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Veröffentlicht am 03.05.2026

Flache Geschichte und Charaktere

Empire of Burning Shadows (Magical Fate 1)
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Meinung:

Als unsere Welt noch jung war und vom großen Schöpfer geformt wurde, füllten die Centrics Länder, Tälker Gewässer und die Lüfte mit ihrer Präsenz.

Das Cover finde ich in Ordnung, es zieht mich ...

Meinung:

Als unsere Welt noch jung war und vom großen Schöpfer geformt wurde, füllten die Centrics Länder, Tälker Gewässer und die Lüfte mit ihrer Präsenz.

Das Cover finde ich in Ordnung, es zieht mich jetzt nicht unbedingt ab, aber die Farbe mag ich, darum habe ich es mir genauer angeschaut.

Der Schreibstil der Autorin ist in Ordnung, dafür, dass es ein Debüt ist, schreibt sie schon gut, wenn auch ausbaufähig. Hin und wieder wurden mir zu viele Metaphern eingebaut und manches war nicht ganz schlüssig, aber ansonsten habe ich nichts am Schreibstil auszusetzen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Joslin.

Zu Beginn lernt man Joslin kennen, deren Dorf angegriffen wird. Sie schafft es zu flüchten und findet Hilfe bei Lanir, der ihr anbietet ihren Bruder zu befreien, der gefangen genommen wurde von den Schattenläufern.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, ich hatte keine großen Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und war neugierig auf die Geschichte. Der Weltbau und die Erklärungen ließen da noch auf sich warten, aber das konnte noch kommen. Ich kam schnell voran und der Angriff passiert recht bald, somit fängt die Action schnell an.

Joslin konnte ich zuerst gut leiden, aber bis zum Ende hat sie keinerlei Entwicklung durchgemacht und blieb genauso naiv und schwach wie zu Beginn. Zwar glaubt sie selbst, dass sie stärker geworden ist, aber als Leser habe ich davon nichts mitbekommen. Sie jammert viel, ihr Dorf und die Menschen die dort gestorben sind sind ihr egal, zumindest denkt sie nie an sie und obwohl sie immer wieder betont wie ehr sie ihren Bruder finden will, lässt sie sich doch sehr viel Zeit damit. Mir wurde sie immer unsympathischer, obwohl ich sie zuerst gerne mochte. Ich fand ihre Leidenschaft fürs Kochen toll und auch wie bodenständig sie war.

Lanir fand ich zuerst ok, doch je weiter das Buch voran schritt, desto suspekter wurde er mir. Seine Handlungen und sein Gerede wirkten manchmal so, als wolle er Joslin nicht wirklich helfen und das hat dazu geführt, dass ich ihn immer weniger mochte. Außerdem blieb er sehr flach, von ihm kann ich nichts sagen, außer dass er Kommandat ist, anscheinend wichtig und einen Bruder hat, aber sonst blieb sein Charakter wirklich flach.

Gleiches bei Khiran, wobei ich ihn wenigstens mochte. Er kommt nicht oft vor, das Buch hätte ohne ihn genauso funktioniert, aber er war wenigstens irgendwie sympathisch, obwohl er wohl der mysteröse Typ hätte sein sollen. Klar, man weiß auch von ihm nichts und er war sogar noch flacher als Lanir, weil man rein gar nichts über ihn weiß, aber ich mochte ihn trotzdem lieber.

Die Grundidee des Buches war echt gut, aber die Ausführung war nicht so gut. Zuerst bliebt das world building komplett auf der Strecke. Ich habe keine Ahnung, wie die Welt aufgebaut ist, nur dass es Licht- und Schattenläufer gibt und die anscheinend verfeindet sind. Aber sie haben auch eine gemeinsame Regierungsstadt, keine Ahnung wie genau das funktioniert. Jedenfalls leben die Menschen einfach so dahin und wollen nicht in den Krieg gezogen werden. Das Dorf von Joslin liegt auch sehr nahe an der Regierungsstadt, denn sie spaziert da zwischen den einzelnen Orten einfach hin und her, es gibt keine längeren Reisen, also muss alles sehr nah beeinander sein.

Was schon der nächste Punkt ist. Zuerst ist Joslin so entsetzt, dass so viele Leute tot sind und sie will ihren Bruder finden, aber verschwendet dann keinen Gedanken mehr an ihr Dorf und die Überlebenden, oder wie es ihren Freunden geht. Wenn die Stadt, in der sie unterkam so nah war, wieso ist sie dann nicht nach Hause gegangen. Das fand ich sehr komisch, denn zuerst denk sie noch sehr viel über das Dorf nach und dann ist es wie ausgelöscht.

Von ihrer Mission ihren Bruder zu finden lässt sie sich ebenfalls schnell ablenken. Sobald Lanir ihr anbietet sie zu trainieren und ihr zu helfen hat sie plötzlich keinen Stress mehr, obwohl sie zuerst unbedingt weiter wollte. Sie verbringt ihre Tage mit Kochen, Training und mit Lanir. Ihr Bruder scheint in dieser Zeit vergessen zu sein. Als es dann heißt er soll hingerichtet werden hat sie immer noch keine Eile, nur Tage vor der Hinrichtung will sie plötzlich los. Das fand ich alles sehr merkwürdig von ihr.

Die Geschichte bewegt sich lange nicht von der Stelle. Man hat das Gefühl, als würden manche Szenen gar nicht zusammen hängen und die Sprünge zwischen diesen fand ich schon verwirrend. Manche Dinge wurden auch erwähnt, so wie ein Alchemielabor, wo sie ihrendwas umgestoßen hat, was dann aber komplett egal war. Wieso schreibt man sowas, wenn es wirklich keinerlei Nutzen hat und dann auch noch den Lesefluss stört? Das hat sich durch das ganze Buch so gezogen. Manchmal hat es gewirkt, als wüsste die Geschichte selbst nicht, wo sie hin will.

Das Ende war dann sehr vorhersehbar und hat mich nur teilweise überrascht. Plötzlich kamen Charaktere dazu, von denen man bis dahin nie gehört hat, obwohl sie eigentlich wichtig sind und alles ging schnell. Ich war froh, als ich durch war, denn die letzten 200 Seiten haben mir immer weniger gefallen. Viele Fragen blieben auch offen und sollen wohl dazu anregen den zweiten Band zu lesen, was ich aber nicht machen werde.

Fazit:

Die Idee des Buches und manche Ansätze waren gut, aber insgesamt konnte es mich gar nicht überzeugen. Der Beginn war noch gut geschrieben, danach hat mich das Buch immer mehr verloren. Joslin wurde immer unsympathischer und ihre Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Das Buch kriegt 2 Sterne von mir.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2026

Wurde bis zum Ende immer besser

Revolve
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Du hast den Drogentest nicht bestanden.“ Fuck.

Das Cover mag ich echt gerne, ich bin ein Fan von dieser Art von Covern. Darauf sehen ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Du hast den Drogentest nicht bestanden.“ Fuck.

Das Cover mag ich echt gerne, ich bin ein Fan von dieser Art von Covern. Darauf sehen wir Sierra und Dylan.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut und angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Sierra’s als auch aus Dylan’s Sicht gibt und man beide dadurch besser kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Sierra kennen, die nach einem Unfall wieder mit dem Eiskunstlauf beginnen will. Doch es will einfach niemand mit ihr laufen, weil sie angeblich Unglück bringt. Gut, dass Dylan gerade vom Eishockey suspendiert wurde und sich durch den Paarlauf mit Sierra wieder rehabilitieren kann. Zuerst ist Sierra gar nicht begeistert, doch mit der Zeit taut sie Dylan gegenüber auf.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, weil ich die Charaktere gleich mochte. Sierra mehr als Dylan, aber das ist nicht so schlimm. Dass ein Eishockeyspieler auch gut im Eiskunstlauf ist, fand ich interessant und daher war ich neugierig, wie sich das alles entwickeln würde. Die Ausgangslage hat mir auf jeden Fall schonmal gefallen.

Sierra mochte ich gerne, sie kämpft für das, was sie will und versucht ihr Bestes. Ich fands schön, dass sie sich Dylan gegenüber dann auch immer mehr geöffnet hat und nicht mehr allein mit sich ausgemacht hat. Toll fand ich auch ihre Direktheit und Entschlossenheit, das hat oft zu witzigen Situationen geführt.

Dylan war da komplizierter für mich. Lange fand ich seine Art echt überheblich, er gibt sich als Draufgänger und als würde ihm nichts etwas anhaben, obwohl er eigentlich nur all seine Gefühle versteckt. Sein Auftreten nach außen hin fand ich nicht gut, wie es aber in ihm drinnen aussah hat mir gefallen. Die Mischung hat mir Dylan jetzt nicht unbedingt sympathisch gemacht und erst gegen Ende habe ich angefangen ihn wirklich zu mögen.

Mit der Geschichte habe ich mir teilweise recht schwer getan, weil lange nichts passiert ist und vieles sich immer wiederholt hat. Erst im letzten Drittel konnte mich das Buch vollends abholen. Davor dreht sich sehr viel um das Training für den Wettkampf, die beiden treffen sich zuerst auch fast nur dort und dass sie auch außerhalb der Eishalle Zeit miteinander verbringen kommt erst später dazu.

Interessant waren dann aber die Probleme der Charaktere. Sierra kämpft immer noch mit ihrem Unfall und bei Dylan sind es die Eltern, die ihm Probleme machen. Beide Themen kamen immer wieder auf, doch das von Dylan empfand ich als besser behandelt. Seine Familie kam immer wieder vor, es gab Gespräche und er hat auch mit Sierra darüber geredet. Gegen Ende wird das Thema immer präsenter und kommt auch zu einem guten Abschluss. Das gabs bei Sierra nicht, sie fürchtet sich teilweise noch und es wird auch erwähnt, dass sie in Therapie war, aber es wirkte auf mich so, als würden ihre Gefühle und Probleme in Hinsicht aufs Eislaufen immer mehr in der Hintergrund rücken.

Die Liebesgeschichte war in Ordnung, ich empfand sie nicht unbedingt als romantisch, aber schön zu lesen. Sie fangen eher als Freunde an und dann kommt eine Freundschaft plus und daraus entwickeln sich erst die Gefühle, wobei man bei beiden vorher schon merkt, dass da was ist, sie wollen es sich nur nicht eingestehen.

Ein weiteres großes Thema war auch Eishockey, denn Dylan hat zuvor gespielt. Man merkt ihm aber schnell an, dass er Eiskunstlauf eigentlich viel lieber mag und die Unterstützung, die er dafür von allen Seiten bekommen hat fand ich schön. Niemand hat ihn verurteilt oder wollte ihn „bekehren“, dies war einfach gelungen.

Gegen Ende kommt dann noch das Drama dazu, welches aber wirklich gut gepasst hat. Ich hatte schon Angst, dass sie streiten und sich trennen oder sowas, aber es ging in eine ganz andere Richtung als erwartet. Das war einerseits überraschend, andererseits war es erfrischend as zu lesen. Ab da habe ich meine Bewertung für das Buch auch nochmal überdacht, denn besonders die letzten 150 Seiten waren wirklich super.

Fazit:

Je länger ich das Buch gelesen habe, desto mehr mochte ich es. Besonders das Ende hat mir richtig gut gefallen. Sierra und Dylan waren solide Charaktere, beide haben unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst, aber am Ende mochte ich sie beide gerne. Die Geschichte hat sich zuerst etwas gezogen und es fehlte die Abwechslung, aber das Ende hat nochmal, für mich, alles rausgerissen. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Spannende Welt

Als fünf Wege sich kreuzten – Osten, Band 2
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Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

„Ich werde sicher nicht seine Frau!“

Das Cover ist schlicht, aber dennoch schön. Ich finds cool, dass alle vier Bücher der Reihe dann ...

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

„Ich werde sicher nicht seine Frau!“

Das Cover ist schlicht, aber dennoch schön. Ich finds cool, dass alle vier Bücher der Reihe dann zusammen ein großes Bild ergeben, sowas mag ich.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Kjira, wodurch man sie am besten kennen lernt. Mir haben die Beschreibungen gereicht, damit ich mir alles gut vorstellen konnte und mich schnell in der Welt zurecht gefunden habe.

Zu Beginn lernt man Kjira kennen, die mit dem Thronfolger des Südens verheiratet werden soll. Auf ihrer Reise um diesen kennenzulernen werden sie und ihre Begleiter jedoch angegriffen und es verschlägt sie in den Osten, wo sie Eric kennen lernt.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, das lag auch an dem angenehmen Schreibstil. Die Idee und die Welt mochte ich sofort und ich war neugierig, mehr über Kjira, den Osten und den Süden zu erfahren. Ihre Reise geht auch schon sehr schnell los.

Kjira mochte ich ganz gerne, obwohl sie noch ein wenig naiv und unbeholfen ist. Sie ist sehr behütet aufgewachsen und hat mit Männern sowieso keinerlei Erfahrung. Wie sie dann auf Eric reagiert fand ich ein wenig übertrieben und so wie ich Kjira kennen gelernt habe hätte ich mir auch etwas anderes von ihr erwartet. Mit ihren Freunden allerdings hat sie mir gut gefallen, sie ist immer für ihren besten Freund da und die Beziehung von den beiden war echt schön.

Eric mochte ich nicht und das hat sich auch bis zum Ende nicht wirklich geändert. Er verhält sich oftmals sehr komisch, drängt sich Kjira auf und hält sich selbst für den Größten. Mir war er einfach unsympathisch und ich bin froh, dass er erst recht spät im Buch aufgetaucht ist und nicht schon vorher.

Die Geschichte selbst ist schnell erklärt. Kjira will in den Süden, um ihren vielleicht-Ehemann kenennzulernen und wird dabei überfallen. Sie und Ludvig, ihr bester Freund, müssen sich durschlagen und wollen immer noch in den Süden, doch zuerst gibt es einen Abstecher nach Osten um Hilfe zu suchen. Generell mag ich Geschichten, die lange Reisen beinhalten, ich weiß auch nicht wieso, daher war das die perfekte Ausgangslage für mich. Ich fand die Zeit auf der Straße gut und auch die Hindernisse waren nicht zu viel. So gibt es Überfälle, wilde Tiere oder eben auch ein bisschen Magie, wobei die Magie sich in dem Buch in Grenzen hält und nur nebenbei ein bisschen erwähnt wird.

Sobald Kjira auf Eric trifft war klar, dass er noch öfter vorkommen würde und ich war nicht erfreut darüber. Sein ganzes Verhalten hat mich gestört und ich mochte ihn einfach nicht, ebenso wenig konnte ich die Gefühle von den beiden nachvollziehen. Wie sich daraus eine Liebesgeschichte entwickeln konnte ist mir schleierhaft. Eric bedrängt Kjira und sie lässt es sich gefallen, denn er sieht ja gut aus und sie hat sonst noch keine Erfahrung. Dabei ist sie eine so starke Frau, dass sie es locker mit jedem Kerl aufnehmen könnte. Insgesamt fand ich die Liebesgeschichte einfach nicht gut und mit jedem anderen Mann, der in dem Buch erwähnt wurde, hätte ich Kjira lieber gesehen, als mit Eric.

Was ich hingegen mochte war der Süden. Von dort hätte ich gerne noch mehr gelesen, denn es scheint ein sehr magischer Ort zu sein und ich mochte auch den Thronfolger recht gerne, er war ein interessanter Charakter. Ich fands echt schade, dass die Zeit im Süden begrenzt war und man nur so wenig vom Thronfolger zu lesen bekam, mit ihm und Kjira hätte ich gerne noch mehr Szenen gehabt.

Gegen Ende gab es dann noch ein bisschen Spannung und Drama, welches sich aber gut in den Rest der Geschichte eingefügt hat. Zwar hat Kjira ein bisschen überreagiert und aus ihrer Panik heraus eine nicht so gute Entscheidung getroffen, aber das konnte alles wieder gerichtet werden. Das Ende selbst fand ich in Ordnung, es gibt schon einen kleinen Spoiler für den dritten Band und um wen sich da handeln wird.

Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch gefallen, aber besonders die Beziehung zwischen Kjira und Eric hat mich gestört. Eric war einfach kein guter Charakter, er war unsympathisch und ich konnte von keiner Seite die Gefühle nachvollziehen. Ansonsten mochte ich das Buch und vergebe auch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Zuerst sehr verwirrend

Spiel des Lügners
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Dieb kam in der Nacht, um ihr Herz zu holen.

Das Cover gefällt mir gut, ich mag die starken Farben und dass man die Hauptpersonen mit ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Dieb kam in der Nacht, um ihr Herz zu holen.

Das Cover gefällt mir gut, ich mag die starken Farben und dass man die Hauptpersonen mit wichtigen Details darauf sieht. Etwa die Brille von Lola oder die Mondscherbe.

Der Schreibstil der Autorin ist in Ordnung, es hat etwas gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Die Beschreibungen waren für mich nicht gut genug, so konnte ich mir oft das Casino oder einzelne Räume gar nicht gut vorstellen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Lola.

Zu Beginn lernt man Lola kennen, die zusammen mit dem Dieb die Mondscherbe sucht, mit der er verflucht wurde. Ihre Suche bringt sie zum Casino vom Lügner, seinem Bruder, und dort nimmt Lola an einem Wettbewerb teil, um die Mondscherbe oder Hinweise darauf im Casino suchen zu können.

Der Einstieg in das Buch ist mir richtig schwer gefallen. Das lag einerseits am Schreibstil, andererseits auch an den Figuren und der Welt, denn ich war recht lange verwirrt über so ziemlich alles. Durch die schnellen Sprünge zwischen den Szenen fühlte es sich auch nicht durchgehend an, sondern mehr eine Aneinanderreihung von Szenen, die nichts miteinander zu tun haben. All das zusammen hats mir schon schwer gemacht.

Lola mochte ich recht gerne. Obwohl sie sehr an dem Dieb hängt und ihn als ihren besten Freund betrachtet, fängt sie dennoch an sien Verhalten zu hinterfragen und nimmt nicht alles so hin. Ich mochte ihre Stärke und Entschlossenheit, aber auch, wie sie mit anderen Menschen umgeht und ihre Prinzipien nicht verrät.

Nic, der Lügner, war sehr interessant. Man erfährt immer nur bruchstückhaft etwas von ihm und das lässt ihn mysteriös erscheinen. Doch schnell wird auch klar, dass er eigentlich gar nicht so böse ist, wie der Dieb ihn dastehen lassen will. Seinen Charakter fand ich super interessant und bis zum Ende hin wurde er mein Liebling in dem ganzen Buch.

Noch kurz zum Dieb, ihn mochte ich gar nicht. Er behandlet Lola nicht gut und gibt oft ihr die Schuld, wenn irgendwas nicht funktioniert. Außerdem ist seine einzige Priorität die Mondscherbe und das wird immer klarer. Für mich war er einfach nur unsympathisch, besonders am Ende hats mir mit ihm gereicht.

Es hat sehr lange gedauert, bis mich die Geschichte abholen konnte. Das lag wie oben schon geschrieben an den Sprüngen zwischen den Szenen, was leider erst ab der Hälfte besser wurde. Bis dahin habe ich mich regelrecht durch das Buch gequält, weil ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte und mich die Geschichte auch nicht fesseln konnte. Danach wurde es besser und ich habe sogar gerne weiter gelesen.

Die Idee mit dem Lügner und dem Dieb fand ich interessant, man erfährt, wieso sie zu diesen beiden Personen wurden und was sie an magischen Fähigkeiten haben. Besonders die Kraft vom Lügner fand ich cool und er setzt sie auch gezielt beim Wettbewerb ein. Der Wettbewerb selbst hat nicht die größte Rolle gespielt, denn Lola hat nur daran teilgenommen, um im Casino sein zu können und nach der Mondscherbe zu suchen. Die Aufgaben des Wettbewerbs erledigt sie meist nebenbei und geht dann ihrem eigentlichen Ziel nach. Man kann sich als Leser nie sicher sein, welchen Personen man im Casino nun vertrauen kann und welchen nicht, so ging es auch Lola. Ich habe immer nur darauf gewartet, dass irgendwer sich als falsch entpuppt und sie hintergeht.

Dadurch, dass sich fast die gesamte Geschichte im Casino abspielt, kommt natürlich der Lügner öfters vor als der Dieb, da es ja sein Casino ist. Lola lernt ihn ebenfalls besser kennen und beginnt selbst zu hinterfragen, ob nicht der Dieb sie angelogen hat. Wie der Lügner und Lola sich immer näher kommen fand ich gut gemacht, auch wenn es insgesamt ein bisschen schnell ging, denn die Handlung spielt innerhalb weniger Tage.

Gegen Ende gab es dann immer wieder Stellen, die richtig richtig gut waren und dann auch wieder welche, die mir gar nicht gefallen haben. So zum Beispiel das ganze Drama am Ende, das fand ich recht überzogen und hat mir den Schluss schon ein bisschen vermasselt. Es passte einfach nicht zur vorherigen Entwicklung von Lola und ich glaube nicht, dass ich den zweiten Band lesen werde.

Fazit:

Die Idee des Buches war richtig gut, die Umsetzung war dann leider nicht ganz mein Fall. Es hat bis zur Hälfte des Buches gedauert, bis ich überhaupt gefesselt war, danach wars gut und das Ende war leider wieder weniger gut. Lola mochte ich als Charakter gern, ebenso Nic und ich hätte gerne noch mehr von ihm gelesen. Dennoch werde ich Band zwei nicht mehr lesen. Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Akzeptanz und Liebe

Feuerfeder - Briefe an den König
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Zunächst: Es tut mir leid.

Das Cover hat mir gleich gefallen, es strahlt eine gewisse Eleganz aus, mit der Tasse darauf und im Hintergrund ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Zunächst: Es tut mir leid.

Das Cover hat mir gleich gefallen, es strahlt eine gewisse Eleganz aus, mit der Tasse darauf und im Hintergrund sieht man Briefe, Tintenflecke und eine Feder, denn das Schreiben spielt eine sehr wichtige Rolle in dem Buch.

Der Schreibstil der Autorin war wie immer sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Ran, wodurch man ihre Gedanken besser kennen lernt. Es liest sich so, als würde sie die Geschichte erzählen, was mir gut gefallen hat.

Zu Beginn lernt man Ran kennen, die ein einfaches Leben führt. Als ihr Vater auf ihrem Acker einen goldenen Mörser findet und den zum König bringt, will dieser den dazu passenden Stößel. Ran will sich das nicht gefallen lassen und schreibt einen wütenden Brief an den König um ihm zu sagen, dass er falsch liegt. Daraufhin wird sie als seine Beraterin eingestellt, allerdings glauben alle, dass sie ein Mann ist.

Ran mochte ich gerne. Ein sehr spannender Charakter, denn Ran ist sich selbst nicht sicher, ob sie sich als Frau oder Mann identifiziert, daher wurden immer wieder die Pronomen weggelassen, was ich nun auch versuchen werde. Ran liebt die Familie und widerspricht Laurent immer wieder, was sich sonst niemand im Land traut. Dennoch hält Ran auch an den eigenen Prinzipien fest und versteht erst spät, wieso Laurent so handelt, wie er es eben tut. Die Entwicklung, die Ran dadurch macht, fand ich wirklich gelungen.

Laurent war da ein andere Fall. Ich fand ihn meist eher komisch, sein Verhalten hat mir gar nicht gefallen und wie er mit Ran umgeht schon gar nicht. Seine Freundlichkeit wirkte oft aufgesetzt oder verspottend und ich wurde bis zum Ende gar nicht warm mit ihm. Er mag ein guter König sein, aber seinen Charakter mochte ich einfach gar nicht.

Die Handlung ist recht simple. Es geht um Ran, die Rolle als Berater und wie andere Leute Ran sehen. Außerdem gibts noch die Beziehung zu Laurent, der ebenfalls auf Männer als auch auf Frauen steht. Sehr divers und es wird auch nicht verheimlicht. Das Thema Akzeptant ist hier ein ganz großes Thema, daneben gibt es ein bisschen Liebe aber keine wirkliche Spannung. Ich habe vergeblich auf einen Höhepunkt gewartet, doch wenn man das Buch bis zum Ende liest wird klar, dass dies keine Abenteuergeschichte oder sonstiges sein will, sondern einfach ein Buch, in dem sich zwei Charaktere selbst finden.

Das mag nun vielleicht langweilig klingen, doch ich kam wirklich schnell durch die Geschichte. Ran tut sich schwer mit dem Sprechen und schreibt daher viel auf. Beim Schreiben kann Ran die eigenen Gedanken gut ordnen und ist wirklich wortgewandt, das hat mir gefallen. Auch, dass alle anderen Personen das einfach hingenommen haben, besonders Laurent, und Ran nie gedrängt haben, doch zu sprechen und nicht immer nur zu schreiben fand ich sehr schön. Die Briefe von den beiden haben mir immer gut gefallen, denn oftmals konnte sich Laurent verbal auch nicht korrekt ausdrücken, das ist ihm beim Schreiben ebenfalls leichter gefallen. Wenn man die Briefe las, spürte man regelrecht die Emotionen der Charaktere, was toll war.

Wie schon gesagt gibt es auch eine Liebesgeschichte, diese steht aber sehr lange nicht im Vordergrund und entwickelt sich langsam. Den Konflikt, dass Laurent ein König ist und nicht jede beliebige Person heiraten kann, sondern auch ein wenig an seine Reputation denken muss, fand ich gut dargestellt. Zwar tut Laurent immer wieder so, als wäre das alles kein großes Thema für ihn, doch besonders gegen Ende scheint seine verletzliche Seite immer mehr durch und er öffent sich Ran gegenüber. Was ich sehr gelungen fand war die Aussage, die das Buch vermittelt. Dass man lieben soll, wen man will und dass man sich so identifizieren soll, wie man sich gut fühlt. Das zeigen Ran und Laurent sehr gut und es gibt auch keinen Widerstand. Jeder nimmt die beiden so an, wie sie eben sind. Das ist in der Realität zwar nur eine Wunschvorstellung, aber im Buch war es super umgesetzt.

Gegen Ende gibt es dann auch noch ein bisschen Drama, nichts allzu Schlimmes, der Konflikt hat sich schon länger angebahnt und hat auch zum Rest des Buches gepasst. Wie damit umgegangen wurde und dieser aufgelöst wurde hat sich nahtlos eingefügt und ich mochte das Ende gerne.

Fazit:

Das Buch war anders als erwartet, aber dennoch sehr schön zu lesen. Obwohl ich Laurent bis zum Ende nicht mochte, hat es mit gut gefallen. Ein bisschen mehr Spannung oder Konflikt wäre noch gut gewesen, denn so plätschert die Handlung vor sich hin. Die Grundaussage des Buches wurde aber gut rüber gebracht und ich vergebe 4 Sterne.

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