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Veröffentlicht am 13.02.2026

Hell's gate

Heaven's Gate
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Heaven’s Gate – Daniel Faßbender
Anstatt das Heaven’s Gate, wie dieses Werk nach der großen Welle auf der philippinischen Insel Suragao benannt ist, entwickelt sich die Handlung eher in Richtung eines ...

Heaven’s Gate – Daniel Faßbender
Anstatt das Heaven’s Gate, wie dieses Werk nach der großen Welle auf der philippinischen Insel Suragao benannt ist, entwickelt sich die Handlung eher in Richtung eines Hell’s Gate.
Der ehemalige deutsche Profisurfer und Lebemann Caruso lässt sich aus Geldmangel als Privatermittler anheuern und gerät in dunkelste Machenschaften um einen internationalen Drogensumpf.
Der gute Caruso geht die Ermittlungen ein wenig blauäugig an. Zusätzlich hat er scheinbar ein Alkoholproblem (und ist noch stolz darauf, denn immerhin nimmt er ja keine Drogen). Außerdem zeigt sich zunehmend ein gewaltiges Aggressionspotential, das er nicht immer geschickt einsetzt.
Generell war mir dieser Roman zu gewalttätig. Es gibt etliche Tote und viel Blutvergießen. Vor allem gegen Ende hin häufen sich Szenen wie aus einem Actionfilm. Es wird ein wenig unglaubwürdig.
Positiv zu erwähnen ist natürlich das atemberaubende Setting. Die Surf-Szene auf den Philippinen wird mit viel Herzblut und Knowhow beschrieben. Das mochte ich sehr. Auch darüber hinaus wird die Insel bildreich und detailliert gezeichnet. Gerade auch die politischen, strukturellen und natürlich auch die Drogenprobleme fand ich sehr interessant.
Mit Caruso als Ermittler konnte ich dann leider nicht ganz so viel anfangen…
3 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Alec und die Furyen

Furye
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Furye – Kat Eryn Rubik
Ein unheimlicher düsterer Sog ist in dieser Geschichte enthalten.
Vor zwanzig Jahren erlebten die drei Furyen – Alec, Meg und Tess – den Sommer ihres Lebens, im positiven wie im ...

Furye – Kat Eryn Rubik
Ein unheimlicher düsterer Sog ist in dieser Geschichte enthalten.
Vor zwanzig Jahren erlebten die drei Furyen – Alec, Meg und Tess – den Sommer ihres Lebens, im positiven wie im negativen Sinne. Danach zieht Alec mit ihren Eltern weg und kehrt erst zwanzig Jahre später zurück.
Erzählt wird dieser furiose Roman in zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart, in der Alec es beruflich geschafft hat, erfolgreich zu werden, innerlich aber unglücklich und einsam ist. Aus ihren Tagebucheinträgen von damals erfahren wir, was in jenem Sommer passiert ist.
Großen Raum nimmt heute wie damals die Liebesgeschichte zwischen Alec und Romain ein. Zwischendurch war ich darüber nicht ganz glücklich, weil ich Romain von Beginn an nicht mochte.
Eine Geschichte, die kraftvoll erzählt ist. Unkonventionell, feministisch, provozierend – so entwickelt sich ein gewaltiger Sog, der mich am Ende fassungslos wieder ausspuckte.
Respekt! 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Highlight!

Restsommer
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Restsommer – Kea von Garnier
Ein Highlight, das mich vollkommen mitgerissen hat!
Im Sommer 2003 ist Dominik sechzehn, der Schulabschluss rückt näher und er ist mit all den typischen Fragen und Unsicherheiten ...

Restsommer – Kea von Garnier
Ein Highlight, das mich vollkommen mitgerissen hat!
Im Sommer 2003 ist Dominik sechzehn, der Schulabschluss rückt näher und er ist mit all den typischen Fragen und Unsicherheiten beschäftigt. Sein Vater geht davon aus, dass er das Bestattungsunternehmen weiterführen wird. Aber was ist mit Dominiks Träumen? Hat er überhaupt welche? Zwischen „Freibad, Bandproben und den Leichen in Papas Keller“ beschäftigt ihn auch zunehmend der Neue in seiner Klasse – Biff.
2003 ist auch das Jahr, in dem ich mein Abitur gemacht habe. Viele Fragen kann ich also sehr gut nachvollziehen und wie ich finde, hat die Autorin diese Zeit ganz wunderbar eingefangen. Immer wieder dachte ich bei der Lektüre "Ja genau so war das!“.
In gewisser Weise ist dies ein typischer Coming-of-Age-Roman. Erwachsenwerden, Rebellion, die erste Liebe, viele Möglichkeiten und wenig Antworten. Dominiks erste Liebe erfordert eine ordentliche Portion Mut; in der Schule läuft es schlecht.
Kea von Garnier hat eine unglaublich empathische Art und Weise, mit ihren Figuren mitzufühlen. Man kommt ihnen als Leser sehr nahe und kann sich stark mit ihnen identifizieren und fühlt sich in die eigene Jugend zurückversetzt. Gerade auch Fans von Benedict Wells werden diesem Debütroman ihre Freude haben!
Ganz wunderbar. Ein Jahreshighlight 2026!
5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Familiengeschichte

Wie Schiffe auf stürmischer See
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Wie Schiffe auf stürmischer See – Kathy Biggs
Grace kümmert sich nach persönlichen Schicksalsschlägen aufopferungsvoll um ihren demenzkranken Vater Jack. Gemeinsam trauern sie um den verlorenen Bruder ...

Wie Schiffe auf stürmischer See – Kathy Biggs
Grace kümmert sich nach persönlichen Schicksalsschlägen aufopferungsvoll um ihren demenzkranken Vater Jack. Gemeinsam trauern sie um den verlorenen Bruder und Sohn Michael, der vor zwanzig Jahren bei einem Unglück auf See ums Leben kam. Zumindest ist seine Familie in dem Glauben, bis eine junge Frau vor der Tür steht, die das Gegenteil behauptet. Gemeinsam unternehmen sie einen abenteuerlichen Roadtrip entlang der britischen Küste – auf den Spuren der Vergangenheit und des verlorenen Sohns.
Gerade Jacks Demenzerkrankung fand ich sehr authentisch und empathisch dargestellt, genau wie die selbstlose Pflege seiner Tochter, die sich auch ein Stück weit vor ihren eigenen Monstern versteckt. Andererseits gibt es aber zunehmend Situationen, die vermieden hätten werden können und die Jack in Gefahr bringen.
Dieser Roman ist sehr eingängig und angenehm geschrieben; man fliegt nur so durch die Seiten. Spannend ist auch die Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven. Spätestens als Michael selbst zu Wort kommt, dämmert es dem Leser, dass es auch zu dieser Familientragödie verschiedene Blickwinkel gibt.
Die Atmosphäre am Meer mochte ich sehr. Gerade auch dessen Unberechenbarkeit und die Gefahren werden immer wieder deutlich.
Grace ist allerdings eine recht labile und leicht aus der Fassung zu bringende Protagonistin, die mich gegen Ende doch etwas genervt hat.
Es ist eine sehr emotionale Geschichte mit mehreren Handlungssträngen, die sich aufeinander zubewegen. Ein spannender Roman, den ich gerne gelesen habe, den ich aber keinesfalls als anspruchsvoll bezeichnen würde. Im Gegenteil droht die Handlung immer wieder in Kitsch abzudriften.
4 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Die neue Erde

Erde 13
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Erde 13 – Aufbruch ins Ungewisse – Andreas Langer
Dies ist der erste Teil einer ganz wunderbaren Science-Fiction-Reihe für junge Leser ab ca. 9/10 Jahren.
Die beiden Elfjährigen Levi und Gwendolin sind ...

Erde 13 – Aufbruch ins Ungewisse – Andreas Langer
Dies ist der erste Teil einer ganz wunderbaren Science-Fiction-Reihe für junge Leser ab ca. 9/10 Jahren.
Die beiden Elfjährigen Levi und Gwendolin sind Teil einer Expedition zum Planeten Erde 13, der ihre neue Heimat werden soll. Nach einem 92-jährigen Kälteschlaf gibt es bei der Landung jedoch Schwierigkeiten und die Passagiere werden bei der Bruchlandung auf dem unerforschten Planeten getrennt. Die erste Mission besteht also darin, die verlorenen Mitglieder, sowie die Fähre mit den dringend benötigten Vorräten wiederzufinden. Die Kinder begegnen gefährlichen und fantastischen Wesen und erleben unglaubliche Abenteuer.
Auch als Erwachsene fand ich hier das Worldbuilding und Storytelling ganz toll. Es gibt sowohl Informationen zum Niedergang der alten Erde, die diese Expedition notwendig machten, als auch plausible Beschreibungen der Erde 13. Natürlich werden hier noch nicht alle Geheimnisse gelüftet, aber dafür wird es ja weitere Teile geben. Ich muss gestehen, dass ich, obwohl ich weniger zur Zielgruppe gehöre, vollkommen in diese Geschichte abtauchen konnte.
Freundschaft und Teamwork werden hier ganz groß geschrieben.
Toll! 5 Sterne

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