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Veröffentlicht am 07.04.2026

Je tiefer der Wald

Je tiefer der Wald
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Vor zehn Jahren beginnt ein Albtraum für die Eltern der dreijährigen Leni, als das Mädchen während eines Ausflugs im oberbergischen Wald verschwindet. Seitdem befinden sich Julia und Sebastian in einer ...

Vor zehn Jahren beginnt ein Albtraum für die Eltern der dreijährigen Leni, als das Mädchen während eines Ausflugs im oberbergischen Wald verschwindet. Seitdem befinden sich Julia und Sebastian in einer Spirale zwischen hoffnungsvoller Verzweiflung und Schuld.

Sie reagieren unterschiedlich auf den Verlust, die Ungewissheit und den seelischen Schmerz. Hieran scheitert ihre Beziehung. Denn während Sebastian die Suche nicht aufgibt, spürt Julia Erleichterung von dem Druck, der als Mutter auf ihr lastete.

Unverhofft taucht jedoch ein unbekanntes Mädchen auf und sagt nur ein Wort: Leni.

Ist sie Julias und Sebastians kleine Tochter? Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Aber Leni zeigt sich unzugänglich und ängstlich.

Deshalb widmet sich Dr. Vinzenz Reker, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, dem Kind. Er versucht behutsam und immer im Interesse des Mädchens, Licht ins Dunkel der Identität und Ereignisse zu bringen.

Für Julia und Sebastian werden hingegen alte Dämonen wachgerüttelt, der damalige Albtraum scheint wieder gegenwärtig zu sein. Wäre da nicht einerseits ihre Hoffnung, dass Leni ihre vermisste Tochter ist, auch wenn dieser die klar wahrnehmbaren gravierenden Veränderungen und Geheimnisse, die das Mädchen umgeben, gegenüberstehen …


In “Je tiefer der Wald” geht Daniel Kohlhaas vordergründig einem rätselhaften und ungeklärten Vermisstenfall auf den Grund und verwendet hierbei einen intensiven und empathischen Schreibstil, der den Handlungsverlauf dank kurzer Kapitellänge dynamisch vorantreibt, einen durchgängig kontinuierlichen Spannungsbogen beibehält, eine in Teilen bedrückende Stimmung vermittelt und uns als Leser unweigerlich in das Geschehen hineinzieht.

Doch die im elegischen Grundton erzählte Geschichte bietet noch einiges mehr. Sie fokussiert weniger das Verbrechen an sich, sondern befasst sich akribisch mit der psychologischen Seite der Vorfälle inmitten von Halbwahrheiten, Lügen und Geheimnissen, insbesondere den Empfindungen eines Elternpaares, die sich auf verschiedene Weise äußern.

Außerdem sind wir Zeugen von behutsamen Gesprächen des Psychologen mit einem traumatisierten Kind, in denen der Schmerz fast greifbar wird und die diesem emotional zusetzen. Auch aus diesem Grund legt er alles daran, das Schicksal von Leni zu ergründen und dem schweigsamen Mädchen dauerhaft helfen zu können.

Dabei wagt sich Daniel Kohlhaas auch an ein sozial eher tabuisiertes Thema: das Bedauern der Mutterschaft (“Regretting Motherhood”), einem anhaltenden Zustand, in dem eine Frau bereut, Mutter geworden zu sein, und zudem die Rolle als Mutter negativ erlebt.

Das lässt Julia zu einer Figur werden, bei der Annäherung schwierig ist, die allerdings im Verlauf der Handlung immer deutlicher Verständnis hervorruft.

Möglich wird dies durch die vom Autor gewählte Struktur aus zwei Erzählperspektiven. Neben den Szenen, die wir mit Vinzenz Reker bei den behutsamen Begegnungen mit Leni begleiten, sind wir an Julias Seite und werden in ihre Gedankengänge eingebunden.

Julia und Sebastian sind zwei vom Autor geschaffene Charaktere, die durch die zurückliegenden Ereignisse unter seelischer Erschütterung leiden, verunsichert und überfordert sind, die Erfahrungen der Vergangenheit zu bewältigen.

Erleichternd für die Schwere des Romans ist es, dass es seinem Verfasser in einigen Momenten gelingt, die düstere Grundstimmung etwas aufzuhellen, wozu die Dialoge mit Abir, der Taxifahrerin von Dr. Reker, beitragen.

Mit “Je tiefer der Wald” hat Daniel Kohlhaas einen außergewöhnlichen und ambitionierten Thriller geschrieben, der den Leser auf Grund eines klugen Plots, des psychologisch fesselnden Geschehens sowie den komplex ausgearbeiteten Figuren in den Bann zieht und auch nach der Lektüre beschäftigt.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Der Schrein der Könige

Der Schrein der Könige
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Sabine Weiß unternimmt mit ihrem neuen historischen Roman “Der Schrein der Könige” den Versuch, den Bau eines religiösen Kunstwerks historisch fundiert und zugleich unterhaltsam darzustellen. Tatsächlich ...

Sabine Weiß unternimmt mit ihrem neuen historischen Roman “Der Schrein der Könige” den Versuch, den Bau eines religiösen Kunstwerks historisch fundiert und zugleich unterhaltsam darzustellen. Tatsächlich gelingt es ihr wieder einmal, von Anfang an mein Interesse an der Geschichte zu wecken.

Die Schilderung ist hinsichtlich seiner Erzählsprache sehr anschaulich und ermöglicht es, sich in die Gegebenheiten einer aufregenden Zeit hineinzuversetzen. Wenngleich es gelegentlich umfangreiche Beschreibungen gibt, zeugt die gründliche Recherche des Hintergrundes und der Persönlichkeiten von einer hohen Bereitschaft der Autorin, die Vergangenheit für uns Leser nachvollziehbar zu gestalten.

Dabei setzt sie neben realen Ereignissen und Figuren auf ein fiktives Familienleben des Nicolaus von Verdun als maßgeblicher Erbauer des Kölner Drei-Köng-Schreins in Szene und beschreibt das dramatisches Geschehen mit viel Engagement, Herzblut und Zuwendung.

Von Anfang an können einigen handelnden Figuren Sympathien und Antipathien recht schnell zugeordnet werden. Deshalb ist die Beschreibung der Charaktere im Großen und Ganzen gelungen. Eine aus meiner subjektiven Sicht gelegentlich vorhandene negative Überzeichnung soll jedoch nicht unerwähnt bleiben.

Mit “Der Schrein der Könige” hat Sabine Weiß einen fundierten historischen Roman geschrieben, der beweist, dass sie dieses Genre beherrscht und Geschichte lebendig werden lässt.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Mord im Wattenmeer

Mord im Wattenmeer
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Femke Janssen wäre gern wie ihr Ex-Freund Lasse, der im gehobenen Polizeivollzugsdienst als Kommissar arbeitet, Polizistin geworden. Doch eine nicht bestandene Prüfung verhinderte die Ausbildung, und deshalb ...

Femke Janssen wäre gern wie ihr Ex-Freund Lasse, der im gehobenen Polizeivollzugsdienst als Kommissar arbeitet, Polizistin geworden. Doch eine nicht bestandene Prüfung verhinderte die Ausbildung, und deshalb studiert die 28-Jährige inzwischen - wenn auch mit wenig Begeisterung - Pädagogik und Englisch im zehnten Semester. Vielmehr möchte sie eine eigene Detektei eröffnen.

Femke ist in Dangast an der Nordsee aufgewachsen, liebt die Gegend und will nirgendwo anders leben. Schließlich kann sie in ein paar Minuten am Meer sein. Darum nimmt sie die Fahrten zu ihrem Studienort Oldenburg in Kauf und putzt nebenher zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes Ferienhäuser.

Als die junge Frau während jener Tätigkeit im Ferienhaus “Wattenmeer” eine Frauenleiche findet, ist nicht nur ihre Neugier geweckt. Femke sieht ihre Chance, mit der Unterstützung ihrer Nachbarin und Vermieterin Grete Flottbeek durch eigene Ermittlungen den Ursachen des Todesfalls auf die Spur zu kommen, obwohl Lasse ihr klarzumachen versucht, dass dies Aufgabe der Vareler Kriminalpolizei ist …


Daniela Gesing lädt uns mit “Mord im Wattenmeer” ins beschauliche Nordseebad Dangast ein und präsentiert den Entwurf eines Kriminalfall, der im Ansatz durchaus solide erdacht ist, im Verlauf des Geschehens einige Spannungsmomente bereithält und mit ein paar Überraschungen und Richtungsänderungen aufwartet, allerdings auch mit unglaublichen Zufällen.

Bei der Schilderung der örtlichen Gegebenheiten beschränkt sich die Autorin größtenteils auf die bekannten Sehenswürdigkeiten, so dass es schwierig ist, der eigentlich vorhandenen Atmosphäre des Küstenortes nachzuspüren. Hier hätte ich mir weniger steife Bilder fernab der Urlaubsprospekte mit Touristenattraktionen gewünscht.

“Der erste Fall für Reinigungskraft Femke Janssen” hat mich hinsichtlich der Protagonisten enttäuscht. Zwar punkten diese zunächst und überwiegend mit sympathischen Wesenszügen. Sie sind hingegen nicht konstant entwickelt.

Im Mittelpunkt steht Femke. Auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens sind für sie bereits ein paar Träume geplatzt. Sie wird als hübsch, ein bisschen chaotisch, lebensfroh und klug beschrieben. Daneben ist sie bodenständig, mag englische Krimis und möchte ihre Ambitionen, eine eigene Detektei zu eröffnen oder ein Buch zu schreiben, verwirklichen. Hierfür würde sie ohne zu zögern ein zukünftiges Dasein als Lehrerin in einer festen Beamtenstellung opfern.

Ob ihre in Teilen überschäumende Impulsivität sowie ihr im Grunde gutgläubiges und naives Wesen die besten Voraussetzungen sind, ihr Ziel zu erreichen, mag dahingestellt bleiben. Zudem stößt ihre Erwartungshaltung gegenüber ihrem Ex-Freund Lasse, in jeder Hinsicht unterstützt und wertgeschätzt zu werden, bei mir auf Irritation.

Nach meinem Empfinden mangelt es Lasse nämlich nicht an Wertschätzung. Er sorgt sich um ihr Wohlergehen, was die 28-Jährige mit Bevormundung verwechselt, und es ist logisch, dass er sich offiziell nicht mit einer Einmischung durch Femke einverstanden erklären kann, im Gegenzug jedoch akzeptiert, dass ihre Beobachtungen die Ermittlung weiterführen und vorantreiben.

An Femkes Seite agiert ihre Vermieterin Grete, deren verstorbener Ehemann einst Leiter der Spurensicherung war und einen Juwelenraub nicht restlos aufklären konnte. Ihr wird von der Autorin der Part einer “Miss Marple" zugedacht. Leider erfüllt sie das Bild der Agatha-Christie-Persönlichkeit nicht. Mir fehlen hier die Kompetenz, die Vorausschau, ja ein adäquates Denken und Handeln. Grete wirkt eher zögerlich und ängstlich und zögerlich. Ihre Versuche, Ordnung in das Leben ihrer Mieterin zu bringen, mögen amüsant gedacht sein, sind indes im Angesicht der Kuppelversuche unpassend.

Auch wenn der kauzige Fiete Pannkok Fiktion ist und für unfreiwillige Komik sorgt, gelingt mir nicht die Vorstellung, dass solcherart bequeme Kripobeamten existieren. Es sei denn, er ist als Karikatur für diejenigen gedacht, die mit Mitte vierzig versuchen, nach einer Scheidung “eine ruhige Kugel zu schieben”, aber an Erfolgen partizipieren wollen. Ihm gegenüber befindet sich sein Partner Lasse: jung, ehrgeizig, vermeintlich überkorrekt. Was für ein Klischee.

Im Ergebnis ist “Mord im Wattenmeer” eine Geschichte, mit der Daniela Gesing meine Vorstellungen bezüglich einer unterhaltsamen und fesselnden Lektüre nur in geringem Maße erfüllt hat.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Schneeflöckchen Weißpfötchen

Schneeflöckchen, Weißpfötchen
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Weihnachten ist gut einen Monat vorbei, aber sicher erinnern wir uns noch daran, dass die Zeit vor den Feiertagen für alle, die ihren Familien und Freunden Gutes tun wollen, besonders stressig sein können. ...

Weihnachten ist gut einen Monat vorbei, aber sicher erinnern wir uns noch daran, dass die Zeit vor den Feiertagen für alle, die ihren Familien und Freunden Gutes tun wollen, besonders stressig sein können. Auch bei Santa Claus geht es stets turbulent zu, schließlich hat er jedes Jahr zahlreiche Wünsche zu erfüllen. Allerdings gibt es auch in der Weihnachtsmannzentrale ab und an Probleme, zum Beispiel sobald ein überdimensionaler Wunsch einen Absturz der Software verursacht und den Posteingang verstopft. Dann passiert es, dass ein Wunsch aus dem vergangenen Jahr auftaucht und unbedingt abgearbeitet werden muss.

Wichtig ist es vor allem, wenn es um die Liebe geht. Santas Frau findet zwar, dass die Wünsche nach Liebe immer am schwierigsten und gefährlichsten sind, doch davon zeigt sich der Weihnachtsmann in keiner Weise irritiert.

Der Herzenswunsch, von dem hier die Rede ist, stammt von Xander. Der Fotograf und Reiseblogger liebt Ellie. Soweit so gut. Ellie ist Xanders beste Freundin, und genauso sieht Ellie das auch. Zum Vier-Freunde-Kleeblatt gehören noch Jelena und ihr Bruder Arian, mit ihnen baut Ellie eine Beauty-Oase bestehend aus Friseursalon, Kosmetik- und Nagelstudio auf.

Von Xanders Rückkehr und seiner Ankündigung, nunmehr im Heimatort sesshaft werden zu wollen, um eine Galerie und ein Fotostudio einzurichten, sind die Freunde begeistert. Hingegen hofft Xander auch darauf, dass Ellie endlich seine Gefühle erwidert, sollte er dauerhaft in ihrer Nähe sein.

Dass Ellie im Baumarkt den sympathischen Anwalt Patrice kennenlernt, stellt sich als großes Hindernis heraus.

Jedoch wäre Santa Claus nicht er selbst, hätte er nicht ein paar Tricks auf Lager. Also sorgt er dafür, dass sich die Wege von Ellie und Xander mit denen der weißen Schäferhündin Amara kreuzen. Das Tier ist offensichtlich ausgesetzt worden und lebt seitdem auf der Straße, ständig auf der Suche nach einer Mahlzeit und einem trockenen Schlafplatz.

Von einem wesentlichen Problem hat der Weihnachtsmann aber keine Ahnung: Ellie wurde als Kind durch den Biss eines Hundes schwer verletzt und hat neben Narben von diesem Ereignis enorme Angst zurückbehalten. Kann sie ihre Furcht überwinden? Und wird Xanders Wunsch erfüllt?


Petra Schier schreibt regelmäßig einen Weihnachtsroman, in dem nicht allein ein Menschenpaar das (Liebes)Glück findet, sondern auch ein Hund. “Schneeflöckchen Weißpfötchen” ist Band zehn der Santa-Claus-Reihe und wie seine Vorgänger als Adventskalender aufgebaut. Vierundzwanzig Türchen, sprich Kapitel nebst Bonus, können wir “öffnen” und lesen.

Um es gleich vorweg zu nehmen, “Schneeflöckchen Weißpfötchen” ist in Gänze eine Wohlfühlgeschichte, die nichts vermissen lässt und ein Wiedersehen mit bekannten Figuren der bisherigen Romane bereithält. Zwar gibt es den ein oder anderen Konflikt, daneben spricht die Autorin ebenso das Thema von Ängsten nach durchaus traumatischen Erlebnissen an. Indes sind dies nur kleine Stolpersteine, die eine unbeschwerte Lektüre für den leichten Herzensmoment, den wir alle gelegentlich benötigen, nicht mindern.

Im Vordergrund geht es um Freundschaft und das Erreichen von Zielen in einer Gemeinschaft, Vertrauen und Verantwortung, Hoffnung und Willen zur Bewältigung von Ängsten und selbstverständlich um Liebe und Zuwendung.

Petra Schier ist sowohl erfahren im Schreiben von Liebesromanen mittels anschaulicher Bilder, amüsanter Szenen und gekonnt dosierter Erotik, als auch bei der nachvollziehbaren und sensiblen Schilderung von Emotionen und Eindrücken, wozu auch das Einbinden von Magie gehört. Nicht nur Weihnachtsmann & Co. unterhalten uns mit ihren Auftritten, wir dürfen auch teilhaben an der Gedankenwelt von Amara, einer an Körper und Seele beeinträchtigten Schäferhündin, die erst den Glauben an die Menschen wiederfinden und heilen muss.

Die Charaktere mit alltäglichen Freuden und Problemen sind aus dem Leben gegriffen, sie besitzen Stärken und Schwächen und wirken natürlich in ihrem Umfeld.

Familienmitglieder gehen aufmerksam und ungezwungen miteinander um, können sich auf die Unterstützung verlassen. Freundschaften und Traditionen werden gepflegt, zu denen auch der Weihnachtsmarktbesuch und das Keksebacken gehören, der passende stimmungsvolle Rahmen für einen solchen Roman.

Und darum ist "Schneeflöckchen Weißpfötchen" eine romantische Liebesgeschichte mit Weihnachtszauber, Puderzucker, Herzklopfen und glücklichen menschlichen und tierischen Protagonisten.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Der Weg des ewigen Winters

Der Weg des ewigen Winters
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Der Winter zerbricht die Reiche der Menschen.

Und nicht nur das. Das Weltengefüge ist zerstört oder im Wandel, und wir werden in ein Geschehen hineingezogen, das komplex und mystisch ist und sich nicht ...

Der Winter zerbricht die Reiche der Menschen.

Und nicht nur das. Das Weltengefüge ist zerstört oder im Wandel, und wir werden in ein Geschehen hineingezogen, das komplex und mystisch ist und sich nicht auf den ersten Blick offenbart.

Aus mehreren wechselnden Perspektiven erzählt Niilo Sevänen eine Geschichte, in der Historie auf Fantasy trifft und einen eigenen anderen Verlauf nimmt.

Mittels differenzierte Sichtweisen lernen wir Charaktere kenne, die sich in Geschlecht, Alter, Herkunft, gesellschaftlicher Status und Zielen unterscheiden. Mit ihnen geht der Autor wahrlich nicht zimperlich um. Bereits zu Beginn wird es blutig, und einige Verluste sind zu beklagen. Der Sinn der Ereignisse bleibt oft (noch) verborgen, klar wird nur, dass es ein kleines Mädchen ist, um das sich alles zu drehen scheint. Der “wundersamen” Halla begegnen wir hauptsächlich in ihren Träumen, die teilweise wirr sind, nicht nur für uns.

Hinsichtlich der Figuren lässt deren Entwicklung auch die Entstehung von Sympathie und Antipathie zu, wenngleich sie gelegentlich noch etwas oberflächlich in der Gestaltung sind und etwas mehr Tiefe benötigen.

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