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Veröffentlicht am 23.12.2025

Blass

Hazel sagt Nein
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Von anna67

Hazel sagt Nein erzählt die Geschichte eines mutigen Mädchens, das sich gegen einen schweren Machtmissbrauch stellt. Nachdem der Direktor ihrer Schule Hazel gezielt als Opfer seiner sexuellen ...

Von anna67

Hazel sagt Nein erzählt die Geschichte eines mutigen Mädchens, das sich gegen einen schweren Machtmissbrauch stellt. Nachdem der Direktor ihrer Schule Hazel gezielt als Opfer seiner sexuellen Übergriffe auswählt und diese sogar offen und unverhohlen formuliert, trifft sie eine klare Entscheidung: Sie sagt Nein. Dieses Nein ist stark, wichtig und notwendig – und bildet den zentralen Kern des Buches.
Trotz der großen Dramatik und der Schwere des Themas bleibt Hazel als Hauptfigur jedoch überraschend blass. Als Leserin hätte man sich gewünscht, ihr näherzukommen, ihre Gedanken, Ängste und inneren Kämpfe intensiver mitzuerleben. Stattdessen entsteht oft der Eindruck, dass Hazel eher eine Mitspielerin als der emotionale Mittelpunkt der Geschichte ist.
Auffällig ist auch, dass sich die Erzählung immer wieder stark auf die Eltern und den Bruder konzentriert. Ihre Gefühle, Reaktionen und Perspektiven nehmen viel Raum ein, während Hazels eigene innere Welt vergleichsweise wenig Beachtung findet. Dadurch verschiebt sich der Fokus der Geschichte: Hazel, um die es eigentlich gehen sollte, rückt für die Lesenden beinahe in den Hintergrund, was besonders bei einem so sensiblen und wichtigen Thema schade ist.
Gänsehautmomente bleiben größtenteils aus. Der Schreibstil wirkt häufig sachlich und distanziert, fast nüchtern, wodurch die emotionale Wucht der Thematik nicht voll zur Entfaltung kommt. Gerade hier hätte man sich mehr Tiefe, mehr Gefühl und mehr Nachdruck gewünscht, um die Bedeutung von Hazels Nein noch stärker spürbar zu machen.
So bleibt am Ende der Eindruck einer wichtigen Geschichte mit einem starken Ansatz, die jedoch ihr emotionales Potenzial nicht vollständig ausschöpft. Das Thema verdient große Aufmerksamkeit – und hätte durch eine intensivere Nähe zur Hauptfigur noch eindringlicher und berührender erzählt werden können

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Antike

Medea
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Abtauchen in die Antike – hinein in die Welt der Götter der griechischen Mythologie.
Genau das bietet dieser Roman, der sich leicht lesen lässt und dank seiner modernen Sprache sehr verständlich bleibt.

Es ...

Abtauchen in die Antike – hinein in die Welt der Götter der griechischen Mythologie.
Genau das bietet dieser Roman, der sich leicht lesen lässt und dank seiner modernen Sprache sehr verständlich bleibt.

Es treten jedoch viele Namen auf, und wer mit den zahlreichen Gottheiten und Wesen nicht vertraut ist, kann im Namensgewirr schnell den Überblick verlieren. Trotz der einfachen Schreibweise ist daher eine gewisse Konzentration nötig.

Oft dachte ich: Schade, dass es kein Verzeichnis gibt, in dem man noch einmal nachschlagen kann, wer mit wem verwandt ist oder wie bestimmte Figuren miteinander in Beziehung stehen.

An manchen Stellen war ich mir zudem unsicher, ob die Handlung teilweise an der eigentlichen Mythologie vorbeischrammt – besonders, was die Entstehung der Drachen betrifft. Vielleicht kenne ich mich dafür aber einfach nicht gut genug aus und muss erst einmal im Internet recherchieren.

Lobend erwähnen möchte ich jedoch das Cover: Es hat mir ausgesprochen gut gefallen

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Schade aber auch

In den Scherben das Licht
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Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen, obwohl ich mich im Vorfeld sehr darauf gefreut hatte. Das ansprechende Cover mit den tanzenden Menschen ließ eine leichte, hoffnungsvolle Atmosphäre erwarten.

Die ...



Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen, obwohl ich mich im Vorfeld sehr darauf gefreut hatte. Das ansprechende Cover mit den tanzenden Menschen ließ eine leichte, hoffnungsvolle Atmosphäre erwarten.

Die Handlung spielt in den Hamburger Nachkriegsjahren, einer Zeit großer Entbehrungen und Sorgen, die grundsätzlich viel Raum für emotionale Tiefe bietet. Obwohl die geschilderten Lebensumstände durchaus nachvollziehbar sind, wirkt der Erzählstil auf mich insgesamt sehr distanziert. Es fällt schwer, eine Beziehung zu den Hauptfiguren aufzubauen; sie blieben mir während des gesamten Lesens merkwürdig fremd und ohne erkennbare Sympathieträger.

Erschwerend kommt hinzu, dass bereits auf den ersten Seiten eine Vielzahl an Personen eingeführt wird. Diese Menge an Namen und Figuren empfand ich als überfordernd, sodass ich mir stellenweise eine Übersicht oder ein Personenverzeichnis gewünscht hätte, um den Überblick nicht zu verlieren.

Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Handlung über weite Strecken kaum voranschreitet. Ein Schwerpunkt liegt wiederkehrend auf Tauschgeschäften und der Suche auf dem Schwarzmarkt, insbesondere nach einer sogenannten Brennhexe. Dadurch wirkte die Erzählung bald monoton, und schon früh stellte sich bei mir das Gefühl ein, dass die Geschichte feststeckt. Dies führte schließlich dazu, dass mir die Motivation fehlte, den Roman weiterzulesen.


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Veröffentlicht am 01.11.2025

Viele Gefühle

Ein Herz aus Papier und Sternen
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Die ersten Seiten des Romans fielen mir zunächst schwer, und ich hatte Zweifel, ob ich das Buch weiterlesen würde. Mit der Zeit jedoch löste die Geschichte eine starke emotionale Wirkung bei mir aus.

Die ...

Die ersten Seiten des Romans fielen mir zunächst schwer, und ich hatte Zweifel, ob ich das Buch weiterlesen würde. Mit der Zeit jedoch löste die Geschichte eine starke emotionale Wirkung bei mir aus.

Die Hauptpersonen Pip und Bella waren mir schnell sympathisch. Besonders bei Pip wünschte ich mir, dass sie sich endlich aus ihrer belastenden Situation befreit, selbst wenn dies nur als Leiterin einer Tankstelle geschieht. In meinen Gedanken hoffte ich, dass sie sich von ihrer Mutter löst, die ihr das Leben erschwert hat.

Mit dem Auftauchen von Bellas Vater gewinnt die Handlung eine neue Dimension, und auch die Figur des Sammy, die negativ dargestellt wird, trägt zur Spannung bei. Ivo hingegen erscheint als eine Art Retter.

Einzig die kleinen Origami-Mädchenverse habe ich übersprungen, da sie mir nicht gefallen haben; ich denke jedoch, dass die Geschichte auch ohne sie auskommt. Dies ist der einzige Grund, weshalb ich einen Stern von der Gesamtbewertung abziehe. Insgesamt vergebe ich vier von fünf Sternen

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Schön

Die Lebkuchen-Prinzessin
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Ein ganz tolles Buch und sehr nach meinem Geschmack. Von der ersten Seiten an hat mich die Geschichte um Elise und ihre Eltern angesprochen. Der schnelle Aufstieg von einer kleinen Bäckerei zu einer großen ...

Ein ganz tolles Buch und sehr nach meinem Geschmack. Von der ersten Seiten an hat mich die Geschichte um Elise und ihre Eltern angesprochen. Der schnelle Aufstieg von einer kleinen Bäckerei zu einer großen Firma und dann der drohender Fall . Auslöser ist der Tod des Vaters.
Spannend und wirklich gut gemacht. Ich habe auch Weihnachtsstimmung empfunden, denn Lebkuchen geschmeckt, der zu Weihnachten für mich dazu gehört.
Ein Buch das sich lohnt.
Sicher ist die Story vorhersehbar und doch so schön. Ein Buch für Sofazeiten.

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