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Veröffentlicht am 15.03.2026

Sehr gute Dystopie

To Cage a Wild Bird
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Einhundertsiebenundzwanzig. So viele Leben hatte ich über die Jahre gegen einen vollen Magen getauscht.

Das Cover finde in Ordnung, es ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Einhundertsiebenundzwanzig. So viele Leben hatte ich über die Jahre gegen einen vollen Magen getauscht.

Das Cover finde in Ordnung, es sticht nicht wirklich aus der Masse hervor, aber es ist ok.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Raven, wodurch man sie am besten kennen lernt. Ich fand die Beschreibungen gelungen und auch ihrer inneren Konflikt konnte man gut nachvollziehen.

Zu Beginn lernt man Raven kennen, die eine Kopfgeldjägerin ist. Als ihr Bruder verhaftet wird und nach Endlock gebracht wird, lässt sie sich auf einen Deal mit dem Kollektiv ein um ihm da rauszuhelfen. Dafür geht sie selbst nach Endlock und muss dort überleben.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Das lag einerseits am Schreibstil aber auch an der Geschichte. Ich bin ein Fan von dystopischen Settings und das wurde hier gut umgesetzt. Ich war sofort neugierig, wie die Welt so wurde, wie die Strukturen genau aussehen und natürlich was Endlock ist.

Raven fand ich als Charakter in Ordnung, auch wenn sie nicht mein Liebling werden wird. Dafür ist sie zu impulsiv und denkt nur an sich und ihren Bruder. Selbst als sie sowas wie Freunde und Verbündete gefunden hat, dreht sich alles um ihren Bruder und erst mit der Zeit werden ihr die anderen Personen wichtiger. Ich fand sie auch leichtsinnig, sie hätte so oft erwischt werden können und nie hat sie sich Gedanken darum gemacht.

Vale blieb etwas flach für mich, weil er immer nur kurz dabei war. Ich mochte ihn grundsätzlich aber gerne. Man kann sich schnell denken, dass er was verbirgt und rätselt dann natürlich mit, wieso er Raven hilft und was er davon hat. Er ist also eher der mysteriöse Typ und immer rechtzeitig da, bevor irgendwas Schlimmes passieren kann.

Ich fand das Setting des Buches toll. In Endlock werden die Verbrecher eingesperrt und die Reichen können Jagd auf sie machen. Dafür gibt es einen umzäunten Außenbereich, es werden 10 Gefangene ausgewählt und diese müssen es zu einem Baum schaffen, bevor sie von den Jägern umgebracht werden. Wenn die Häftlinge nicht bei einer Jagd sind, müssen sie arbeiten.Ich fand das super interessant und auch die Jagden waren wirklich gut zu lesen. Es hatte ein bisschen was von Divergent, besonders alles außerhalb des Gefängnisses.

In Endlock versucht Raven nun ihren Bruder und eine andere Gefangene zu befreien, denn das war der Deal mit dem Kollektiv. Sie haben geplant und Ideen verworfen und als es immer ernster wurde, wurde auch irgendwie die Sicherheit im Gefängnis weniger. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn es waren immer die richtigen Kameras ohne Strom, es waren nie Wärter unterwegs, die Gefangenen konnten sich frei bewegen und auch bei Jagd wurde nicht genau hingesehen. Außerdem haben sich Raven und Vale immer mal wieder auffällig benommen, aber es hat niemanden interessiert. Das ging doch ein bisschen zu einfach voran und hat mich ein wenig enttäuscht.

Neben dem Ausbruch gibt es auch eine Liebesgeschichte, die ich gar nicht unbedingt als solche bezeichnen würde, denn so wirkliche Gefühle habe ich nicht gespürt. Es war Lust da und vielleicht ein wenig Verzweiflung, aber von Liebe würde ich da sicher nicht sprechen. Dafür ging mir das alles zu schnell und es gab zu wenig Kontakt zwischen Raven und Vale, um eine sinnvolle Beziehung aufzubauen.

Gut gefallen haben mir aber die Nebencharaktere wie Momo, August oder Yara. Sie waren so verschieden und doch so gut ausgearbeitet, man muss sie einfach mögen. Ich habe bei jeder Jagd und bei jedem Konflikt gehofft, dass niemandem von ihnen etwas passiert. Besonders August ist mir schnell ans Herz gewachsen.

Gegen Ende geht dann alles recht schnell und passiert sehr viel auf einmal. Es gibt keine ruhige Sekunde mehr und als Leser fiebert man natürlich mit. Nur der große Knall am Ende blieb aus, denn vieles konnte man sich schon vorher zusammenreimen und daher gab es wenige Überraschungen. Für ich gab es auch keinen guten Cliffhanger, das Ende hat mich nicht unbedingt neugierig auf Band zwei gemacht, aber lesen werde ich ihn trotzdem, denn insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.

Fazit:

Endlich wieder ein dystopischer Roman, der echt gut war. Ich mochte die Charaktere und die Welt super gerne, die Idee mit Endlock hat mir auch richtig gut gefallen. Die Liebesgeschichte und dass vieles so einfach ging hat die Bewertung ein bisschen runter gedrückt, aber insgesamt war es immer noch ein sehr gutes Buch und bekommt von mir 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Musical und Liebe

Jonah Goes Off Script
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die glitzerndes Champagnerküsse des Silvesterabends verwandelten sich langsam in Zuckerwatteblüten und buttercremefarbene Tulpen.

Das Cover ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die glitzerndes Champagnerküsse des Silvesterabends verwandelten sich langsam in Zuckerwatteblüten und buttercremefarbene Tulpen.

Das Cover finde ich richtig süß. Ich mag diesen Stil von Covern sehr gerne und hier passt einfach alles. Wir sehen Jonah und Dexter und natürlich die Bühne, die eine wichtige Rolle spielt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen und man kommt schnell weiter. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, wobei man hauptsächlich Jonah begleitet und von ihm liest.

Zu Beginn lernt man Jonah kennen, der für die Hauptrolle in einem Musical einen Award gewonnen hat und nun immer bekannter wird. Als Dexter Ellis für sein Musical gecastet wird, fürchtet Jonah, dass er seine Rolle verlieren könnte. Zuerst mögen sich er und Dexter auch nicht, doch mit der Zeit merken sie, dass sie gar nicht unterschiedlich sind.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es startet direkt mit der Preisverleihung und dort lernt man auch schon Jonah kennen. Jonah ist sehr nervös und das merkt man auch, es wird auch schnell klar, dass es immer wieder witzige Stellen geben wird, die aber nicht übertrieben geschrieben sind. Bis Dexter auftaucht dauert es dann ein wenig, denn man liest von Jonah und dem Musical und wie so ein Abend abläuft.

Jonah mochte ich gerne und ich konnte mich gut mit ihm identifizieren, weil er ebenfalls ein Overthinker ist. Er zerdenkt alles und anstatt mit den Leuten zu reden, nimmt er an, dass etwas so ist und kriegt dann Panik. Ich konnte ihn so gut verstehen. Ansonsten ist er ein sehr netter Kerl und super Freund.

Dexter ist eine andere Geschichte, denn ihn fand ich zuerst sehr unsympathisch. Er verhielt sich arrogant und hat sich Jonah gegenüber auch nicht nett verhalten. Doch das ändert sich zum Glück schnell und man merkt, dass er eigentlich ganz ok ist. Sehr sarkastisch und unsicher, aber nett. Bis zum Ende mochte ich ihn schon gerne, doch mein Lieblingscharakter wird er trotzdem nicht.

Ich liebe Musicals und allein schon deswegen hat mich das Buch sofort angesprochen. Die Thematik war genau meines und das Theater und Musicals im allgemeinen haben hier eine große Rolle gespielt. Das Leben von den Darstellern wurde richtig gut beleuchtet und ich hab die Abschnitte, in denen sie auf der Bühne standen, wirklich geliebt. Es war interessant einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und wenigstens ein ungefähres Gefühl zu bekommen, wie das so ablaufen kann. Es war richtig grandios und Jonah und Dexter haben da super rein gepasst.

Die Geschichte ist einfach. Dexter und Jonah spielen Rivalen, sollen aber im echten Leben so tun, als wären sie Freunde. Dabei mögen sie sich zuerst gar nicht besonders. Dieses Setup bietet richtig viel Potential und es hat auch Spaß gemacht zu sehen, wie sie sich zuerst bekriegen und dann immer näher kommen. Von Beginn an hat die Chemie zwischen ihnen gepasst und ich fands süß, wie Jonah sich immer wehren will. Durch blöde Zufälle treffen sie sich aber immer wieder und mir ist besonders die Nacht in Erinnerung geblieben, in der Jonah Dexter heimbringen musste, weil dieser zu viel getrunken hatte. Dieser Abend war perfekt komisch, angefangen beim Uber bis hin zu dem Desaster am Ende, doch es hat einfach zur Geschichte und den Charakteren gepasst und das war auch der Moment, in dem ich das erste Mal dachte, dass die beiden gut zusammen passen.

Die Liebesgeschichte fand ich allgemein sehr süß, denn die beiden mochten sich zuerst nicht und dann kamen sie sich näher und plötzlich waren sie das perfekte Paar. Ihre kleinen Momente gemeinsam haben das so besonders gemacht und dadurch fühlte es sich echt an.

Im letzten Drittel passiert dann sehr viel. Einmal eine Krise, dann ein bisschen Liebesdrama und dann noch Theaterdrama. Besonders die Krise hat mich mitgenommen und da wurde das Buch plötzlich traurig und ging in eine ganze andere Richtung als der Rest. Dennoch gab es schöne Momente, die das ausgeglichen haben und die mir ein paar Tränchen in die Augen getrieben haben. Dagegen war das Drama harmlos, denn man konnte es vorhersehen und wie es gehandhabt wurde war auch gut. Ich fand es nur schade, dass sich Jonah in diesem Teil sehr von allen abgeschottet hat und damit viel verpasst hat. Es wäre um einiges leichter gewesen, wenn er mit jemandem geredet hätte. Dennoch hat sich zum Schluss alles geklärt und ich fand es gut so, wie es war. Die Charaktere haben alle eine starke Entwicklung durchgemacht und am Ende selbstreflektiert gehandelt.

Fazit:

Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe damit gerechnet, dass es mir gut gefallen würde, wegen der Thematik, aber ich habs wirklich gern gelesen und Jonah und Dexter sind mir schnell ans Herz gewachsen. Hin und wieder fand ich es ein wenig übertrieben und in der Mitte auch etwas langatmig, aber ansonsten war es ein schönes Buch. Von mir kriegt es vier Sterne.

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  • Cover
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Veröffentlicht am 08.03.2026

Alles ging etwas zu schnell

Biest der Highlands
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Dichte Nebelschwaden krochen um krumme Birken und legten sich auf Wurzeln nieder, die rebellisch aus dem Moos ragten.

Das Cover ist ein ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Dichte Nebelschwaden krochen um krumme Birken und legten sich auf Wurzeln nieder, die rebellisch aus dem Moos ragten.

Das Cover ist ein Traum! Ich finde es so schön und es beinhaltet so viele Elemente aus dem Buch. Blumen, das Schloss, Loch Ness, das Biest und einen Kratzer vom Biest. Für mich passt es perfekt.

Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung. Es hat lange gedauert, bis ich mich an den Stil gewöhnt habe und bis zum Ende bin ich noch über gewisse Phrasen gestolpert. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Adrianna.

Zu Beginn lernt man Adrianna kennen, die unter einem Pseudonym für eine Zeitung schreibt. Ihre nächste Story dreht sich um den Tod von zwei Schafen, dafür muss sie nach Norden zu den Ländereien von Earl Stirling, auf diesen hat sich nämlich ein Biest an den Schafen vergriffen. Adrianna will die Wahrheit herausfinden und Earl Stirling ist dabei mehr als hilfreich.

Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich leicht gefallen. Man erfährt wieso Adrianna nach Norden muss, wie es ihr so ergeht im Leben und lernt auch schon ein bisschen was über Earl Stirling. Danach dauert es ein bisschen, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt, doch das fand ich in Ordnung als Einstieg.

Adrianna mochte ich gerne. Sie ist eine starke Frau und setzt sich für das ein, was sie will. Dass sie in dieser Männerbranche überhaupt schreiben darf fand ich toll und wie sie sich gegen die anderen Männer behauptet noch mehr. Ihre Schlagfertigkeit hat mir gefallen und später lernt man dann auch noch eine verletzliche Seite von ihr kennen. Sie hat viele Facetten und das macht sie zu einem tollen Charakter.

Earl Stirling, oder einfach Raymond, mochte ich vom ersten Moment an. Er ist im Prinzip ein großer Teddybär, denn er ist sanft, lieb und gut zu seinen Angestellten. Ich mochte ihn sofort und sein Umgang mit Adrianna hat nochmals bewiesen, dass er eine gute Seele ist. Er hat nur ein bisschen zu wenig Tiefe, denn alle seine Charakterzüge sind recht oberflächlich gehalten.

Die Geschichte hat viel Potential geboten, doch wurde dieses für mich nicht ganz ausgeschöpft. Dafür war das Buch einfach zu kurz. Das Geheimnis um das Biest ist eigentlich keines, zumindest nicht für den Leser und die Liebesgeschichte ging mir persönlich viel zu schnell. Diese beiden Punkte hätte mehr Raum in dem Buch gebraucht, 100-200 Seiten mehr hätten da nicht geschadet. Trotzdem hat mir die Idee auf anhieb gefallen und ich war gespannt, wie die Autorin das umsetzen würde.

Wie schon gesagt geht es um ein angebliches Biest, welches die Schafe zerfetzt hat. Adrianna recherchiert und befragt Leute dazu, bis sie schließlich bei Earl Stirling ankommt. Auf seinen Ländereien ist die Tat passiert und er gibt ihr auch Auskunft. Für mich gab es da kein großes Mysterium um das Biest, denn man wusste einfach, wie es kommen würde. Das fand ich etwas schade, denn die Autorin hätte sich etwas mehr Mühe geben können, auch mit der Auflösung. Es fühlte sich an, als wäre das Biest nur eine Nebenhandlung und als würde das eigentliche Augenmerk auf die Liebesgeschichter gerichtet sein, die ich aber nicht so sehr fühlte.

Was ich aber wirklich gut fand waren die Nebencharakter. Kitty, Mr. McRiley oder auch Ruby haben mir gut gefallen. Sie haben eine Frische in das Buch gebracht und waren allesamt liebenswert. Besonders Ruby habe ich schnell ins Herz geschlossen und ich habe mich immer gefreut, wenn sie oder ein anderer Nebencharakert aufgetaucht sind.

Die Liebesgeschichte war, wie schon gesagt, kein Highlight und nur in Ordnung für mich. Mir persönlich ging das zu schnell und besonders gegen Ende fühlte es sich sehr überstürzt an. Bei mir kam es nicht so an, als würden sie sich nun wirklich lieben, sondern eher so, als wäre Adrianna die erste Frau, die Earl Stirling seit langer Zeit ansieht und darum will er sie. Es wirkte nicht wie Liebe auf mich. Vielleicht liegt auch dies daran, dass das Buch so kurz ist.

Das Ende war dann schnell da. Ich habe mir noch eine große Enthüllung erwartet oder so etwas, aber das kam nicht. Es gab es wenig Drama um Adrianna und ihr Leben davor, aber in Sachen Biest hatte ich mir mehr erwartet. Es fühlte sich alles wie die einfache Lösung an und nicht wie ein gut durchdachtes Ende. Zwar gab es spannende Momente und auch ein paar sehr schöne Momente, aber alles in allem war das Ende zu flott abgehandelt.

Fazit:

Das Setting war sehr gut, die Idee war sehr gut, nur die Umsetzung war nicht ideal. Das Buch war zu kurz als dass sich die Charaktere komplett entfalten könnten und manches wirkte zu gehetzt, angefangen bei der Liebesgeschichte. Das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen, aber das ist vermutlich Geschmackssache. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Gelungener Abschluss

Fae Isles − Das Herz der Schlacht
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Einen unendlichen langen Augenblick schien es, als würde die Zeit stillstehen.

Das Cover ist wieder passend zu den anderen Büchern der ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Einen unendlichen langen Augenblick schien es, als würde die Zeit stillstehen.

Das Cover ist wieder passend zu den anderen Büchern der Reihe gestaltet. Hier gefällt mir dir Farbe von allen aber am besten.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr angenehm zu lesen. Wie auch schon die ersten drei Bücher ist dieses ebenfalls aus der Ich-Perspektive von Emelin geschrieben. Ihre wirren Gedanken bekommt man also auch hier voll mit.

Der letzte Band der Reihe schließt direkt an das Ende vom vorherigen Buch an. Creon hat seine Stimme wieder und die letzte Schlacht steht kurz bevor. Emelin will Hilfe von der weißen Stadt und schmiedet einen weiteren Plan, der ihnen zum Sieg verhelfen soll.

Emelin mochte ich ingesamt wieder gerne, obwohl sie auch hier wieder sehr viel nachdenkt, meist über Dinge, die nicht relevant sind, und sich Szenarien ausmalt, die vielleicht oder vielleicht auch nicht eintreten werden. Das mochte ich schon in den ersten drei Büchern nicht so gern an ihr. Ansonsten hat sie sich in anderen Aspekten aber ein wenig gebessert, so redet sie mit Creon, wenn sie unsicher ist und frisst nicht mehr alles in sich hinein.

Creon war wieder mein liebster Charakter in dem Buch. Mit seiner Stimme ist er noch mächtiger, weil er sich besser ausdrücken kann und somit eine noch größere Hilfe darstellt. Ich mochte besonders seine Unsicherheit, denn das machte ihn wirklich menschlich und greifbar. Zuvor hat er alle Gefühle versteckt, aber nun zeigt er sie immer offener, das hat mich gefallen.

Bei einem so langen Buch müssen auch ein paar Nebencharaktere erwähnt werden. Ganz vorn dabei sind natürlich Lyn und Tared, aber auch Agenor, Rosalind oder Edorad möchte ich nicht unerwähnt alles. Sie alle sind so verschieden und bringen damit Abwechslung in das Buch. Außerdem fand ich die Nebencharaktere insgesamt sehr gut ausgearbeitet und ich möchte keinen von ihnen missen.

Wie immer will ich beid em Buch gar nicht zu viel über den Inhalt verraten, weil es einfach besser ist das selber zu lesen. Aber die weiße Stadt gehört einfach erwähnt. Lange hat man nur von ihr gelesen, aus Erzählungen gehört, wie es dort zugeht und endlich kann man als Leser die weiße Stadt selber besuchen. Ich habe mich lange darauf gefreut und wurde nicht enttäuscht. Zu sehen, wie die Menschen dort leben, wie unbeschwert sie sind und was sie den ganzen Tag tun hat mir sehr gut gefallen. Aber es wurden nicht nur die positiven Seiten hervorgehoben, sondern es wurde auch gezeigt, wie Menschen überhaupt in die Stadt kommen und wie mit Flüchtlingen umgegangen wird. Das war wirklich interessant und ein starker Konstrast zu den anderen Städten und Höfen, die man in die vorherigen Büchern gesehen hat.

Wie immer ist die Liebe zwischen Creon und Em ein großes Thema und gerade in diesem band hat man die Verbindung zwischen den beiden gut gespürt. Ich habe ihre gemeinesem Szenen sehr genossen und obwohl es nicht mehr so viele intime Szenen gab, war ich gut fand, wurde die Liebe noch besser dargestellt als zuvor. Die beiden sind richtig süß zusammen und erden sich gegenseitig.

Bis zum Ende wird die letzte Schlacht hinausgezögert und aufgebaut. Beide Seiten bereiten sich vor und als Leser wartet man schon seit Band eins auf den großen Showdown. Die Autorin hat diesen wirklich gut geschrieben, anders als erwartet, aber das hat mich wirklich positiv überrascht. Ich mochte den Ausgang und wie sich alles gefügt hat, es war spannend zu lesen und man bekommt dennoch einige unerwartet Wendungen.

Das Ende des Buches hat dann gut gepasst. Ich bin nicht der größte Fan vom letzten Kapitel, das war ein bisschen zu viel für meinen Geschmack, aber ansonsten fand ich das Ende gelungen und passend.

Fazit:

Die Reihe hat ein gelungenes Ende bekommen. Ich fand sie allgemein sehr gut und finds schade, dass man sie leider gar nicht oft sieht. Creon und Emelin sind tolle Charaktere mit einer tollen Geschichte, die mit diesem Buch einen sehr gut Abschluss bekommen hat. Obwohl es zwischendurch ein paar Längen gab, was sich bei einem so dicken Buch nicht vermeiden lässt, kriegt es 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Highlight!

Royal Heist
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Meinung:

Du kannst alles werden, was du willst.

Das Cover finde ich gut, minimalistisch, aber es passt mit dem Motiv gut zum Inhalt der Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut und einfach ...

Meinung:

Du kannst alles werden, was du willst.

Das Cover finde ich gut, minimalistisch, aber es passt mit dem Motiv gut zum Inhalt der Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive und es gibt Kapitel aus Tristans und aus Darcys Sicht. Ich fand es spannend zu lesen, wie unterschiedlich die beiden die Situation wahrnehmen und darauf reagieren.

Zu Beginn lernt man Darcy kennen, eine Diebin, die zusammen mit ihrem Bruder Linus Rache an den Royal verüben will und etwas Wichtiges stehlen will. Dafür muss sie sich Spencer, dem Kronprinzen annähern, doch Tristan, sein jüngerer Bruder, kommt ihr dabei immer in den Weg.

Der Einstieg in das Buch hat mir sehr gut gefallen. Man lernt Darcy und Tristan in ihrem natürlichen Umfeld kennen, Darcy bei einem Raub und Tristan bei seiner Familie. Dadurch lernt man gleich mal etwas über die Figuren und kann sie greifen. Dadurch, dass das Buch direkt mit einem Raub startet, ist es auch ziemlich spannend und man wird als Leser neugierig.

Darcy mochte ich gerne. Ihre Gruppierung wendet nie Gewalt an bei einem Raub und Waffen sind sowieso Tabu, außerdem stehlen sie nur von Menschen, die es verdient haben, weil sie z.B. ihre Mitarbeiter schlecht behandeln. Darcy hat aber auch ein Gewissen und ist nicht skrupellos. Das merkt man im Buch immer wieder und wenn sie mit Tristan zusammen ist, kommt gleich noch eine ganz andere Seite von ihr zum Vorschein. Ich mochte sie wirklich gerne und auch ihre Entscheidungen konnte ich immer gut nachvollziehen.

Tristan ist toll. Mehr gibts eigentlich nicht zu sagen. Er ist der jüngere Bruder von Spencer und hat damit mehr Freiraum. Er ist handwerklich begabt und hält nicht viel von dem ganzen royalen Zeug, ist aber immer für seine Familie da und versucht die Harmonie zu bewahren. Je mehr ich von ihm gelesen habe, desto mehr mochte ich ihn. Sein Beschützerinstinkt seinen Schwestern gegenüber fand ich süß und auch wie er mit Darcy umgeht war wirklich schön zu lesen. Er sieht den Menschen und nicht das Geld.

Die Geschichte hat mich positiv überrascht. Ich habe mir schon gedacht, dass sie mir gefallen würde, aber nicht wie sehr. Darcy und Linus planen zusammen mit ihrer Crew einen Raub von den Royals, dafür muss sich Darcy als Davina bei ihnen einschleichen und möchte Spencer dazu bringen, dass er sich in sie verliebt. Die Planung und die Ausführung dieses Plans war genial, man merkt Darcy nichts an, wenn sie als Davina auftritt und auch in kniffligen Situationen bleibt sie ruhig. Ich fand das super spannend zu lesen, wie sich ihr Plan entwickelt. Obwohl mir Spencer und auch Tristan schon ein wenig leid taten, denn sie mochten Davina beide gerne und zu wissen, dass das nur gespielt ist, löste bei mir als Leser noch ganz andere Gefühle aus.

Obwohl das Buch recht lang ist hat es sich zu keiner Zeit gezogen und ich wollte immer sofort weiterlesen, weil es einfach so gut war. Die Treffen zwischen zwei Charakteren waren spannend, emotional und auch wenn sie nur geredet haben, konnte ich meine Augen nicht vom Buch lösen. Neben dem Raub gibt es aber natürlich noch andere Handlungsstränge, die ebenso spannend und gut gemacht waren. Alle haben sich schlussendlich gut in die eigentliche Handlung eingefügt und sind zusammengelaufen. Es waren auch ernste Themen dabei, diese haben genug Platz im Buch bekommen und wurden auch ausreichend behandelt. Es wirkte nie überladen oder zu schnell abgehandelt.

Die Liebesgeschichte steht nach dem Raub an zweiter Stelle der wichtigsten Handlungsstränge. Man kann sich als Leser natürlich denken, dass Tristan der Love Interest ist, nachdem man aus seiner Sicht liest. Doch wie diese Beziehung aufgebaut wurde fand ich grandios. Es ist keine Liebe auf den ersten oder zweiten Blick, es geht alles recht langsam voran und beide denken da natürlich an ihre eigenen Ziele. Darcy, die eigentlich an Spencer herankommen wollte und Tristan mit seiner Treue seiner Familie gegenüber. Für mich hatte die Liebesgeschichte genau die richtige Schnelligkeit, es wurde nichts überstürzt und auch gegen Ende blieb es eher ruhig. Ich fands einfach perfekt.

Gegen Ende hatte ich viele Theorien, wie das Buch denn nun enden würde. Man hofft natürlich, dass vielleicht doch alles gut wird und fiebert mit den Charakteren mit, weil es bis zum Schluss nicht klar war, was nun passieren würde. Doch es war so gut un emotional geschrieben, dass es einfach perfekt war. Ich habe mit dem Ausgang gerechnet und war dennoch emotional voll dabei. Jetzt kann ich den zweiten Band gar nicht erwarten.

Fazit:

Wow. Einfach wow. Mehr muss ich zu dem Buch gar nicht sagen. Das ist defintiv das beste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Darcy und Tristan sind so tiefgründige und perfekt unperfekte Charaktere, dass man sie einfach lieben muss. Die Geschichte war spannend, durch den geplanten Raub, emotional durch die Liebesgeschichte und dramatisch durch das Ende. Eine geniale Mischung. Band zwei kann von mir aus schon kommen. Das Buch kriegt 5 Sterne.

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