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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Eine überraschend warme und magische Geschichte mit kleinen Schwächen

The House Witch 1
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Ich bin ehrlich ins Buch gestartet, ohne genau zu wissen, was mich erwartet, und gerade deshalb hat es mich umso mehr abgeholt. Die Geschichte hat eine ganz besondere Atmosphäre, die sich angenehm vom ...

Ich bin ehrlich ins Buch gestartet, ohne genau zu wissen, was mich erwartet, und gerade deshalb hat es mich umso mehr abgeholt. Die Geschichte hat eine ganz besondere Atmosphäre, die sich angenehm vom klassischen Fantasygenre abhebt. Statt von Anfang an auf große Kämpfe und permanentes Drama zu setzen, nimmt sich das Buch Zeit für seine Figuren, das Schlossleben und die kleinen magischen Momente, die die Handlung so charmant machen.
Besonders Finlay hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen. Er ist kein typischer Held, der mit großen Worten oder spektakulären Auftritten im Mittelpunkt steht. Gerade seine ruhige, besonnene und oft sehr menschliche Art macht ihn für mich so sympathisch. Man begleitet ihn wirklich gerne und merkt im Laufe der Geschichte, wie er immer mehr in seine Rolle hineinwächst.
Ein großer Pluspunkt war für mich die Mischung aus Magie, Alltag im Schloss und den zwischenmenschlichen Beziehungen. Gerade diese alltäglichen Szenen, vor allem rund um die Küche und das Leben am Hof, haben dem Buch viel Persönlichkeit gegeben. Es fühlt sich dadurch sehr lebendig und nahbar an, und genau das hat für mich einen großen Teil des Lesespaßes ausgemacht.
Trotzdem gab es auch ein paar Punkte, die mich nicht ganz überzeugt haben. An manchen Stellen hat sich die Handlung für mein Empfinden etwas gezogen. Gerade im Mittelteil gab es Szenen, die etwas ausführlicher waren als nötig und das Tempo kurz gebremst haben. Außerdem hätte ich mir bei einigen Nebenfiguren etwas mehr Tiefe gewünscht, weil manche Beziehungen und Entwicklungen zwar interessant angedeutet wurden, aber für mich noch mehr Potenzial gehabt hätten.
Auch einige Auflösungen gegen Ende gingen mir persönlich etwas schnell. Da hätte ich gerne noch ein bisschen mehr Raum für die emotionalen Momente gehabt.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte hatte ich durchgehend Freude beim Lesen. Das Buch schafft es, eine angenehme, magische Stimmung aufzubauen und gleichzeitig genug Spannung zu entwickeln, damit man weiterlesen möchte. Für mich ist es eine Geschichte, die vor allem durch ihre Figuren und ihr besonderes Setting punktet.
Insgesamt ein wirklich gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht und bei mir definitiv Interesse an der Fortsetzung geweckt hat. Deshalb sehr gute 4 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐⭐☆

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2026

Zwischen Nebel, Misstrauen und leisen Gefühlen

The Crane and the Nightjar
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The Crane and the Nightjar hat mich ehrlich gesagt ziemlich schnell gepackt, aber nicht auf die typische „Ich liebe alles daran“-Art, sondern eher wie ein Buch, das mich gleichzeitig begeistert und manchmal ...

The Crane and the Nightjar hat mich ehrlich gesagt ziemlich schnell gepackt, aber nicht auf die typische „Ich liebe alles daran“-Art, sondern eher wie ein Buch, das mich gleichzeitig begeistert und manchmal auch ein bisschen ratlos zurücklässt.
Die Geschichte rund um Zara, die plötzlich in einem brutalen Wettkampf um ihre Freiheit steckt, hat direkt diese düstere, fast bedrückende Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht. Dieses nebelverhangene Setting, die tödlichen Spiele und die ständige Unsicherheit, wem man überhaupt trauen kann, das hat für mich richtig gut funktioniert. Man merkt schnell: Hier geht’s nicht um glitzernde Fantasy, sondern um Überleben, Misstrauen und moralische Grauzonen.
Besonders mochte ich Zara als Protagonistin. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern wirkt oft verletzlich, vorsichtig und gleichzeitig unglaublich stark. Genau diese Mischung hat sie für mich greifbar gemacht. Bei Crane war ich dagegen zwiegespalten, spannend und geheimnisvoll, ja, aber irgendwie auch noch ein bisschen blass. Da hoffe ich im nächsten Band definitiv auf mehr Tiefe.
Was das Buch richtig gut kann: Spannung erzeugen. Die Prüfungen und Aufgaben sind teilweise echt intensiv und kreativ, und gerade dann konnte ich kaum aufhören zu lesen. Gleichzeitig hatte die Story aber auch ihre Längen. Manche Entwicklungen ziehen sich, und nicht alles ist sofort klar oder logisch, das hat mich zwischendurch etwas rausgebracht.
Auch die Romance ist eher slow burn und bleibt lange im Hintergrund, was ich persönlich mochte, aber man muss Geduld mitbringen. Dafür trifft sie einen emotional an den richtigen Stellen.
Unterm Strich ist das für mich ein richtig solider Auftakt mit viel Atmosphäre, starken Momenten und ein paar Schwächen, über die ich aber gut hinwegsehen konnte. Es ist eines dieser Bücher, die nicht perfekt sind, aber trotzdem hängen bleiben, und genau deshalb will ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.
⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Sommer, Sonne, Mordfall, und ein bisschen zu viel Leerlauf

39 Grad Mord
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Ich hatte richtig Lust auf 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen, Sizilien, eine Krimiautorin als Ermittlerin und dazu dieser leicht ironische Ton? Klang nach perfekter Urlaubslektüre. Und ja: teilweise ist ...

Ich hatte richtig Lust auf 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen, Sizilien, eine Krimiautorin als Ermittlerin und dazu dieser leicht ironische Ton? Klang nach perfekter Urlaubslektüre. Und ja: teilweise ist es das auch. Aber eben nicht durchgehend.
Die Geschichte startet super atmosphärisch: sengende Hitze, eine luxuriöse Villa, viel Wein, und plötzlich eine Leiche mitten in der Küche. Hauptfigur Hannah stolpert eher unfreiwillig in den Fall hinein und wird direkt selbst zur Verdächtigen. Das sorgt erstmal für Spannung und macht neugierig.
Was mir wirklich gefallen hat: der Humor. Hannah ist keine typische Hochglanz, Ermittlerin, sondern eher chaotisch, leicht verkatert und ziemlich selbstironisch. Das bringt frischen Wind in den Krimi und sorgt immer wieder für kleine Schmunzler. Auch das Setting auf Sizilien ist richtig schön eingefangen, man spürt die Hitze, das Essen, dieses leicht träge Urlaubsgefühl.
Aber genau da liegt auch ein Problem: Es ist teilweise zu träge. Gerade in der Mitte zieht sich die Handlung ziemlich, weil viel Atmosphäre aufgebaut wird, aber die eigentliche Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Ich hatte öfter das Gefühl, dass der Fall nebenbei läuft, während Hannah eher mit sich selbst beschäftigt ist.
Die Auflösung? Solide, aber nicht komplett überraschend. Es passt alles zusammen, aber der große „Wow“, Moment bleibt ein bisschen aus. Dafür punktet das Buch eher mit Stimmung als mit Nervenkitzel.
Unterm Strich ist das ein unterhaltsamer Sommerkrimi mit Witz und einer sympathisch unperfekten Hauptfigur, aber eben auch mit Längen, die den Lesefluss etwas bremsen.
⭐⭐⭐☆☆ (3/5 Sterne)
Gut für zwischendurch, aber kein absoluter Pageturner.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Fake Dating, große Gefühle, aber mit Luft nach oben

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract
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Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer ist genau das, was man von einer modernen New-Adult-Romance erwartet: Fake Dating, Bad Boy, College-Vibes, und natürlich jede Menge knisternde ...

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer ist genau das, was man von einer modernen New-Adult-Romance erwartet: Fake Dating, Bad Boy, College-Vibes, und natürlich jede Menge knisternde Momente. Und ja, ich hatte definitiv Spaß beim Lesen… aber ganz überzeugt hat es mich nicht.
Die Story rund um Lainey und Parker ist super schnell erzählt: Sie braucht ein Fake-Date für eine Hochzeit, er ist der berüchtigte Boxer, und zack, haben wir den klassischen Deal, bei dem Gefühle natürlich „nicht erlaubt“ sind. Was mir direkt gefallen hat, war der lockere, leicht humorvolle Schreibstil. Das Buch liest sich wirklich weg wie nichts, die Dialoge sind oft witzig und die Dynamik zwischen den beiden funktioniert einfach. Gerade Parker bringt diesen typischen Charme mit, der einen schon ein bisschen schwach werden lässt.
Allerdings… und das ist mein größter Kritikpunkt: Es bleibt alles ein bisschen zu oberflächlich. Viele Themen werden angerissen, aber nicht wirklich vertieft, und die emotionale Entwicklung geht mir teilweise zu schnell. Die Handlung selbst ist ziemlich vorhersehbar, man weiß eigentlich von Anfang an, wohin die Reise geht. Das kann cozy sein, aber hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr Tiefe oder Überraschung gewünscht.
Auch das große Drama bleibt eher auf Sparflamme, was einerseits angenehm ist (kein unnötiges Chaos), andererseits aber auch dazu führt, dass mir manchmal die Intensität gefehlt hat. Es ist mehr ein „Wohlfühlbuch“ als eine Geschichte, die einen emotional komplett mitreißt.
Unterm Strich ist es eine süße, unterhaltsame Sports Romance mit bekannten Tropes und viel Charme, perfekt für zwischendurch, aber nichts, was lange nachhallt.
⭐️⭐️⭐️ (3/5 Sterne)
Locker, unterhaltsam und genau richtig für einen entspannten Leseabend, aber mit etwas zu wenig Tiefe, um wirklich zu begeistern.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Unterhaltsam, teilweise richtig gut, aber eben auch mit Luft nach oben.

REM
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Ich muss sagen: Optisch macht das Buch echt was her. Das Cover ist richtig cool gestaltet und passt perfekt zu dieser düsteren, leicht verstörenden Story, hat mich direkt angesprochen.
Inhaltlich geht’s ...

Ich muss sagen: Optisch macht das Buch echt was her. Das Cover ist richtig cool gestaltet und passt perfekt zu dieser düsteren, leicht verstörenden Story, hat mich direkt angesprochen.
Inhaltlich geht’s um Alysee, die als Kind den brutalen Tod ihres Vaters miterlebt hat und seitdem panische Angst vorm Einschlafen hat. Jahre später kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das mit Träumen, Erinnerungen und ziemlich heftigen Ereignissen zusammenhängt. Die Grundidee, dass Träume quasi „real“ werden bzw. gefährlich sind, fand ich mega spannend und auch irgendwie originell.
Was mir gut gefallen hat:
Der Einstieg ist richtig stark. Man ist sofort drin und denkt sich nur: okay, das wird düster. Die Atmosphäre ist definitiv eines der Highlights, stellenweise echt creepy und unangenehm (im positiven Sinne). Gerade diese Mischung aus Psychothriller und Horror funktioniert oft ziemlich gut.
Auch der Schreibstil ist angenehm flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten, es gibt viele Szenen, die fast schon filmisch wirken. Teilweise hatte ich wirklich Bilder im Kopf wie bei einem Horrorfilm, das kann die Autorin auf jeden Fall.
Und: Die Grundidee mit Schlaf, Träumen und Erinnerungen hat echt Potenzial und sorgt für ein paar spannende Momente.
Aber… (und das ist leider der Knackpunkt):
So richtig gepackt hat es mich auf Dauer nicht. Gerade im Mittelteil zieht sich die Story teilweise und verliert etwas an Spannung. Manche Wendungen waren für mich vorhersehbar, wodurch der „Wow-Effekt“ ein bisschen ausgeblieben ist.
Auch bei den Figuren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Alysee ist zwar interessant angelegt, aber emotional hat mich das Ganze nicht immer erreicht. Einige Nebencharaktere bleiben eher blass.
Und stellenweise war es mir fast ein bisschen „zu viel gewollt“, viel Horror, viel Drama, viel krasse Ideen, aber nicht alles wirkt komplett rund oder sauber ausgearbeitet.
Fazit:
„REM“ ist ein solider Thriller mit cooler Idee und richtig starker Atmosphäre, der vor allem Horror-Fans gefallen dürfte. Aber er hat auch seine Schwächen, vor allem bei Spannungskurve und Charaktertiefe.
Für mich insgesamt: 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐
Unterhaltsam, teilweise richtig gut, aber eben auch mit Luft nach oben.

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