetaucht.
Gleich zu Beginn wurden viel Fragen aufgestellt und somit wurde von Anfang an eine Spannung aufgebaut.
Die Schreibweise ist sehr emotional und beeindruckend, denn ich wurde so einbezogen und integriert, es war so hart an der Realität, dass ich oft atemlos und sprachlos war beim Lesen.
Immer wieder wurde uns vor Augen geführt wie unsinnig so ein Krieg doch ist, und dass Menschen doch einfach gleich sein sollten, egal welcher Herkunft.
Sehr gut gefallen haben mir auch die Entwicklungen die viele der Protagonisten durchgemacht haben, diese waren jeweils sehr gut nachzuvollziehen.

Viele Fragen bleiben (Geheimnisse die wohl niemals mehr zu enträtseln sind), das Ende ist zum Weinen und zum Freuen, es gibt Hoffnung in der ganzen Trauer.

Das Nachwort rundet dieses hervorragende Buch dann nochmals zusätzlich wunderbar ab.

Autorin:
Hinter Linda Winterberg verbirgt sich die erfolgreiche Autorin Nicole Steyer.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern im Taunus.
Bei einer Reise nach Norwegen stieß sie auf die historischen Fälle, die diesem Roman zugrunde liegen und die sie nicht mehr losließen.

Mein Fazit:
Ein wirklich zu Herzen gehender Roman, der an diesen beiden Einzelschicksalen zeigt wie grausam und hart der Krieg und die Menschen sein konnten und wie alles noch auf die Generationen danach Auswirkungen hat.
Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung und hervorragende 5 Sterne mit Plus.

Veröffentlicht am 15.09.2016

über ein dunkles Geheimnis der deutschen und norwegischen Vergangenheit, das seinen Schatten bis in die Gegenwart wirft

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Linda Winterberg erzählt die Geschichte der norwegischen besten Freundinnen Lisbeth und Oda, die sich 1941 in zwei deutsche Besatzungssoldaten verlieben, zu einer Zeit, in der solche Frauen in ihrer Heimat ...

Linda Winterberg erzählt die Geschichte der norwegischen besten Freundinnen Lisbeth und Oda, die sich 1941 in zwei deutsche Besatzungssoldaten verlieben, zu einer Zeit, in der solche Frauen in ihrer Heimat als 'Deutschenmädchen', 'Hure' oder 'Verräterinnen' verschrieen wurden. In den Kriegswirren plötzlich doch alleine, wußten die Schwangeren unter ihnen, die von ihren Familien verstoßenen wurden, oft keinen anderen Ausweg auf der Suche nach einem Funken Sicherheit in dieser verworrenen Zeit, als in einem Lebensbornhaus zu entbinden, jener 'Zuchtanstalten' der SS, die Neugeborene zur Adoption nach Deutschland verbrachten. Und dann verspinnt sich die Vergangenheit mit dem zweiten Handlungsfaden von 2005, mit der Geschichte Maries, deren Eltern, als sie 2 Jahre alt war, bei einem Autounfall ums Leben kamen. Seitdem wuchs sie in verschiedenen Pflegefamilien auf. Ein Foto eines Hauses läßt sie von Berlin nach Wiesbaden ziehen um dort nach ihren Wurzeln zu suchen. Früher ein Lebensbornhaus, heute ein Altersheim .... in dem Marie ein FSJ ableistet und sich mit der 84jährigen Bewohnerin Betty anfreundet...

Die Autorin hat ausgiebig recherchiert, auch in Norwegen, und die Thematik des Lebensbornvereins
und der selektierten Kinder, die von ihren leiblichen Müttern getrennt wurden, sehr spannend erzählt. Die Zerrissenheit der Mütter, die manchmal ihr Kind freiwillig zur Adoption gaben, weil sie glaubten, dass dies für ihre Kinder ein besseres Leben als das in Ächtung und Armut böte. Aber auch die Kinder aus dem Norden Norwegens, die mit ihrer dunkleren Haut und dunklen Augen nicht arisch einwandfrei aussahen, werden in diesem Buch nicht vergessen.

Für mich war dieser Teil der Deutschen Geschichte unbekannt und wurde hier sehr fundiert, einfühlsam und interessant aufgearbeitet.
Ein äußerst interessantes, fesselndes Buch, das meine absolute Lesempfehlung erhält!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Deutschenmädchen

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Marie, Vollwaise, und nach Aufenthalten bei verschiedensten Pflegefamilien orientierungslos, versucht im Berufsleben Fuß zu fassen. Nach einigen missglückten Versuchen verpflichtet sie sich für ein soziales ...

Marie, Vollwaise, und nach Aufenthalten bei verschiedensten Pflegefamilien orientierungslos, versucht im Berufsleben Fuß zu fassen. Nach einigen missglückten Versuchen verpflichtet sie sich für ein soziales Jahr in einem Pflegeheim in Wiesbaden. Nachdem Marie mit 18 Jahren vom Jugendamt in Berlin Einsicht in ihre Akten bekommen hat, fand sie in den eher dürftigen Unterlagen ein Foto einer jungen Frau mit einem Baby und einer Notiz auf der Rückseite. Mit diesem Hinweis entscheidet sie sich bewusst für ein ganz bestimmtes Haus, das während des zweiten Weltkrieges ein Kinderheim der Lebensborn-Einrichtung war. In diesen Heimen wurden damals "arisch reine" Kinder zur Adoption - bevorzugt an Familien von SS-Angehörigen - freigegeben. Diese waren oft die "verbotenen Früchte" einer Liebe zwischen einem deutschen Soldaten und einem jungen Mädchen in den deutsch besetzten Gebieten. In diesen, nun als Seniorenheim benutzten Haus, versucht Marie die Spur zur Vergangenheit ihrer Familie zu finden...

Danch wechselt die Geschichte in den zweiten Erzählstrang ins Norwegen 1941. Wir lernen die beiden Freundinnen Lisbet und Oda kennen, die im kleinen Dörfchen Loshavn im Süden Norwegens leben. Als deutsche Soldaten das Gebiet besetzen und die jungen Männer bei Familien untergebracht werden, verliebt sich Lisbet in den besonnenen Erich und Oda in den gutaussehenden Günter. Sie werden damit zu geächteten "Deutschenmädchen" und in der Folge von der eigenen Familie verstoßen. Als Erich und Günter zuerst nach Kristiansand und später an die Ostfront geschickt werden, haben die beiden Freundinnen nur noch einander. Doch dann ist Oda plözlich verschwunden und Lisbet schwanger. Letztere erhält Hilfe im Haus Lebensborn in Hurda Yerk, der Zuchtanstalt der Deutschen, wo sie auch Oda wieder trifft....

Die Autorin, die hier unter Pseudonym schreibt und hinter der sich die Schriftstellerin Nicole Steyer verbirgt (allen Leserinnen von historischen Romanen sicherlich keine Unbekannte), war vor Ort in Hurda Yerk, einen der Lebensborneinrichtungen in Norwegen. Unzählige ähnliche Schicksale norwegischer Mädchen hat sie zum Anlass für diese Geschichte genommen, in deren ihre fiktiven Charaktere Lisbet und Oda für eine große Anzahl von Frauen stehen. Hier wurde genauestens recherchiert.
Mich hat wieder besonders der Erzählstrang in der Vergangenheit gefesselt, der zuerst die Unbekümmertheit der beiden Mädchen, die erste große Liebe und dann die tiefe Verzweiflung wunderbar widergespiegelt hat. Die Emotionen und Gefühle waren durch die Zeilen hindurch spürbar und das Schicksal von Lisbet und ihre tiefe Freundschaft zueinander äußerst lebendig beschrieben.

Aber auch der Erzählstrang aus dem Jahr 2005 rund um Marie und ihrer verzweifelten Suche nach ihrer Identität hat mir gut gefallen, auch wenn er im Vergleich zum Teil aus der Vergangenheit etwas blasser bleibt. Hier konnte ich manche Verhaltensweisen nicht ganz nachvollziehen.
Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und viele Geheimnisse werden erst zum Ende hin gelüftet. Einige davon kann man erraten, andere ließen mich wiederum erschrocken nach Luft schnappen. Die beiden Zeitstränge führen am Ende perfekt zusammen und runden die Geschichte harmonisch ab.
Im Nachwort geht die Autorin noch genauer auf die Lebensborn-Einrichtungen ein und auf die Schatten, die bis in die Gegenwart reichen.

Ein paar Fragen blieben für mich allerdings unbeantwortet, weshalb ich hier keine volle 5 Sterne vergebe, obwohl mich der Roman sonst wirklich überzeugt und noch lange nachgehallt hat.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr flüssig und konnte mich mit ihrer emotionalen Erzählweise an die Seiten fesseln. Neben den Charaktereigenschaften wurde auch die wunderbare Schärenlandschaft von Norwegen und das karge Leben während des Krieges bildhaft beschrieben.
Die Gefühlswelt und das Schicksal der Frauen von damals, wurde ebenso lebendig und emotional geschildert, wie Maries verzweifelte Suche nach ihrer Identität und einer eigenen Familie.

Fazit:
Eine sehr emotionale Geschichte, die noch lange nachhallt. Obwohl ein paar Fragen für mich unbeantwortet blieben, fasziniert dieser dramatische Roman rund um zwei Freundinnen, die eine dunkle Vergangenheit der deutschen Geschichte miterleben müssen, sehr.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Vom Leben gebeutelt, traurige Schicksale

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Arietta



Inhaltsangabe: Nimmt man einer Mutter ihr Kind …

Norwegen, 1942: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und
ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche
Besatzungssoldaten. ...


Arietta



Inhaltsangabe: Nimmt man einer Mutter ihr Kind …

Norwegen, 1942: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und
ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche
Besatzungssoldaten. Die verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und
die beiden Frauen drohen alles zu verlieren: ihre Familien, ihre
Geliebten – und die Kinder, die sie erwarten. Nach der Geburt werden sie
ihnen von den Deutschen genommen. Erst lange Zeit später, als die junge
Deutsche Marie in Wiesbaden einer besonderen alten Dame namens Betty
begegnet, findet sich ihre Spur.

Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten
Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht

Mit einem Nachwort und einem Anhang zu den historischen Hintergründen




Meine Meinung zur Autorin und ihrem Buch:

Sie ist für mich ein Begriff, auch wenn unter ihrem Namen Nicole Steyer, in der sie Historische Romane verfasste und die ich alle mit sehr großer Begeisterung gelesen habe. Diesmal begibt sie sich auf anderes Territorium, sie schreibt über den 2. Weltkrieg, ich gratuliere ihr ganz Herzlich zu ihrem hervorragend gelungenem und Großartigem Debüt. Man spürt beim Lesen wie viel Herzblut, sie in dieses Geschichte fließen ließ, sie hat wirklich alles gegeben was machbar wahr. Allein diese Akribische Recherche, sie ist dafür sogar mit ihrem Mann nach Norwegen gereist, um sich auf die Spurensuche der verlorenen Kinder zu machen, man merkt wie sehr ihr die Sache am Herzen lag.

Der Roman hat mich sehr tief bewegt und Emotional aufgewühlt. Ich erfuhr hier zum ersten mal was unter, der deutschen Führung im 2 Weltkrieg, in Norwegen eine Haus Lebensborn, eine Art Zuchtanstalt gab, eine SS Organisation, wo Frauen Hilfe fanden, aber auch nur um reinrassige und arische Kinder großzuziehen, denen man aber auch oft unfreiwillig die Kinder fortnahm um sie an Deutsche Ehepaare zu vermitteln. Diese Frauen und Kinder die nach dem Krieg in Norwegen zurück blieben sie hatten es schwer, sie wurden als Huren und Deutschenmädchen beschimpft. Das alles hat mich doch sehr entsetzt, das mir an einigen Stellen die Tränen kamen. Ihre Schreibweise ist Hochsensibel, feinfühlig und mit sehr viel Gespür, lässt sie eine düstere Wahr-und Vergangenheit, wieder lebendig werden und ans Tageslicht kommen. Auch hat sie sehr Kunstvoll, die zwei Zeitstränge auf der die Geschichte basiert mit einander verknüpft. Ihre Personen auch wenn sie Fiktiv sind, wirken sehr real und Lebendig, wie auch der ganze Handlungsaufbau.Auch die einzelnen Charaktere hat sie sehr schön klar heraus Kristallisiert. Ein sehr Bildhafter, flüssiger und fesselnder Schreibstil.


Meine Meinung zum Inhalt: Sehr schön beschrieben hat die Autorin:

Die beiden unzertrennlichen jungen Norwegerinnen Lisbeth und Oda, zwei Freundinnen die wie Pech und Schwefel zusammen halten. Auch von ihrem Pech, am falschen Ort und zu einer ungünstigen Zeit, ausgerechnet die beiden deutschen Soldaten Erich und Günter kennen zu lernen, die in ihrem Ort untergebracht sind, und sich in die beiden verlieben. Oda in Günter, und Lisbeth in Erich, gegen den Willen der Eltern. Wie sie ihnen sogar bis Kristiansand folgen. Aber ihre Freunde müssen nach Russland. Sie sind allein auf sich angewiesen, nach Hause können sie nicht mehr. Ihre Schwangerschaft, die Schande die sie über ihre Familien bringen und der Bruch mit den Eltern. Hilfe fanden die beiden im Haus Lebensborn in Hurda Yerk, der Zuchtanstalt der Deutschen, hier ging es ihnen verhältnismäßig sehr gut, man kümmerte sich um sie, bis zur Geburt und bis kurz danach. Lisbeth traf es noch ganz gut, sie bekam Unterhalt von Erich, Oda dagegen hatte mit Günter nicht das große Los gezogen, er verweigerte jede Zahlung und erkannte auch seine Vaterschaft nicht an. Das Schicksal meint es nicht gut, durch einem dummen Fehler um Oda und deren Tochter Siri zu helfen, begeht Lisbeth einen großen und unbedachten Fehler, sie verliert ihre kleine Tochter Liselotte ,man nimmt sie ihr einfach fort .Viele, viele Jahre Später findet sich eine Spur, die in Deutschland in Wiesbaden endet. Hier lernen wir Marie im Jahre 2005 kennen, die im Haus Sonnenschein in Wiesbaden, Senioren betreut und Vollwaise ist. Ihr Herz hängt an der alten Dame Betty, die zwei sind wie ein Herz und eine Seele. Bei Marie taucht eines Tages ein alte Tagebuch in Norwegischer Sprache auf, mit einem Foto darin, das sie erschrecken lässt. Nun, macht Marie sich auf eine Rätselhafte Spurensuche, darin Betty mit verstrickt zu sein scheint, wer ist sie wirklich.

"Eine Grandiose Geschichte, ein Kaleidoskop ,über eine tragische Liebesgeschichte, die unter die Haut geht. Ein große Epos "