Cover-Bild Grand Hotel Avalon
(32)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 24.09.2025
  • ISBN: 9783103975666
Maggie Stiefvater

Grand Hotel Avalon

Roman | Ein Roman wie ein Film für die ganz große Leinwand
Sabine Hübner (Übersetzer)

Januar 1942. Für June Porter Hudson ist die Führung des Avalon und seines ihm treuen Personals kein Beruf, sondern Berufung. Umgeben von der magischen Einsamkeit der Appalachen, steht das legendäre Grand Hotel für Luxus, Raffinesse und für sein besonderes Heilwasser. Doch als die Wirrungen des Krieges in seine Welt einbrechen, muss June sich einer harten Prüfung stellen, denn nur sie kennt die Kräfte, die aus den Quellen hinter den Fassaden wirken. Sind das Hotel und die ihm verschriebenen Menschen zu retten und eine Katastrophe aufzuhalten? »Grand Hotel Avalon« ist eine bezwingend-soghafte Geschichte über Liebe, Geheimnisse, Verrat und eine unwiderstehliche Heldin, deren Hingabe mitten ins Herz trifft. 

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2025

Tolle Atmosphäre

0


Titel: Grand Hotel Avalon
Autorin: Maggie Stiefvater
Verlag: S. Fischer Verlag
Preis: 25,00€
Seitenzahl: 432 Seiten
Übersetzerin: Sabine Hübner



Inhalt:

Januar 1942. Für June Porter Hudson ist die ...


Titel: Grand Hotel Avalon
Autorin: Maggie Stiefvater
Verlag: S. Fischer Verlag
Preis: 25,00€
Seitenzahl: 432 Seiten
Übersetzerin: Sabine Hübner



Inhalt:

Januar 1942. Für June Porter Hudson ist die Führung des Avalon und seines ihm treuen Personals kein Beruf, sondern Berufung. Umgeben von der magischen Einsamkeit der Appalachen, steht das legendäre Grand Hotel für Luxus, Raffinesse und für sein besonderes Heilwasser. Doch als die Wirrungen des Krieges in seine Welt einbrechen, muss June sich einer harten Prüfung stellen, denn nur sie kennt die Kräfte, die aus den Quellen hinter den Fassaden wirken. Sind das Hotel und die ihm verschriebenen Menschen zu retten und eine Katastrophe aufzuhalten? »Grand Hotel Avalon« ist eine bezwingend-soghafte Geschichte über Liebe, Geheimnisse, Verrat und eine unwiderstehliche Heldin, deren Hingabe mitten ins Herz trifft. 



Meine Meinung:

Schon seit Jahren ist Maggie Stiefvater für mich eine meiner liebsten Autor:innen überhaupt. Ich habe ihre “Raven Cycle"-Reihe und auch das Spin-Off wirklich sehr geliebt, weswegen ich nun sehr neugierig war auf ihr Erwachsenenliteratur Debüt. 

Das Cover des Buches finde ich gut. Es ist nicht unbedingt ein Cover, zu dem ich direkt in der Buchhandlung greifen würde, aber aufgrund der Autorin war ich sehr neugierig auf das Buch. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man sich hier für das UK Cover entschieden hätte. Ich kann aber auch verstehen, dass das Buch einfach eine andere Zielgruppe ansprechen soll.

June war für mich eine interessante Protagonistin, der das Hotel und die Bewohner sehr wichtig sind. Ich glaube am spannendsten fand ich die Entwicklung, die sie in diesem Buch durchgemacht hat. Sie ist eine sehr empathische Person und glaubt an das Gute, muss hier aber auch lernen, dass nur weil Menschen nett sind, sie nicht immer auch gut sind.

Es gab einige gute Nebencharaktere, wie Tucker und die anderen Angestellten des Hotels, von denen ich gerne gelesen habe und am liebsten sogar noch mehr erfahren hätte. Doch leider waren sie relativ blass und sind im Buch etwas untergegangen, was ich sehr schade fand.

Die Handlung der Geschichte konnte mich leider nicht komplett überzeugen. Für mich ging alles sehr langsam voran, was der Geschichte einfach die Spannung genommen hat. Es wurde sich auf viele Details wie den historischen Hintergrund und das Hotel selbst fokussiert, wodurch für mich die Charaktere untergegangen sind. Es hatte einige gute Momente, da mir die Fantasy-Aspekte gut gefallen haben, auch wenn ich mir hier noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Doch gerade zum Ende hin wurde aus der Geschichte nochmal einiges rausgeholt und hat dann auch noch mehr Freude gemacht zu lesen.

Auch fand ich die Botschaft gut, wie wichtig es ist, Menschen zuzuhören. Dadurch hatte das Buch dann auch eine gewisse Tiefe, die mir sehr gut gefallen hat. Generell hat das Buch für mich sehr viel Ernsthaftigkeit, was ein Buch das 1942 spielt und in dem deutsch Diplomaten auftauchen, die June beherbergen muss, auch braucht. Es war auf jeden Fall ein spannender Kontrast zwischen dem schillernden Hotel und den Menschen, die sie aufnehmen muss, verbunden durch den Hintergrund des Krieges.

Das Setting des Hotels war interessant. Wir lernen einiges darüber und auch die Atmosphäre hat mir teilweise sehr gut gefallen. Ich würde sogar behaupten, dass dieser Teil für mich der Stärkste im Buch gewesen ist. Gerade die Beschreibungen der Appalachen mit der Natur und dem Hotel, welches sich dort befindet, hatte etwas sehr Besonderes an sich und hat mich in diese Welt gezogen. Es gab eine sehr mystische, manchmal angespannt und doch sehr ergreifende Atmosphäre, die mir gut gefallen hat. Wenn man es in den Vergleich zu ihren anderen Büchern stellt, würde man auch hier erkennen, dass es nicht so stark ist und man definitiv anderes von ihr gewohnt ist. Dennoch finde ich, dass mir die Atmosphäre hier gut gefallen hat, wenn auch auf andere Weise und man dieses Buch als eigenständiges Werk sehen muss, ohne es mit ihren bisherigen Büchern zu vergleichen.

Der Schreibstil von Maggie Stiefvater hat mir gut gefallen. Ich muss sagen, dass ich ihn nicht ganz so stark empfunden habe, wie der von ihren anderen Büchern. Gerade, die vielen Perspektivenwechsel haben es mir am Anfang schwer gemacht in die Geschichte zu finden und auch die Charaktere gut einzuschätzen. Dennoch gab es einige Punkte, die mir sehr gut an der Geschichte gefallen haben, weswegen ich das Buch doch gerne gelesen habe.

Nun bin ich schon gespannt, was als nächstes von Maggie Stiefvater erscheinen wird und in welche Welt oder Zeit sie uns dort entführen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2025

Historische Fiktion mit Elementen des magischen Realismus

0

» Architektonisch ergab das hotelgebäude keinen Sinn, aber wenn man es als lebendiges Wesen betrachtete … ? «

Es atmet, lauscht und trägt Erinnerungen in seinen Wänden. Für June Hudson ist das Hotel ...

» Architektonisch ergab das hotelgebäude keinen Sinn, aber wenn man es als lebendiges Wesen betrachtete … ? «

Es atmet, lauscht und trägt Erinnerungen in seinen Wänden. Für June Hudson ist das Hotel nicht nur Arbeit, es ist Zuhause, Identität und Verantwortung zugleich. Kein Beruf. Eher Berufung. Sie kennt jede Macke, jedes Zimmer, jeden Stammgast und dessen Wunsch.
Das Avalon ist ihr Körper, das darunter fließende Süßwasser ihr Blut.

Anfang 1942, kurz nach den Geschehnisse von Pearl Harbor und den Nachwirkungen Nazi - Deutschlands. Aus dem mondänen Kur- und Luxushotel wird über Nacht eine Regierungseinrichtung. Gäste reisen ab und June steht mit ihrer Mannschaft vor einer nie da Genesenden Herausforderung.
Die US-Behörden rücken an, FBI-Agenten und Vertreter des State Department übernehmen. Deutsche Diplomaten werden hier gegen ihren Willen untergebracht, geparkt. Während Verhöre und Abklärungen laufen, nimmt das Süsswasser die Stimmungen auf und lauscht neugierig ihren Geschichten.
Aus einem Ort des Empfangens, des Luxus, wird ein Ort des Beobachtens. An einem Ort an dem jeder Gast eine Liste mit seinen Bedürfnissen hat muss June mit ansehen, wie ihr Hotel „gekapert“ und für fremde Zwecke benutzt wird.

» Glaube war ansteckend. Wenn man an eine unfassbare Sache glaubte, warum nicht auch an eine zweite und dritte. «

__

Sie ist das Herz dieser Geschichte. Mit Mitte dreißig, routiniert und dennoch verletzlich, hält sie das Personal zusammen … von der Küchenchefin bis zu dem Angestellten am Fahrstuhl. Ihre Liebe zum Haus steckt in kleinen Gesten: in der Art, wie sie auf die Zimmer achtet, in ihrer Fürsorge für Gäste und Team, in der Ruhe, mit der sie versucht, Würde zu bewahren. Die drei Dackel, die ihr folgen, sind mehr als Schmuck: sie verkörpern die Treue und Vertrautheit, die das Hotel einst ausmachten. Szenen mit June sind oft die stärksten des Buches; sie geben dem Roman Wärme und Menschlichkeit.

» Ein Ort um den man kämpfen musste.
Das wusste June schon immer.
Umgeben, durchzogen von Heilquellen.
Dem Süßwasser. Lauschend.
Und June hörte. «

Anders als die meisten der neu eingelieferten Diplomaten, ist Hannelore, das kleine unscheinbare Mädchen mit ihren Wutanfällen eine weitere Konstante im Buch. Alle anderen werden zwar aufgeführt, ihre vorgelegten Vergehen ( oder auch nicht ) bleiben aber trotzdem eher blass. Sie ist merkwürdig, verschoben im Verhalten, und genau deshalb berührt sie mehr als die offizielleren Figuren. Hannelore bringt eine Fremdheit ins Hotel, die die anderen Figuren und den Leser zum Nachdenken zwingt. Ihre Präsenz fühlt sich notwendig an. Sie ist oft der Katalysator für Momente, in denen Entscheidungen oder Haltungen sichtbar werden.
Mittragen, Schweigen, Verantwortung.
Stiefvater fragt, wie weit Menschen gehen, um Sicherheit zu halten, und wann das eigene Gewissen lauter sein muss als Gehorsam.
Das Motiv des Zuhörens — dem Hotel, dem Wasser, dem Herzen … zieht sich durch das Buch wie ein leiser Leitfaden.

»Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Mitleid mit den Nazis und den Japanern haben würde«, meinte Griff, »aber das hier geht einem schon ziemlich nahe.«



Trotz der schönen Bilder und der Liebe zum Detail, dem atmosphärischen Schreibstil, gibt es Schwächen. Das Erzähltempo ist sehr langsam, viele Seiten verweilen bei Atmosphäre und Beschreibungen, während Handlung und Spannung lange auf sich warten lassen. Manche politische und dramatische Stränge (das Ausspähen, die Diskussionen um Schuld und Verstrickung) wirken distanziert, und die meisten Diplomaten bleiben blass. Auch das magische Element, das Süßwasser, das immer wieder auftaucht wird nicht überall konsequent genutzt. Es wirkt stellenweise wie ein hübsches Bild, dessen Funktion sich mit nicht ganz erschließt. Eine Art Wunschbrunnen mit eigenem Willen ?
Auch die angedeutete Liebesgeschichte kam für mich kaum an und blieb gefühlt nebenbei. Fast zu überlesen.

» Wasser würde einem guttun, wenn man selber im Gutes tat, und es würde einem schaden, wenn man ihm Schaden zufügte. Das Wasser mochte manche Menschen und hasste andere, aber meistens blieb es für sich. «

__

Trotzdem bleibt Grand Hotel Avalon ein besonderes Buch. Es ist für Fans von Historischer, leicht angehauchter Fantasy bestimmt ein angenehmes Erlebnis mit einer Message die schwer wiegt.
Wie weit darf man Mitgefühl für Menschen empfinden die vermeintlich schuldig sind, im Krieg, im Leben.
Für Fans von Maggie Stiefvater ist vieles vertraut: die Sprachmelodie, der Blick für kleine, magische Details. Und wer June und das Hotel gernhaben will, wird hier belohnt.
Das Buch ist ambivalent … schön und schwer zugleich, wie ein Glas Whiskey an der Hotelbar: rau, intensiv und mit einem Nachgeschmack, den man nicht so schnell vergisst. June allein gibt mir das Gefühl, nach eben diesen, in ein wohlig warmes Hotelzimmer einzukehren, die Decke des Bettes bereits zurück geschlagen. Wartent auf mich.

Eine Geschichte die ich nicht vergessen werde.
Das Hotel so lebendig, so real beschrieben, als könnte ich morgen ein Zimmer Buchen und June würde mich begrüßen. Mit einem wissenden Lächeln und meinen Wünschen bereits nachgehend.

Diese Atmosphäre habe ich beim Lesen gespürt und das ist der Aspekt der mich mit einem Lächeln an diese Geschichte zurück blicken lässt.
Voller Wärme und Poesie. Einzigartigkeit und Familie.
Die anderen Aspekte übersehe ich nun mal.
Ich bleibe Fan der Autorin. Sie die Menschen, Protagonisten, ja sogar Hotels auf eine Art zum Leben erwecken kann wie kaum jemand anderes.
Doch mein Lieblingsbuch war dieses nicht.
Müsste ich ihm ein Etikett aufdrücken, wäre es : Historische Fiktion mit Elementen des magischen Realismus

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2025

Großartiges Setting aber mit einigen Schwierigkeiten

0

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Bücher von Maggie Stiefvater, vor allem von ihrer „Raven Cycle“ und der Spin-Off Reihe. Nun hat die Autorin sich an ein Buch gewagt das eine andere Zielgruppe ...

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Bücher von Maggie Stiefvater, vor allem von ihrer „Raven Cycle“ und der Spin-Off Reihe. Nun hat die Autorin sich an ein Buch gewagt das eine andere Zielgruppe anspricht, obwohl man auch sagen könnte das ihre Leserschaft natürlich auch älter geworden ist.

Das Cover von „Grand Hotel Avalon“ ist ganz klar auf eine etwas ältere Leserschaft ausgerichtet und soll nicht mehr Jugendliche ansprechen. Ich finde es etwas Schade, dass sich für das Cover entscheiden wurde, da dass UK Cover in meinen Augen besser gepasst hätte und gleichzeitig auch junge Leser:innen angesprochen hätte, wie mich. Das Buch habe ich trotzdem geholt, weil ich einfach absolut gespannt war auf das neue Buch von Maggie Stiefvater.

Die Charaktere allen voran June fand ich gut, wenn auch etwas blass. Ich bin von Maggie Stiefvater sehr ausgebaute Charaktere gewohnt. Hier hat mich keiner wirklich überzeugen können, was ich sehr schade fand.

Die Handlung im allgemeinen konnte mich leider nicht so gut mitnehmen. Für mich ist zu wenig passiert bzw. wurde sich viel mehr auf andere Dinge, wie die historischen Fakten fokussiert, als dass die Handlung voran getrieben wurde und wenn dann gibt es sehr langsam voran. Auch die Liebesgeschichte hat hier einen eher kleinen Teil eingenommen und konnte mich nicht richtig mitnehmen.

Das Setting vom Hotel und den Appalachen fand ich richtig spannend. Maggie Stiefvater hat hier wieder einen absolut spannenden Ort geschaffen. Es wurde wirklich in die Tiefe gegangen mit der Geschichte und dem Hintergrund des Hotels. Dadurch erschien es mir auch sehr ausgearbeitet.

Der Schreibstil ist das was mir am besten an diesem Buch gefallen hat. Ich kam leicht in die Geschichte rein und fand vor allem das Maggie Stiefvater wieder eine unvergleichliche mystische Atmosphäre geschaffen hat, die ich sehr geliebt habe.

Trotz allem muss ich sagen, dass „Grand Hotel Avalon“ für mich das bisher schwächste Buch der Autorin ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2025

Grand Hotel Avalon

0

Maggie Stiefvater zählt durch ihre Fantasywerke seit Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen, denn sie hat eine besondere Art zu schreiben. In ihrem neuen Roman begleitet der Leser die Protagonistin June ...

Maggie Stiefvater zählt durch ihre Fantasywerke seit Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen, denn sie hat eine besondere Art zu schreiben. In ihrem neuen Roman begleitet der Leser die Protagonistin June Porter Hudson im Jahre 1942, die Leiterin des noblen Grand Hotel Avalon ist. Natürlich hat sie auch viele Bedienstete, die das Hotel mit zum Laufen & Glänzen bringen. Manche Figuren lernt man etwas näher kennen, viele tauchen allerdings nur kurz auf und entschwinden wieder. Für mich kam leider wenig Spannung auf, das lag zum einen an den doch recht ausführlichen Beschreibungen des Hotelablaufs und zum anderen an den schon erwähnten vielen Figuren. Das Tempo war überwiegend auch eher ruhiger Natur. Am spannendsten für mich war die Geschichte von June Porter, ihrem Charakter und den Menschen, die ihr wichtig waren. Insgesamt konnte mich der neue Roman leider nicht wirklich abholen und mich nicht für sich einnehmen. "Die Magie des Wassers" hatte für mich einen zudem einen etwas mystisch angehauchten Touch, der für mich nicht ganz verständlich war. Das trübt allerdings keineswegs meine Liebe zu dem Schreibstil, den ich bisher von Maggie Stiefvater kenne. Ich hoffe, dass es demnächst wieder eine Fantasyreihe oder ein Fantasywerk von ihr geben wird. Übersetzt wurde der Roman von Sabine Hübner und erschienen ist er im S. Fischer Verlag.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Leider nicht wie erwartet

0

Mit "Grand Hotel Avalon" wagt sich Maggie Stiefvater an ein ungewöhnliches Setting – ein luxuriöses, geheimnisvolles Hotel in den Appalachen während des Zweiten Weltkriegs. Die Idee klingt vielversprechend: ...

Mit "Grand Hotel Avalon" wagt sich Maggie Stiefvater an ein ungewöhnliches Setting – ein luxuriöses, geheimnisvolles Hotel in den Appalachen während des Zweiten Weltkriegs. Die Idee klingt vielversprechend: Magie, Geschichte, eine starke Frau als Hauptfigur und ein Hauch von Mystery. Leider bleibt der Roman hinter seinen Möglichkeiten zurück.

June Porter Hudson leitet das traditionsreiche Grand Hotel Avalon – ein Ort, der mehr zu bergen scheint als nur elegante Gäste und gutes Essen. Zwischen Heilwasser, Kriegsängsten und familiären Geheimnissen muss June um das Überleben ihres Hotels kämpfen – und vielleicht auch um ihre eigene Seele.

Was zunächst nach einem atmosphärischen, geheimnisvollen Roman klingt, entpuppt sich als recht zähe und sprunghafte Erzählung. Die Sprache ist – typisch für Stiefvater – poetisch und detailverliebt, doch hier wirkt sie oft überladen und schwer zugänglich. Die Handlung entwickelt sich nur langsam, und die vielen Zeitsprünge sowie mystischen Andeutungen verlieren sich irgendwann im Nebel.
Die Geschichte verliert sich in Andeutungen, ohne je wirklich etwas aufzulösen. Am Ende bleibt ein Gefühl von Unschärfe – als hätte man einen Traum gelesen, der kurz vor der Klarheit endet.

"Grand Hotel Avalon" ist ein wunderschön geschriebenes, aber erzählerisch unausgewogenes Werk, das mehr verspricht, als es letztlich hält.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere