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Veröffentlicht am 17.12.2018

Bis ins Grab

SIE BLEIBEN
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Vorsicht, enthält Spoiler zu den vorhergehenden Bänden.

Am Ende der letzten Geschehnisse hat Carol, die zutiefst religiös war, die ganzen Sachen nicht mehr ausgehalten und versucht, alle zu vergiften. ...

Vorsicht, enthält Spoiler zu den vorhergehenden Bänden.

Am Ende der letzten Geschehnisse hat Carol, die zutiefst religiös war, die ganzen Sachen nicht mehr ausgehalten und versucht, alle zu vergiften. Rachel, die eh schon untot ist, fällt kurzzeitig in eine Art Koma und erinnert sich an eine Zeit vor 300 Jahren. Dort war sie ein junges Mädchen, das Magie beherrschte und von Lilith ausgebildet wurde und als die Hexenjagden begannen, warnte sie ihr Freund James, dass sie fliehen müsste. James wird von der Kugel eines der Hexenjäger getroffen - und jetzt wird es unheimlich. James erwacht im Körper von Jet wieder zum Leben und muss sich jetzt nicht nur in einem Frauenkörper, sondern auch in einem fremden Jahrhundert zurechtfinden. Zur gleichen Zeit merkt Zoe, dass sie ausgenutzt wird und brennt durch, wobei sie auf Rachel und Jet/James trifft. Und der gruselige Doktor Siemen versucht, Johnny am Leben zu erhalten, spielt aber auch ein eigenes Spiel.

Jetzt verdichtet sich die Handlung und es wird durch den vielen Schnee immer schwieriger, diverse Ziele zu erreichen. Durch die Rückblenden ins 17. Jahrhundert erfährt man auch ein wenig über das, was Lilith widerfahren ist, die zumindest damals noch eher eine gute Frau gewesen ist. Dass zumindest einige Menschen damals ihre Rache verdient haben, wird klar, aber noch immer wird nicht verständlich, warum sie sich jetzt, in diesem Jahrhundert, an den Nachfahren dieser Leute rächen will. Und anscheinend ist ihr auch Ähnliches schon einmal passiert, denn Zoe, die mehr Informationen besitzt, als ihr selbst bewusst ist, konnte von schon einmal Rachegelüsten Liliths berichten. So spitzen sich die Ereignisse immer mehr zu. Was ich ein bisschen schade finde, ist, wie gelassen die ganzen Personen mit dem Verlust ihrer Freunde und Bekannten umgehen, das ist irgendwie alles ein bisschen seltsam. Was man auch wissen sollte, ist, dass die Zeichnungen in Schwarz-Weiß gehalten sind, ist ja nicht jedermanns Sache.

Veröffentlicht am 17.12.2018

Zurück zur Stadt der Finsternis

Verborgene Magie
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Mit diesem Buch kehren wir zurück zu den Anfängen von Ilona Andrews, der Stadt der Finsternis und das Universum, in dem sie spielt. Die Hauptrolle dabei haben natürlich Kate Daniels und Curran, Herr der ...

Mit diesem Buch kehren wir zurück zu den Anfängen von Ilona Andrews, der Stadt der Finsternis und das Universum, in dem sie spielt. Die Hauptrolle dabei haben natürlich Kate Daniels und Curran, Herr der Bestien, aber diese Welt ist mittlerweile bei zehn Büchern so komplex geworden, dass auch andere Protagonisten Geschichten tragen können. Und so gibt es für Kate Daniels tatsächlich auch nur eine Story, in der sie vorkommt, und in welcher sie das erste Mal auf Saiman trifft: eine Begegnung, die so typisch für die beiden ist, wie es nur geht.
Ansonsten begleiten wir Julie, die Ziehtochter von Kate, bei einem Abenteuer in einer neuen Schule. Eigentlich soll sie nach einem verschwundenen Mädchen suchen und dabei ihre besonderen Gaben einsetzen, dass es ihr dabei in dieser Schule auch gefallen könnte, ist ein netter Nebeneffekt, den Kate mit Sicherheit eingeplant hat.
Man lernt den Cousin von Saiman kennen, der mit seiner mehr als ungewöhnlichen Partnerin einen mehr als ungewöhnlichen Fall zu bearbeiten hat, erfährt, dass Schweinchen die neuen Prinzen sind und erlebt in der letzten Story die ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, eigentlich nichts gemeinsam haben, aber durch gewisse Umstände miteinander auskommen müssen.

Wie auch bei ihren Büchern ist die große Stärke des Autorenehepaars, dass sie mit wenigen, treffenden Beschreibungen und Überlegungen Protagonisten entwerfen können, denen man gerne folgt, von denen man auf alle Fälle mehr erfahren möchte und bei denen man traurig ist, wenn die Geschichte vorbei ist, weil man einfach gern Zeit mit ihnen verbracht hat. Dabei kommen weder Menschlichkeit noch Humor noch überraschende Wendungen zu kurz, sodass man eigentlich nie weiß, was passieren wird. Dieses Buch macht deshalb einfach Spaß - man kann es auch mal zwischendurch lesen, aber man wird es so schnell nicht vergessen.

Einen einzigen, dafür großen Kritikpunkt habe ich, für den aber die Autoren nichts können: Die Behauptung, es handle sich hier um unveröffentliche Kurzgeschichten, ist erstunken und erlogen. Mindestens zwei der Stories waren auf jeden Fall denen bekannt, die die Stadt der Finsternis lesen. So was darf und sollte in einer Ankündigung nicht passieren, denn das könnte mit Recht zu Leserunmut führen. Der Verlag sollte diese Behauptung schleunigst entfernen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 13.12.2018

Über deinem Grab

John Sinclair - Folge 1418
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Vorsicht, Spoilergefahr, weil Band 3 einer Reihe.

Rachel und ihre beste Freundin Jet sind jetzt beide auf diese gewisse Art untot. Nicht wie Zombies, aber wirklich lebendig sind sie auch nicht - in Rachels ...

Vorsicht, Spoilergefahr, weil Band 3 einer Reihe.

Rachel und ihre beste Freundin Jet sind jetzt beide auf diese gewisse Art untot. Nicht wie Zombies, aber wirklich lebendig sind sie auch nicht - in Rachels Körper zum Beispiel ist ein Loch, durch das man hindurchsehen kann. Doch Lilith hat Rache geschworen und die Menschen in Manson sollen für die Untaten ihrer Vorfahren büßen. Als Nebenstrang gibt es immer noch die Erzählung um Zoe, die noch immer nicht richtig begriffen hat, was mit ihr geschieht oder los ist. Dummerweise fällt sie einem Priester in die Hände, der alles andere als christlich eingestellt ist.

Dieses Mal hatte ich ein bisschen Probleme beim Einstieg, weil ich fand, dass die Zeichnungen nicht so richtig eindeutig waren. Vielleicht ist es aber auch Gewöhnungssache, denn später gefiel mir, dass ich noch mal zurückblättern musste, um die Szene richtig zu verstehen. Rachel Rising ist eine Geschichte, in der es um Rache, Wut, Hass und Vergeltung geht, doch gleichzeitig wird auch der Liebe so viel Platz eingeräumt, dass selbst gleichgeschlechtige Liebe nicht verpönt ist, was ich für eine amerikanische Graphic-Novel-Reihe echt fortschrittlich finde. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, weil alles in Schwarz-Weiß gehalten ist und wie gesagt, es kann öfter passieren, dass man zurückblättern und noch mal genau nachsehen/nachlesen muss, was jetzt eigentlich los ist, aber wen das nicht stört, erhält eine spannende Geschichte ohne viel Klischees.

Veröffentlicht am 12.12.2018

Verlust und Weihnacht

Die Schneeschwester
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Julian hat genau zu Weihnachten Geburtstag, weshalb das für ihn der schönste Tag des Jahres ist. Zumindest war das früher so. Doch jetzt ist alles anders, denn seine Schwester Juni ist im Sommer gestorben. ...

Julian hat genau zu Weihnachten Geburtstag, weshalb das für ihn der schönste Tag des Jahres ist. Zumindest war das früher so. Doch jetzt ist alles anders, denn seine Schwester Juni ist im Sommer gestorben. Und seitdem fühlen sich seine Eltern wie Kopien an und er redet mit seinem besten Freund über das Wetter. Und er geht schwimmen. An einem solchen Tag, als er vom Schwimmen kommt, trifft er Hedvig. Hedvig ist ein seltsames Mädchen mit roten Haaren, grünen Augen, einem roten Mantel und einer unendlichen Plapper. Hedvig freut sich, ihn getroffen zu haben und nimmt ihn mit nach Hause. Julian und Hedvig verbringen die Tage kurz vor Weihnachten zusammen, bis Julian versteht, was mit Hedvig ist und er alles daran setzt, ein paar Dinge in Ordnung zu bringen.

Das ist wieder mal so ein Buch, bei dem sich der Verlag so richtig Mühe mit der Gestaltung gegeben hat. Das Umschlagcover, das Hardcover, die Zeichnungen im Inneren, das ist total liebevoll und schön gemacht. Für mich persönlich kam jedoch keine Weihnachtsstimmung auf. Dafür war mir das Buch viel zu traurig. Ich finde es ja gut, wenn man Kindern auch Sachen wie Tod und Verlust nahebringt, aber für mich hätte man das nicht in einem Weihnachtsbuch verpacken müssen. Bestimmt sollte der Schluss Hoffnung vermitteln, für mich enthielt er eher das Gegenteil. Keine Ahnung, wie Kinder auf so ein Thema reagieren, aber vielleicht sollte man die das Buch nicht allein lesen lassen, sondern sich wenigstens immer mit ihnen über das Gelesene in diesem Buch unterhalten. Wenn das ohnehin die Intention der Autorin war, finde ich das in Ordnung.

Veröffentlicht am 10.12.2018

Dialog mit Tieren

Die Sprache der Tiere
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Vorausschickend sollte ich erwähnen, dass ich mir immer eingebildet hatte, recht gut über Tiere Bescheid zu wissen, falls jedoch die in dem Buch vorgestellten Informationen stimmen, ich ziemlich viel neu ...

Vorausschickend sollte ich erwähnen, dass ich mir immer eingebildet hatte, recht gut über Tiere Bescheid zu wissen, falls jedoch die in dem Buch vorgestellten Informationen stimmen, ich ziemlich viel neu überdenken muss. Brensing erläutert in seinem Buch auf leicht verständliche Art und Weise, wie Kommunikation bei und zwischen Tieren läuft, und daraus ableitend zieht er einige Schlüsse. Es ist mittlerweile bekannt, dass manche Tierarten nicht nur Worte verwenden, sondern sich auch Gegebenheiten anpassen und diese Worte dann auch grammatikalisch sinn ergebend umstellen.
Es gibt Tiere, die in ganzen Sätzen kommunizieren.
Es gibt Tiere, die Sprachen lernen.
Es gibt Tiere, die weiterdenken und anhand gelernter Sprachen eigene Sätze oder Worte entwickeln.

Können das wirklich Lebewesen sein, von denen wir immer annahmen, dass sie nicht denken können, sondern immer rein instinktiv handeln?
Und wenn wir davon ausgehen, dass Tiere doch denken, ist der Schritt, ihnen eine Persönlichkeit zuzugestehen, nicht mehr weit. (Davon abgesehen, jeder Katzenbesitzer wird mich mitleidig ansehen und sagen, dass er schon immer wusste, dass sein Haustier eine Persönlichkeit besitzt.)
Doch wie ist es jetzt mit der Kommunikation untereinander? Zwischen Mensch und Tier? Überraschenderweise hat uns die Natur so ausgestattet, dass wir - die Menschen - tatsächlich rein instinktiv erfassen können, was uns nicht nur unsere Haustiere erzählen. Die wenigsten Tiere können menschliche Laute formen, aber Menschen könnten - rein theoretisch - die Laute von Hunden und Katzen bilden.
Tatsächlich ist es kaum nötig. Brensing fordert einen Dialog zwischen dem Mensch und (seinem) Tier und je mehr dieser Dialog gefordert und gefördert wird, desto größere Erfolge wird man erzielen.
Ob er recht hat? Die Zeit wird's zeigen.