Cover-Bild Die Küste der Freiheit
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 880
  • Ersterscheinung: 14.11.2014
  • ISBN: 9783404167357
Maria W. Peter

Die Küste der Freiheit

Roman

1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2017

Einfach großartig!

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Die Küste der Freiheit
Die Küste der Freiheit
Maria W. Peter
Rezension vom 16.07.2017 (1)

Als Annas Vater stirbt, kann er sie nicht mehr vor der anstehenden Heirat mit Gideon Beiler beschützen. Eigentlich ...


Die Küste der Freiheit
Die Küste der Freiheit
Maria W. Peter
Rezension vom 16.07.2017 (1)

Als Annas Vater stirbt, kann er sie nicht mehr vor der anstehenden Heirat mit Gideon Beiler beschützen. Eigentlich wäre Gideon der perfekte Mann - er hat den selben Glauben, gehört der ihrer Gemeinde an und ist auch, im Vergleich zu Anna, sehr wohlhabend. Er hat aber eine furchtbare Persönlichkeit…
Anna beschliesst nach 'America' zu flüchten, um dort neu anzufangen. Das verläuft jedoch nicht so, wie sie es geplant hat.

Das Buch konnte mich ab der ersten Seite in den Bann ziehen. Es ist spannend, tragisch und schön. Man kann in das 18. Jahrhundert abtauchen und die Welt durch die Augen der Protagonisten sehen.
Im Buch ist der amerikanische Bürgerkrieg, die Sklaverei, die Zeit der Reformation/Gegenreformation und noch vieles mehr eingewoben. Das ermöglicht ein sehr spannendes Leseerlebnis.

“Die Küste der Freiheit” hat mich erstaunlicherweise durchgehend gefesselt, etwas, das ich nicht erwartete habe, da viele, so dicke Bücher sich irgendwann ziehen. Dieses Buch jedoch nicht. Es passiert immer etwas Neues und es wiederholt sich nichts zweimal.

Anna war mir sofort sympathisch. Sie ist eine selbstbewusste, starke, junge Frau, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Auch ihre unermüdliche Gutmütigkeit, anderen zu helfen, konnte ich nur bewundern.

Die Autorin hat das Buch unglaublich gut recherchiert - von historischen Hintergründen bis zu medizinischen Möglichkeiten. Dadurch hat sie dem Buch einen spezialen Glanz gegeben, der auch noch nach dem Lesen nachwirkt.

Das Cover ist einfach wunderschön, die weichen Farben kombinieren perfekt mit dem Kranich und den Silhouetten im Hintergrund…

Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle, die spannende historische Romane lieben

Veröffentlicht am 08.07.2017

"Leben, Freiheit und das Bestreben nach Glückseligkeit"

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Vom Jahre 1775 bis zum Ende des Jahres 1783 begleitet der Leser dieses gewaltigen Epos die junge Mennonitin Anna auf ihrem Weg vom hessischen Waldeck über den Atlantik bis zur Ostküste der heutigen Vereinigten ...

Vom Jahre 1775 bis zum Ende des Jahres 1783 begleitet der Leser dieses gewaltigen Epos die junge Mennonitin Anna auf ihrem Weg vom hessischen Waldeck über den Atlantik bis zur Ostküste der heutigen Vereinigten Staaten von Amerika.
Es ist die Suche nach Freiheit, nach einem selbstbestimmten Leben in Würde, frei von Verfolgungen aller Art, die Anna antreibt, - eine von vielen der frühen Auswanderer, die freiwillig oder gezwungenermaßen ihre Heimat verließen, alle vereint in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Immer wieder kreuzt sich Annas Weg schicksalhaft mit dem des jungen adligen Offiziers Lorenz aus Cassel, der mit seiner Einheit den verbündeten Engländern bei deren Kampf gegen die aufrührerischen amerikanischen Patrioten im Unabhängigkeitskrieg zu Hilfe kommt.
Doch im gelobten Land müssen die beiden Liebenden Lorenz und Anna, die Welten voneinander trennen, erkennen und vielfach schmerzlich erfahren, dass Freiheit nur ein Wort ist!
Und dennoch etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt.
Vor allem Anna erfährt die Knechtschaft der weniger Privilegierten am eigenen Leib, als sie, die durch unglückliche Umstände gezwungen war, sich als Schuldmagd zu verdingen, das Los der farbigen Sklaven unter der erbarmungslosen Herrschaft eines grausamen Plantagenbesitzers und dessen nicht weniger grausamen Aufsehers teilen muss!
Derweil sieht sich Lorenz mit den Schrecken und der blutigen Realität des Krieges konfrontiert und beginnt, auch dank des Einflusses der aufrechten und unbeugsamen Anna, die nach Gottes Geboten zu leben bestrebt ist, die Werte in Frage zu stellen, die ihm durch seine Herkunft und Erziehung vermittelt wurden....
Für den Leser stellt sich bald schon die Frage, ob der Traum von Freiheit für Anna und Lorenz wahr werden wird, und ob die Liebe, die die beiden verbindet, stark genug ist, um alle Gefahren, Erniedrigungen und Widerstände, die sich auch aus den Standesunterschieden ergeben, zu überwinden und hoffnungsvoll in eine gemeinsame Zukunft gehen zu können.

Jeder Versuch, ein so umfang- und facettenreiches Buch in wenigen Sätzen zusammenfassen zu wollen, muss zum Scheitern verurteilt sein!
Der Roman ist so überreich an Geschehnissen, an Schicksalsschlägen und schier unerträglichen Leidenswegen, so voller Dramatik vor dem historischen Hintergrund der 70er und 80er Jahre des 18. Jahrhunderts, dass man ihm nur in Ansätzen gerecht werden kann.
Gerade die geschichtlichen Informationen, die die Autorin dem Leser mit profunder Kenntnis und großer Sorgfalt nahebringt und geschickt in ihren Roman flicht, verdienten hier eigentlich ein eigenes Kapitel und ein großes Lob sowieso!
Denn selten nur habe ich eine so interessante, spannende, lebendige "Geschichtsstunde" erlebt, wie diejenige, die Maria W. Peters auf vorbildliche Art abhält.

Was an dem Buch aber ganz besonders besticht, sind seine unvergesslichen, grandios gezeichneten Charaktere, die auf ihrer Suche nach der ersehnten Freiheit eine wahre Odyssee an leidvollen Erfahrungen durchlaufen müssen - und dennoch niemals sich selbst dabei verlieren.
Im Gegenteil! Mit aufmerksamem Blick nehmen sie die himmelschreienden Ungerechtigkeiten um sich herum wahr, stellen sich ihnen, lassen sich von ihnen ergreifen, beeindrucken - und ganz allmählich verändern.
Allen voran die Handlungsträger, Anna und Lorenz, deren Liebe zueinander so stark ist, dass sie nicht nur allen Unbillen widersteht sondern daran sogar noch wächst.

Aber es sind auch die vielen menschlich überzeugenden und zutiefst glaubhaften Nebenfiguren, gute wie böse, die Anna und Lorenz begleiten und unterstützen, die ihnen wohlgesonnen sind oder sie mit ihrem unversöhnlichen Hass verfolgen, die den auch sprachlich makellosen Roman zu einem Leseerlebnis der ganz besonderen Art machen.
Außer Gwen Bristows berühmter Louisiana-Trilogie habe ich noch niemals einen historischen, im noch jungen Amerika angesiedelten, mich so anrührenden Roman wie diesen gelesen, bei dem die Spannung bis zum Ende konsequent durchgehalten wird und dessen roter Faden, die Suche nach der Freiheit, nie abreißt, bei dem ich von der ersten Seite an mitfieberte und oft bis an die Grenze des Erträglichen mit den Charakteren bangte!
Ein Roman der Superlative, fürwahr, an dem man nicht vorübergehen sollte!

Veröffentlicht am 06.07.2017

Geschichte, die Spaß macht ...

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Was sind schon 880 Seiten, wenn eine Geschichte so mitreißend geschrieben ist wie diese hier. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Mit Anna hat die Autorin ...

Was sind schon 880 Seiten, wenn eine Geschichte so mitreißend geschrieben ist wie diese hier. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Mit Anna hat die Autorin eine Protagonistin ins Leben gerufen, die ihresgleichen sucht. Jung verliert sie ihre Mutter, als dann auch noch der geliebte Vater stirbt, steht sie ganz allein da auf dieser Welt. Die Zeiten sind hart für eine junge Mennonitin im 18. Jahrhundert. Über gefährliche Umwege, die sie auch in Holland und Irland „Rast“ machen lassen, gelangt sie jedoch schließlich nach Amerika, in die neue Welt, die doch endlich einmal Freiheit für sie bedeuten sollt. Doch das Glück ist ihr noch lange nicht hold. Viele Entbehrungen und Krankheiten pflastern ihren steinigen Weg.
Auch für Lorenz, der auf Seite der Rot Röcke in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zieht, beginnt eine schwere Zeit. Durch Zufall kreuzen sich in den passendsten und unpassendsten Situationen immer wieder die Wege der Beiden, werden sie es am Ende schaffen?
Maria W. Peter schafft es zu fesseln, zu faszinieren und Lust auf Geschichte und immer mehr Geschichte zu zaubern. Wie habe ich mitgelitten mit Anna und den Sklaven, die auf heißen Tabakplantagen schufteten. Wie erschrocken war ich über den Hass, den manche Menschen auf der Welt – hier macht die Hautfarbe keinen Unterschied – in sich tragen. Ein Hass, der sie blind macht vor Wut und ihre Schwelle der Gewaltbereitschaft auf das höchste Niveau ansteigen lässt. Nicht nur Hunger und Erschöpfung ließen Anna und Lorenz immer wieder weiterkämpfen. Oft saß ihnen einfach die schiere Angst im Nacken. „Die gute alte Zeit“, die sich auch heute noch Menschen zurückwünschen, hat es in dieser verklärten Form wohl nie gegeben.
Liebe Maria, du hast mir die Schauplätze im Roman so facettenreich und bildhaft geschildert, dass ich manchmal ein klares Bild vor Augen hatte. Von den Schlachtplätzen, von denen ich in Virginia tatsächlich schon einige besucht. Von der Enge und dem Gestank auf der Überfahrt, der Plantage, der Kellerwohnung in Philadelphia, von den Märschen mit dem Tross der Soldaten … ich bin absolut begeistert und möchte mehr von dir, einer sehr sympathischen und talentierten Autorin, lesen!

Veröffentlicht am 16.02.2017

Ein sehr interessanter und spannender historischer Roman

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Inhalt:
1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien ...

Inhalt:
1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit ...

Meine Meinung:
"Die Küste der Freiheit" ist ein sehr interessanter und spannender historischer Roman.
Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen und der Schreibstil war flüssig zu lesen.
Die Protagonisten waren sehr gut dargestellt, dass man sie sich auch gut vorstellen konnte. Auch die Schauplätze sind gut und detailliert beschrieben. Man kann sich daher sehr gut in die Zeit und die Szenen hinein versetzen.
Auch der Sklavenhandel und die Bereicherung der Farmer wird hier sehr gut und authentisch dargestellt.
Das Buch ist sehr gut recherchiert. Man kann hier einiges über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg lernen.
Dies geschieht aber nicht wie in einem Geschichtsbuch, was langweilig wäre, sondern wird spannend mit der Liebesgeschichte verbunden und man erfährt ganz viel nebenbei.

Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und es war sehr interessant von Dingen zu lesen, die ich sonst so auch noch nicht gehört habe. Spannung, Liebe und Wissen werden hier in einer guten Mischung verknüpft. Darum kann ich das Buch mit gutem Gewissen weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein wundervolles Buch

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Meine Meinung:
Mir hat der Roman von Maria W. Peter sehr gut gefallen. Er ist ein regelrechter Schmöker, den man einmal begonnen, am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Das Cover trifft leider ...

Meine Meinung:
Mir hat der Roman von Maria W. Peter sehr gut gefallen. Er ist ein regelrechter Schmöker, den man einmal begonnen, am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Das Cover trifft leider nicht so ganz meinen Geschmack, für mich definitiv zu viel rosa/pink/lila, aber das ist ja Geschmacksache
Die Story an sich hat mich aber vollends überzeugt, ich habe mit Anna und Lorenz gebangt, geweint, gelitten und gehofft. Eine wahre Gefühlsachterbahn, die den Leser mitnimmt und ihn so schnell nicht wieder los lässt. Als sehr interessant habe ich die Einblicke in die Täufer- und Mennoniten-Gemeinde empfunden, ebenso wie die historischen Fakten der Schlachten zu den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen. Zu diesem Thema hatte ich noch nichts gelesen und habe hier somit auch sehr viel gelernt. Maria W. Peter hat für ihren Roman eine aufwändige Recherche betrieben, die man dem Buch auch anmerkt. Dennoch werden die Fakten nicht losgelöst vom Roman aufgezählt, vielmehr sind sie eingeflossen in die Geschichte und mit ihr verschmolzen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, oft habe ich gar nicht bemerkt, wieviel ich gelesen hatte, so flogen die Seiten dahin und am Ende war alles viel zu schnell vorbei. Durch die bereits erwähnten vielen Up-and-Downs wird es nie langweilig, nein eigentlich ziemlich nervenaufreibend. Glaubt man Anna und Lorenz haben gerade die nächste Hürde gemeistert, passiert das nächste Unglück und es scheint immer noch kein Happy End zu geben. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich emotional so mitgenommen hat wie dieses.
Besonders hervorheben möchte ich, dass es mir bei diesem Buch ausgesprochen gut gefallen hat, das die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln erzählt wurde. Auch Personen die zu Beginn noch keine so große Rolle spielten und man sich schon fragte, warum jetzt dieser Perspektivwechsel, bekommen sie ihren Raum und ihren Platz in der Geschichte und dies auch vollkommen verdient und zu Recht.
Sehr schön sind auch die ausführlichen Beschreibungen, die der Handlung eine angemessene Grundlage bieten, sodass diese noch stärker in den Vordergrund rückt, ohne dass man beim Lesen das Gefühl hat, ein Teil würde einen zu großen Raum einnehmen.
Am Ende werden alle losen Fäden zusammengenommen und man bekommt einen guten Eindruck von den Menschen zu dieser Zeit, in diesem Land, man versteht ihr Ängste und Nöte.
Ein sehr guter historischer Roman, der mich auf der ganzen Linie überzeugt hat, den ich sehr gerne gelesen habe und damit auch sehr gerne weiterempfehle an alle, die gerne historische Romane lesen. Aber auch Leser die sich einfach nur für die amerikanischen Unabhängigkeitskriege interessieren, kann ich diesen Roman ans Herz legen. Für mich der perfekte Sommerschmöker, deshalb unbedingt lesen!