Es ist kurz vor Weihnachten und Laurel McCullough könnte endlich mal gute Neuigkeiten gebrauchen. Ihre Großmutter wird zunehmend dement und sollte nicht mehr allein bleiben, aber Laurel und ihr Mann müssen ...
Es ist kurz vor Weihnachten und Laurel McCullough könnte endlich mal gute Neuigkeiten gebrauchen. Ihre Großmutter wird zunehmend dement und sollte nicht mehr allein bleiben, aber Laurel und ihr Mann müssen viel arbeiten, denn für ihren sehnlichsten und leider unerfüllten Kinderwunsch haben sie viel Geld investiert. Als plötzlich Mrs. Miracle vor der Tür steht und sich als Pflegerin für die Großmutter anbietet, ist das ein Glückfall. Großmutter Helen erkennt in Mrs. Miracle einen Engel und auch wenn Laurel nicht daran glaubt, so beginnt doch eine wundersame Zeit...
Im Dezember lese ich gern Weihnachtsromane und so habe ich zu diesem Buch gegriffen. Allerdings bin ich von der Buchlänge enttäuscht, denn von 224 Seiten gehören nur 188 Seiten direkt zur Geschichte, der Rest ist Leseprobe. Die Geschichte selbst ist gut erzählt und schnell gelesen. Leider wurde ich mit Laurel und ihrem Mann Zach nicht so recht warm. So ist "Winteerwunderzeit" eine kurze Geschichte für Zwischendurch, die mir wohl eher nicht in Erinnerung bleiben wird.
Berlin, 25 Jahre nach dem Fall der Mauer: aus diesem Anlass soll an der Staatsoper „Der Mauerfall“ uraufgeführt werden. In der Hauptrolle die Sopranistin Anna Wolf, die zur DDR-Zeiten aus dem Land floh ...
Berlin, 25 Jahre nach dem Fall der Mauer: aus diesem Anlass soll an der Staatsoper „Der Mauerfall“ uraufgeführt werden. In der Hauptrolle die Sopranistin Anna Wolf, die zur DDR-Zeiten aus dem Land floh und nie zurück gekehrt ist nach Berlin. Anna zögert zuerst die Rolle anzunehmen, stellt sich dann aber doch der Herausforderung und damit auch den „Geistern der Vergangenheit“. An ihrer Seite in der Oper ist der charismatische Sänger Kilian Holm...
Doch nicht nur „Der Mauerfall“ soll aufgeführt werden, an der Staatsoper proben auch Kinder für eine Version des „Lohengrin“. Hauptdarstellerin ist die zehnjährige Lissi. Als sie eines Tages von Julie, der besten Freundin ihrer Mutter, zur Probe gebracht wird, begegnet diese dem Sänger Kilian Holm. Julia ist fasziniert von seiner Stimme, von dem Mann, doch nach schlechten Erfahrungen mit Männern hat sie eine dicke Mauer um sich gezogen. Ist Kilian hartnäckig genug Julie hinter diesen Mauern hervor zu locken?
Der Roman „Der Klang von Mut“ entführt in die Welt der Oper. Man spürt von Beginn an wie sehr die Autorin diese Welt liebt und ich konnte durch die detaillierten Beschreibungen klare Bilder vor meinem inneren Auge sehen. Mit den Protagonisten musste ich erst warm werden, mochte sie dann aber sehr.
Auf der einen Seite sind da Anna, die ältere Sängerin, die schon so viel erlebt hat und Kilian, noch recht jung und doch schon sehr bekannt und gefragt, und wir erleben mit wie eine Oper einstudiert wird. Ich hatte allerdings erwartet, dass man noch mehr über Anna’s DDR- Vergangenheit erfährt. Im 2. Erzählstrang begleiten wir Julie und ihre Freundin Susa. Diese ist nicht glücklich, dass ihre Tochter so intensiv für die Kinderoper probt und darüber die Schule vernachlässigt. Die zehnjährige Lissi gefiel mir gut. Das Mädchen weiß was sie will und hat den Mut und die Ausdauer dafür zu kämpfen. Julie und Susa sind tolle Freundinnen, die sich in- und auswendig kennen und füreinander da sind. Beide Erzählstränge laufen lange nebeneinander. Erst als es zu Begegnungen zwischen Anna und Susa und später zwischen Julie und Kilian kommt vermischen sich nach und nach… Und irgendwann hat die Geschichte mich dann so gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Ende war für mich sehr stimmig.
„Der Klang von Mut“ ist ein interessanter Roman, der in die Welt der Oper entführt. Gern empfehle ich das Buch weiter.
Als Gertraud Schöpflin und und ihr Mann heiraten gehören Kinder ganz selbstverständlich zur Zukunftsplanung dazu. Doch das Leben ist anders und jahrelang bleibt der Wunsch nach einem Kind unerfüllt. Doch ...
Als Gertraud Schöpflin und und ihr Mann heiraten gehören Kinder ganz selbstverständlich zur Zukunftsplanung dazu. Doch das Leben ist anders und jahrelang bleibt der Wunsch nach einem Kind unerfüllt. Doch dann geschieht das Wunder, eine junge Frau gibt ihr Neugeborenes zur Adoption frei und legt es in Gertrauds Hände. Ein kleiner Junge aus einem weißrussischen Waisenhaus komplettiert die Familie… und dann hält das Leben noch weitere Überraschungen bereit…
„Eine Badewanne voll Glück“ erzählt offen und ehrlich vom Umgang mit unerfüllten Träumen und von einem Gott, der Wunder tut. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, fesselte mich von Beginn an und ich bin tief eingetaucht in die so persönliche Geschichte der Familie Schöpflin. Die Autorin lässt teilhaben an Hoffnung und Sehnsucht, Trauer und Freude. Sie erzählt von den Wegen, die Gott führt hin zu zwei Adoptionen, von dem Staunen über die größer werdende Familie, aber auch ganz offen über Probleme. Passende Bibelstellen zeigen woher die Zuversicht und die Kraft für den vollen Familienalltag kommt, was das Fundament der Familie Schöpflin ist.
Am Ende des Buches gibt es vertiefende Impulse und Fragen zu den einzelnen Kapitel, die Mut machen sich den eigenen Träumen zu stellen und vor Schwierigkeiten nicht zurück zu schrecken.
„Eine Badewanne voll Glück“ ist ein offenes, ehrliches, sehr persönliches Buch und ich kann nur Danke sagen, dass alle Familienmitglieder dem Erzählen ihrer Geschichte zugestimmt haben. So ist ein mutmachendes Buch entstanden, dass ich gern gelesen habe und weiterempfehle.
Rose Thorburns Kindheit war nicht leicht und oft suchte sie Zuflucht bei ihrer geliebten Tante Rosie. Nach dem Schulabschluss hat sie das Dorf sofort verlassen und ist nie zurückgekehrt. Erst die Nachricht ...
Rose Thorburns Kindheit war nicht leicht und oft suchte sie Zuflucht bei ihrer geliebten Tante Rosie. Nach dem Schulabschluss hat sie das Dorf sofort verlassen und ist nie zurückgekehrt. Erst die Nachricht von Tod ihrer Tante bringt Rose zurück. In Glencoe erwartet sie nicht nur das geerbte Haus von Rosie, sondern auch der junge, attraktive Nachbar Alick und dessen Sheltie Muffin. Während Rose versucht eine Entscheidung zu treffen, erobert Muffin ihr Herz im Sturm und auch Alick und sie kommen sich näher. Doch kann Rose sich den Geistern der Vergangenheit stellen und in Glencoe bleiben?
Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen und man taucht schnell ein in die Geschichte, die abwechselnd von Rose und Alick erzählt wird. So lernt man beide Hauptprotagonisten sehr gut kennen, erfährt was sie bisher erlebt haben und was sie geprägt hat und versteht ihre Gedanken und Gefühle. Alick ist einfach wunderbar, ist immer für Rose da, lässt ihr aber auch den Freiraum, den sie braucht. Rose hatte und hat es schwer und die Rückkehr nach Glencoe weckt viele ungute Erinnerungen. Doch sie ist auch stark und macht während der Geschichte eine erstaunliche Verwandlung durch. In den letzten Kapiteln wird es noch mal spannend… und dann ist die Geschichte viel zu schnell zu Ende.
Der eigentliche Sympathieträger im Roman ist allerdings Muffin, der Sheltie, der immer für Rose da ist, sie zum Lachen bringt, auf sie aufpasst…
„Sheltieküsse in den Highlands“ ist ein schöner Roman für gemütliche Lesestunden. Gern empfehle ich das Buch weiter.
Der Roman „Die Tochter der Hungergräfin“ basiert auf der wahren Geschichte der Gräfin Louise Juliane von Sayn und Wittgenstein zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Als der Erbgraf im Alter von nur 7 Jahren ...
Der Roman „Die Tochter der Hungergräfin“ basiert auf der wahren Geschichte der Gräfin Louise Juliane von Sayn und Wittgenstein zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Als der Erbgraf im Alter von nur 7 Jahren stirbt, endet die männliche Erbfolge und die Gräfin und ihre beiden Töchter Ernestine und Johannette sehen sich vielen Feinden gegenüber. Alle, egal ob Verwandtschaft oder die Kurfürsten, strecken die Hände nach der Grafschaft aus. Ein Bischof versucht sogar sie auf ihrem Schloss auszuhungern und bald befindet sich die Gräfin mit ihren Töchtern auf der Flucht. Als sie endlich einen sicheren Ort gefunden haben, beginnt die Gräfin einen beispiellosen Kampf um das Erbe ihrer Töchter.
„Die Tochter der Hungergräfin“ ist das 1. Buch der Autorin Annette Spratte, dass ich las, aber es wird sicher nicht das letzte gewesen sein. Die Autorin überzeugt mit einer gut recherchierten Geschichte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und mit viel Orts- und Sachkenntnis, sowie mit einem angenehm lesbaren Schreibstil. So konnte ich das Buch oft kaum aus der Hand legen.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Junggräfin Ernestine erzählt, die zu Beginn des Romans erst 10 Jahre alt ist und die in den beschriebenen 16 Jahren eine tiefgreifende Verwandlung erlebt. Absolut beeindruckt hat mich aber vor allem die Gräfin Louise Juliane, die sich mutig gegen eine männerdominierte Welt zur Wehr setzt und mit Diplomatie und vielen Briefen und Widersprüchen um das Erbe ihrer Töchter kämpft. So ist mir die Gräfin sehr sympathisch. Ernestine ist ebenso willensstark wie ihre Mutter, doch muss sie noch viel lernen und an sich arbeiten um später eine gute Herrscherin zu sein. Es ist interessant diese Entwicklung mitzuverfolgen. Der Spannungsbogen bleibt während des gesamten Romans recht hoch und ich habe mit den Protagonisten gebangt und auf einen guten Ausgang gehofft.
Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.