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Veröffentlicht am 26.09.2025

Augenöffnend

Wohin du auch gehst
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Mit Büchern in fremde Länder und Kulturen zu reisen, ohne dabei die Sicherheit des eigenen Sofas verlassen zu müssen, ist ein Privileg, das ich viel zu selten nutze. Bei diesem Buch würde ich es aber mehr ...

Mit Büchern in fremde Länder und Kulturen zu reisen, ohne dabei die Sicherheit des eigenen Sofas verlassen zu müssen, ist ein Privileg, das ich viel zu selten nutze. Bei diesem Buch würde ich es aber mehr als nur ein wenig empfehlen, denn es hat mir die Augen geöffnet, in mehr als einer Hinsicht.

Christina Fonthes erzählt die Geschichte von Mira und Bijoux, zwei Generationen einer Familie, die in den unruhigen Zeit der politischen Umwälzung Kinshasas versucht, ihren Weg zu finden und dabei über Umwege in London landet.

Nicht nur, dass wir mit diesen beiden Frauen eine Unmenge an Schicksalsschlägen verfolgen müssen, bekommen wir einen tiefen Einblick, was es heißt, als Frau in Kinshasa (und später Kongo) aufzuwachsen. Wie eng die Familienbande und -zwänge sind, die aus einer lebenslustigen, eigenwilligen Frau wie Mira, eine so gläubige, engstirnige Person zu machen.

Gerade diese krassen Brüche zwischen den verschiedenen Zeitebenen, auf denen wir die beiden Frauen beobachten, haben mich sehr beeindruckt. Insgesamt hat mich das Buch gepackt und mitgerissen und mich zum Schluss etwas zerstört wieder ausgespuckt.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Im Schatten lauern Abgründe

Schattengrünes Tal
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Kristina Hauff zeigt in ihren Büchern regelmäßig, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Das beweist sie auch mit ihem neuen Roman "Im Schattengrünen Tal".

Lisa und Simon führen eine ruhige Ehe, in die ...

Kristina Hauff zeigt in ihren Büchern regelmäßig, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Das beweist sie auch mit ihem neuen Roman "Im Schattengrünen Tal".

Lisa und Simon führen eine ruhige Ehe, in die Beziehung ist der Alltag eingekehrt und hat sich breit gemacht. Da kommt Daniela, die Neue in der Stadt, gerade recht. Nach und nach nimmt sie immer mehr Raum in Lisas Leben ein und stellt es gehörig auf den Kopf.

In bewährter Manier erzählt Frau Hauff die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Auch wenn Lisa die Hauptrolle zukommt, so lässt sie auch Simon, Lisas Vater und andere Figuren zu Wort kommen. So baut sie ein Psychokammerspiel auf, das zu fesseln vermag. Um genau zu sein kommen nach und nach verschiedene Themen und Probleme ans Licht, die mich emotional richtig mitgerissen haben.

Deshalb kann ich auch über die Schwächen hinwegsehen, die das Buch gerade zum Ende hin entwickelt. Die Auflösung war für mich einfach nicht ganz schlüssig und befriedigend.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Nach den Sternen gegriffen

Atmosphere
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Ich bin ehrlich, nach dem Buch gegriffen hätte ich in der Buchhandlung nicht. Diese übermäßigen Begeisterungsstürme gewissen Autor*innen gegenüber schrecken mich eher ab, als dass sie mich neugierig machen. ...

Ich bin ehrlich, nach dem Buch gegriffen hätte ich in der Buchhandlung nicht. Diese übermäßigen Begeisterungsstürme gewissen Autor*innen gegenüber schrecken mich eher ab, als dass sie mich neugierig machen. Aber wie das schon mti Evelyn Hugo war, wenn ich das Buch geschenkt bekomme, lese ich es natürlich. Und was soll ich sagen, "Atmosphere" hat mich, wie schon das andere Buch von Taylor Jenkins Reid, sehr begeistert und gefesselt.

Joan ist Astronomin und möchte als eine der ersten Frauen zur NASA. Der Weltraum lockt sie, auch weil auf der Erde keiner auf sie wartet. Nur zu ihrer Nichte hat sie eine besonders enge Beziehung. Als sie ins zweite Trainingsprogramm der NASA aufgenommen wird, ändert sich alles für sie- nicht nur beruflich. Sie findet Freunde und, ganz unerwartet, auch die große Liebe.

Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Buch über etwas so technisch-wissenschaftliches derart fesseln und berühren kann. Aber TJR findet einfach die perfekten Worte und Sätze und schafft es damit, die strengen hierarchischen, männerdominierten Sphären der NASA in ein feministisches Wunderland zu verwandeln. Und das 1984!

Ist es perfekt? Nein, natürlich hat es seine kleinen Schwächen, wie einen fast erwartbaren Plot-Durchhänger im Mittelteil, aber who cares, wenn es mich doch so sehr zum Weinen bringen kann?!

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Das Monster hinter der Fassade

Bestie
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Der Titel des Buches spielt ebenso wie seine Figuren mit der Wahrnehmung des Lesenden: Monster oder beste Freundin? Wer ist gemeint?

Delia sucht eine neue Bleibe für einen Neuanfang und dabei sind ihr ...

Der Titel des Buches spielt ebenso wie seine Figuren mit der Wahrnehmung des Lesenden: Monster oder beste Freundin? Wer ist gemeint?

Delia sucht eine neue Bleibe für einen Neuanfang und dabei sind ihr beinahe alle Mittel recht. Als Lilly bewirbt sie sich bei Influencerin Anouk für ein WG-Zimmer und bekommt es dank einiger Missverständnisse. Doch auch bei Anouk ist nicht alles so wie es nach außen hin wirkt. Kann aus dieser Konstellation eine Freundschaft erwachsen oder drohen ihre Geheimnisse früher oder später, die Beziehung zu zerstören? Wie weit sind beide bereit zu gehen?

Joana June scheint zu wissen, wovon sie schreibt. Die Autorin ist selbst ziemlich erfolgreich auf Instagram unterwegs und weiß deshalb genau, wie Anouks Alltag aussieht.

So nimmt sie uns mit in eine Welt, in der mehr Schein als Sein herrscht und Freundschaften nie ohne Hintergedanken und Nutzen geschlossen werden. In diese Welt will auch Lilly eintauchen, um Anouks Kontakte zu nutzen und ihrem Ziel als Bühnenautorin näher zu kommen. Verkompliziert wird das Ganze durch die Männerwelt und die Lügen, auf denen alles gründet.

Sympathisch ist mir keine der Figuren, dafür bleiben sie aber perfekt unperfekt. Die Autorin schafft es sehr gut, die Ecken und Kanten der Figuren in Szene zu setzen, um ihnen Tiefe zu verleihen.
Und doch versucht sie für meinen Geschmack, zu viele Themen unterzubringen. Allein der Einblick in die Untiefen des Social Media-Starlebens hätte mir schon gereicht. Der Roman hätte genug Raum geboten, um die scharfen Kanten dieser dunklen Seite auszuloten. Doch das hat ihr offensichtlich nicht gereicht. Und dadurch hat sie mich leider etwas verloren.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Popcorn-Thriller

Very Bad Widows
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Drei Ehefrauen beschließen auf der Beerdigung ihres Freundes, ihre Männer um die Ecke bringen zu lassen. Zu viel Unzufriedenheit in der Ehe gepaart mit der hohen Lebensversicherung der Männer sind doch ...

Drei Ehefrauen beschließen auf der Beerdigung ihres Freundes, ihre Männer um die Ecke bringen zu lassen. Zu viel Unzufriedenheit in der Ehe gepaart mit der hohen Lebensversicherung der Männer sind doch als Begründung ausreichend, oder? Während sich die drei noch gegenseitig davon zu überzeugen versuchen, fühlen sich die drei Männer bereits bedroht und engagieren daraufhin einen freiberuflichen Personenschützer- der gleichzeitig als Auftragsmörder arbeitet.

Man kann schon beinahe erahnen worauf das hinauslaufen wird, oder? Ich möchte auch gar nicht behaupten, dass dieses Buch von einem literarischen Ausnahmetalent mit unvorhersehbaren Wendungen beglückt wurde. Aber die Autorin hatte Spaß dabei und das merkt man als Leser auf jeder Seite!

Es ist witzig, es ist unterhaltsam und gerne auch mal etwas überschwänglich. Aber genau darin liegt auch der Spaß. Man schnappt sich besten seine liebste Lieblingsknabberei und genießt die leicht-flockige Unterhaltung!

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