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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

Nicht ganz so packend wie Band eins

Noras Welten
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Inhalt:

Nora hat eine Gabe: Sie ist Weltenwandlerin und kann in die Handlung eines Buches eintauchen. Die Welt Eldinor hat sie durch ihre Anwesenheit und ...

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Inhalt:

Nora hat eine Gabe: Sie ist Weltenwandlerin und kann in die Handlung eines Buches eintauchen. Die Welt Eldinor hat sie durch ihre Anwesenheit und ihr Eingreifen in die Handlung ganz schön durcheinandergebracht, um mit Keldan zusammen sein zu können. Als Nora nun nach Eldinor zurückkehrt, muss sie feststellen, dass ihr Handeln weitreichende Konsequenzen nach sich zieht: Eldinor ist instabil und sein Untergang steht kurz bevor. Weltenwächter Xsartos ist Nora auf der Spur und versucht den Schaden zu beheben. Da Nora ihre neu gewonnenen Freunde nicht zurücklassen möchte, ersinnt sie einen Plan, um Eldinor zu retten. Doch damit droht sie das Weltengefüge vollends aus dem Gleichgewicht zu bringen …
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Nora Winter verließ ihre Welt in Yogahosen und Kapuzenpulli.

Das Cover von diesem Band ist einfach wieder unglaublich toll geworden. Man sieht darauf Nora, die Weltkristalle, ein Buch und eine Burg im Hintergrund, das ist im Prinzip alles wichtig in der Geschichte. Auch die vollen Farben sind wirklich gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Das Buch wird aus der dritten Perspektive erzählt, wobei man abwechselnd aus Noras und Xsartos Sicht liest. Hin und wieder war mir die Sprache etwas zu unpassend für das aktuelle Zeitalter, aber das ist eher nebensächlich.

Nora war nun drei Monate in ihrer Welt, jetzt kehrt sie nach Eldinor und zu ihrem Liebsten zurück. Allerdings ist sie sich ihrer Gefühle nicht mehr so sicher und dem Schaden, den sie in der Welt anrichtet, nicht bewusst.

Ich habe den ersten Band damals noch in der Selfpublisherausgabe gelesen und ich fand das Buch einfach so toll. Bis vor Kurzem wusste ich gar nicht, dass es hier überhaupt zwei Teile geben wird. Nun sind doch schon mehr als zwei Jahre vergangen, dass ich den ersten Teil gelesen habe, daher habe ich mir etwas schwer getan mit dem Einstieg. Ich wusste nicht mehr viel, was denn passiert ist und auch die ganzen Figuren habe ich schon fast wieder vergessen. Es wurde zwar mit der Zeit besser, trotzdem empfehle ich die Bücher recht schnell hintereinander zu lesen.

Nora reist nach drei Monaten wieder nach Eldinor und glaubt, dass alles so weitergehen kann wie bisher und sie einfach dort leben kann. Die ersten Hürden zeigen sich aber schon, denn Keldan hat wenig Zeit für sie und sie ist sich dazu noch unsicher, was seine und ihre Gefühle betrifft. Am Anfang des Buches war dies noch ein sehr großer Punkt, irgendwann aber wurde es nicht mehr erwähnt und es schien alles wieder gut zu sein. Ich weiß nicht mehr, ob ich Keldan im ersten Teil auch so komisch fand, aber hier hat er sich manchmal schon recht komisch benommen. Das wollte einfach nicht zu meinem Bild von ihm passen.

Nora kam mir hier wie ein quengeliges Kind vor. Sie wird zu wenig beachtet, dann wird sie zu viel beachtet, dann will sie das, dann will sie jenes. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, auch weil ich ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen konnte. Alle anderen Charaktere hingegen mochte ich sehr gerne, auch Xsartos, der eigentlich nur die Kristalle beschützen will.

Die Geschichte verläuft in diesem zweiten Band ganz anders als im ersten. In Band eins fand die meiste Handlung in Eldinor statt, hier sind wir in Eldinor, drei anderen Büchern, dem Nimbus und Noras Heimatwelt. Dadurch kommt Abwechslung in die Geschichte. Trotzdem war mir das System mit den Welten selbst zu wenig erklärt und ich verstand es nicht ganz. Ich hätte mir mehr Erklärungen zu den Kristallen und sonstigem gewunschen.

Die verschiedenen Welten fand ich interessant. Nora begiebt sich nur dahin um etwas zu finden, daher wird auch nicht näher auf die jeweiligen Welten eingegangen, obwohl es sicherlich spannend gewesen wäre. Das alles passiert aber erst im zweiten Teil vom Buch, der erste ist hauptsächlich in Eldinor und bei Xsartos. Xsartos fand ich richtig cool, denn auch wenn er manche Dinge nicht ändern will, macht er immer das richtige. Am Ende hat er auch nochmal seine ganze Macht demonstriert, auch wenn es doch ein bisschen unspektakulär war, wie dir große Bedrohung besiegt wurde. Hier hätte ich mir mehr Action und mehr Kampf gewunschen und nicht nur eine so einfache Lösung.

Das Ende selbst hat dann doch eine Überraschung bereite gehalten und lässt auch Spielraum für eine weitere Fortsetzung, die aber nicht sein muss. Insgesamt war dieser zweite Band doch etwas schwächer als der erste und konnte mich nicht so sehr beeindrucken.

Fazit:

Damals konnte mich der erste Teil der Reihe richtig begeistern und obwohl ich mich so sehr auf diesen zweiten Band gefreut habe, kommt er doch nicht an den ersten heran. Nora ging mir ziemlich oft auf den Keks, Keldan war nicht mehr der strahlende Ritter und der Kampf am Ende war mir nicht actionreich genug. Dennoch hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen und ich konnte für einen Tag wieder in fremde Welten abtauchen. Das Buch bekommt von mir 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2020

Eine echte Überraschung

Finding Back to Us
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Inhalt:

Sie darf ihn nicht lieben – denn er ist ihr Stiefbruder …

Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort ...

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Inhalt:

Sie darf ihn nicht lieben – denn er ist ihr Stiefbruder …

Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder …
Quelle: luebbe.de

Meinung:

Ich würde nie erfahren, was Meghan Trainor mit Marvin Gaye trieb, denn als ihre Stimme ertönte, zog ich mir die Kopfhörer aus den Ohren.

Das Cover von dem Buch findet sogar mein Freund schön und der findet nie eins schön, das heißt was. Mir gefällt es auch super gut, ich mag dieses Stil sehr gern. Ein Cover muss nicht immer überladen sein, wie man hier sieht.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut zu lesen und ich kam schnell weiter. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Callie, wodurch man sie auch am besten kennen lernt. Die Gefühle kamen immer bei mir an und ich konnte die meisten Entscheidungen von ihr auch nachempfinden.

Zu Beginn lernt man Callie kennen, die über den Sommer nach Hause fährt. Dort trifft sie aber auf ihren Stiefbruder Keith, den sie schon lange hasst. Als sie aber Schmetterlinge im Bauch bekommt, muss sie sich eingestehen, dass da vielleicht mehr ist.

Ich mag die Autorin gern, mit ihrer „Sturmtochter“-Reihe konnte sie mich voll und ganz gewinnen, da durfte auch dieses Buch nicht fehlen. Ich war gespannt, wie sie das alles mit den Stiefgeschwistern regeln wird, denn in der Gesellschaft ist sowas nicht gern gesehen. Der Einstieg fiel mir sehr leicht und ich kam super weiter. Callie war mir sofort sympathisch, sie kommt extra für ihre Schwester heim, versteht sich gut mit ihrer Stiefmutter und hat sonst eben nur die typischen Collegeprobleme. Keith wird auch recht bald vorgestellt, und ich weiß echt nicht, was Callie gegen ihn hat. Also ich weiß es schon, aber vom Charakter her ist er toll. Er kümmert sich um Holly wie um seine richtige Schwester, sucht einen Job und eine Wohnung, damit er seiner Mutter nicht auf der Tasche liegt und ist auch sonst echt nett.

Man merkt ziemlich schnell, dass die beiden schon mehr verbindet, als nur ihre paar gemeinsamen Jahre. Callie scheint schon lange ein bisschen verliebt in Keith zu sein, das merkt man immer an den Szenen, wenn sie über ihn redet, an die Vergangenheit denkt oder mit ihm etwas unternimmt. Diese Schwärmerei fand ich echt süß und auch nicht übertrieben. Es wurde nichts überstürzt und die Beziehung hatte Zeit sich zu entwickeln.

Es passiert nämlich an sich recht wenig. Kein großes Drama oder sonst was, die Spannung wird hier anders aufgebaut, was ich toll fand. Hier gibt es keinen Streit oder eine Geheimniss, das die Beziehung zerstört, am Ende, hier wird nur die Wahrheit über den Tod von Callies Vater aufgedeckt. Diese Art des Spannungsbogens gibt es leider viel zu selten in diesem Genre. Die Protagonisten müssen nicht immer im Schlechten auseinander gehen, um ein bisschen Drama zu schaffen, wie dieses Buch sehr gut zeigt. Immer wieder werden Hinweise gestreut, Callie träumt von dem Unfall oder Keith macht eine Anspielung. Ich fand das wirklich gelungen.

Ansonten dreht sich die Geschichte nur um die Beziehung zwischen den beiden und um die Familie. Callie unternimmt immer wieder was mit ihrer Schwester, ihre Stiefmutter nimmt alle wohin mit oder es gibt einfach Gespräche. Insgesamt war das eine echt gute Mischung in dem Buch und es hat sich für mich auch nicht wirklich gezogen, auch wenn es im Mittelteil ein wenig repetetiv wurde.

Die Sache, dass sie Stiefgeschwister sind, wurde hier auch recht gut gelöst. Man liest von den inneren Konflikten von Callie, man sieht, wie die Außenwelt reagiert und es wird gezeigt, dass es eigentlich gar nicht so schlimm ist, da sie sowieso nur 3 Jahre zusammen gelebt haben und da schon recht alt waren. Natürlich wäre es komisch, wenn sie zusammen aufgewachsen wären, aber sie waren schon recht alt, als ihre Eltern geheiratet haben. So wurde das alles für mich auch nachvollziehbar und ich hatte kein solch komisches Gefühl beim lesen wie bei „Forbidden“, das ich absolut schrecklich fand.

Das Ende war für mich genau richtig. Es gibt einige Figuren, die einen zweiten oder dritten Teil bieten, die Geschichte von Callie und Keith wurde aber schön abgeschlossen.

Fazit:

Ich wurde positiv von dem Buch überrascht. Ich fand die Geschichte echt schön und auch die Bearbeitung von diesem recht unkonventionellen Thema. Callie und Keith haben sich sofort in mein Herz geschlichen und auch wenn nicht alles perfekt war, hat mir das Buch doch viel Spaß gemacht. Ich vergebe 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2020

Bewegend und wunderschön

Bring Down the Stars
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Inhalt:

„Sie sagt, sie liebt meine Seele. Doch meine Seele … bist in Wirklichkeit du!“

College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, ...

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Inhalt:

„Sie sagt, sie liebt meine Seele. Doch meine Seele … bist in Wirklichkeit du!“

College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich stark zu Connor hingezogen fühlt, spürt sie auch zu Wes eine unerklärliche, tiefe Verbindung. Während ihre verwirrenden Gefühle Autumn zunehmend in Seelennot bringen, verstricken die beiden Freunde sich immer weiter in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht plötzlich noch viel mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel …
Quelle: luebbde.de

Meinung:

i Ich war sieben Jahre alt, als mein Vater uns verlassen hat.

Das Cover von dem Buch sieht einfach nur schön aus. Es passt, finde ich, auch sehr gut zum Inhalt, fragt mich nicht wieso, es ist einfach ein solches Gefühl.

Der Schreibstil der Autorin war flüßig und einfach zu lesen. Ich kam schnell weiter und doch ging keines der Gefühle dabei verloren. Durch die Perspektivenwechsel lernt man beide Hauptcharaktere besser kennen und versteht sie auch besser. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive.

Zu Beginn lernt man Autumn kennen, die durch Zufall Weston, einen eher schweigsamen Typen, trifft. Über ihn lernt sie seinen besten Freund Connor kennen und schon bald entwickelt sich mehr.

Wow, einfach wow. Das Buch hat mich richtig geflasht und ich kann jetzt schon sagen, dass ich jede Seite geliebt habe. Der Einstieg fiel mir sehr leicht, es beginnt mit einer kurzen Rückblende aus Westons Leben, danach geht es auch schon mit Autumn weiter.

Weston ist mein liebster Charakter in dem Buch, auch wenn ich nicht alle Handlungen von ihm immer nachvollziehen konnte. Er kämpft noch mit dem Trauma, dass sein Vater ihn verlassen hat und denkt, dass er tief in Connors Schuld steht, da dieser sozusagen für ihn sorgt. Das beinhaltet auch, dass er Connor immer über sich selber stellt, was in manchen Situationen nicht so vorteilshaft war. Ich mochte aber seine Art, wie er mit Worten umging und sich Autumn gegenüber langsam öffnet.

Autumn hingegen ist jemand, den ich nicht ganz so gern mag. Sie hat ziemlich hohe Ansprüche an eine Beziehung und wie sie das in Gedanken immer wieder betont hat und später auch Connor daran gemessen hat, war irgendwie nervig. Jeder wünscht sich eine Bilderbuchbeziehung, aber so läuft es nicht, aber sie hat sich so darauf versteift, dass sie um jeden Preis etwas sehen will, dass eigentlich gar nicht da ist.

Dann haben wir noch Connor. Ich mag ihn nicht. Er ist zwar der nette Sunny Boy, aber er war mir zu perfekt. Etwas an seiner Art hat mich megamäßig gestört und es wurde bis zum Ende hin auch nicht besser. Dass er Autumn anlügt und lange kein schlechtes Gewissen dabei hat, macht es auch nicht besser.

Aus dem Klappentext weiß man ja schon, was in dem Buch passiert. Es passiert wirklich nicht mehr, es dreht sich alles um dieses Dreierkonstrukt. Die Autorin hat es aber geschafft, dass es für mich nie langweilig wurde. Meist sind die Kapitel gefüllt mit Dialogen, was Weston noch für Connor schreiben könnte und wie sich Connor bei Autumn verhalten sollte. Irgendwie ist es ja nett von Weston, dass er ihm hilft, aber da er selber auch auf Autumn steht, teilt er über die falschen Nachrichten und Briefe nur seine Gefühle mit. Connor ist bei weitem nicht so gewandt mit Worten und scheint Autumn auch nicht so tief zu begehren, daher frage ich mich, wie sie das nicht schon vorher merken konnte. Connor ist ganz anders, und ja, manche Menschen tun sich leichter mit dem geschrieben Wort, aber dass der Unterschied so groß ist?

Wobei wir wieder da wären, dass Autumn sich viel einbildet. Zuerst glaubt sie, dass aus ihr und Connor nie was werden wird, da er ihren Ansprüchen nicht genügt, dann schreibt Wes in Connors Namen eine süße Nachricht und sie klammert sich daran fest und entschuldigt Connors Verhalten damit, dass er seine Gefühle von Angesicht zu Angesicht einfach nicht gut ausdrücken kann. Wie man so auf das bestehen kann, was man anscheinend nicht haben kann und dann auch noch in einer Beziehung bleibt, bei der man sowieso schon zweifel hat, konnte ich nicht verstehen.

Gegen Ende wird dann immer klarer, wie sehr Wes Autumn mag und es tut ihm immer mehr weh, wenn er sie und Connor zusammen sieht. Er sagt aber niemanden was von seinen Gefühlen, weil er sich Connor so sehr verpflichtet fühlt. Diese Loyalität hat mich beeindruckt, auch wenn sie für Wes augenscheinlich nicht gesund ist. Das Ende war dann insgesamt ganz anders, als ich erwartet hätte, es hat mich richtig überrascht. Der Cliffhanger war unglaublich gemein und da will man natürlich wissen, was nun aus Autumn und Connor wird, wie Wes alles regeln wird und was da noch passiert.

Fazit:

Ich kann es nur noch einmal sagen, wie genial ich dieses Buch finde. Es hat keine großen Dramen oder Überraschungen, dafür aber richtig viel Gefühl. Keine Sekunde lang war mir beim Lesen langweilig und ich habe mir auch sofort den zweiten Teil bestellt, weil ich so begeistert war. Klare 5 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2020

Leider ein Reinfall

Ferryman - Der Seelenfahrer
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Inhalt:

Dylan hat ein schreckliches Zugunglück unverletzt überstanden. Das zumindest glaubt sie. Doch die trostlose Landschaft um sie herum sind nicht die ...

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Inhalt:

Dylan hat ein schreckliches Zugunglück unverletzt überstanden. Das zumindest glaubt sie. Doch die trostlose Landschaft um sie herum sind nicht die schottischen Highlands. Es ist ein Niemandsland, das von Geistern heimgesucht wird, die nach menschlichen Seelen verlangen. Und der Fremde, der sie dort erwartet, ist kein gewöhnlicher Junge. Tristan ist ein Ferryman, dessen Aufgabe es ist, die Seelen der Verstorbenen sicher ins Jenseits zu überführen. Sie begeben sich auf eine Reise, die er eigentlich schon tausendmal gemacht hat. Doch diesmal wird alles anders, und Dylan begreift, dass sie weder bei Tristan bleiben noch ihn verlassen kann …
Quelle: w1-media.de

Meinung:

Die ersten schweren Regentropfen klatschten auf das Wellblechdach des Bahnsteigs herunter, trommelten einen ungleichmäßigen Rythmus.

Das Cover ist nicht mein Fall, das liegt aber einfach daran, dass ich keine Menschen auf Covern mag. Hier sehen mir die beiden auch einfach zu alt aus. Tristan soll wie ein Jugendlicher aussehen, aber der Kerl auf dem Cover erscheint mir schon viel älter. Das passt für mich einfach nicht.

Der Schreibstil war sicher eines der größeren Probleme, die ich mit dem Buch hatte. Es ist in der dritten Person geschrieben, allerdings wechseln sich hier die Gedanken von Tristan und Dylan immer wieder ab. In einem Satz liest man von ihr und im nächsten von ihm, das hat mich ziemlich verwirrt. Hier fehlen eindeutig ein paar Absätze. Ansonsten waren mir die Beschreibungen zu lahm. Es gab oft Ansammlungen von kurzen Sätzen, die aber nichts ausgesagat haben.

Zu Beginn lernt man Dylan kennen, die im Zug auf dem Weg zu ihrem Vater ist. Dieser hat jedoch einen Unfall und als sie aus dem Tunnel kommt, denkt sie mit Tristan noch einen Überlebenden gefunden zu haben.

Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut. Bereits der Einstieg aber hat es mir ziemlich schwer gemacht. Dylan ist er sechszehn und wenn ich das gewusst hätte, hätte ich die Finger sowieso von dem Buch gelassen. Ich kann ihre Gedanken einfach nicht mehr nachvollziehen. Schon zu Beginn streitet sie mit ihrer Mutter, fährt ohne ein Wort weg, hasst die Schule und macht einen auf Zicke. Sie mir ab diesem Moment unsympathisch. Recht schnell passiert dann aber das Unglück und man trifft auf Tristan.

Tristan war für mich der interessantere Charakter. Im ganzen Buch kommen hauptsächlich die beiden vor und da ich Dylan nicht mochte, habe ich mich automatisch mehr auf ihn konzentriert. Seine Geschichte als Ferryman hat mir gefallen. Was er so macht, wie er immer auftritt und auch seine Erzählungen von früheren Seelen waren spannend. Ansonsten ist er eher ein schweigsamer Kerl und seine Gefühle konnte ich auch nicht nachvollziehen. Das liegt aber eher daran, dass man einfach nicht erfährt, wie er überhaupt ein Ferryman geworden ist, ob er vorher gelebt hat oder nicht und was mit ihm passiert, wenn er jemals seinen Job zu Ende bringt. Da gibt es so viele unbeantwortete Fragen.

Fast die gesamte Geschichte spielt im Niemandsland. Das Land zwischen Leben und Tod. Auch hier habe ich nicht alles verstanden. Es gibt Dämonen, die eine Seele zu sich ziehen können, aber was mit der Seele genau passiert, wird nicht erklärt. Wo die ersten Dämonen her kamen, wird nicht erklärt. Wieso sie nur angreifen, wenn man sie bewusst ansieht, wird nicht erklärt. Wieso sie angeblich nur Nachts kommen, Dylan sie aber auch Tags gesehen hat und sie nicht angegriffen haben, wird nicht erklärt. Für mich waren die Dämonen einfach keine wirklichn Feinde. Sie waren eben da, aber ich fühlte mich beim Lesen nie von ihnen bedroht. Dafür gab es einfach zu viele Unklarheiten. Ansonsten war die Welt recht einfach gestrickt, da gibt es nichts Erwähnenswertes.

Dann hätten wir die Geschichte. Ich fand sie leider langweilig. Ständig wiederholt sich der gleiche Ablauf. Sie gehen, wollen ein Schutzhaus erreichen, Gefahr durch Dämonen, Tristan redet, Dylan schläft, Tristan denkt nach, Dylan nervt, sie gehen. Und das wiederholt sich immer und immer wieder. Dazwischen entwickeln die beiden eine plötzliche Liebe für einander, wegen der sie ihre Leben opfern würden. Mir kann keiner erzählen, dass man nach ein paar Tagen zusammen so unsterblich ineinander verliebt ist, wie es die beiden hier waren. Am Ende entscheidet sich Dylan sogar gegen ihre Familie und ein ruhiges Leben, alles nur für Tristan, wobei sie nicht einmal weiß, ob sie mit ihm zusammen sein kann und ob er sie auch wirklich liebt. Für mich komplett unverständlich.

Außerdem gibt es noch den Aspekt, dass er gefühlt tausende Jahre älter ist als sie. Er kann jede Gestalt annehemen, die er will, daher sieht er gleich alt aus wie sie, aber er könnte genauso gut als Opa auftauchen. Findet das denn außer mir niemand ein bisschen komisch? Keine Ahnung, ich kann mich mit dem Gedanken einfach nicht anfreunden. Man stelle sich vor, dass er ihr in einem alten Körper erschienen wäre und er sich trotzdem in sie verliebt hätte. Dann würde keiner das Buch so feiern nehme ich an.

Aber egal, abgesehen davon, dass ich die Gefühle bei Gott nicht nachvollziehen konnte und mir das Ende sowieso unbegreiflich ist, da Dylan sich wie ein stures Kind verhält und Tristan alles machen muss, was sie sagt, weil er sie ja so sehr liebt, hat mir die Grundidee gefallen. Die Umsetzung nicht, aber die Idee war gut. Ich hätte vieles gerne anders gehabt, vor allem das Ende. Dylan sieht, was nach dem Niemandsland kommt, aber man erährt, meiner Meinung nach, viel zu wenig darüber. Dieses andere Land wäre so toll und voller Wunder, stattdessen bekommt man nur noch mehr Fragen ohne Antworten. Ich werde die nächsten Bände nicht lesen.

Fazit:

Für mich war das Buch von vorne bis hinten eine Enttäuschung. Ich wurde nicht mit den Charakteren warm, die Geschichte war langweilig und es gibt so viele offene Fragen, auf die man einfach keine Antworten erhält. Während des Schreibens dieser Rezension ist mir erst aufgefallen, wie wenig ich das Buch mochte, daher bekommt es leider nur einen Stern von.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Super Geschichte über Drachen

Feuer & Gold
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Inhalt:

In Sky Hawkins’s family, leading your first heist is a major milestone–even more so than learning to talk, walk, or do long division. It’s a chance to gain power and acceptance within your family, ...

Inhalt:

In Sky Hawkins’s family, leading your first heist is a major milestone–even more so than learning to talk, walk, or do long division. It’s a chance to gain power and acceptance within your family, and within society. But stealing your first treasure can be complicated, especially when you’re a wyvern–a human capable of turning into a dragon.

Embarking on a life of crime is never easy, and Sky discovers secrets about her mother, who recently went missing, the real reason her boyfriend broke up with her, and a valuable jewel that could restore her family’s wealth and rank in their community.

With a handpicked crew by her side, Sky knows she has everything she needs to complete her first heist, and get her boyfriend and mother back in the process. But then she uncovers a dark truth about were-dragon society–a truth more valuable and dangerous than gold or jewels could ever be.
Quelle: goodreads.com

Meinung:

Gold. Symbol Au. Atomic number 79.

Das Cover von dem Buch finde ich ganz cool, es verrät nicht viel und sieht auch nicht wie das typische Jugendbuch aus. Man erkennt darauf nur Drachen und Gold, die beiden Hauptelemente aus dem Buch. Die Farben harmonieren auch gut, insgesamt sticht es nicht aus der Masse hervor, aber dennoch ist es ein gutes Cover.

Der Schreibstil der Autorin ist super zu lesen. Ich habe bereits ein anderes Buch von ihr gelesen, aber bei diesem konnte ich flüssiger lesen, was an dem lockerem und leichtem Schreibstil lag. Einzig die Umgebung blieb auf der Strecke, hier gab es zu wenige Beschreibungen, die Dialoge, als auch die Gefühle fand ich gut beschrieben.

Zu Beginn lernt man Sky und ihre Brüder kennen. Sie sind Wyverns, Nachkommen von Drachen. Durch eine Raub müssen sie sich in ihrer Welt beweisen und Sky ist kurz davor, sie will den Raub, den ihre Mutter gestartet hat und nach welchem sie verschwunden ist, durchführen.

Dieses Buch war in der Fairyloot von Dezember und ich habe dann gleich beim Read-along mitgemacht. Leider habe ich zu spät gestartet und das Buch dann irgendwie allein gelesen, aber das war ja kein Problem. Der Einstieg fiel mir leicht, auch wenn ich zuerst skeptisch war, da mich ein anderes Buch der Autorin nicht wirklich überzeugen konnte. Die erste Szene ist gleich ein Einbruch in das Haus von Sky, hier war es bereits spannend und wurde dann doch noch witzig. Mit diesem Einstieg hatte mich die Autorin bereits.

Es geht hier um Wyverns, Nachfahren von Drachen, die sich nicht mehr verwandeln, aber Feuer spucken können. Sie kamen aus einer anderen Welt und sind nun offen unter den Menschen. Diese Struktur fand ich recht interessant, da meist die „Anderen“ versteckt unter Menschen leben. Hier aber leben alle zusammen mit ein paar Regeln. Ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie sich das ganze etabliert hat, man liest natürlich, wie die Drachen auf die Erde kamen und wie sie sich geoutet haben, aber wie die Menschen reagiert und wie sie diese Gesellschaft von heute aufgebaut haben, das wird leider nicht erklärt. Auch erfährt man nicht sonderlich viel über ihre eigentliche Welt, nur die grundlegenden Dinge. Das Gefühl, dass hier einfach zu wenig erklärt und beschrieben wird, hatte ich das ganze Buch über. Hauptsächlich konzentriert sich die Handlung auf den Raubzug von Sky und auf die Suche nach ihrer Mutter.

Für ihren Raubzug braucht sie Helfer, diese setzen sich aus einem Magier, ihrem Ex und ihrer menschlichen besten Freundin zusammen. Ich mochte alle außer Ryan, ihrem Ex. Natürlich muss es eine Liebesgeschichte geben, aber zwischen den beiden spürte ich wirklich gar keine Funken. Es wirkte nie so, als würden sie sich wirklich lieben, daher war er mir auch irgendwie unsympathisch. Ihre Freundin aber ist toll, sie hat ein langweiliges Leben, keine Freunde und sehnt sich nach einem Abenteuer, endlich keine typische beste Freundin, die sofort alles kann, nein sie hat ebenso Schwächen und Ängste, diese werden auch gut ausgelegt in dem Buch. Der Magier war cool, zuerst durchblickt man ihn nicht, doch mit der Zeit sieht man hinter die Fassade und erkennt, wie er wirklich ist.

Der Raubzug selber war dann irgendwie sehr leicht. Jede Drachenfamilie hat unglaubliche Sicherheitsvorkehrungen, und Sky spaziert einfach durch alle durch, als wäre es ein Klacks. Das war dann doch etwas unrealistisch und auch hier gilt: Hätte man das Buch länger geschrieben und einige Dinge ausführlicher erklärt, wäre es noch besser geworden.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich dann mit ihrer Mutter, die sie, welch ein Wunder, findet. Hier ging mir dann alles zu schnell und ich mochte die Richtung, in die sich das Buch entwickelte, nicht wirklich. Hier wurde dann noch weniger erklärt, die Dinge wurden unrealistischer und die Figuren, welche neu hinzu kamen, hatten einfach keine Tiefe mehr. EIn bisschen hat sich dann ein Liebesdreieck angebahnt, aber zum Glück war dem dann nicht so.

Gegen Ende wurde es nochmal spannend, auch wenn mir alles zu schnell und zu unkompliziert ging. Sky hat keinerlei Probleme mit dem was sie tut, sie macht es einfach und alles funktioniert so, wie sie es sich vorgestellt hat. Aber wie gesagt, wäre das Buch länger gewesen, hätte man dies sicherlich besser machen können.

Fazit:

Ich war wirklich positiv überrascht von dem Buch. Es hat sich zwar sehr gut angehört und ich hatte richtig Lust darauf, aber was es mir dann geboten hat, habe ich nicht erwartet. Zwar hat mir die zweite Hälfte nicht ganz so gut gefallen, aber insgesamt war es doch ein unterhaltsames und gutes Buch. Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere