Unterhaltsam, aber kein Highlight
The Blackgate InvitationBlackgate Invitation hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist richtig stark: ein geheimnisvolles Setting, ein exklusiver Ort, zu dem nur ausgewählte Personen eingeladen ...
Blackgate Invitation hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist richtig stark: ein geheimnisvolles Setting, ein exklusiver Ort, zu dem nur ausgewählte Personen eingeladen werden, und diese unterschwellige Spannung, dass irgendetwas nicht stimmt.
Gerade am Anfang hat mich das Buch auch total gecatcht. Die Atmosphäre ist dicht, fast schon düster, und man spürt sofort dieses „hier passiert gleich etwas“-Gefühl. Das Setting ist definitiv das Highlight – dieses abgeschlossene, leicht unheimliche Umfeld trägt die Geschichte über weite Strecken.
Auch die Figuren sind grundsätzlich interessant angelegt, vor allem weil man ihnen nicht sofort komplett trauen kann. Es gibt viele kleine Andeutungen, Geheimnisse und Dynamiken, die neugierig machen.
Aber genau hier liegt auch mein Problem: Vieles bleibt eher an der Oberfläche. Statt die Spannung richtig auszubauen, verliert sich die Geschichte zwischendurch ein bisschen. Manche Entwicklungen kommen recht plötzlich oder werden nicht ganz so intensiv ausgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte.
Die Beziehung(en) im Buch konnten mich deshalb auch nicht komplett überzeugen. Es gibt Ansätze und Spannung, aber mir hat stellenweise die Tiefe gefehlt, um wirklich mitzufühlen.
Der Schreibstil ist angenehm und sorgt dafür, dass man gut durchkommt, aber auch hier fehlt manchmal dieses gewisse Etwas, das die Geschichte noch packender gemacht hätte.
Insgesamt ist Blackgate Invitation ein solides Buch mit einer richtig starken Idee und Atmosphäre, das aber sein volles Potenzial nicht ganz ausschöpft. Für mich gut zu lesen und unterhaltsam, aber kein Highlight.