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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2025

Leider konnte mich hier nur Flora wirklich überzeugen

Die Schattenschwester
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Nach dem plötzlichen Tod von Pa Salt treffen sich seine sechs Adoptivtöchter in ihrem Zuhause am Genfer See. Während sie um ihren Vater trauen, erfahren sie gleichzeitig mehr über ihre eigentliche Herkunft. ...

Nach dem plötzlichen Tod von Pa Salt treffen sich seine sechs Adoptivtöchter in ihrem Zuhause am Genfer See. Während sie um ihren Vater trauen, erfahren sie gleichzeitig mehr über ihre eigentliche Herkunft. Jedes der Mädchen erhält einen entscheidenden Hinweis auf ihre Vergangenheit. Zunächst kehren Star und Cece zurück nach London ohne sich weiter damit zu befassen. Doch dann beschließt Star dem ganzen auf den Grund zu gehen und ihr Hinweis bringt sie zu einer Buchhandlung ganz in ihrer Nähe. Dabei lernt sie nicht nur Stück für Stück mehr über ihre Vergangenheit, sondern fängt auch an ihr Herz für diese neue Familie zu öffnen.

Da mich die ersten beiden Teile mit eher gemischten Gefühlen zurückgelassen haben, war ich neugierig wie es im dritten Teil weitergehen wird. Zwar schreibt Lucinda Riley wie gewohnt sehr angenehm und flüssig, doch die Handlung hat sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Es passiert lange Zeit wenig Relevantes, und vieles wirkt gestreckt, ohne echten Mehrwert für die Geschichte. Besonders schwer tat ich mich mir mit der Romanze von Star. Sie wirkte auf mich wenig glaubwürdig und emotional nicht greifbar. Die Verbindung der Figuren blieb oberflächlich, sodass ich weder mitfiebern noch mitfühlen konnte. Gerade in einem Roman, der so stark auf persönliche Beziehungen setzt, ist das für mich enttäuschend. Außerdem fand ich Stars Verhalten gegenüber Cele ziemlich unmöglich. Ich finde es gut, dass sie versucht herauszufinden wer sie ohne ihre Schwester ist, aber das hätte sie ihr ruhig mitteilen können statt ihr einfach die kalte Schulter zu zeigen. Zum Glück konnte mich Flora da etwas drüber hinwegtrösten, denn sie war für mich mit Abstand der sympathischste Charakter der Geschichte. Eine beeindruckende Frau mit einer tragischen Lebensgeschichte, die sich davon aber nicht unterkriegen lassen hat. Auch wenn das Setting und die Atmosphäre wieder gut eingefangen sind, konnte mich die Geschichte insgesamt nicht wirklich packen.

Für Fans der Reihe vielleicht ein Muss, für mich leider eher zäh als mitreißend. Die 2,5 Sterne gibt es von mir nur, weil mir Flora so sympathisch war.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Ein emotionaler Abschluss mit kleinen Schwächen

Marry the Millionaire
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Nie hätte Lavender damit gerechnet, plötzlich ihrer großen Liebe wieder gegenüberzustehen. Doch ausgerechnet die Firma von Ace besitzt das Gebäude, in dem sich ihre Hochzeitsagentur befindet. Als er ihr ...

Nie hätte Lavender damit gerechnet, plötzlich ihrer großen Liebe wieder gegenüberzustehen. Doch ausgerechnet die Firma von Ace besitzt das Gebäude, in dem sich ihre Hochzeitsagentur befindet. Als er ihr dann auch noch einen verrückten Deal vorschlägt, ist Lavender völlig überfordert: Eine Million Dollar will er ihr zahlen, wenn sie ihn heiratet. Das Geld könnte sie dringend gebrauchen, doch was steckt wirklich hinter diesem Angebot? Und was ist aus der alten Anziehung zwischen ihnen geworden?

Der angenehme Schreibstil hat mir den Einstieg in die Geschichte leicht gemacht. Lavender und Ace hätten das Potenzial gehabt, mein Lieblingspaar der Reihe zu werden. Doch leider hat Ace vieles kaputt gemacht, indem er seine wahren Absichten bis zum Schluss verheimlicht. Es war doch abzusehen, dass das nicht gut endet. Hätte er von Anfang an ehrlich mit Lavender gesprochen, wäre sie vermutlich deutlich besser damit umgegangen. Und auch Lavender hätte deutlich früher mit der Wahrheit herausrücken sollen.Trotzdem mochte ich die beiden Charaktere sehr. Besonders Lavender ist eine sympathische Figur, mit der man gut mitfühlen kann. Beeindruckend fand ich, wie sie sich all die Jahre allein um sich und ihre Tochter gekümmert hat, ohne jegliche Unterstützung von ihrer Familie. Auch Ace zeigt in dieser Geschichte, was für ein guter Mensch und Vater er sein kann. Am Ende bekommen die beiden trotz vieler Missverständnisse ihr Happy End und auch die gesamte Reihe wird mit dieser Geschichte stimmig abgeschlossen.

Ein gefühlvoller und unterhaltsamer Abschluss mit liebenswerten Figuren und kleinen Schwächen in der Kommunikation.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein atmosphärischer Roman mit ausbaufähiger Figurenzeichnung

Court of Sun 1: Court of Sun
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Deutsch:

Seit ihre Mutter spurlos zu den Fae verschwunden ist, hegt Brie eine tiefe Abneigung gegen eben dieses Volk. Doch als ihre Schwester an den Schattenkönig verkauft wird, um Schulden zu begleichen, ...

Deutsch:

Seit ihre Mutter spurlos zu den Fae verschwunden ist, hegt Brie eine tiefe Abneigung gegen eben dieses Volk. Doch als ihre Schwester an den Schattenkönig verkauft wird, um Schulden zu begleichen, bleibt Brie keine Wahl: Sie muss ins Reich der Fae reisen, um sie zu retten. Am Hof des Lichts angekommen, merkt sie jedoch schnell, dass dort nichts so ist, wie es scheint. Plötzlich findet sie sich nicht nur mitten in einer alten Fehde wieder, sondern auch zwischen zwei attraktiven Fae-Prinzen, die beide ihre eigenen Geheimnisse haben.

Ich habe so viel über das Buch gehört, dass ich es einfach lesen musste. Durch den angenehmen Schreibstil bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Die Welt ist detailreich und atmosphärisch beschrieben, sodass man direkt eintauchen kann. Die Storyline ist spannend und voller überraschender Wendungen und damit genau das, was ich von einem Fantasyroman erwarte. Etwas schwieriger hatte ich es mit der Protagonistin. Brie wirkt stellenweise sehr naiv und braucht meiner Meinung nach viel zu lange, um zu erkennen, wem sie wirklich vertrauen kann. Das bremst den Lesefluss gelegentlich, vor allem wenn man als Leser*in schon längst durchschaut hat, was Sache ist. Auch Finn, einer der beiden männlichen Hauptfiguren, bleibt recht blass. Ich hoffe, dass er im nächsten Band noch mehr Tiefe bekommt. Über Sebastian braucht man glaube ich nicht viel sagen und damit gibt es eigentlich nur einen möglichen Ausgang für diese Dreiecksbeziehung.

Wer Romantasy mit Intrigen, Magie und einer Prise Drama mag, wird hier auf jeden Fall fündig. Für mich war es ein unterhaltsches Leseerlebnis mit kleineren Schwächen – daher solide 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Inheritance, Intrigue, and a Bit of Romance

The Inheritance Games
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Avery has a plan to build a better future for herself and her older sister, but everything changes when she unexpectedly inherits the fortune of billionaire Tobias Hawthorne. The catch is, she has never ...

Avery has a plan to build a better future for herself and her older sister, but everything changes when she unexpectedly inherits the fortune of billionaire Tobias Hawthorne. The catch is, she has never met the man and has no idea why he chose her over his own family. Suddenly thrown into a world of secrets, puzzles, and shifting loyalties, Avery must navigate danger, suspicion, and the cryptic games the late billionaire left behind, all while dealing with a family determined to reclaim what they believe is rightfully theirs.

The Inheritance Games is a fast-paced, twist-filled YA mystery that blends the fun of a treasure hunt with the drama of a modern-day fairy tale. The layered puzzles and inheritance mystery keep the pages turning, while the characters (especially the four Hawthorne brothers) add tension, charm, and a touch of romantic intrigue. Each brother has a unique personality, adding depth and energy to the story. Avery is a strong, down-to-earth protagonist, and the contrast between her modest background and the world of unimaginable wealth she’s thrown into adds a compelling dynamic. Some plot points lean into familiar YA tropes, but the execution is sharp and entertaining. The book strikes a solid balance between suspense and character development, making it enjoyable for both teen and adult readers.

All in all, The Inheritance Games is a clever and engaging start to a series that offers just the right mix of mystery, escapism, and emotional depth to leave a lasting impression.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Zwischen Fiktion und Gefühl – ein versprochenes Drama, das ausbleibt

Agnes
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Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet. – Der Einstieg klingt vielversprechend, fast schon unheilvoll. Doch leider kann der Roman dieses Versprechen für mich nicht einlösen.

Die Beziehung zwischen ...

Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet. – Der Einstieg klingt vielversprechend, fast schon unheilvoll. Doch leider kann der Roman dieses Versprechen für mich nicht einlösen.

Die Beziehung zwischen dem Ich-Erzähler und Agnes bleibt über weite Strecken blass und wenig greifbar. Der Erzähler wirkt distanziert und emotionslos und ihre gemeinsamen Gespräche erscheinen künstlich und ohne echte Tiefe. Der nüchterne Stil mag gewollt sein, sorgt aber eher für Langeweile als literarische Intensität. Die Vermischung von Fiktion und Realität hätte spannend sein können, verliert sich jedoch in Vorhersehbarkeit. Viele Szenen wirken austauschbar, es fehlt an echter Dynamik.

Fazit: Kühle Sprache, flache Figuren – Agnes bleibt unter seinen Möglichkeiten.

2 von 5 Sternen

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