Das gruseligste Internat der Welt (Band 1) – Plötzlich Werwolf ist eine richtig coole Mischung aus Grusel, Humor und Abenteuer. Fynn war eigentlich ein ganz normaler Junge – bis ihn ein mysteriöser Hund ...
Das gruseligste Internat der Welt (Band 1) – Plötzlich Werwolf ist eine richtig coole Mischung aus Grusel, Humor und Abenteuer. Fynn war eigentlich ein ganz normaler Junge – bis ihn ein mysteriöser Hund beißt und plötzlich alles anders ist. Vollmond verwandelt ihn in einen Werwolf, und zack, schon landet er in der schrägsten Schule der Welt: der Nightmore Academy.
Die Schule selbst ist einfach nur verrückt. Eine Todesfee als Direktorin, das Monster von Loch Ness als Lehrer und ein Sport namens Blutball? Klingt nach einem Ort, an dem man nicht freiwillig bleibt! Doch genau das macht das Buch so spannend und witzig. Die Figuren sind kreativ und total unterhaltsam, und man fiebert richtig mit Fynn mit, während er versucht, einen Weg aus der Schule zu finden – oder vielleicht doch einen Platz darin?
Was das Buch besonders macht, sind die liebevollen Illustrationen, die die Story perfekt ergänzen. Der Schreibstil ist locker, einfach zu lesen und genau richtig, um von Anfang bis Ende in die Geschichte einzutauchen. Perfekt geeignet zum Vorlesen oder Selberlesen.
Herbert Schwinghammer gelingt es mit Der neue Taschen-Knigge, die klassischen Regeln der Etikette zeitgemäß zu präsentieren. Während gute Umgangsformen oft als veraltet oder überflüssig empfunden werden, ...
Herbert Schwinghammer gelingt es mit Der neue Taschen-Knigge, die klassischen Regeln der Etikette zeitgemäß zu präsentieren. Während gute Umgangsformen oft als veraltet oder überflüssig empfunden werden, zeigt dieser moderne Ratgeber, dass sie wichtiger denn je sind – sei es im Berufsleben, in der digitalen Kommunikation oder als Gastgeber.
Besonders gelungen finde ich die klare Struktur des Buches: Die Unterteilung in verschiedene Themenbereiche macht es leicht, genau die Tipps zu finden, die einen interessieren. Gerade die Kapitel zu moderner Kommunikation und den Umgangsformen im Beruf haben mich besonders angesprochen. Der Schreibstil ist angenehm verständlich und nie belehrend, sondern lädt dazu ein, das eigene Verhalten reflektiert zu betrachten.
Ein Highlight ist der Fettnäpfchen-Radar am Ende jedes Kapitels, der humorvoll auf häufige Fehler hinweist – manchmal mit überraschenden Erkenntnissen! Auch die Erweiterungen der neuen Auflage, wie der Gesundheits-Knigge und Tipps zur Gendersprache, machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter für den Alltag.
Natürlich sind manche Regeln altbewährt, doch die Aktualisierung durch moderne Aspekte sorgt dafür, dass das Buch sich nicht wie eine verstaubte Sammlung von Vorschriften liest, sondern als praktischer Leitfaden für ein harmonisches Miteinander.
Insgesamt ist Der neue Taschen-Knigge ein hilfreicher Ratgeber für alle, die Wert auf stilvolles Benehmen legen oder einfach ihre Kenntnisse in bestimmten Bereichen auffrischen möchten. Ein Buch, das nicht nur informiert, sondern auch inspiriert! Eine klare Empfehlung für ein respektvolles und angenehmes Miteinander.
Kate Atkinson entführt uns mit Soho in das pulsierende London der 1920er Jahre – eine Welt voller Glamour, Exzessen, Machtspielen und dunkler Machenschaften. Im Zentrum steht die faszinierende Figur der ...
Kate Atkinson entführt uns mit Soho in das pulsierende London der 1920er Jahre – eine Welt voller Glamour, Exzessen, Machtspielen und dunkler Machenschaften. Im Zentrum steht die faszinierende Figur der Nachtclubbesitzerin Nellie Coker, eine Frau, die sich ihren Erfolg hart erkämpft hat und mit sechs Kindern eine Familie führt, die selbst ihre eigenen Pläne verfolgt. Doch während in ihren Clubs Adelige neben Gangstern feiern und das Nachtleben floriert, lauern Gefahren in den Schatten: rivalisierende Gangs, ein skrupelloser Mafioso und der hartnäckige Inspektor John Frobisher, der sich vorgenommen hat, die Wahrheit über das Verschwinden vieler junger Frauen aufzudecken.
Das Setting ist brillant eingefangen – Atkinson schafft es meisterhaft, die Atmosphäre des "Roaring Twenties"-London zum Leben zu erwecken. Die opulenten Nächte, die Kontraste zwischen schillerndem Vergnügen und düsteren Abgründen, die sozialen und wirtschaftlichen Spannungen der Nachkriegszeit – all das fließt detailreich und überzeugend in die Erzählung ein. Dabei gelingt es der Autorin, einen historischen Roman mit Krimi-Elementen zu verbinden, sodass die Handlung nicht nur lebendig, sondern auch spannend bleibt.
Ihr Schreibstil ist anspruchsvoll, aber faszinierend. Ich musste mich erst ein wenig einlesen, denn die Geschichte wird in mehreren Erzählsträngen und Zeitsprüngen erzählt. Gerade am Anfang war es nicht ganz einfach, die verschiedenen Figuren und ihre Beziehungen zueinander zu sortieren. Besonders die Coker-Familie mit ihren sechs Kindern ist komplex angelegt, und ich hätte mir ein Personenverzeichnis oder einen Stammbaum gewünscht, um den Überblick zu behalten. Doch sobald man sich in die Erzählweise eingelebt hat, entwickelt die Geschichte einen Sog, der einen nicht mehr loslässt. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet: Nellie Coker ist eine fesselnde, vielschichtige Protagonistin, die mit eiserner Entschlossenheit ihr Imperium verteidigt. Auch Inspektor Frobisher und Gwendolen, die junge Bibliothekarin, die sich ins Nachtleben begibt, um verschwundene Mädchen zu finden, sind starke Figuren, die das Buch bereichern.
Die Dialoge sind präzise, oft mit feinem britischem Humor gewürzt, und die sprachliche Eleganz Atkinsons verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe. Die Mischung aus historischen Details, sozialer Kritik und Kriminalgeschichte hält die Spannung konstant aufrecht. Besonders hat mir gefallen, wie Atkinson die Gegensätze von Glanz und Dunkelheit herausarbeitet: Während das Nachtleben rauschend und unbeschwert erscheint, lauert im Hintergrund stets eine Bedrohung.
Allerdings muss man sich auf die vielen Namen, Perspektiven und Zeitsprünge einlassen – wer einen geradlinigen Roman erwartet, könnte Schwierigkeiten haben, den roten Faden immer sofort zu erkennen. Manche Abschnitte sind komplex, und es gibt Momente, in denen die zahlreichen Charaktere und ihre Beweggründe etwas überwältigend wirken. Doch wer sich darauf einlässt, wird mit einer atmosphärisch dichten und intelligent konstruierten Geschichte belohnt.
Für Fans historischer Romane mit vielschichtigen Figuren, elegantem Schreibstil und einer faszinierenden Zeitperiode ist Soho eine klare Empfehlung. Es ist kein Buch, das man leicht nebenbei liest – aber wer tief in das London der 20er Jahre eintauchen und sich in einem Netz aus Intrigen, Machtkämpfen und gesellschaftlichen Abgründen verlieren möchte, wird hier ein literarisches Highlight entdecken. Trotz kleiner Herausforderungen beim Einstieg hat mich Atkinsons Erzählweise überzeugt, und ich werde dieses Buch sicher noch einmal lesen, um alle feinen Nuancen zu erfassen.
Cover und Klappentext dieses Buches fand ich sehr ansprechend, aber leider bin ich mit dem Schreibstil nicht warm geworden.
Die ersten 5 Kapitel sind aus seiner Sicht aus dem Mutterleib heraus ...
Cover und Klappentext dieses Buches fand ich sehr ansprechend, aber leider bin ich mit dem Schreibstil nicht warm geworden.
Die ersten 5 Kapitel sind aus seiner Sicht aus dem Mutterleib heraus geschrieben. Mir wurde das echt zu viel als er tiefenintensiv die Gefühle des Babys unter der Geburt beschrieb. Das ist für mich irgendwie zu abgehoben. Und bei dieser Art Schreibstil bleibt es auch größtenteils.
Später kommen lange und ausführliche Passagen über erotische Gedanken, Sexualität entdecken und ausleben. Auch das wurde mir einfach zu viel des Ganzen. Natürlich gab es auch interessante Passagen: über die RAF, die DDR, die problematische Eltern-Kind Beziehung die hier zu kurz kommt. Aber dann folgen endlose Beschreibungen über Szenen auf der Bühne. Ich bin immer wieder abgedriftet.
Sehr schade, hatte mich sehr auf das Buch gefreut.
„Peace, Moms“ von Evelyn Weigert ist ein Buch, das einen ungeschönten Blick auf das Chaos des Elternseins wirft. Dabei setzt die Autorin auf eine schonungslose Ehrlichkeit und einen extrem direkten, teils ...
„Peace, Moms“ von Evelyn Weigert ist ein Buch, das einen ungeschönten Blick auf das Chaos des Elternseins wirft. Dabei setzt die Autorin auf eine schonungslose Ehrlichkeit und einen extrem direkten, teils überladenen Stil – ein Ansatz, der sowohl unterhaltsam als auch anstrengend sein kann.
Weigerts ungebremste Art, ihre Erfahrungen zu schildern, sorgt für ein hohes Tempo und eine Fülle an persönlichen Anekdoten, die manchen Leser:innen ein Schmunzeln entlocken werden. Gleichzeitig wirkt das Buch stellenweise chaotisch und wenig strukturiert, was den Zugang erschweren kann. Die Mischung aus Jugendsprache, englischen Begriffen und derben Ausdrücken mag authentisch sein, nimmt aber auch Raum für Reflexion und Tiefe. Wer sich eine etwas ausgewogenere und analytischere Herangehensweise an das Thema Elternsein gewünscht hätte, könnte sich hier überfordert fühlen.
Inhaltlich behandelt „Peace, Moms“ relevante Themen rund um Mutterschaft, mentale Gesundheit und gesellschaftliche Erwartungen. Die starke Fokussierung auf Mütter lässt jedoch wenig Raum für die Perspektive von Vätern oder anderen Bezugspersonen, was das Buch für ein breiteres Publikum weniger zugänglich macht. Zudem wirkt die Darstellung der eigenen Überforderung stellenweise selbstverschuldet, da Weigert oft betont, keine Unterstützung gesucht oder angenommen zu haben – ein Aspekt, der sicherlich polarisieren kann.
Wer eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Elternschaft sucht, wird mit diesem Buch wenig anfangen können. „Peace, Moms“ ist kein Ratgeber, sondern eine persönliche Erzählung, die sich mehr auf das Chaos als auf mögliche Lösungen konzentriert. Für einige mag das erfrischend sein, für andere schlicht zu viel. Die unstrukturierte, oft laute Erzählweise könnte Leser:innen eher ermüden als inspirieren. Wer sich für eine tiefere Reflexion über Elternschaft interessiert, könnte mit anderen Werken besser beraten sein.