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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2024

Dornwalds mysteriöse Zimmer

Dorn. Hotel der Angst
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Simon Dorn, ein vom Schicksal gebrochener Mensch verschanzt sich vor der Wirklichkeit in dem heruntergekommen Hotel seiner Familie. Sein einziger Gast und Verbindung zur Außenwelt: Karla Hofbauer. Doch ...

Simon Dorn, ein vom Schicksal gebrochener Mensch verschanzt sich vor der Wirklichkeit in dem heruntergekommen Hotel seiner Familie. Sein einziger Gast und Verbindung zur Außenwelt: Karla Hofbauer. Doch diese taucht eines Tages nicht wie vereinbart auf. Und Dorn ist bewusst, dass etwas geschehen ist und dass dies mit Zimmer 103 zusammenhängt.

Mysteriös, ja. Und äußerst kreativ, wie der Autor hier sich des Hotels bedient, den Charakter Dorns darin integriert und ihn trotz Abgeschiedenheit aktiv ans der Handlung teilnehmen lässt.
Durch viele, wie kurze Einblicke wirkende Perspektivenwechsel, wirkt das Geschehen lange sehr undurchsichtig, zudem enthält es sehr gut eingearbeitete Nebencharaktere, die die Handlung bereichern. Mich selbst aber brachte diese Unruhe leider auch immer wieder aus dem Lesefluss und ich konnte mich weit weniger ins Geschehen und die Personen einfühlen, als ich es sonst tue. Das Ende jedoch hat es nochmal gehörig in sich. Es war für mich in keinster Weise vorhersehbar und überraschte mich maßlos. Dazu birgt es aber auch noch kleinere Rätsel, die ungelöst bleiben. Doch ich vermute, dass diese im nächsten Band aufgegriffen werden.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Das Freundebuch wird erwachsen

Das total verrückte Freundebuch für Erwachsene „A Friend Like You“
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Zugegeben, die Idee des Freundebuchs wirkt etwas vintage, aber dadurch, wie ich finde auch recht interessant!

Dieses Buch enthält neben einem Geburtstagskalender und einer Seite für Komplimente, 4 wiederkehrende ...

Zugegeben, die Idee des Freundebuchs wirkt etwas vintage, aber dadurch, wie ich finde auch recht interessant!

Dieses Buch enthält neben einem Geburtstagskalender und einer Seite für Komplimente, 4 wiederkehrende Vorlagen mit Fragen, die ich sehr interessant und ansprechend finde. Neben allgemeine Informationen, wie den Namen, oder woher man sich kennt, kann man auch vom lustigsten gemeinsamen Erlebnis erzählen, überlegen, was man mit einem Lottogewinn tun würde, sein liebstes Zitat herausrücken oder sich nen Superheldennamen verpassen. Man wägt ab, ob Pommes mit Ketchup oder Mayo besser sind oder ob man seine Zeit lieber im Garten oder Balkon verbringen würde.
Diese Fragen sind klasse! Es mach Spaß sich darüber Gedanken zu machen und dieses Buch auszufüllen. Und auch die Gestaltung (in den Farben des Covers) ist richtig schön abwechslungsreich (schlüpfrige Themen werden übrigens ausgespart).


Kontakte auf dem Handy hat jeder, doch dieses Freundebuch ist etwas besonderes! Ich mag es sehr!

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Nähert sich sachlich und einfühlsam einem sehr wichtigen Thema

Wenn wir ins Gras beißen - Das Buch vom Tod für große und kleine Menschen
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Das Sterben und der Tod. Irgendwann betrifft es uns alle, irgendwann werden wir damit konfrontiert. Oft kommen Kinder schon im Kindergarten und Grundschule mit diesem Thema zum ersten Mal in Berührung. ...

Das Sterben und der Tod. Irgendwann betrifft es uns alle, irgendwann werden wir damit konfrontiert. Oft kommen Kinder schon im Kindergarten und Grundschule mit diesem Thema zum ersten Mal in Berührung. Häufig nur am Rande, manchmal aber auch durch einen Todesfall in der eigenen Verwandtschaft. Und der Tod ist nicht greifbar, irgendwie mysteriös und kaum zu erklären. Genau dies macht es Eltern aber auch so schwer mit Kindern darüber zu reden. Dazu ist dieses Thema auch durchdrungen von Gefühlen und religiösen Ansichten.

Und doch ist der Tod etwas Natürliches und gehört letztendlich zum Leben dazu.
Dieses Buch widmet sich sehr behutsam, aber auch sachlich diesem Thema, klärt kindgerecht auf, stellt verschiedene Riten vor und spricht auch über den Trauerprozess. Neben den normalen Texten beinhaltet dieses Buch jedoch auch blau eingefärbte Infokästen, die sich an die Erwachsenen richten und Tipps zum Umgang mit Kindern in Bezug auf dieses Thema geben, so dass Ängste bestenfalls gar nicht erst entstehen und Kinder gut durch die Trauer begleitet werden können.


Auch ich als Mutter hatte zuerst bedenken bezüglich dieses Themas, muss aber sagen, dass mich dieses Buch positiv überrascht hat. Der sachliche Umgang und die Erklärung wieso hier nichts umschrieben und nichts beschönigt wird, gefiel mir gut. Führt man sich wohlmeinende Redewendungen, wie „entschlafen“ mal vor Augen, wird rasch klar, dass diese Umschreibungen von Kindern missverstanden werden und Ängste auslösen können. Interessant, selbst für mich, waren auch die verschiedenen gebräuchlichen Riten und Bestattungsformen. All diese werden jedoch ohne religiösen Hintergrund dargelegt und aufs nötigste reduziert. Mehr aber braucht es auch gar nicht, nein, würde sogar sicherlich überfordern. Ich jedenfalls bin mit der Art und Weise und auch des Inhalts mehr als zufrieden und kann dieses Buch jedem nur wärmstens ans Herz legen- am besten schon bevor ein Trauerfall die Familie erschüttert.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Überraschend gut

Wir finden Mörder (We Solve Murders-Serie 1)
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Ausgehend vom Cover hätte ich mir das Hörbuch wohl nie angehört. Auf mich wirkt es etwas altmodisch und einfallslos.
Umso überraschter war ich, wie mich die Handlung doch fesselte. In den Charakteren und ...

Ausgehend vom Cover hätte ich mir das Hörbuch wohl nie angehört. Auf mich wirkt es etwas altmodisch und einfallslos.
Umso überraschter war ich, wie mich die Handlung doch fesselte. In den Charakteren und deren Handlung lässt sich ein sehr angenehmer Humor erkennen. Da ist zum einen ein Schurke, der mithilfe von KI seine Schreiben verfälscht, eine Schriftstellerin, mit Mumm in den Knochen, ein Witwer, der Gefallen am Reisen findet und eine Personenschützerin unter Verdacht. Eine bunte Mischung unterschiedlichster Personen, die der Handlung ihren Stempel aufdrücken und ihr einen unverwechselbaren Charakter verleihen. Wirklich wunderbar!

Ein schöner Krimi, wenig blutig, jedoch humorvoll und recht abwechslungsreich, mit hervorragenden Kopfkino-Eigenschaften und einer Handlung, die in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Hüftgold und Lebensfreude

Für mein süßes Ich
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Die Autorin von „Für mein süßes Ich“ sammelte für dieses Buch ihre eigenen Lieblingsrezepte und stellt diese, kategorisiert in Kapiteln wie „Traditionelles aus Kalabrien, Albanien und den Alpen“ oder „ ...

Die Autorin von „Für mein süßes Ich“ sammelte für dieses Buch ihre eigenen Lieblingsrezepte und stellt diese, kategorisiert in Kapiteln wie „Traditionelles aus Kalabrien, Albanien und den Alpen“ oder „ aus meiner Kindheit“ vor. Aber auch moderne und saisonale Rezepte sind im Buch enthalten und sogar welche, die ohne Backen auskommen. Bunt, liebevoll und voller Lebensfreude wirkt dieser kulinarische Lebensweg. Und sehr sympathisch. Dies unterstreichen zum Beispiel auch die kleinen Herz-Anmerkungen zu den Rezepten und die schönen Fotografien.

Die Rezeptauswahl gefiel mir hier ausgesprochen gut! Und obwohl mir italienisches Gebäck und Kuchen oft zu süß sind, empfand ich die von mir bisher getesteten Rezepte als überraschend angenehm.

Vorne im Buch befinden sich neben der Vorstellung der Autorin auch Informationen zu verschiedenen Mehlbezeichnungen und Ofeneinstellungen, die Rezepte selbst jedoch sind teilweise in ihrer Formulierung etwas dürftig. So wird bei Zutaten, welche in verschiedenen Ausführungen im Handel zu finden sind, oft nicht klar welche verwendet wird. Auch enthält es Zutaten, wie Pistazienmehl, -creme oder -paste, die in deutschen Supermärkten eher schwer zu finden, aber auch selbst herzustellen sind. Doch dazu findet sich in diesem Buch nichts. Schade.

Dennoch empfinde ich dieses Buch als eine Bereicherung für meine Küche. Einige der Rezepte habe ich schon selbst ausprobiert und besonders die Schokosalami und der albanische Zitronenkuchen haben es uns sehr angetan.
Es brachte mich mich trotz meiner anfänglichen Skepsis zur Süße, dazu mich zu öffnen und Neues auszuprobieren. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Das Schwierigkeitslevel der Rezepte ist unkompliziert, was mir sehr gut gefällt und die Rezepte schön und ne ohne unnötigen Aufwand in den Alltag integrieren lässt um sich diesen zu versüßen.
Vegan sind diese jedoch nicht. Wer die Rezepte diesbezüglich abändern möchte, benötigt selbst das hierfür benötigte Wissen.

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