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LaraJWinter

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Gefangen im eigenen Thriller: Nervenkitzel mit kleinen Pausen

Das Buch - Schreib um dein Leben!
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Schreib um dein Leben von Patricia Walter war für mich ein wirklich solider Thriller, den ich über Audible gehört habe. Die Sprecherin Margit Sander hat einen fantastischen Job gemacht! Ihre angenehme ...

Schreib um dein Leben von Patricia Walter war für mich ein wirklich solider Thriller, den ich über Audible gehört habe. Die Sprecherin Margit Sander hat einen fantastischen Job gemacht! Ihre angenehme Stimme hat definitiv dazu beigetragen, dass die beklemmende Keller-Atmosphäre bei mir ankam.

Besonders hervorheben möchte ich die Protagonistin Kara. Es war erfrischend, mal keine Damsel in Distress zu haben, die nur passiv in ihrer Zelle hockt. Kara ist super stark, sie schmiedet Pläne und versucht mehrfach zu fliehen. Das hat sie für mich sehr greifbar und sympathisch gemacht, man fiebert richtig mit ihr mit.

Einen kleinen Abzug gibt es für den Aufbau: Das Buch, das Kara im Keller über den „Puppenmörder“ schreiben muss, wird kapitelweise eingebunden. Das liefert zwar interessante Einblicke in die Psyche des Täters, hat für meinen Geschmack aber immer wieder den Drive aus der eigentlichen Handlung genommen. Wenn man gerade wissen will, wie Karas nächster Fluchtversuch endet, bremst so ein Rückblick die Spannung leider etwas aus.

Fazit: Kein ultimatives Jahreshighlight, aber ein sehr guter, handfester Thriller für zwischendurch, der vor allem durch eine kämpferische Hauptfigur glänzt. Als Hörbuch absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Mehr als nur Strandkiosk & Sonnenschein: Eine Liebeserklärung an die eigene Stärke

Summer Tides
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Vielen Dank an die Bloggerjury für dieses tolle Rezensionsexemplar! Sarah Fulmer hat mich mit „Summer Tides“ direkt an die goldenen Strände von St. Ives entführt. Auch wenn ich mir an manchen Stellen noch ...

Vielen Dank an die Bloggerjury für dieses tolle Rezensionsexemplar! Sarah Fulmer hat mich mit „Summer Tides“ direkt an die goldenen Strände von St. Ives entführt. Auch wenn ich mir an manchen Stellen noch einen Tick mehr detaillierte Umgebungsbeschreibungen gewünscht hätte, hat das Fernweh definitiv gekickt.

Was dieses Buch für mich aus der Masse der Sommerromane heraushebt, ist die Protagonistin Scarlett. Ja, sie ist stellenweise etwas naiv, aber das passte perfekt zu ihrem Charakter und ihrem Wunsch nach einem radikalen Neuanfang. Besonders berührt (und wütend gemacht) hat mich die Darstellung ihrer toxischen Beziehung zu Eric in London. Was für ein selbstverliebter Arsch! Dass die Autorin hier zeigt, wie schwierig es ist, aus solchen Mustern auszubrechen und das Erlebte zu verarbeiten, fand ich wahnsinnig wichtig und authentisch.

Die Liebesgeschichte mit Jonah war süß, lustig und herrlich „grumpy“. Es gab zwar Momente von Misskommunikation, aber die wirkten hier eher menschlich als künstlich konstruiert. Mein absolutes Highlight war jedoch die Auflösung: Es gibt kein übereiltes „Und alles ist sofort super“-Ende. Dass Scarlett sich bewusst erst einmal gegen die Beziehung entscheidet, um Jonah nicht an seinem Traum vom Job zu hindern und gleichzeitig zu lernen, selbstständig und alleine klarzukommen, war für mich die größte „Green Flag“ des Buches. Diese Entscheidung für sich selbst hat das spätere Happy End nur umso verdienter und schöner gemacht.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Trotz Scarletts Pechsträhne und ihrer Schulden löste sich am Ende alles ein wenig zu reibungslos auf – da hätten die „Stakes“ für mich ruhig noch etwas höher sein dürfen, damit der Sieg sich noch erkämpfter anfühlt. Insgesamt aber eine wundervolle, lockere Sommerlektüre ohne überdrehte Dialoge oder unnötiges Drama.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn die Danksagung dich fassungslos zurücklässt...

ZIMMER 706
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Ich bin ganz ehrlich: Ich habe etwas völlig anderes erwartet. Basierend auf dem Klappentext dachte ich an einen rasanten Action-Thriller, aber „Zimmer 706“ ist ganz anders, vor allem viel intensiver und ...

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe etwas völlig anderes erwartet. Basierend auf dem Klappentext dachte ich an einen rasanten Action-Thriller, aber „Zimmer 706“ ist ganz anders, vor allem viel intensiver und psychologischer. Und genau das hat mich so unfassbar an der Stange gehalten.

Die Geschichte von Kate ist hochemotional. Ich habe eine sehr klare Meinung zu Menschen, die ihre Partner betrügen, und mein erster Gedanke war: „Tja Kate, das hast du dir wohl selbst zuzuschreiben.“ Aber Ellie Levenson schreibt so erwachsen und reflektiert über die Probleme einer langjährigen Ehefrau und Mutter, dass mein Urteil im Laufe der Seiten komplett gewankt ist. Am Ende hatte ich so viel Verständnis für sie, wie ich es nie für möglich gehalten hätte.

Der Schreibstil ist herrlich unaufgeregt und reif – kein "Kinderzirkus“, sondern echte und schmerzhafte Themen. Und dann kommt dieses Ende! Ich sage nur: Asozial. Im besten Sinne! Ich habe die letzte Seite umgeblättert, das Wort „Danksagung“ gelesen und mein erster Impuls war, die Autorin für diesen Cliffhanger bzw. dieses offene Ende laut zu beschimpfen. 🤣 Man bleibt mit so vielen Gedanken zurück, dass das Buch noch lange nachhallt.

Ein absolutes 5-Sterne-Buch für alle, die Thriller wegen der psychologischen Tiefe lesen und kein Problem damit haben, wenn eine Autorin ihre Leser am Ende so richtig im Regen stehen lässt. Genial!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Verwirrend, spannend – aber nicht Fitzeks stärkster

Der Nachbar
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Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt Mühe, in Der Nachbar hineinzufinden – die Zeitsprünge haben mich anfangs komplett rausgebracht. Nach ein paar Kapiteln kam ich dann aber gut rein, und wie immer hat mich ...

Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt Mühe, in Der Nachbar hineinzufinden – die Zeitsprünge haben mich anfangs komplett rausgebracht. Nach ein paar Kapiteln kam ich dann aber gut rein, und wie immer hat mich Fitzeks Schreibstil sofort gepackt. Die kurzen Kapitel sind für mein ohnehin sprunghaftes Gehirn einfach perfekt – so fliegt man nur so durch die Seiten.


Die Story selbst war ein richtiges Verwirrspiel, im besten Fitzek-Sinn. Ich dachte lange, Sarah – die Protagonistin – sei vielleicht einfach verrückt oder nehme irgendwas ein, so schräg war alles. Gerade das hat mir gefallen: dass man sich nie sicher sein konnte, was eigentlich Realität ist. Trotzdem muss ich sagen, dass es für mich nicht Fitzeks bester war. Der ganz große Plottwist, für den ich seine Bücher sonst so liebe, hat mir dieses Mal ein bisschen gefehlt.


Sarah fand ich als Figur schwierig – nachvollziehbar, ja, aber nicht unbedingt sympathisch. Dafür mochte ich Marion, ihre beste Freundin, sehr. Sie steht loyal an Sarahs Seite, auch wenn die Sache mit Haiko (dem gemeinsamen Mann im Mittelpunkt des Dramas) etwas merkwürdig war. Sarahs Tochter war mir sympathisch – mitten in der Teenagerphase, aber liebenswert.


Insgesamt war das Buch super spannend – ich habe es in zwei Tagen verschlungen – und es liest sich wahnsinnig schnell weg. Das Ende war rund und stimmig, wenn auch weniger überraschend als erwartet.


Fazit: Ein fesselnder Psychothriller, der mit Tempo und Spannung punktet, aber ohne den typischen Fitzek-Schockmoment auskommt. Für mich starke 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Eine Liebeserklärung an den Mut zur Selbstfindung

Dieser Sommer gehört mir
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Claudia Schaumann hat mich mit „Dieser Sommer gehört mir“ auf eine sehr emotionale Reise nach Lüneburg und ins Tiny House mitgenommen.

Protagonistin Charlotte startet mit 43 fast bei Null – und ja, ihre ...

Claudia Schaumann hat mich mit „Dieser Sommer gehört mir“ auf eine sehr emotionale Reise nach Lüneburg und ins Tiny House mitgenommen.

Protagonistin Charlotte startet mit 43 fast bei Null – und ja, ihre Naivität tat mir am Anfang fast im Herzen weh. Dass sie jahrelang die Selbstfürsorge vergessen hat und völlig unvorbereitet vor den Trümmern ihrer Ehe steht, ist hart, aber leider sehr authentisch dargestellt. Besonders wütend hat mich ihre „Freundin“ Caro gemacht – solche Menschen braucht niemand im Leben! Umso schöner war die Dynamik in der Männer-WG am See; die Jungs haben genau den richtigen Vibe reingebracht, um Charlotte aus ihrer Tristesse zu holen.

Ein kleiner Kritikpunkt waren für mich die Einschübe von Tochter Leni aus England. Obwohl ich selbst ein Auslandsjahr gemacht habe und die Zimmerbeschreibung (leider!) eins zu eins nachempfinden konnte, wirkte das Teenie-Drama für mich manchmal etwas deplatziert und hat mich aus Charlottes spannenderer Entwicklung rausgerissen.

Warum dann trotzdem 5 Sterne? Wegen des Endes! (Achtung, kleiner Spoiler) Ich habe fest mit einem „Happy Ever After“ gerechnet, bei dem sie für einen Mann alles stehen und liegen lässt. Aber Mo ist kein typischer Love Interest – er ist ein Antrieb für ihren Mut. Dass er sie gehen lässt, damit sie sich selbst findet, bevor sie ein „Wir“ bauen können, war Balsam für die Seele. „Ich will nicht die Bremse für deine Träume sein“ – dieser Satz hat mich fertiggemacht (im positiven Sinne!). Ein starkes Buch über die Erkenntnis, dass wir erst uns selbst gehören müssen, bevor wir zu jemand anderem gehören können.

Vielen Dank an Lovelybooks und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

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