Cover-Bild BECOMING
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 13.11.2018
  • ISBN: 9783641227326
Michelle Obama

BECOMING

Meine Geschichte
Harriet Fricke (Übersetzer), Tanja Handels (Übersetzer), Elke Link (Übersetzer), Andrea O'Brien (Übersetzer), Jan Schönherr (Übersetzer), Henriette Zeltner-Shane (Übersetzer)

Die kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der USAMichelle Obama ist eine der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als erste afro-amerikanische First Lady der USA trug sie maßgeblich dazu bei, das gastfreundlichste und offenste Weiße Haus zu schaffen, das es je gab. Sie wurde zu einer energischen Fürsprecherin für die Rechte von Frauen und Mädchen in der ganzen Welt, setzte sich für einen dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben ein und stärkte außerdem ihrem Ehemann den Rücken, während dieser die USA durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte. Ganz nebenbei zeigte sie uns noch ein paar lässige Dance-Moves, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und schaffte es obendrein auch, zwei bodenständige Töchter zu erziehen – mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien.In diesem Buch erzählt sie nun erstmals ihre Geschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Sie nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der starken Frau gemacht haben, die sie heute ist. Warmherzig, weise und unverblümt erzählt sie von ihrer Kindheit an der Chicagoer South Side, von den Jahren als Anwältin und leitende Angestellte, von der nicht immer einfachen Zeit als berufstätige Mutter sowie von ihrem Leben an Baracks Seite und dem Leben ihrer Familie im Weißen Haus. Gnadenlos ehrlich und voller Esprit schreibt sie sowohl über große Erfolge als auch über bittere Enttäuschungen, den privaten wie den öffentlichen. Dieses Buch ist mehr als eine Autobiografie. Es enthält die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, deren Geschichte uns zeigt, wie wichtig es ist, seiner eigenen Stimme zu folgen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2019

Eine amerikanische Geschichte

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Die Geschichte der First Lady Michelle Obama. Rührend aber auch distanziert beschreibt sie ihre Kindheit, aufgewachsen im Familienverbund, von der Beziehung zu ihrer schwierigen Tante über ihre Liebe zur ...

Die Geschichte der First Lady Michelle Obama. Rührend aber auch distanziert beschreibt sie ihre Kindheit, aufgewachsen im Familienverbund, von der Beziehung zu ihrer schwierigen Tante über ihre Liebe zur Jazzmusik und schlussendlich ihren Werdegang als First Lady im weißen Haus.
Makellos wird der Aufstieg von ihr und ihrem Mann zum mächtigsten Mann der Welt beschrieben und sie lässt uns teilhaben an manchen Vorgängen im weißen Haus.
Die Diskrepanz, Mutter und gleichzeitig First Lady zu sein ist merklich spürbar. Michelle Obama hat sich in ihrem Leben immer nach ihren Zielen gerichtet und diese auch mit Souveränität und Ehrgeiz erreicht.
Ein Punkt Abzug für die makellose Beschreibung ihres Mannes der überintelligent in diesem Buch erscheint was dies aber auch auf den Weg der Unglaubwürdigkeit führt. Zu glatt und perfekt wird der erste schwarze Präsident dargestellt, was das Buch zwischenzeitlich in die Kategorie Werbung und Beweihräucherung abdriften lässt. Ein wenig weniger Perfektion hätte nicht geschadet.
Klare Empfehlung für alle, die den Werdegang einer jungen schwarzen Frau und ihrem Mann zum Aufstieg in die Weltelite verfolgen möchten.
Ein Buch, einfache Wortwahl, eine passende Lektüre zum Lesen!

Veröffentlicht am 26.07.2019

enttäuscht

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Ich hatte mir Block und Bleistift bereitgelegt, um mir inspirierende Zitate aus dem Buch abzuschreiben. Doch diese kamen nicht zum Einsatz. Ich hatte Mühe das Buch überhaupt zu Ende zu lesen.

Michelle ...

Ich hatte mir Block und Bleistift bereitgelegt, um mir inspirierende Zitate aus dem Buch abzuschreiben. Doch diese kamen nicht zum Einsatz. Ich hatte Mühe das Buch überhaupt zu Ende zu lesen.

Michelle Obama hatte ich bisher als stark und mutig eingeschätzt, daran interessiert gesellschaftliche Verbesserungen durchzusetzen.
Nun nach der Lektüre kann ich sagen, sie ist auch stark - stark darin sich anzupassen und ihre Wünsche hinter die von anderen zurückzustellen. Das kostet sie sicherlich viel Kraft.

Z.B. schreibt sie:
"Wie sollte ich ihm da im Weg stehen? Wie sollte ich meine eigenen Bedürfnisse - ja sogar die unserer Mädchen - vor die Möglichkeit stellen, dass Barack ein Präsident werden könnte, der Millionen von Menschen zu einem besseren Leben verhilft?"

"Meine Arbeit aufzugeben fiel mir schwer, aber ich hatte keine Wahl: meine Familie brauchte mich und das war wichtiger."

Sie trainiert, mit weniger Wasser auszukommen, um weniger Toilettenpausen auf den Wahlkampfreisen einlegen zu müssen.
Sie hat gelernt, das es ab und zu mal ok ist nur an das eigene Wohl zu denken. (!!!???!!)
Diese Sätze zu lesen machte mich traurig.

Das Argument von "es gibt keine Alternative" ist eine Lüge. Sie hätte Alternativen gehabt, hat aber entschieden sich anzupassen. Was auch ok ist, aber man sollte es bewusst tun und sich selbst nichts vormachen.

"Bin ich gut genug?", fragt sie sich. "Ja, bin ich."
Barack Obama macht sein Ding und alles darum fügt sich.
Selbst die Mutter von Michelle Obama zieht nach Washington (um bei der Kinderbetreung zu helfen) obwohl sich eigentlich nicht will.
Mandela bewundert sie dafür, dass er für seine Überzeugung ins Gefängnis gegangen ist.
Sie selbst will keine Umstände machen, keine Konfrontation. Nur wenn es um ihre Kinder ging, war sie hartnäckig. Sie schreibt, von den negativen Reaktionen auf Hillary Clinton habe sie gelernt, sich nicht in die Politik ihres Mannes einzumischen. Daher gibt sie dem sozialen Druck nach und ist bei ihren politischen Aktionen stets darauf bedacht, sich keine Gegner zu machen.
Sie versucht allen zu gefallen, sogar in Bezug auf Kleidung.
Makeup nennt sie "eine stillschweigende Gebühr, die eine in der Öffentlichkeit stehende Frau zahlen muss."
Sie beneidet ihren Mann darum, dass er einen Anzug tragen kann.

Sie erkennt zwar die Ungerechtigkeiten, aber nimmt sie als gegeben hin.
Ich will Anpassung nicht verurteilen. Oft ist der Druck so groß, dass es einfacher ist, sich anzupassen. Aber es hat langfristig seinen Preis:
1. Ändert sich nichts
2. Beschädigt man sein Selbstwertgefühl.

In ihrer Familie wurde viel Wert auf Bildung gelegt, aber man ist natürlich auch immer Produkt der Gesellschaft. Ich kann nur erahnen unter welchem grossen gesellschaftlichen Druck sie aufgewachsen sein muss - als Frau, als Schwarze, als Arbeiterkind. Das Buch ist daher für mich ein erstklassiges Beispiel dafür, wie sich das Umfeld und Liebe und Unterstützung sowie Scham und Angst auf das Leben eines Menschen auswirken.

Fazit: Für mich war das Buch leider nicht kraftvoll und inspiriend, wie vom Verlag angekündigt. Einiges war interessant zu lesen. Den Ton fand ich sehr sachlich, wenig begeistert. Sie klingt für mich nicht glücklich, sondern pflichtbewusst bis zur Selbstaufgabe. Also kein Vorbild für mich.