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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2020

Überraschend gut

Richer than Sin
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Inhalt:

„Unsere Familienfehde ist der Stoff aus dem Legenden gemacht sind …“

Ein Riscoff und eine Gable dürfen nicht zusammen sein. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Doch Lincoln Riscoff und Whitney ...

Inhalt:

„Unsere Familienfehde ist der Stoff aus dem Legenden gemacht sind …“

Ein Riscoff und eine Gable dürfen nicht zusammen sein. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Doch Lincoln Riscoff und Whitney Gable können sich ihrer Leidenschaft nicht entziehen. Einst verbrachten sie eine unvergessliche Nacht miteinander und hofften, dass sie der Last ihres Erbes vielleicht doch entkommen könnten – bis das Schicksal ihre Wege trennte. Doch als sie sich Jahre später wiedersehen, wissen beide, dass das mit ihnen noch nicht vorbei ist … denn das mit ihnen wird nie vorbei sein!
Quelle: luebbe.de

Meinung:

„Ich erhebe Einspruch.“

Das Cover hat mich vom ersten Moment an angezogen. Es ist anders, weil die Blumen so ein schönes Gesamtbild ergeben. Außerdem gefällt mir die Farbe und ich finde es passend zum Inhalt. Es ist irgendwie stimmig.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll zu lesen. Es gibt Kapitel aus beiden Sichten und dann noch in der Vergangenheit und der Gegenwart. Durch die Ich-Perspektive lernt man beide Charaktere besser kennen und kann sich mit ihnen anfreunden. Mit der Zeit wurde das Buch auch immer gefühlvoller, was sich ebenso im Stil widerspiegelte.

Zu Beginn lernt man Whitney kennen, die zurück nach Gable kommt. Nach einer tragischen Ehe will sie nur in Ruhe leben, aber sie hat nich mit Lincoln gerechnet, der ihr immer noch den Kopf verdreht.

Wieso ist das Buch so kurz? Ehrlich jetzt, von mir aus hätte es noch ewig lange so weiter gehen können, denn bis zum Ende hin hat mich die Geschichte voll und ganz überzeugt. Aber beginnen wir am Anfang, dieser ließ mich nämlich ziemlich unentschlossen zurück. Ich war nicht sicher, ob mir das Buch gefallen würde und ob mir die Geschichte zusagt. Zuerst haben mich die Zeitsprünge, also der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, gestört, weil man nie einen wirklichen Bezug zu einer Zeit aufbauen konnte. Manche Kapitel waren dann auch noch nur eine Seite lang, wodurch man immer wieder in seinem Lesefluss gestört wurde. Ich hatte die Befürchtung, dass es nicht besser wird und mir das Buch doch nicht gefallen würde.

Dann aber wurde es schlagartig besser. Es gab ein paar Kapitel aus der Gegenwart und dann haben sich die Vergangenheitskapitel super in die Geschichte eingefunden und sozusagen als Erklärung beigetragen. Mich störten die Sprünge nicht mehr und konnte mich endlich auf die Geschichte einlassen. Auf den ersten 70 Seiten wirkte es auch so, als würde es nur um Sex gehen und als würde die derbe Sprachen bleiben, aber auch das hat sich geändert. Es kamen mehr Gefühle ins Spiel und auch die Worte haben sich geändert. Das alles war eine ziemlich positive Wendung.

Ich mochte die beiden Hauptcharaktere Whitney und Lincoln beide recht gern. Er ist kein Arsch und sie nicht das brave Mädchen von nebenan. Beide haben ihre Ecken und Kanten und können eigentlich nur wegen einer alten Familienfehde nicht zusammen sein. Immer wieder liest man, dass sich die beiden Familien nicht ausstehen können und es gibt auch echt ein paar abgehobene Szenen. Ich meine, wer bekommt, nur weil er eine Person, die er nicht mag, gleich einen Herzinfarkt? Aber es passte zum Buch, so übertrieben manche Dinge auch waren.

Die Liebesgeschichte hat mir auch sehr gut gefallen. Gleich zu Beginn heiratet Whitney einen Musiker, mit der Zeit erfährt man aber, was es mit der Ehe und dem Tod von ihrem Mann auf sich hatte. Dadurch hat Whitney eine interessante Hintergrundgeschichte bekommen und man versteht ihren Charakter viel besser. Bereits bei der Hochzeit wollte Lincoln sie und jetzt, da sie wieder in der Stadt ist, versucht er es weiter. Wie man sich denken kann, will sie nichts mit ihm zu tun haben, aber das gelingt ihr nur bedingt.

Die Vergangenheitskapitel fand ich eine tolle Ergänzung zu den akutellen Ereignissen, weil man ja weiß, dass die beiden schon einmal sowas wie eine Beziehung hatten und durch die Kapitel davon mehr erfährt. Gegen Ende wird es dann immer spannender und dann ist es einfach vorbei. Ich las und las und dann war das Buch aus und ich wollte doch noch so viel mehr von Whitney und Lincoln lesen. Die Geschichte der beiden hat mich letztendlich in ihren Bann gezogen, obwohl der Anfang gar nicht mein Fall war. Bereits jetzt freue ich mich auf den zweiten Band.

Fazit:

Trotz einem schwache Beginn, der mich gar nicht von sich überzeugen konnte, hat mich das Buch ab dem zweiten drittel vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Charaktere habe ich alle lieb gewonnen, sie sind toll ausgearbeitet und auch die Geschichte ist anders, als bekannte Geschichten und durch die gut platzierten Vergangenheitskapitel bildet sich ein schönes Gesamtbild. Durch den Start, der nicht so ganz mein Fall war, gebe ich dem Buch 4 Sterne.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Erzählstil
  • Erotik
Veröffentlicht am 02.07.2020

Ich konnte die Liebe nicht spüren

Legal Love – Mit dir allein
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Inhalt:

Melissa Carter ist frischgebackene Anwältin und erhält direkt einen spannenden Fall. Sie soll den attraktiven Sportler Patrick Finnley vertreten, ...

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Inhalt:

Melissa Carter ist frischgebackene Anwältin und erhält direkt einen spannenden Fall. Sie soll den attraktiven Sportler Patrick Finnley vertreten, dem sexuelle Belästigung vorgeworfen wird. Der Haken: Er ist der beste Freund ihres Chefs, und Mel darf auf keinen Fall einen Fehler machen. Aber das stellt sich als ganz schön schwierig heraus – denn Patrick tut alles, um Mel Steine in den Weg zu legen. Doch Mel gibt nicht auf und schafft es schließlich, die Mauer, die er um sich herum aufgebaut hat zum Einsturz zu bringen.
Quelle: luebbe.de

Meinung:

Die Braut, die vor mir stand, verschlug mir die Sprache.

Das Cover finde ich persönlich wenig aussagekräftig. Man sieht einen Kerl und London im Hintergrund, aber in der Geschichte könnte es um alles mögliche gehen. Außerdem guckt der Kerl so komisch, ich weiß auch nicht.

Der Schreibstil der Autorin war recht gut zu lesen, obwohl es recht oft Wiederholungen gab. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Melissa, wodurch man sich recht gut in ihre Situation hinein versetzen kann. Einzig die Gefühle kamen nicht so wirklich bei mir an.

Zu Beginn lernt man Patrick und Melissa kennen. Ihre Freunde heiraten und die beiden sind Trauzeugen. Schon ab dem ersten Moment verstehen sie sich nicht sonderlich, doch als Patrick einen Anwalt braucht, bekommt er gerade Mel zugewiesen und sie müssen zusammen arbeiten.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen, man liest gleich von der Hochzeit, vom Brautkleid und das erste Treffen von den beiden lässt auch nicht lange auf sich warten. Schon ab dem ersten Moment war mit Patrick unsympathisch. Er verhält sich wie ein verwöhnter Arsch und bringt kein nettes Wort über die Lippen. Das ändert sich auch im gesamten Buch nicht wirklich, also ich mochte den Kerl nicht. Melissa hingegen war wirklich toll, sie ist nett, sehr ehrgeizig in ihrem Beruf und eine tolle Freundin. Die beiden könnten nicht gegensätzlicher sein.

Wie ich schon oben erwähnt habe, hat mir vor allem die Tatsache gestört, dass Dinge immer wieder wiederholt wurden. Als Beispiel nehme ich den Praktikanten. In einem Kapitel denkt Mel über den Praktikanten nach, der studiert und sich hier noch ein bisschen Geld dazu verdient. Im nächsten Kapitel kommt genau der gleiche Satz noch einmal vor, nur dass man hier noch den Namen des Praktikanten erfährt. Das gabs öfter in dem Buch, was mich schon gestört hat.

Die Geschichte selbst fand ich soweit ganz gut, man bekommt Einsichten in den Job von Melissa und es dreht sich nicht nur um die Liebesbeziehung zwischen den beiden. Zuerst mögen sie sich ja auch gar nicht. Das Verhalten von Pat fand ich ziemlich, naja, ungut. Er will einen Anwalt und dann redet er nicht mit diesem? Wie soll ein Anwalt ihm da helfen? Auch wenn er Mel nicht mag, oder sonst was gegen sie hat, will sie nur ihren Job machen. Ich habe sie echt bewundert, wie lange sie den Kerl ausgehalten hat.

Den ganzen Anwaltskram fand ich recht gut geschrieben, sie hat sich sehr ins Zeug gelegt und wollte Patrick vor der Anschuldigung schützen. Von dem Beginn von diesem Fall, bis zum Ende, war ich echt begeistert, das hat mir am Buch wahrscheinlich am besten gefallen. Keine Ahnung, ob der Alltag von einem Anwalt wirklich so aussieht, aber ich mochte das ganze Gerede.

Hingegen die Liebesbeziehung zwischen Pat und Mel konnte ich gar nicht fühlen. Sie mögen sich nicht, streiten mehrmals und dann plötzlich gehen miteinander ins Bett? Und danach ist es die große Liebe? Das kam sehr überraschend für mich, denn zuerst ist er sehr abweisend, dann haben sie ein nettes Gespräch und zack, alles ist gut und sie werden intim. Das konnte ich leider gar nicht nachvollziehen, ebenso die Entwicklung von ihrer Beziehung später im Buch. Ich fühlte rein gar nichts und es kam mir auch nicht so vor, als würden die beiden zusammen passen. Auch die Erklärung, wieso er am Anfang des Buches so gemein zu ihr war, ging mir nicht ganz ein. Ebenso die überstürzten Handlungen am Ende. Sie kennen sich nicht lange, dann ihr Hass aufeinander und dann sagt sie zu allem Ja und Amen, was er vorschlägt.? Das passte einfach nicht.

Abgesehen davon fand ich das Buch recht gut, also mit dem Anteil an Anwaltsdingen und auch der Karriere von Pat, sowie den Gesprächen mit Steve und Nora war das Buch doch unterhaltsam. Bei weitem hat mir nicht alles gefallen und ich habe einiges zu meckern, aber ich würde es auch nicht als sehr schlecht abstempeln. Man muss nur wissen, dass man sich nicht zu viel erhoffen darf.

Fazit:

Es war wirklich nicht perfekt, einiges hat mich gestört, aber einiges hat mir auch gut gefallen. Wenn man nicht zu hohe Erwartungen an das Bucht hat und eine leichte Lektüre sucht, ist es genau das Richtige. Man darf allerdings nicht mit zu viel Tiefgang rechnen. Ich gebe dem Buch 3 Sterne.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.07.2020

Gelungen

Töchter der Freiheit
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Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!

Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. ...

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Inhalt:

Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!

Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?
Quelle: fischerverlage.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Heute wurde über Leben und Tod entschieden.

Das Cover von dem Buch hat mich sofort angesprochen. Es sieht düster aus, wird aber gleichzeitig durch die Blume aus Feuer erhellt. Meiner Meinung nach hätte man das Mädchen gar nicht auf dem Cover gebraucht, trotzdem gefällt es mir sehr gut.

Der Schreibstil der Autorin war anspruchsvoll, anders kann ich es nicht bezeichnen. Ich habe recht lange für das Buch gebraucht, was einfach daran lag, dass ich so langsam gelesen habe. Manche Sätze waren so komplex aufgebaut und dann noch die Wortwahl, ich musste mich wirklich konzentrieren. Ansonsten waren die Beschreibungen aber wirklich gelungen, man konnte sich alles genau vorstellen.

Zu Beginn lernt man Elodea kennen, die ihre Meisterin Loreba noch einmal besuchen will, bevor diese hingerichtet wird. Das Schicksal hat aber andere Pläne für die beiden.

So komplex wie der Schreibstil, ist auch die Welt aufgebaut. Es gibt eine Königin, viele Grafen und und eine Widerstandsgruppe. Man erfährt viel über die Struktur des Landes, wieso die Königin so ist wie sie ist und jede Figur scheint eine Hintergrundgeschichte zu haben. Ich finde es beeindruckend, was die Autorin hier geschaffen hat, darum möchte ich diesen Punkt auch als erstes ansprechen. Noch besser wäre das Buch gewesen, wenn es eine Karte zu dem Königreich gegeben hätte, da doch sehr viele Ortsnamen vorkommen und man als Leser nicht genau einschätzen kann, wie das Land denn genau aufgebaut ist.

Nicht nur das Königreich, auch die Figuren waren sehr komplex und ausgearbeitet. Bei den Aurenen gab es kein Mitglied, dass nicht eine berührende oder schlimme Hintergrundgeschichte hatte. Man erfuhr von allen Mitgliedern etwas, hat kurze Kapitel aus ihrer Sicht gelesen und dadurch wurden sie greifbar, sie waren nicht mehr nur Nebencharaktere. Gleich verhielt es sich mit allen wichtigen Figuren der Geschichte. Zu jedem bekam man eine kurze Geschichte, ein kurzes, oder auch langes Kapitel und man fühlte mit jeder einzelnen Figur mit.

Der Einstieg ist mir nicht so leicht gefallen, da man mit sehr vielen Namen und Orten, Beziehungen und der Welt selbst konfrontiert wird. Es brauchte seine Zeit, bis ich mich wirklich zurecht gefunden hatte und den Aufbau verstand. Ein wenig erinnerte mich die Welt an unser Mittelalter, mit der Königin und der Kirche, dem Widerstand und der Universität, doch die Magier haben hier noch mehr Farbe ins Spiel gebracht. Magie funktioniert in diesem Buch anders, als man es gewohnt ist, man wird auch nicht als Magier geboren oder kann es einfach so lernen. Für mich war die Magie ein wirklich interessanter Aspekt.

Nun beginnt die Story damit, dass ma Loreba hinrichten will, einzig aus dem Grund, dass die Königin sie los werden will. Recht schnell treten aber auch die Rebellen auf den Plan und befreien sie. Ab da wird es zuerst etwas ruhiger, es wird viel geplant und es gibt sehr viel Nebenhandlung. Das eigentliche Ziel ist es, die Königin zu stürzen und ihren tot geglaubten Bruder auf den Thron zu bringen, aber manchmal wirkte es so, als wäre dies nur nebensächlich. Das Buch lebt von seinen Charakteren und genau von diesen erfährt man unglaublich viel. Die anderen Aurenen durchleben ihre eigenen kleinen Geschichten, ebenso Menschen am Hof oder der Kirche. Es scheint vielleicht nicht wichtig für die eigentliche Handlung, aber am Ende läuft alles zusammen und man versteht es als Leser auch. Ich war echt begeistert.

Zwischendurch gibt es immer wieder spannungsgeladene Momente, aber erst auf den letzten 100 Seiten kommt der größte Spannungsmoment. Die Autorin schreckt nicht davor zurück Blut zu vergiesen und das Buch ist an manchen Stellen recht direkt. Es wird niemand unnötig lange gefoltert, dennoch sterben einige Menschen, auch Charaktere, die man lieb gewonnen hat. Der letzte Kampf war für mich einfach nur perfekt, es war spannend, nicht zu lange, nicht zu kurz, alles ergab Sinn. Danach erfährt man noch lang und breit, was jetzt aus den jeweiligen Charakteren geworden ist, für mich war das schon fast zu viel Info, ist aber Geschmackssache. Anscheinend handelt sich um einen Einzelband, denn das Ende war rund un ließ keine offenen Fragen.

Fazit:

Eine komplexe Welt mit vielschichtigen Charakteren, genau das bekommt man bei diesem Buch. Man fühlt sich mit den Menschen in dem Buch verbunden, kann ihre Entscheidungen verstehen und fiebert zusammen mit ihnen mit. Obwohl ich selbst lange für das Buch gebraucht habe, was dem anspruchsvollen Stil zu verdanken ist, hat es mir dennoch wirklich gut gefallen. Ich gebe dem Buch 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2020

Wie nach Hause zu kommen

Die Tribute von Panem X
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Inhalt

AMBITION WILL FUEL HIM.
COMPETITION WILL DRIVE HIM.
BUT POWER HAS ITS PRICE.

It is the morning of the reaping that will kick off the tenth annual Hunger Games. In the Capital, eighteen-year-old ...

Inhalt

AMBITION WILL FUEL HIM.
COMPETITION WILL DRIVE HIM.
BUT POWER HAS ITS PRICE.

It is the morning of the reaping that will kick off the tenth annual Hunger Games. In the Capital, eighteen-year-old Coriolanus Snow is preparing for his one shot at glory as a mentor in the Games. The once-mighty house of Snow has fallen on hard times, its fate hanging on the slender chance that Coriolanus will be able to outcharm, outwit, and outmaneuver his fellow students to mentor the winning tribute.

The odds are against him. He's been given the humiliating assignment of mentoring the female tribute from District 12, the lowest of the low. Their fates are now completely intertwined -- every choice Coriolanus makes could lead to favor or failure, triumph or ruin. Inside the arena, it will be a fight to the death. Outside the arena, Coriolanus starts to feel for his doomed tribute... and must weigh his need to follow the rules against his desire to survive no matter what it takes.

Quelle: goodreads.com

Meinung

Coriolanus released the fistful of cabbage into the pot of boiling water and swore that one day it would never pass his lips again.


Das Cover finde ich echt passend. Es zeigt einen Vogel, vermutlich einen Mockingjay und eine Schlange, wobei ich immer dachte, dass der Schnabel vom Vogel links ist und nicht rechts. Tja, mir gefällt das Cover, obwohl es nicht zu den anderen Bänden passt.


Der Schreibstil ist immer noch super zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus der Erzählperspektive, wodurch man Corolianus nicht näher kommt, aber das macht absolut nichts. Die Beschreibungen waren manchmal sehr ausschweifend, doch hat es mich beim Lesen nicht gestört.


Jeder kennt den Präsidenten aus der eigentlichen Trilogie, hier wird aber sehr viel Hintergrundinfo zu ihm gegeben. War er schon immer so kaltherzig? Oder hat ihn etwas so werden lassen?


Wie so ziemlich jeder andere Mensch war ich richtig aufgeregt, als das Buch endlich raus kam. Bis es dann bei mir war hat es zwar ein wenig gedauert, aber ich habe dann sofort angefangen zu lesen. Es ist in drei Teile unterteilt, jeder stellt einen wichtigen Schritt in Coriolanus  Leben dar, in jedem hat er eine andere Aufgabe inne. Begonnen wird mit "The Mentor". Man kann also schon aus dem Titel des Teiles schließen, was in diesem passiert.


Ich möchte gar nicht zu viel vom Inhalt verraten, hauptsächlich auf andere Dinge eingehen. Beginnen wir mit den Hungerspielen. Man weiß, warum es die Spiele gibt, in TBOSAS erfährt man, wie sie zu dem geworden sind, was sie dann bei Katniss sind. Zuerst war es ganz anders, es gab keine Mutationen, keine wechselnde Arena, kein Sponsoring und kein großes TV Event. Die 10. Hungerspiele stehen vor der Tür und die Schüler des Capitols sollen als Mentoren dienen, wodurch sie eine Aufgabe in der Schule erfüllen. Es wird viel mit ihnen über die Spiele diskutiert und neue Ideen eingebracht. Ich fand es interessant zu sehen, wie die Jugendlichen aus dem Kapitol dem Krieg und den Spielen gegenüber stehen, denn nicht alle haben eine gute Meinung von diesen.


Coriolanus ist also mittendrin und wird Mentor von Lucy Gray, dem Mädchen aus Distrikt 12. Lucy Gray ist ... komisch. Ich kanns nicht beschreiben, aber ich mochte sie schon von Anfang an nicht sonderlich. Sie wird zu gekünstelt und falsch. Wie eine Schlange. Sie wurde mir auch nicht sympathisch, sondern immer mehr suspekt, je öfter Coriolanus mit ihr redete. Wenn ich so drüber nachdenke, gab es keinen Charakter in dem Buch, den ich wirklich mochte.


Was aber nicht schlecht ist! Man kennt Snow als bösen, alten Mann, dem andere Menschen egal sind und hätte man ihn hier liebenswert dagestellt, hätte das einfach nicht gepasst. In diesem Buch konnte ich keine Sympathie für den Jungen, der einmal Präsident werden würde, aufbringen. Seine Familiensituation wird erklärt, man sieht, dass er es auch nicht immer leicht hatte, doch trotzdem empfand ich kein Mitleid. Das hat den einfachen Grund, dass alles, was er tat und sagte berechnend war. Immer auf seinen eigenen Vorteil aus, log und betrug Coriolanus, hat Menschen das gesagt, was sie hören wollten und hat immer auf sein eigenes Wohl zuerst geschaut.


Hier möchte ich ein Beispielt bringen. Er lebt in einem Apartment, zusammen mit seiner Oma und seiner Cousine. Als neue Steuern eingeführt werden sollen und sie das Apartment vielleicht verlieren, denkt er nur drüber nach, dass er schon immer da gewohnt hat und nirgends anders hin will. Was er dann nur machen soll und wie er die Wohnung behalten kann. Kein Gedanke wird an seine Familie verschwendet, es wirkt als wäre es ihm egal, was mit den anderen beiden passiert. Solche Stellen gab es immer wieder. Besonders gegen Ende ging hervor, dass er selbst immer an erster Stelle stehen wird, nicht die Familie, nicht Freunde, nicht das Wohl anderer oder, Gott bewahre, die Liebe. Ich glaube dieser Mensch kann nicht einmal richtige Liebe fühlen.


Ich fand es auch ziemlich spannend die Hungerspiele aus Sicht eines Zuschauers, eines Mentors zu betrachten. Natürlich war damals viel anders, aber ich denke, dass Haymitch sich ungefähr gleich gefühlt haben muss. Immer in der Angst, dass sein Tribut tot ist, dass er/sie nicht überleben wird und man einen Freund verliert. Denn genau das werden Tribute in der Zeit vor den Spielen zu ihren Mentoren. Freunde.


Man muss sagen, dass in dem Buch nicht viel passiert. Coriolanus erlebt viel, tut viel, aber es gibt keine wirkliche Action. Trotz ein paar langweiligen Szenen wollte ich das Buch nie weglegen. Besonders die Kleinigkeiten haben es noch besser gemacht. Es gibt Namen, Lieder, Orte und Personen, die auch in der eigentlichen Trilogie vorkommen. Diese wieder zu treffen, an die gleichen Orte zu gehen oder sonst etwas Bekanntes zu lesen war wirklich schön.


Das Ende war dann einfach nur klasse. Der letzte Teil war spannend, packend und ziemlich unerwartet. Insgesamt kann man sagen, dass man Snow vielleicht besser versteht, trotzdem kein Mitgefühl, keine Sympathie für ihn entwickeln kann in diesem Buch.

Fazit

Ich bin begeistert. Wieder in der Welt von Panem zu sein, auch wenn es dieses Mal im Capitol ist, war wie nach Hause zu kommen. Gerne habe ich die Geschichte von Coriolanus Snow gelesen, vielleicht mehrer Facetten von ihm entdeckt. Ich war wirklcih traurig, dass es vorbei war, aber dieser Abstecher nach Panem ist es wert gelesen zu werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2020

Nicht überzeugend

Mondlicht in deinen Augen
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Inhalt

Die schöne Kaufmannstochter Meriande langweilt sich in der dekadenten Hauptstadt des kriegerischen Großreichs Nordun zu Tode. Deshalb ist sie von dem attraktiven Soldaten Ruovan, der eines Abends ...

Inhalt

Die schöne Kaufmannstochter Meriande langweilt sich in der dekadenten Hauptstadt des kriegerischen Großreichs Nordun zu Tode. Deshalb ist sie von dem attraktiven Soldaten Ruovan, der eines Abends auf ihren Balkon klettert, fasziniert – zumal er zum Dschungelregiment gehört und ihre Sehnsucht nach dem Abenteuer weckt. Schließlich fasst sie einen ungeheuren Plan: Statt ihre Pflicht zu tun und einen vornehmen Kaufmann zu heiraten, will Meriande ihm als Soldatin in den Dschungel folgen und Seite an Seite mit ihm kämpfen.
Doch die Realität ist viel grausamer, als Meriande jemals erwartet hätte. Und nicht die Feinde oder die giftigen Tiere sind die größte Gefahr, sondern die Unaschkin, die legendären Bestienkrieger des Dschungels.

Quelle: drachenmond.de

Meinung

In jenen Tagen, als das Schicksal der Unaschkin auf Messers Schneide stand, fand eines der Kinder des Kaj-Baor seine Berufung.

Das Cover zu dem Buch finde ich wunderschön, es strahlt etwas Geheimnissvolles aus und doch merkt man, dass man hier nicht das normale Setting haben wird, das man aus anderen Büchern gewohnt ist. Es greift sehr viele Elemente aus dem Buch wieder auf, was ich persönlich toll finde.

Der Schreibstil der Autorin war ganz ok, ich konnte mir die Namen nicht merken, da diese einfach zu kompliziert sind, aber ansonsten kam ich gut voran. Die Umgebung war auch gut beschrieben, sodass ich mir das Camp, aber auch den Dschungel und seine Bewohner vorstellen konnte.

Man lernt Meriande kennen, die durch einen Anschlag auf ihr Leben zu den Soldaten geht. Sie wird in ein Camp der Unaschkin geschickt, in welchem sie einem Alpha zugeteilt wird.

Je länger ich über das Buch nachdenke, desto mehr denk ich mir: Was habe ich da eigentlich gelesen? Es gibt so viel, das mich an diesem Buch gestört hat und so viel, was einfach zu wenig für mich war. Nun, nach fast zwei Wochen hat sich meine Ansicht nicht geändert. Der Einstieg war für mich ok, man bekommt nicht so viele Infos über die Welt, aber mit der Zeit lebt man sich ein. Nicht immer war mir alles klar, aber es ging dann schon.

Beginnen wir aber gleich mit Meriande. Ich wusste bis zum Ende ihren Namen nicht. Er wird so wenig verwendet und sie als Charakter war mir ziemlich egal, sodass ich mir den Namen einfach nicht merken konnte. Meriande ist die Tochter von einem Händler, der den Monopol von einer Sparte (ich weiß nicht welche) hat. Sie soll verheiratet werden, doch ihr Ehemann interessiert sich mehr für ihre Schwester. Die beiden versuchen Meriande zu töten und da wird sie eine Soldatin. Während des Lesens, als sie fast starb, fühlte ich nichts. Es war mir egal, denn sie hat einfach keinen Charakter, der sich mir ins Gedächtnis gebrannt hätte. Im Laufe des Buches ändert sich das auch nicht, ich konnte zwar manche Handlungen nachvollziehen, aber sie hat sich für das Leben eines Soldaten entschieden und sollte auch die Befehle befolgen. Doch ihr ist das egal und sie denkt an ihr eigenes Wohl. Ihr Schicksal war mir egal, sie interessiert mich schlichtweg nicht.

Auch alle anderen Charaktere blieben für mich blass und ich konnte für keinen Gefühle entwickeln. Der Unaschkin, dem Meriande zugeteilt wird, soll der superstarke Alpha sein, verliert aber gegen einen anderen Unaschkin, der bis jetzt ein einfacher Soldat war. Er entpuppt sich aber als Bastard von einem noch stärkeren Unaschkin, irgendwann habe ich den Überblick verloren und war mir auch irgendwie egal, weil ich den Kerl ziemlich unsympathisch fand. Wie sich Meriande in ihn verlieben konnte, bleibt mir ein Rätsel. Ja, er hat sie gerettet und sagt ihr, wie schön sie ist, aber ich spürte keine tiefere Verbindung, nichts, das diese Liebe gerechtfertig hätte.

Damit komme ich zum größten Punkt, der mir das Lesen verdorben hat. Es geht um Sex. Die Unaschkin bekommen eine Frau, damit sie beschäftigt sind, sozusagen als Sexsklaven. Es wird gesagt, dass die Frauen das freiwillig machen, aber eigentlich bekommen sie es nur als Befehl und wenn sie sich weigern, werden sie als Verräter hingestellt. Die meisten weinen und wollen nicht zu den Unaschkin, doch es wird ignoriert. Klingt nicht gerade, als würden sie sich freiwillig zu ihnen begeben. Meriande und ihr Geliebter haben natürlich auch sehr viel Spaß zusammen, wobei der Speichel von Unaschkin die Frauen willig machen und ihnen die Schmerzen nehmen soll. Dadurch kommt es in den unpassendsten Situationen zu intimen Szenen und für mich passte das einfach nicht. Der Unaschkin wirkt auf mich, als würde er nur von seinem kleinen Freund gesteuert werden und hat kein richtiges Interesse an Meriande, daher konnte ich auch die Liebe zwischen den beiden nicht verstehen.

Die Geschichte selbst ist nicht aufgregend. Es gibt ein paar gute Szenen und die Tiere und anderen Menschen, die im Dschungel leben haben mir wirklich gut gefallen, auch wenn sie nur ganz kurz vorgekommen sind, aber ansonsten dreht sich alles um Meriande und die Unaschkin, die um sie kämpfen. Ich konnte mich nie in der Geschichte verlieren, da sie mich nicht berührt, nicht gepackt hat. Man hätte so viel mehr aus dern Geschichte holen können, aber sie ist einfach zu kurz und zu sehr auf unwichtige Dinge fokussiert, dadurch stellte sich für mich kein Lesespaß ein. Das Ende scheint vollendet zu sein, man muss also die nächsten Teile nicht lesen.

Fazit

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, aber bis auf ein paar Sachen, hat mir nicht viel daran gefallen. Die Charaktere hatten keine Tiefe und ich interessierte mich darum nicht für sie, es war zu viel Fokus auf Sex und die spannenden Szenen kamen für mich leider zu kurz. Einige gute Ideen wurden angeschnitten, aber nicht weiter verfolgt. Ich gebe dem Buch 2 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere