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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2025

Warmherzig, witzig

PS: Du bist ein Geschenk! (PS: Du bist die Beste! 6)
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Wenn man Lust auf eine Geschichte hat, die einen zum Lächeln bringt, ein bisschen zum Nachdenken anregt und einfach gut tut, dann ist dieser Band genau das Richtige. Emma und Lore sind zurück ...

Wenn man Lust auf eine Geschichte hat, die einen zum Lächeln bringt, ein bisschen zum Nachdenken anregt und einfach gut tut, dann ist dieser Band genau das Richtige. Emma und Lore sind zurück – und diesmal geht’s ab in die Berge! Schon allein die Idee, dass die beiden nach längerer Zeit wieder zusammen Urlaub machen, ist total schön. Und wie man’s kennt: Kaum sind sie angekommen, geht’s rund. Überraschungsgäste, kleine Dramen, große Gefühle und ein Kätzchen, das einem direkt das Herz klaut.

Was das Buch aber wirklich besonders macht, ist die Freundschaft zwischen Emma und Lore. Die ist so echt, so liebevoll und manchmal auch chaotisch – wie im echten Leben eben. Man merkt richtig, wie wichtig sie sich sind und wie viel sie miteinander durchgemacht haben. Und obwohl es um Urlaub und Hochzeitspläne geht, passiert das eigentliche Abenteuer in den beiden selbst. Das ist schön erzählt, ohne kitschig zu sein.

Natalie Buchholz schafft es wieder, mit viel Wärme und Humor eine Geschichte zu schreiben, die einen mit einem guten Gefühl zurücklässt. Wer die Reihe kennt, wird sich freuen, die beiden wiederzusehen. Und wer neu einsteigt, bekommt direkt Lust, auch die anderen Bände zu lesen.

Kurz gesagt: Ein Buch wie eine Umarmung – leicht, herzlich und einfach ein Geschenk.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Spannend, aber brutal - hinterlässt mich zerrissen

The Book Eaters
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Dieses Buch spielt in einer ganz besonderen Fantasy-Welt: Die Hauptfigur Devon gehört zu einer geheimen Gruppe von Menschen, die Bücher essen und dadurch deren Inhalte aufnehmen. Doch ihr Sohn ist anders ...

Dieses Buch spielt in einer ganz besonderen Fantasy-Welt: Die Hauptfigur Devon gehört zu einer geheimen Gruppe von Menschen, die Bücher essen und dadurch deren Inhalte aufnehmen. Doch ihr Sohn ist anders – er möchte keine Geschichten lesen, sondern Gedanken aus echten Köpfen „fressen“. Er ist ein sogenannter Seelenfresser, und solche Kinder werden normalerweise direkt nach der Geburt getötet.

Devon will ihn retten und flieht. Doch dafür muss sie sehr schwere Entscheidungen treffen – sie wird verfolgt, verletzt andere Menschen und kommt in gefährliche Situationen. Die Geschichte ist sehr düster und teilweise brutal: Es gibt Szenen, in denen Gehirne ausgesaugt werden, sogar Babys sind nicht sicher. Außerdem geht es um Zwangsehen, sexuelle Gewalt und erzwungene Schwangerschaften. Die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sind oft kalt und gefühllos.

Obwohl ich normalerweise gut mit solchen Themen umgehen kann, hat mich die Geschichte manchmal sehr getroffen. Das Ende ist offen – es gibt kein Happy End, sondern viele offene Fragen und gemischte Gefühle.

Ein sehr besonderes Buch mit einer ungewöhnlichen Idee, aber nichts für schwache Nerven.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Tragik statt Applaus

Standing Ovations
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Standing Ovations ist ein Buch, das bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Bereits zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, mich mit den Figuren zu identifizieren – besonders ...

Standing Ovations ist ein Buch, das bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Bereits zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, mich mit den Figuren zu identifizieren – besonders Alex wirkt auf mich unangenehm und sein Verhalten gegenüber anderen ist streckenweise kaum zu ertragen. Sophie, die ihm größtenteils tatenlos zusieht, bleibt ebenfalls blass und passiv, was es mir schwer machte, mit ihr mitzufühlen.

Obwohl im Buch auch andere Frauen thematisiert werden, die – ähnlich wie Hayley – schwierige Erfahrungen machen, konnte ich die angekündigte Portion Humor leider nicht entdecken. Stattdessen empfand ich viele Szenen als tragisch und bedrückend. Selbst die spätere Wendung, in der sich das Blatt gegen Alex kehrt, hat bei mir kein Gefühl von Genugtuung ausgelöst. Die Art und Weise, wie mit Rache umgegangen wird, wirkt für mich ebenso fragwürdig wie die vorherige Machtdynamik.

Was jedoch positiv hervorzuheben ist, ist der Schreibstil von Charlotte Runcie. Die Sprache ist flüssig und angenehm zu lesen – stilistisch gut gemacht, aber inhaltlich konnte mich die Geschichte emotional nicht erreichen.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Gefahr, Geheimnisse, Freundschaft – Magisterium bleibt spannend

Magisterium - Das 3. Jahr
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Der dritte Teil der Magisterium-Reihe hat es in sich! Von der ersten Seite an spürt man, dass sich die Spannung nochmals steigert: Callum steht unter Beschuss, Anschläge erschüttern die magische Welt und ...

Der dritte Teil der Magisterium-Reihe hat es in sich! Von der ersten Seite an spürt man, dass sich die Spannung nochmals steigert: Callum steht unter Beschuss, Anschläge erschüttern die magische Welt und es gibt sogar Todesopfer – ziemlich düster und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Man tappt lange im Dunkeln, wer hinter all dem steckt, und genau dieses Rätsel macht den Plot richtig spannend.

Trotz der düsteren Ereignisse vergessen die Autorinnen nicht, emotionale und humorvolle Momente einzubauen. Man lacht, man leidet mit – die Balance zwischen Drama und Tiefe funktioniert super. Besonders schön: Die Freundschaften wachsen spürbar, werden intensiver und berühren stellenweise richtig. Es ist toll, mitzuverfolgen, wie sich Callum und seine Freunde weiterentwickeln – das macht den dritten Band zu mehr als nur einem Fantasy-Abenteuer.

Insgesamt ein starkes Buch in einer mitreißenden Reihe, das die Magie, das Geheimnisvolle und die emotionale Tiefe gut verbindet. Wer bis hierhin gelesen hat, wird definitiv nicht enttäuscht. Und wer die Reihe noch nicht kennt: Es lohnt sich, von vorne zu starten!

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Flucht vor der Wahrheit – Ein Roman über Verantwortung und Verdrängung

Löwen wecken
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In Löwen wecken entfaltet Ayelet Gundar-Goshen ein intensives moralisches Drama, das mit einem folgenreichen Moment beginnt: Der angesehene Neurochirurg Etan stiehlt sich nach einem tödlichen Unfall mit ...

In Löwen wecken entfaltet Ayelet Gundar-Goshen ein intensives moralisches Drama, das mit einem folgenreichen Moment beginnt: Der angesehene Neurochirurg Etan stiehlt sich nach einem tödlichen Unfall mit einem eritreischen Einwanderer aus der Verantwortung – und wird fortan erpresst. Die Ehefrau des Opfers zwingt ihn, illegale Flüchtlinge in einer nächtlichen Geheimklinik zu behandeln. Etans ohnehin fragiles Leben gerät zunehmend aus den Fugen, während seine Frau Liat, Kriminalbeamtin, dem Täter immer näher kommt – ohne zu ahnen, dass sie ihn jeden Tag am Frühstückstisch sieht.

Der Roman behandelt auf beklemmende Weise Fragen nach Schuld, Wahrheit und Identität. Anfangs konnte ich Mitgefühl für Etan empfinden – seine Panik, seine Angst vor dem sozialen und beruflichen Ruin sind nachvollziehbar. Doch je tiefer er sich in sein Netz aus Lügen verstrickt und je mehr er sich emotional von seiner Familie entfernt, desto schwieriger wurde es, Verständnis aufzubringen. Besonders die wachsende Nähe zu Sirkit, der Ehefrau des Unfallopfers, wirkte verstörend und verstärkte das Gefühl des moralischen Abgleitens.

Gundar-Goshen gelingt es einmal mehr, gesellschaftliche Bruchlinien sichtbar zu machen: Der Umgang mit Geflüchteten, der allgegenwärtige Rassismus und die strukturelle Ungleichbehandlung sind zentrale Themen. Die Autorin zeigt schonungslos, wie sehr Vorurteile das tägliche Leben durchdringen und wie Menschen in ausweglosen Situationen gedrängt werden, Entscheidungen zu treffen, die sie selbst kaum noch verstehen.

Im mittleren Teil verliert die Handlung etwas an Dynamik, da sich vieles auf Etans innere Gefühlswelt konzentriert – was stellenweise repetitiv wirkt. Doch spätestens mit der Zuspitzung des Konflikts gewinnt die Erzählung erneut an Kraft und Tiefe. Löwen wecken ist ein eindringlicher Roman, der ethische Fragen stellt, ohne einfache Antworten zu geben – und dessen Nachhall lange spürbar bleibt.

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