Großstadtroman zum Mitfühlen und Mitfiebern
Das Cover super schön und detailreich. Es vermittelt sofort den Charme des zentralen Handlungsortes-Flohmarkt.
Der Schreibstil Sylvia Deloys ist einfach toll und sehr beschreibend! Sie hat es geschafft, ...
Das Cover super schön und detailreich. Es vermittelt sofort den Charme des zentralen Handlungsortes-Flohmarkt.
Der Schreibstil Sylvia Deloys ist einfach toll und sehr beschreibend! Sie hat es geschafft, die Gefühlswelt von Tilda so offen zu legen, dass man das Gefühl hat, mitten dabei zu sein und die Liebe, Freude, aber auch die Unsicherheit Tildas zu spüren. Die Hauptcharaktere sowie die Nebencharaktere sind sehr authentisch und facettenreich dargestellt.
Als ich den Klappentext damals gelesen habe, rechnete ich mit einer anderen Lösung des Problems, dass die Knopffabrik verkauft werden muss. Kämpfen Noah und Tilda miteinander oder doch gegeneinander? Oder entwickelt sich sogar mehr zwischen ihnen? Diese Fragen durchziehen den Roman bis zum Schluss. Zudem lernt man im Laufe der Zeit die Nebencharaktere und deren unglaublichen Vorgeschichten kennen. Helga und Chem kommen im ersten Moment etwas einfach und naiv rüber, doch im Laufe des Buches merkt man, dass sie mit allen Wassern des Lebens gewaschen sind. Die Rollen von Kaja und Jonte sind super ausgebaut worden, man spürt das Necken und die Freundschaft zwischen den beiden, trotz unterschiedlicher Interessen und Biografien.
Insgesamt denke ich, ist es ein Roman für Frauen aller Altersklassen, da neben dem Thema „Liebe“ auch der Umgang mit unterschiedlichen Lebensläufen und Lebensstilen und auch die Beziehungen der Menschen untereinander eine Rolle spielen. Des Weiteren wird ein sehr prekäres Problem, das viele Städter betrifft, „die Wohnungsnot“, aufgegriffen.