Die Biografie der Schauspielerin verwoben mit einer historischen Kriminalgeschichte
Tod bei den Salzburger FestspielenEin Roman, der eher eine literarische Biografie als ein reiner historischer Kriminalroman ist. Sehr gut hat die Autorin das Leben von Else Heims, Max Reinhardts erster Frau und einer Schauspielerin Österreichs ...
Ein Roman, der eher eine literarische Biografie als ein reiner historischer Kriminalroman ist. Sehr gut hat die Autorin das Leben von Else Heims, Max Reinhardts erster Frau und einer Schauspielerin Österreichs jener Zeit, beleuchtet. Mit einem schwungvollen und imposanten Schreibstil versteht sie es, die Lesenden bei Laune zu halten. Die opulente Sprache hat mir durchaus imponiert.
Das Leben der mir bislang unbekannten Schauspielerin wird mit Zeitsprüngen in ihre Kindheit und ihr Wirken in den 1930er-Jahren sehr gut dargestellt. Was mir persönlich weniger gefallen hat, waren die kriminaltechnischen Aspekte. Im Vergleich zu anderen Kriminalromanen war mir hier zu wenig „Krimi“ vorhanden. Ich hätte mir mehr Ermittlungsarbeit und Nebenschauplätze gewünscht – vielleicht bin ich aber auch mit anderen Erwartungen an diesen Roman herangegangen.
Die Biografie der Schauspielerin, verwoben mit einer historischen Kriminalgeschichte, hatte für mich eher den Charakter eines biografischen Romans. Besonders interessant fand ich die vielen Einblicke in die Theaterwelt, in die Gefühlswelt der Schauspielerei und in deren schöne wie auch weniger schöne Momente, die die Autorin sehr gut beleuchtet. Auch die politische Problematik des Judentums in den 1930er-Jahren ist gut in die Geschichte integriert.
Losgelöst vom Krimiaspekt hat mich diese Geschichte, die von einem äußerst formidablen Schreibstil getragen wird, sehr gut unterhalte