Profilbild von engineerwife

engineerwife

Lesejury Star
offline

engineerwife ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit engineerwife über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2024

Was verbindet ein Mädchen aus Berlin mit einem Weinberg in Italien?

Ada, das Mädchen aus Berlin
0

Immer wieder verbindet Ronald H. Balson in seiner Reihe rund um die sympathischen Protagonisten Catherine und Liam das dunkle Thema Drittes Reich. So auch in diesem dritten Band der Reihe – leider wurden ...

Immer wieder verbindet Ronald H. Balson in seiner Reihe rund um die sympathischen Protagonisten Catherine und Liam das dunkle Thema Drittes Reich. So auch in diesem dritten Band der Reihe – leider wurden nicht alle Teile aus dem Englischen übersetzt. Als Leserin lerne ich Ada und auch Gabriella kennen, doch bis zum Schluss erschloss es sich mir nicht, wie die beiden Charaktere zusammenhängen. Viel Zeit verbrachte ich beim Lesen mit Ada in der Vergangenheit und wieder einmal wurde mir auf erschreckende Weise bewusst, wie grausam diese Zeit war, wie gute Menschen oft willkürlich gequält und gebrochen wurden. Wenige Auserwählte überstanden diese Tortur lebend. Dennoch hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass hier mit erhobenem Zeigefinger geschrieben wurde, sondern eine runde und vielseitige Geschichte aus der Feder des Autors geflossen ist. Für mich war es der stärkste Band bis jetzt bei dem mich nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart in den Bann gezogen hat. Die Anwältin und ihr Ehemann sind inzwischen eine richtige Familie und ein tolles Team geworden und von mir erhält der Autor für dieses Buch fünf Sterne mit einer Empfehlung. Jeder einzelne Fall in seinen Romanen ist in sich abgeschlossen, wem aber auch die private Entwicklung von Catherine und Liam wichtig ist, sollte mit Band eins beginnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 17.02.2024

Eine dicke fette Leseempfehlung ... !!!

Töchter des Aufbruchs
0

„Einen Sack Flöhe hüten ist leichter!“ Dieser und ähnliche Gedanken müssen der jungen Schulleiterin Pauline täglich durch den Kopf gehen, so sehr sie ihre Schützlinge auch liebt. Gleich zu Anfang gibt ...

„Einen Sack Flöhe hüten ist leichter!“ Dieser und ähnliche Gedanken müssen der jungen Schulleiterin Pauline täglich durch den Kopf gehen, so sehr sie ihre Schützlinge auch liebt. Gleich zu Anfang gibt ihr Suzette, eines der zehn Mädchen und zugleich ihre Nichte, einen dicken Grund zur Sorge. In ihrer jungen Verliebtheit fällt diese auf das Werben eines zwielichtigen preußischen Leutnants rein und verlässt bei Nacht und Nebel das Pensionat. Eine schnell eingeleitete Suchaktion kann Schlimmstes verhindern, doch hat Suzette daraus gelernt? Während Pauline und ihre leider einzige Lehrerkollegin alle Hände voll zu tun haben, bekommen sie überraschend ein wenig Schützenhilfe von dem eher steifen und trockenen preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz, der in Thionville stationiert ist. Doch auch er muss nicht nur bei dieser einen Baustelle assistieren, denn was hat es mit dem Gärtner Vincent auf sich? Stellt er mit seiner Geheimniskrämerei eine Gefahr für die Bewohner des Instituts dar?

In gewohnt flüssiger Art bringt uns Marie Pierre, vielen vielleicht besser bekannt als Marie W. Peter, nicht nur die Charaktere, sondern auch die wunderschöne Gegend näher. Diedenhofen war und ist ein multikulturelles Städtchen in Lothringen und Dank ihrer ausgiebigen Recherche macht mir die Autorin Lust auf eine Reise in diese Region. Geschickt wird in der Geschichte nach dem „Kennenlernen“ der verschiedenen Personen ein Spannungsbogen aufgebaut, der mich als Leserin nach Beendigung des Buchs mehr als zufrieden und zugleich neugierig auf den nächsten Teil zurückließ. Von mir gibt es hier mit fünf Sternen die mehr als verdiente Bestbewertung und eine Leseempfehlung an alle, die einem spannenden Roman mit einer gleichzeitig lehrreichen aber dennoch sehr viel Vergnügen bereitenden Geschichtsstunde Spaß haben. Beide Daumen hoch für Maria und ihr Mädchenpensionat !!!

Veröffentlicht am 10.02.2024

Traurig nehme ich Abschied von dieser wunderbaren Story ...

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen (Hafenärztin 4)
0

Was für ein fulminanter Abschluss für diese wunderbare Reihe rund um die Hafenärztin Anne und ihre Mitprotagonisten Helene und Berthold, die dem ganzen eine runde Story bescheren. Bei diesem für mich fast ...

Was für ein fulminanter Abschluss für diese wunderbare Reihe rund um die Hafenärztin Anne und ihre Mitprotagonisten Helene und Berthold, die dem ganzen eine runde Story bescheren. Bei diesem für mich fast ein wenig ungewöhnlichen vierten Teil – ich dachte, wie viele andere auch, dass nach Band drei Schluss wäre – hat die Autorin Henrike Engel nochmal alle Register gezogen. Anne kämpft gegen die Ungerechtigkeit ihrer eigenen Person gegenüber aber auch gegen die Drogen, bei denen man verzweifelt den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben versucht. Unsere Freundin Helene versucht sich selbst zu finden, bzw. ihren Platz im Leben mit Berthold, den sie von ganzem Herzen liebt. Tja, und unser Freund Berthold muss sich den Geistern der Vergangenheit stellen, muss seine erste Frau Elisabeth und den gemeinsamen Sohn Willem aus seinen Gedanken vertreiben, bevor er frei für die neue Liebe ist. Ach so, und nebenher werden natürlich Verbrecher gejagt und einige Kollateralschäden in Kauf genommen … es ist spannend, spannend, spannend … !!!

Diesmal konnte ich mich kaum loseisen von Hamburg, der Polizei, den Verbrechern und der Jagd. Mit einem kontinuierlich aufrecht erhaltenen Spannungsbogen konnte mich die Autorin Henrike abholen und ließ mich natürlich mit einem weinenden Auge zurück, dass es vorbei ist … ich wäre so gerne noch länger in Hamburg geblieben. Aber somit vergebe ich gerne die Höchstnote mit fünf Sternen und spreche eine absolute Leseempfehlung aus. Aber schön der Reihe nach lesen, sonst verpasst ihr was ….

Veröffentlicht am 09.02.2024

Die Geister der Vergangenheit werfen ihre Schatten voraus ...

Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe (Hafenärztin 3)
0

Wie schon in den beiden Vorgängerbänden liegt das Hauptaugenmerk wieder auf den beiden engagierten Frauen Anne Fitzpatrick und Helene Curtis, die den Kampf gegen die Ungerechtigkeit in der Behandlung der ...

Wie schon in den beiden Vorgängerbänden liegt das Hauptaugenmerk wieder auf den beiden engagierten Frauen Anne Fitzpatrick und Helene Curtis, die den Kampf gegen die Ungerechtigkeit in der Behandlung der Ärmsten unter den Armen von Neuem aufnehmen. Ihnen schließt sich Kommissar Berthold Rheydt an, der überzeugt ist, dass der Hafenmörder wieder im Land und durchaus aktiv ist. Diesmal findet ein Großteil der Handlung im sogenannten Chinesenviertel statt und als eine der chinesischen Frauen eines unnatürlichen Todes stirbt, gibt es für unsere Trio kein Halten mehr …

Auch der inzwischen dritte Band der „Hafenärztin“ Reihe hatte mich schnell wieder gefesselt. Es ist eine wahre Freude auf lesende Weise mitzuverfolgen, wie sich Anne aber auch die junge Helene weiterentwickeln. Beide kämpfen auf ihre ganz eigene Weise und geraten natürlich wieder in haarige Situationen, aus denen es fast kein Entkommen zu geben scheint. Zusätzlich blüht für Helene ganz langsam aber dafür umso heftiger die Blume der Liebe auf. Sie hat sich in den Kommissar verguckt, der aber selbst noch mit den Dämonen seiner Vergangenheit kämpft. Auch Anne stellt sich mutig ihrer Vergangenheit und muss leider schmerzhaft am eigenen Körper erleben, dass Blut manchmal wohl doch nicht dicker als Wasser ist.

Ich vergebe für diesen vorletzten Band 4,5 von 5 Sternen und freue mich mit „Die Hafenärztin: Ein Leben für die Hoffnung der Menschen“ auf den vierten und somit letzten Teil, der sicher nochmal alles an Spannung auffahren wird.

Veröffentlicht am 01.02.2024

Spannende Reise in den Norden ...

Töchter des Nordmeeres – Livs Weg
0

Im ausgehenden 19. Jahrhundert begebe ich mich dank der Autorin Ines Thorn in den hohen Norden. Genauer gesagt auf die Insel Smøla, die nördlich von Kristiansund zu finden ist und als ein Ort bezeichnet ...

Im ausgehenden 19. Jahrhundert begebe ich mich dank der Autorin Ines Thorn in den hohen Norden. Genauer gesagt auf die Insel Smøla, die nördlich von Kristiansund zu finden ist und als ein Ort bezeichnet wird, an dem das Meer und der Himmel ebenso zusammentreffen wie die Natur und der Mensch. Man sagt den Bewohnern nach, ein ganz spezielles Völkchen zu sein, nicht gerade gut gelitten von den Norwegern des Festlands. So wundern sich die Insulaner auch, als eines Nachts zwei kleine Bündel auf unterschiedlichen Türschwellen im kleinen Dorf abgelegt werden. Wer sie dorthin gelegt hat, kann nicht ermittelt werden, aber nichtsdestotrotz sind die beiden Säuglingsmädchen ihren jeweiligen Zufallsfamilien bald ans Herz gewachsen. Wenn auch in verschiedenen Familien wachsen sie dennoch wie Schwestern auf und sind einander sehr zugetan. Doch je älter sie werden umso unterschiedlich entwickeln sie sich. Während Lucia sich ein Leben als Ehefrau und Mutter wünscht, will die wissbegierige Liv sich den Traum eines Studiums in der Hauptstadt erfüllen. Beide Wünsche werden auf Umwegen erfüllt, aber zu welchem Preis? Und sind sie mit ihrer Auswahl glücklich?

Sehr gefühlvoll eingelesen von der Hörbuchsprecherin Verena Wolfien konnte ich von Anfang an eintauchen in die Geschichte zweier Frauen, die so gleich und doch so unterschiedlich sind. Beide sind tief verwurzelt mit der Insel und kämpfen für ihre ganz eigenen Träume. Der Zusammenhalt der Insulaner und die lebhaften Beschreibungen der Natur und der Menschen haben mich fasziniert und mal wieder mein Fernweh geweckt. Dieser erste Band um die beiden Schwestern hat Liv in den Vordergrund gestellt, mich jedoch neugierig genug auf weitere Einblicke in Lucias Leben zu erfahren, dass ich mich schon sehr auch Band zwei freue. Erstmal jedoch vergebe ich sehr gerne solide vier von fünf Sternen, denn die Reise in den Norden hat sich mehr als gelohnt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover