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Veröffentlicht am 16.11.2022

Sträter, wie wir in kennen und lieben

Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen
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Thorsten Sträter, wer kennt ihn nicht aus dem Fernsehen. Der Mann der vielen Strickmützen und Meister des Abschweifens, hat in seinem neuen Buch »Du kannst alles lassen, Du musst es nur wollen« die besten ...



Thorsten Sträter, wer kennt ihn nicht aus dem Fernsehen. Der Mann der vielen Strickmützen und Meister des Abschweifens, hat in seinem neuen Buch »Du kannst alles lassen, Du musst es nur wollen« die besten Geschichten der letzten drei Jahre versammelt.

Wer gerne lacht, ist mit diesem Buch gut beraten. Denn Sträter lässt sich nicht lumpen, er feuert ein Feuerwerk für die Lachmuskeln der Leser ab. In seinem neuesten Werk u.a. auch um die Pandemie, um die Maskenpflicht und Eigenverantwortung. In einem kleinen Zwischenkapitel schreibt Sträter über seine Depressionen. Er lässt sich aus über Redewendungen wie: ‚Da könnte ich mich reinsetzten‘ oder ‚Du, ich hab‘ ein Attentat auf dich vor.‘ Nichts Menschliches ist ihm fremd. Auch unsere Politiker bekommen ihr Fett weg, er schwadroniert über Filme die KAMMANOMMAKUCKEN. Hugo Egon Balder sagt über Sträter: »Wenn es ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden!« Und … Recht hat er!

Ich habe mich köstlich amüsiert. Aber natürlich ist Thorsten Sträter auf der Bühne noch mal einen Zacken besser. Allein seine Stimme, Mimik und Gestik muss man live erleben. Das Buch kann man eigentlich nur in kleinen Portionen lesen, sonst wird einem schwindlig von den Wortspielen. Zum Glück sind die Kapitel kurz und knackig, so dass man mal eine Pause einlegen kann.

Fazit: Leg den Schalter um. Hier kommt Thorsten Sträter! Vergnügliche Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Philisophische Fragen und Denkanstöße

Geschichten, die das Denken herausfordern
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Elke Wiss ist Theatermacherin und praktische Philosophin. Sie leitet Schulungen und Workshops in praktischer Philosophie und der Kunst des Fragenstellens.

In ihrem Buch „Geschichten, die das Denken ...



Elke Wiss ist Theatermacherin und praktische Philosophin. Sie leitet Schulungen und Workshops in praktischer Philosophie und der Kunst des Fragenstellens.

In ihrem Buch „Geschichten, die das Denken herausfordern“, leitet sie den Leser mit 17 modernen Märchen über Dialog und Fragen zum Nachdenken und Philosophieren an.

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil ist der Theorie gewidmet, in dem uns die Autorin erläutert was Philosophieren ist. Sie gibt dem Leser Werkzeuge zu den verschiedenen Techniken des Hinterfragens an die Hand. Sie erklärt, wie wir mit den Fragen zu den Geschichten arbeiten können. Der zweite Teil widmet sich der praktischen Anwendung. Hier finden wir die Geschichten, an die sich jeweils drei verschieden Arten von Fragen anschließen

Das Buch ist einfach und verständlich geschrieben und lässt sich an Hand der Beispiele gut praktisch anwenden, so dass sich jeder mit diesen Geschichten auseinandersetzen kann.

Fazit: Ein unterhaltsames Sachbuch ist für Menschen, die neugierig sind und die Lust haben, sich selbst und ihr Denken herauszufordern.

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Herrlich schräger Landkrimi

Die Kommissarin und der Metzger - Schrot und Korn
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Auch in diesem zweiten Krimi von Bent Ohle um die Kommissarin und Nebenerwerbslandwirtin Tanja Terholte und ihrem Bruder Rudi, dem Metzger, geht es um aufgefundene Leichenteile.

In der ländlichen Kleinstadt ...


Auch in diesem zweiten Krimi von Bent Ohle um die Kommissarin und Nebenerwerbslandwirtin Tanja Terholte und ihrem Bruder Rudi, dem Metzger, geht es um aufgefundene Leichenteile.

In der ländlichen Kleinstadt Horstmar bei Münster hat Achim, ein Verschwörungstheoretiker und Metallsucher, ein Metallstück auf dem Acker von Bauer Lüdke-Bredtscheid gefunden, dass sich bald als ein künstliches Kniegelenk herausstellt. Wie kommt das auf den Acker? Leider werden weitere Leichenteile zutage gefördert und nun beginnen fieberhafte Ermittlungen. Nebenher benötigt auch die betagte Frau van Delgen Tanjas Hilfe. Sie glaubt, bei ihr sei jemand im Haus gewesen. Und als würde er es ahnen, ist wieder Mal ist der Bulle Gunnar ausgerückt, um einer Schlachtung zu entgehen.

Das alles hört sich nicht nur nach Spannung, sondern auch nach ganz viel Spaß an. Und richtig, der Leser kommt auf seine Kosten. Bent Ohle schreibt mit viel Augenzwinkern und Humor. Die ländliche Lokalität und die Menschen zeichnet er liebevoll authentisch. Tanja und ihren Bruder Rudi nebst Mutter und Freundin muss man einfach mögen. So haben Mutter Elisabeth und Schwägerin in spee Silke ein neues Hobby entdeckt, das Malen. Aber auch Tanja selber und ihr Nachbar Vossenkuhl versuchen sich in ihrer Freizeit auf einem neuen Gebiet. Sie brennen ihren eigenen Schnaps, mit mehr oder weniger großem Erfolg.
Tanjas Vorgesetzter Herr Zaunholz nimmt sich wie immer wichtig und glänzt mit spitzfindigen Bemerkungen über ihr Tanjas Auto. Nicht zu vergessen der dilettantische Gerichtsmediziner Dr. Schulze-Brennigkemper. Ebenfalls eine interessante Nebenfigur ist der geistig etwas abgedriftete Erich-Däniken-Jünger Achim.

Fazit: Angenehm zu lesen, mit viel Lokalkolorit und herrlich schrägen und skurrilen Charakteren. Ein Landkrimi der für gute Unterhaltung sorgt.




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Veröffentlicht am 12.11.2022

Frau Appeldorn ermittelt

Frau Appeldorn und der tote Maler
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Die Chefsekretärin Mareike Appeldorn sieht sich plötzlich in den Ruhestand katapuliert. Nachdem der Seniorchef verstoben ist, hat der Junior keine Verwendung mehr für sie und komplimentiert aus ihrem ...



Die Chefsekretärin Mareike Appeldorn sieht sich plötzlich in den Ruhestand katapuliert. Nachdem der Seniorchef verstoben ist, hat der Junior keine Verwendung mehr für sie und komplimentiert aus ihrem geliebten Job. Das versetzt ihrem Selbstwertgefühl einen heftigen Schlag. Sie, die als die rechte Hand des Chefs galt, auf die man sich verlassen konnte, bei der alles wie am Schnürchen lief. Nun eröffnet sich vor Frau Appeldorn erst Mal ein tiefes Loch. Es muss schleunigst eine Aufgabe her. Eine neue Herausforderung findet sie schließlich im örtlichen Kulturverein. Frau Appeldorn stürzt sich voller Enthusiasmus in dieses Ehrenamt. Aktuell organisiert sie eine Kunstausstellung mit vielen regionalen Künstlern. Am Ende des Tages wird der Maler Martin Borger tot aufgefunden. Was für ein Desaster. Die Citymanagerin Frau Dammer gilt als Hauptverdächtige. Wie sich herausstellt, ist sie die Tochter ihres Nachbarn Herrn Büyüktürk, der ihr täglich mit seinem Mercedes die Einfahrt blockiert. Frau Appeldorn ist eigentlich gar nicht gut auf diesen Herren zu sprechen, was auf Gegenseitigkeit beruht, aber nun müssen sie sich die beiden zusammentun, um den Mörder des Malers zu finden, und die Tochter zu entlasten.

Ein herrliches Vergnügen. Vera Nentwich schreibt mit viel trockenem Humor. Ich konnte mir die beiden Hauptprotagonisten bildlich vorstellen, die schrullige Frau Appeldorn und der alte Macho Herr Büyüktürk. Beide haben ihre Macken und Kanten und doch erweisen sie sich als ein perfektes Team. Frau Appeldorn ist es gewohnt, resolut und entschlossen vorzugehen. Und Herr Büyüktürk, der ehemalige Professor für Germanistik, kann ebenfalls mit seinem Erfahrungsschatz zur Lösung des Falles beitragen. Ein unwiderstehliches Paar, um für viel Humor und Schmunzeln beim Lesen zu sorgen.

Fazit: Für Leser die nicht ganz ernstzunehmende Krimis lieben. Unterhaltsam und flüssig zu lesen.

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Blut im Kehlsteinlift

Mord am Kehlsteinhaus
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Auch der zweite Fall für den junge Kommissar und Polizeibergführer Simon Perlinger und seiner Kollegin Luisa führt uns zu einem geschichtsträchtigen Schauplatz: Den Obersalzberg und das sagenumwitterte ...



Auch der zweite Fall für den junge Kommissar und Polizeibergführer Simon Perlinger und seiner Kollegin Luisa führt uns zu einem geschichtsträchtigen Schauplatz: Den Obersalzberg und das sagenumwitterte Kehlsteinhaus mit seiner NS-Vergangenheit.

Dem Liftwart Klaus Brunner bietet sich eines Morgens beim Betreten der Kabine des legendären Kehlsteinlifts ein schauriger Anblick. Überall ist Blut. Viel Blut. Es stellt sich schnell heraus, dass dies vom verschwundenen Unternehmer Golo Gruber stammt, einem der drei Inhaber der Grubermilch AG. Doch von Gruber selber keine Spur. Wenig Tage später stürzt sein Bruder bei einer Klettertour zu Tode. Was zuerst wie ein Bergunfall aussieht erweist sich bald als Mord. Es wurde nachgeholfen.

Der neue Regionalkrimi von Felix Leibrock kommt in einer sehr schönen Aufmachung daher. Der grüne Schnitt macht das Buch zu was Besonderem und sieht sehr wertig aus. Positiv ist auch das Personenregister am Anfang des Buches. Der Prolog ist geheimnisvoll und macht neugierig. Der Autor schreibt fesselnd. Ich liebe diesen Schreibstil, der sich leicht und flüssig liest und nebenbei erfährt man sehr viel über die Gegend und dessen Historie.

Die beiden sympathischen Ermittler Simon Perlinger und seine Kollegin Luisa sind als Hauptprotagonisten authentisch gezeichnet. Sie machen auch in diesem zweiten Band einen tollen Job. Die beiden verstehen sich nicht nur gut, sie ergänzen sich auch glänzend als Team. Auch die Nebenfiguren sind Charaktere aus Fleisch und Blut. Man scheint ihnen schon mal irgendwo begegnet zu sein. Der Lokalkolorit ist gut beschrieben. Ich fühlte mich als Leser mitten in die Bergwelt versetzt.

Fazit: Ein spannender Alpenkrimi, mit sympathischem Ermittlerteam und wunderschönen Lokalkolorit.

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