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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2021

Düstere Märchenadaption

Winters zerbrechlicher Fluch
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Inhalt:

„Verschenke dein Herz mit Bedacht, denn es ist aus Glas und Glas zerbricht in den falschen Händen.“

Als Cinderella auf den Ball gerauscht kommt und des Prinzen Herz stiehlt, steht Mary vor den ...

Inhalt:

„Verschenke dein Herz mit Bedacht, denn es ist aus Glas und Glas zerbricht in den falschen Händen.“

Als Cinderella auf den Ball gerauscht kommt und des Prinzen Herz stiehlt, steht Mary vor den Scherben ihres Lebens. Schließlich sollte sie selbst Duncan heiraten und Königin von Duncan werden. Doch das Schicksal gewährt ihr eine zweite Chance. Denn am Ende der Nacht ist die schöne Fremde im Himmelskleid verschwunden und der einzige Beweis ihrer Existenz verbleibt ein gläserner Schuh. Doch wer hätte gedacht, dass ein Schuh aus Glas so schwer zu zerstören ist?
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Wenn mich die Sehnsucht nach dem Nordturm überkommt und ich wie früher durch die Gänge streife, mit nackten Füßen und bloßem Herzen, glaube ich fast, dass es besser ist, wenn die Welt uns vergisst: die schönste Königin und das Kind, welches niemals hätte geboren werden dürfen.

Das Cover ist sehr chic. Ich mag das blau und dann das Kleid, welches schon ausstrahlt, dass es sich hier um eine Prinzessin handeln wird.

Der Schreibstil der Autorin ist anfangs wirklich gewöhnungsbedürftig, da es viele Umschreibungen und sehr ausschweifende Beschreibungen gibt. Mit der Zeit gewöhnt man sicher aber daran und es wird besser. Geschrieben ist das Buch aus einigen verschiedenen Perspektiven, was anfangs auch ziemlich verwirrend war, da ich die Personen nicht immer zuordnen konnte, aber das wurde recht schnell besser. Danach kam ich wirklich gut voran.

Zu Beginn lernt man Mary kennen, die Duncan, einen Prinzen heiraten soll. Doch an dem Abend, an dem die Verlobung verkündet werden soll, entscheidet er sich für eine andere und lässt sie dadurch als Gespött dastehen.

Ich habe mir richtig richtig schwer getan in die Geschichte zu finden. Man wird sofort mit Namen bombardiert und jedes Kapitel ist auch noch aus einer anderen Sicht, sodass ich das erste Drittel des Buches fast durchgehend verwirrt war. Mit der Zeit merkt man aber, dass Mary die Hauptfigur ist, Cinderella die Böse und alle anderen Charaktere lernt man auch immer besser kennen. Man sollte sich wirklich die Zeit nehmen, um in das Buch zu finden, denn ansonsten wird es wirklich schwer.

Da es so viele verschiedene Charaktere gibt, gehe ich nur auf Mary näher ein. Sie wirkte irgendwie schwach auf mich, denn ihre größte Angst war es, dass sie Duncan nicht heiraten wird. Klar, in dem Königreich ist alles anders und es gibt strengere Regeln für Prinzessinnen, aber trotzdem hätte sie ihre Verschmähung mit Würde tragen können. Sie aber benimmt sich wie ein kleines Kind und stiehlt den gläsernen Schuh, damit Duncan Cinderella nicht mehr finden kann. Ihr Verhalten fand ich schon etwas kindisch und hätte sie einfach auf ihre Zofe gehört, wäre alles anders gekommen.

Das Buch ist recht kurz, hat nur knapp über 200 Seiten, daher will ich nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber ich finde die Grundidee recht interessant. Immer wieder gibt es Anspielungen auf andere Märchen, so gibt es etwas Kapitel aus Sicht vom Graf Blaubart, der dafür bekannt ist, dass immer wieder junge Frauen in seinem Schloss verschwinden. Die Autorin hat das wirklich gut gemacht, ich habe einige Märchen gefunden und habe mich über jedes einzelne gefreut.

Man sollte auch dazusagen, dass das Buch ziemlich düster un auch blutig ist, also nichts für Leute, die sich eine schöne Märchenadaption erwarten. Ich selbst fand einfach grandios und vorallem auf die Bedrohung in den folgenden Bänden bin ich wirklich gespannt, da das, was man davon schon in diesem Teil lesen konnte, wirklich Lust auf mehr gemacht hat.

Fazit:

Nachdem ich den Anfang überwunden hatte und ich die meisten Figuren auseinander halten konnte, hat das Buch wirklich viel Spaß gemacht. Man muss sich aber bewusst sein, dass es kein superromantisches, wunderschönes, märchenhaftes Liebesbuch ist, sondern eine düster Geschichte, die ziemlich blutig ist. Also genau mein Geschmack. Dadurch, dass ich mir am Anfang so schwer getan habe und ich auch keine Ahnung von der Welt hatte, hat mir das ein bisschen die Luft rausgenommen, bis ich wirklich im Buch drinnen war, daher gibt es von mir für den ersten Band 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2021

Tolles Buch

The Second Princess. Vulkanherz
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Inhalt:

Die dunkle Seite der Krone
Auf der Vulkaninsel St. Lucien herrscht die mächtige Dynastie der Bell-Frauen. Seit Jahrhunderten wird die Krone an die älteste Prinzessin weitergegeben. Doch hinter ...

Inhalt:

Die dunkle Seite der Krone
Auf der Vulkaninsel St. Lucien herrscht die mächtige Dynastie der Bell-Frauen. Seit Jahrhunderten wird die Krone an die älteste Prinzessin weitergegeben. Doch hinter der glamourösen Fassade der Königsfamilie lauern düstere Geheimnisse, die nur die zweitälteste Prinzessin zu hüten weiß. Saphina war immer die jüngste und damit unbedeutendste von drei Schwestern. Nun rückt sie durch unerwartete Ereignisse in der königlichen Thronfolge auf und tritt vollkommen unvorbereitet ein dunkles Erbe an. Und ausgerechnet Dante, der undurchschaubare Adelssohn, soll ihr dabei helfen …
Quelle: carlsen.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich eine echte Bell bin.

Das Cover hat es mir sofort angetan. Ich liebe die Aufmachung, auch wenn es eher einfach gehalten ist. Man sieht sofort, dass die Geschichte etwas düsterer ist. Ich mag das Cover wirklich sehr.

Der Schreibstil der Autorin war wirklich gut zu lesen und ich habe das Buch an einem Tag beendet. Geschrieben ist es aus Sicht von Saphina, wodurch man ihre Gedanken und Gefühle hautnah mitbekommt.

Zu Beginn lernt man Saphina, die jüngste von drei Schwestern kennen. Sie hat keine Verpflichtungen, doch als ihre ältere Schwester stirbt verändert sich alles für sie.

Da das Buch zur Romantasy-Reihe gehört ist klar, dass es hier irgendwas Übernatürliches geben wird, der Klappentext verrät aber nichts und ich werde auch versuchen nicht darauf einzugehen. Was ich aber sagen kann ist, dass der Fantasy-Anteil eher gering ist und auch erst recht spät eine Rolle spielt. Das finde ich gar nicht so schlecht, da man zusammen mit Saphina einige Dinge lernt und die Geschichte ihrer Familie nochmal beleuchtet wird. Sie selbst, wie auch der Leser, hat zuerst keine Ahnung, was eigentlich auf Saphina wartet und ich mochte es, dass man erst mit ihr zusammen drauf kommt, was eigentlich los ist.

Den Einstieg und auch den Klappentext finde ich ein wenig irreführend, da man automatisch annimmt, dass das Buch in einer eher mittelalterlichen Zeit angesiedelt ist. Wenn dann plötzlich von Ed Sheeran die Rede ist und ein Kamerateam im Schloss auftauchen, kann man schon verwirrt sein. Ich war es zumindest, denn ich bin nicht von einer Geschichte, die in der aktuellen Zeit spielt, ausgegangen. Meist mag ich sowas auch nicht, aber hier wurde der moderne Anteil eher klein gehalten, wodurch es mich dann nicht sonderlich gestört hat.

Saphina mochte ich wirklich gerne. Sie hat ganz normalen Streit mit ihrem Schwestern und obwohl sie später ein wenig naiv wirkt, nachdem sie herausgefunden hat, was eigentlich in ihrer Familie los ist, habe ich sie doch immer mehr ins Herz geschlossen. Klar, alles hat sich für sie verändert, da wäre ich auch ein wenig durch den Wind und würde Leute anschreien, die es eigentlich nicht verdient haben, von daher konnte ich sie verstehen, auch wenn mir Dante manchmal leid tat, dass er sich mit ihren Gefühlsschwankungen herumschlagen musste.

Dante ist der zweite wichtige Charakter und derjenige, der Saphina helfen soll. Zuerst mochte ich ihn nicht, da er die Nähe zu ihr gesucht hat, obwohl er mit ihrer Schwester zusammen war, doch meine Meinung über ihn hat sich bald geändert. Ich fand es nur nicht ok, dass er ihr nicht sofort alles erzählt hat und Saphina manchmal wie ein kleines Kind behandelt hat, ansonsten mochte ich ihn wirklich gerne.

Die Geschichte selbst fand ich wirklich gut. Zuerst wirkt es wie ein Roman, der einfach viele Geheimnisse und Intrigen beinhaltet, doch sobald der Fantasy-Teil dazu kommt, wird es einfach immer besser. Ich fand die letzten 100 Seiten wirklich spannend und gut geschrieben, obwohl einige Hindernisse wirklich einfach zu überwinden waren und der große Kampf am Ende ein bisschen schnell vonstatten ging. Das hat mich aber wirklich nur minimal gestört, da ich das Buch einfach von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen habe.

Was ich nicht ganz gefühlt habe, war die Liebe. Es ist offensichtlich, wer das Liebespaar sein wird, aber so ganz kamen die Gefühle einfach nicht bei mir an und ehrlich gesagt hätte ich das Buch ganz ohne die Liebesgeschichte viel besser gefunden. Die beiden streiten sich durchgehend und auch wenn versucht wir dzu erklären, warum das so ist, konnte ich es einfach nicht nachvollziehen. Abgesehen davon fand ich das Buch echt klasse.

Fazit:

Ich bin von einem anderen Setting ausgegangen, wurde aber überrascht. Nachdem ich mich an die moderne Zeit gewöhnt hatte, hat sich das Buch fast von allein gelesen. Ich mochte die Charaktere und auch die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Meiner Meinung nach ist es auch gar nicht schlimm, dass der Fantasy-Anteil in dem Buch nur zum Schluss da ist, es hat für mich einfach gepasst. Ich gebe dem Buch 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Anders als erwartet

Mit dir falle ich
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Inhalt:

Robyn weiß genau, was sie will – beim Dating und im Leben. Nach ihrem Maschinenbaustudium wird sie die Karriereleiter erklimmen und sich nie wieder Sorgen um Geld machen müssen. Von diesem Plan ...

Inhalt:

Robyn weiß genau, was sie will – beim Dating und im Leben. Nach ihrem Maschinenbaustudium wird sie die Karriereleiter erklimmen und sich nie wieder Sorgen um Geld machen müssen. Von diesem Plan wird sie sich durch nichts und niemanden abbringen lassen. Erst recht nicht durch Finn, ihren unverschämt gutaussehenden Kommilitonen, der sein Bad-Boy-Image mehr als verdient hat – und der ganz offensichtlich auf sie steht. Aber kann eine Beziehung mit dem reichen Schönling wirklich gutgehen?
Quelle: fischerverlage.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Das macht dann 19,20€.“

Das Cover finde ich wirklich schön. Es erinnert an einen Liebesroman, wobei dieses Buch hier ganz anders ist und man nicht allzu viel Gesülze erwarten sollte.

Der Schreibstil der Autorin war wirklich gut zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Robyn, wodurch man ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen kann. Besonders gegen Ende hat es die Autorin geschafft, die ganzen widersprüchlichen Gefühle sehr gut zu transportieren.

Zu Beginn lernt man Robyn kennen, die gerade knapp bei Kasse ist. Als ihr Date sie sitzen lässt und sie die Rechnung nicht zahlen kann, springt ein Fremder ein und begleicht diese. Eben jener Fremder entpuppt sich auch als ihr neuer Nachhilfeschüler und schon bald kommen sie sich näher, doch nicht alles ist so perfekt.

Der Einstieg in das Buch ist mir einerseits leicht gefallen, andererseits hatte ich mit den Charakteren so meine Probleme. Robyn war mit zuerst unsympathisch, Tim mochte ich nicht, Mia war mir zu aufgedreht und da Finn ein Bad-Boy ist, wie er im Buche steht, war klar, dass ich ihn nicht mögen würde. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mit der Geschichte war wurde, da einige Aussagen und Dinge einfach so klischeehaft waren und ich nur die Augen verdrehen konnte. Robyn will stark und unabhängig sein, außerdem soll sie keine 0815 Protagonistin sein, daher wird gefühlt in jedem Kapitel betont, dass sie nur oversized Shirts trägt, tättowiert ist und nicht gern mit Menschen redet. Das war ein wenig zu erzwungen für mich, mit der Zeit wurde es aber besser.

Finn ist der Inbegriff von Bad-Boy. Er ignoriert Robyn, außer er braucht was. Er flirtet mit anderen und steht nach dem Sex einfach auf und geht. Ich habe ihn ab dem ersten Moment an gehasst und man konnte recht schnell sehen, in welche Richtung das Buch gehen würde. Kein Mensch kann Finn als gut oder süß oder sonst was bezeichnen, ich habe einen so großen Hass auf den Typen und hätte mir gewünscht, dass die Autorin eine richtig schöne Anbrüllszene am Ende einbaut. Verdient hätte er es.

Tim und Mia sind die besten Freunde von Robyn und ich die beiden hab ich mit der Zeit echt ins Herz geschlossen. Mia ist zwar super aufgedreht und es ist sofort klar, wie ihre Geschichte weiter geht, aber dennoch mochte ich sie irgendwie. Man kann ihr auch keine Vorfwürfe machen, dass sie Robyn nicht vor Finn gewarnt hat, denn Robyn hat ihr nichts erzählt. Für ihren Wissensstand war sie also eine gute Freundin. Tim fand ich echt witzig und ich habe jede Szene mit ihm in der Bar gemocht. Bei ihm mag Eifersucht im Spiel sein, aber er war der einzige, der Robyn wirklich von Finn ferhnahlten wollte, irgendwie fand ich das süß.



Die Geschichte ist zuerst wie jeder andere Liebesroman. Ein Enemies-to-Lovers Plot. Die beiden mögen sich nicht sonderlich, zumindest mag Robyn Finn nicht, doch er lässt nicht locker und verbringt immer mehr Zeit mit ihr. So ganz konnte ich nicht verstehen, wie sie sich in ihn verliebt hat, da es schon sehr früh Anzeichen gab, dass er es nicht ernst meint, aber wenns um die Liebe geht, ist man manchmal verblendet. Die Autorin zeigt in dem Buch, wie leicht man sich von schönen Worten und ein paar Gesten einlullen lässt und wie gefährlich das sein kann. Wenn man das Buch liest, sieht man, dass Finn nicht der Richtige ist. Es gab so viele Anzeichen, aber weil Robyn die rosarote Brille aufhat, merkt sie einfach nichts.

Nachdem die beiden schon sehr eng ist und Robyn an eine Beziehung mit ihm glaubt wurde es immer schlimmer. Ich weiß, dass sowas im realen Leben auch passiert, aber darüber zu lesen fand ich erschreckend. Finn hat Robyn gekonnt manipuliert, ihr eingeredet, dass sie das Problem ist, sie von ihm abhängig gemacht und sie somit an ihn gebunden. Während ich das Buch gelesen habe, hatte ich eine Gänsehaut und jedes Mal wenn Robyn Zweifel hatte, habe ich gehofft, dass sie merkt, dass diese berechtigt sind. Wie mit dem Thema dann am Ende umgegangen wurde fand ich allerdings zu schnell. Es wirkte etwas überstürzt und meiner Meinung nach hätte man ein wenig mehr darauf eingehen können, was die Situation psychisch mit Robyn gemacht hat.



Fazit:

Man wird von dem Klappentext ein wenig in die Irre geleitet. Das Buch vermittelt eine ganz wichtige und andere Botschaft, als man sich zuerst denken würde. Auch wenn ich die Charaktere am Anfang alle nicht sonderlich mochte, außer Mia, wurde mit Robyn immer sympathischer. Man kann sich schon früh denken, in welche Richtung das Buch gehen wird, wie die Autorin es dann aber geschafft hat, alles aufzulösen, fand ich sehr gelungen. Ich gebe dem Buch vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Ganz nett für Zwischendurch

Uhrwerk der Unsterblichen
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Inhalt:

Der letzte Sekundenschlag deiner Taschenuhr
markiert den Zeitpunkt, ab dem du unsterblich bist.

Averys Alterungsprozess wurde für immer eingefroren, als seine Uhr wie bei allen Unsterblichen ...

Inhalt:

Der letzte Sekundenschlag deiner Taschenuhr
markiert den Zeitpunkt, ab dem du unsterblich bist.

Averys Alterungsprozess wurde für immer eingefroren, als seine Uhr wie bei allen Unsterblichen aufgehört hat zu ticken. Heute führt er ein zurückgezogenes Leben in Paris, fern des Übernatürlichen. Einzig die stillstehenden Zeiger erinnern ihn daran, dass er magische Kräfte besitzt. Als die menschliche Giulia seine Identität aufdeckt und kurz darauf ein unerklärlicher Mord die Menschenwelt in Aufruhr versetzt, schließt er sich notgedrungen mit ihr zusammen, um den Täter zu finden. Doch trotz seiner Kräfte birgt die Suche nach dem Mörder unüberwindbare Gefahren, die die magischen Gesetze einzureißen drohen.
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Ein missgünstiger Blick verfolgte die Gestalt, die im Licht des Sonnenuntergangs langgezogen Schatten auf den Asphalt warf.

Das Cover find ich sehr schön. Ich mag die Schlichtheit und trotzdem sieht es gut aus, da oben das Gold runter rinnt. Abgebildet ist die Taschenuhr, die in dem Buch eine große Rolle spielt.

Der Schreibstil des Autors ist gut, aber ausbaufähig. Am Anfang von jedem Kapitel wurde versucht, poetisch zu schreiben, das war aber meist nur ein Absatz und danach verfiel der Stil in eine ganz einfache Sprache. Für mich gab es auch zu wenige Beschreibungen, das Buch hätte in jeder beliebigen Stadt spielen können, da ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, in Paris zu sein. Ebenfalls wurde Dinge zu oft wiederholt. An sich ist das Buch gut zu lesen, aber man merkt, dass der Stil noch nicht ausgereift ist und hier Luft nach oben da ist.

Zu Beginn lernt man Avery kennen, der ein Unsterblicher ist. Als er merkt, dass Guila seine Kräfte sehen kann und auch noch übernatürliche Morde passieren, muss er sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzen.

Der Einstieg in das Buch ist mir irgendwie nicht so leicht gefallen, da mit der Stil des Autors nicht ganz zugesagt hat. Bereits am Anfang merkt man, dass es keine wirklichen Hindernisse geben wird und Avery alles schaffen kann, was er sich vornimmt. Keine Ahnung, ich merk das einfach irgendwie. Die ersten 100 Seiten habe ich mir also recht schwer getan in die Geschichte zu finden, auch weil nicht wirklich viel passiert. Man lernt etwas über die Sapye und über Averys Vergangenheit, aber Spannung kam da noch nicht auf. Danach wurde es aber viel besser, sodass ich mich nicht mehr zwingen musste weiter zu lesen.

Zu den Charakteren konnte ich keine Verbindung aufbauen, wie waren mir beide recht egal, vor allem Guila mochte ich nicht. Immer wieder will sie weiter an den Morden arbeiten und zwingt Avery ihr zu helfen, obwohl er einfach seine Ruhe haben will. Wenn dann war mit Guila einfach unsympathisch und das hat sich bis zum Ende auch nicht geändert. Avery mochte ich schon ein wenig mehr, auch weil er nicht der typische Held ist. Er will zuerst gar nichts mit der Sache zu tun haben und gibt auch zu, wenn er Angst hat.

Die Geschichte konnte mich zu keinem Zeitpunkt wirklich mitreißen. Sie war gut und angenehm zu lesen und ab dem Mittelteil wurde es spannender, aber ich hätte auch jederzeit aufhören können, da ich nicht unbedingt wissen musste, wie es ausgeht. Avery und Guila wollen den Mörder finden, da dieser Unsterbliche tötet, da stoßen sie immer wieder auf HIndernisse, die sie aber sehr schnell aus dem Weg räumen. Mir ging das alles zu leicht, es gab nur wenige wirkliche Konflikte, und erst am Ende kam die ganze Action dazu. Wäre das ein bisschen besser ausgearbeitet und verteilt worden, wäre das Buch insgesamt schon spannender gewesen.

Was ich aber mochte war, dass es Kapitel aus der Vergangenheit gibt. Diese sind von anderen Charakteren und es wird erst mit der Zeit klar, wie diese mit der Gegenwart zusammenhängen. Dadurch bekommt man als Leser einiges an Hintergrundwissen und kann sich einige Dinge schon selbst zusammenreimen. Hier tat ich mir nur mit den Namen etwas schwer, da manchmal der volle Name und dann wieder nur der Spitzname verwendet wurden. Und die Namen waren ganz eigen, aber das war jetzt kein allzu großer Störfaktor.

Das Ende war ganz ok, hat mich aber auch nicht wirklich aus den Socken gehauen. Insgesamt kann ich sagen, dass das Buch nett für Zwischendurch ist, man aber auch nichts verpasst, wenn man es nicht liest.

Fazit:

Am meisten Probleme hatte ich mit dem Schreibstil und damit, dass alles zu leicht war. Die Protagonisten stoßen selten auf Hindernisse, die sich nicht leicht lösen lassen. Hier hätte ich mit etwas mehr gewunschen. Die Auflösung fand ich gut, wobei ich die Beweggründe des Bösewichts nicht ganz verstehen konnte. Das erschien mir etwas lieblos. Ich gebe dem Buch 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2021

Gute Idee

Ghostwalker
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Inhalt:

Hamburg 2047: Die Ausspähung von Daten ist ein weltweites Geschäft. Große Firmen nutzen zum Versand von Nachrichten sogenannte Ghostwalker in der virtuellen Welt, um Datendiebstahl zu vermeiden. ...

Inhalt:

Hamburg 2047: Die Ausspähung von Daten ist ein weltweites Geschäft. Große Firmen nutzen zum Versand von Nachrichten sogenannte Ghostwalker in der virtuellen Welt, um Datendiebstahl zu vermeiden. Einer dieser Ghostwalker ist der siebzehn Jahre alte Jonas. In der realen Welt kommt er gerade so über die Runden, im Netz jedoch ist er eine Legende und unter dem Namen Moondancer bekannt. Als er einen sehr lukrativen Auftrag annimmt, heftet sich die geheimnisvolle Blue an seine Fersen und will ihn mit allen Mitteln aufhalten. Dann aber tauchen unvermittelt Feinde auf, die sie beide und die ganze Welt bedrohen. So werden aus den Konkurrenten Blue und Moondancer Verbündete, die sich gemeinsam dem Kampf auf Leben und Tod stellen müssen.
Quelle: thienemann-esslinger.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Unter Jonas‘ Stiefeln knrischte der gefrorene Schnee.

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es sieht schon sehr futuristisch aus und sowas zieht mich einfach immer an. Ich mag die Stadt und dann die Bits dazwischen, das passt einfach alles super zum Inhalt.

Der Schreibstil des Autors ist wirklich einfach zu lesen. Somit tun sich auch jüngere Leser mit dem Buch leicht. Geschrieben ist das Buch aus der allwissenden Sicht, wobei sich die Kapitel jeweils auf Blue oder auf Jonas konzentrieren. Hin und wieder gab es mir zu viele Wiederholungen und ich hätte mir manchmal bessere Ausschmückungen gewunschen, aber ansonsten war der Stil wirklich gut.

Jonas ist ein Ghostwalker und als er einen großen Auftrat bekommt, denkt er sich nichts dabei. Doch es steht viel auf dem Spiel und viele Parteien sind involviert.

Mein erstes Buch des Autors und das, obwohl er so bekannt ist. Ich habe mir also viel erwartet und wurde auch nicht enttäuscht. Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen, da Jonas bereits in einem Auftrag ist und man dadurch sofort das System kennen lernt. Den Aufbau der neuen Welt fand ich interessant. Es gibt die reale Welt und Firmen können sich eine simulierte Welt erschaffen, in denen Ghostwalker dann Aufträge, meist Botengänge, ausführen. Wie das alles funktioniert wird auch recht am Anfang erklärt, somit gibt es keine Verständnisprobleme.

Jonas selbst fand ich recht sympathisch. Für sein Alter wirkt er sehr erwachsen, was auch an seiner familiären Situation liegt. Außerdem ist er klug, denn während seines Auftrags sind ihm einige Sachen aufgefallen, die ihm helfen und ich hätte keine Ahnung gehabt, wie er weiter machen soll. Zusammen mit Jonas erlebt man in dem Buch zwei Walks, wobei er auch gewisse Geräusche in der echten Welt sieht oder hört. Das hat mich ein wenig verwirrt, aber ansonsten klang alles logisch. Seine Walks waren beide sehr spannend, der erste diente sozusagen als Einführung für den Leser, mit diesem wurde alles erklärt. Der zweite ist die eigentliche Geschichte, somit besteht das Buch hauptsächlich aus einem Walk, doch es wird nie langweilig.

Blue ist die zweite Protagonistin. Man erfährt leider nicht allzu viel über sie und wurde bis zum Ende nicht wirklich greifbar für mich. Sie war eben da, aber sie war mit sozusagen egal. Einzig Hellboy mochte ich in ihrer Storyline, von dem Kerl hätte ich gerne noch mehr gelesen, da er ein wirkliches Genie ist. Blue selbst kann ich einfach nicht beschreiben. Sie ist einsam, hat nichts und lenkt sich mit dem walken ab. Irgendwie verstehe ich sie, aber ich konnte einfach keine Verbindung zu ihr aufbauen.

Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn sie hauptsächlich aus einem Walk besteht. Dieser war so aufgezogen, dass er lange dauert und durch immer neue Figuren in der simulierten Welt gab es da einiges zu entdecken. Zusammen mit Jonas walkt man also durch die Simulation und soll den Auftrag ausführen, mit der Zeit wird aber klar, dass da mehr dahinter steckt. Die Rolle, die Jonas dann einnimmt, fand ich toll. Zuerst sollte es einfach ein Auftrag sein, aber mit der Zeit wurde es persönlich für ihn. Zu jeder Zeit konnte ich seine Gefühle nachvollziehen und ich weiß nicht, ob ich in manchen Situationen so ruhig geblieben wäre. Insgesamt war der Walk recht spannend, auch wenn ich mir nicht gedacht habe, dass sie fast das komplette Buch in einer virtuellen Realität abspielt.

Leider, und ich muss hier leider sagen, gab es auch eine Liebesgeschichte. Sie hat für mich zu keinem Zeitpunkt ins Buch gepasst, es gab keine Chemie zwischen den Figuren und ich konnte keine Stelle finden, die irgendwie zu der plötzlichen Liebe führt. Ich konnte es einfach nicht nachvollziehen und es wirkte auch ziemlich hinein gequetscht, da sie erst gegen Ende eingeführt wird. Für mich war es so, als wolle der Autor noch schnell eine Liebesgeschichte einbauen, damit jeder zufrieden ist. Es passt aber einfach nicht und ohne wäre das Buch viel besser gewesen.

Fazit:

Insgesamt fand ich die Welt und die Technologien sehr interessant. Man merkt aber, dass das Buch für jüngere Leser geschrieben ist, dadurch sind alle Konflikte leicht lösbar und die Geschichte wirkte manchmal gehetzt. Dennoch mochte ich das Buch, bis auf die Liebesgeschichte war es sehr unterhaltsam. Bei der Bewertung tue ich mir wirklich schwer, da ich einige Kritikpunkte habe, mich aber auch unterhalten gefühlt habe. Ich gebe dem Buch 3 solide Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere