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Veröffentlicht am 10.04.2026

Als die Vergangenheit zurückkehrte

Der Sommer, der uns blieb
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Der Roman ,Der Sommer, der uns blieb' von Greta Herrlicher erzählt von der zuerst intensiven und zugleich fragilen Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin. Die Dreierkonstellation, die von Beginn ...

Der Roman ,Der Sommer, der uns blieb' von Greta Herrlicher erzählt von der zuerst intensiven und zugleich fragilen Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin. Die Dreierkonstellation, die von Beginn an von leichten Spannungen geprägt ist, obwohl dem Leser zwischendurch auch vermittelt wird, dass es sich um eine besonders schöne Freundschaft handelt. Die Erzählepisoden aus der Vergangenheit hatten jedoch meist von irgendeinem Konflikt oder Streit berichtet. Besonders kompliziert wird das Gefüge jedoch, als Britta Gefühle für Martin entwickelt und Pia ihn impulsiv verführt. Dieses Ereignis führt schließlich zum Zerbrechen der Freundschaft; auch die Beziehung zwischen Britta und Martin hält nicht stand.
Erst zwanzig Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut: Pia ist inzwischen eine Fotografin, Martin arbeitet im Unternehmen seiner Mutter und steht vor der Übernahme, während Britta als Krankenschwester in Frankfurt lebt. Als ihr an Demenz erkrankter Vater ihre Unterstützung benötigt, kehrt sie in ihre Heimat zurück.
Auch Pia taucht auf einmal auf – gezeichnet von einer Krebserkrankung und auf der Suche nach Halt, Zugehörigkeit und einem Gefühl von Heimat. Die einst so unabhängige und freiheitsliebende Frau sehnt sich nun nach einem festen Anker. Behutsam nähern sich die drei einander wieder an. Pia findet vorübergehend bei Britta ein Zuhause, deren Mitgefühl und Hilfsbereitschaft ungebrochen sind.
Martin hingegen zieht sich zunehmend zurück. Obwohl er Pia ursprünglich zu Britta geführt hat, erfährt er von Pia etwas, das ihn tief erschüttert und aus der Bahn wirft.
Der Roman überzeugt letztendlich durch seinen flüssigen, gut zugänglichen Stil. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Martin, Britta und – etwas seltener – Pia erzählt, was den Figuren zusätzliche Tiefe verleiht und die emotionale Komplexität der Geschichte eindrucksvoll unterstreicht. Die Autorin wechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, was für Abwechslung sorgt und die Beziehung der dreier Freundschaft aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet. Eine empfehlenswerte Lektüre!

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Lernen mit Lachgarantie

Körper und Gehirn
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Das Sachbuch für Kinder „Körper und Gehirn – Wie funktioniert das?“ von Rosie Cooper, illustriert von Harriet Russell, zeigt den jungen Lesern die Aufgaben des Gehirns und des Körpers auf und erklärt sie ...

Das Sachbuch für Kinder „Körper und Gehirn – Wie funktioniert das?“ von Rosie Cooper, illustriert von Harriet Russell, zeigt den jungen Lesern die Aufgaben des Gehirns und des Körpers auf und erklärt sie kindgerecht.
Besonders schön ist, dass neben spannendem Wissen auch lustige Themen wie Rülpsen und Pupsen nicht fehlen – das sorgt garantiert für einige Schmunzler.
Dieses Buch ist mehr als nur ein reines Wissensbuch. Kleine Mitmach-Challenges, zum Beispiel rund um das Gedächtnis, laden Kinder dazu ein, selbst aktiv zu werden und das Gelernte direkt auszuprobieren.
Ein echtes Highlight ist die Gestaltung im Comicformat: Mit Sprechblasen, kurzen Texten und strahlend bunten Illustrationen bleibt alles übersichtlich, lebendig und spannend. Die fröhlichen Bilder sorgen dafür, dass die Neugier geweckt wird und der Spaß am Entdecken lange anhält.
Ein rundum gelungenes, wichtiges und vor allem unterhaltsames Sachbuch, das Wissen auf kreative Weise vermittelt und Kinder begeistert.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Wenn Liebe wehtut

Ultramarin
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Der Roman Ultramarin von Ann-Christin Kumm wird aus der Perspektive von Lou erzählt und spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen begleiten wir ihn in seiner Schulzeit, als er gemeinsam mit Raf in einer Klasse ...

Der Roman Ultramarin von Ann-Christin Kumm wird aus der Perspektive von Lou erzählt und spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen begleiten wir ihn in seiner Schulzeit, als er gemeinsam mit Raf in einer Klasse ist. Zum anderen erleben wir die Gegenwart: Raf probiert sich durch verschiedene Studiengänge, während Lou in einer Bäckerei arbeitet.
Ausgangspunkt der Handlung ist ein geplanter Urlaub zu viert. Doch als Rafs Schwester Sophie kurzfristig absagt und nicht am Treffpunkt erscheint, taucht stattdessen ihre Freundin Nora auf – eine junge Frau, die Lou zuvor noch nie getroffen hat. Diese Reise bildet den Rahmen, in dem sich nach und nach die komplizierte Beziehung zwischen Lou und Raf entfaltet.

Auffällig ist dabei immer wieder Lous starke Fixierung auf Raf. Für ihn ist Raf der Mittelpunkt seines Lebens; seine Gedanken und Gefühle kreisen ständig um ihn. Zwischen den beiden besteht eine Art körperliche On-off-Beziehung – wenn man sie überhaupt so nennen kann. Lou kann sich auf Raf nicht verlassen. Immer wieder stößt er ihn von sich, reagiert distanziert, macht verletzende Bemerkungen oder belächelt Lous Gefühle. Auch körperlich hat Raf ihm bereits wehgetan.
Trotzdem sucht Lou die Schuld meist bei sich selbst. Er fragt sich ständig, was er falsch macht, und nimmt Raf sogar vor anderen in Schutz. Dass Raf nicht offen zu ihm steht, hat sich für Lou inzwischen so sehr normalisiert, dass er sich kaum noch vorstellen kann, wie eine gesunde Beziehung aussehen könnte – eine, in der zwei Menschen sich gegenseitig respektieren und aufeinander achten.

Lou wirkt über weite Strecken verloren und entwurzelt. Er fühlt sich einsam und unverstanden. In Gesprächen fehlen ihm oft die Worte, weshalb er lieber schweigt. Die toxische Dynamik zwischen ihm und Raf steuert schließlich auf ein tragisches Ende zu – eines, das vielleicht auch als eine Art Erlösung für Lou gelesen werden kann.

Sprachlich lässt sich der Roman sehr flüssig lesen. Was mir persönlich jedoch weniger gefallen hat, ist die Gestaltung der direkten Rede ohne Satzzeichen. Manchmal musste ich Sätze noch einmal lesen, um zu erkennen, ob es sich um eine Frage oder eine Aussage handelt. Das ist eine bewusste stilistische Entscheidung der Autorin, die für manche Leserinnen und Leser gut funktionieren mag – für mich war sie stellenweise eher ein Hindernis.

Zum Schluss möchte ich noch das Cover erwähnen, das sehr schön und ansprechend gestaltet ist. Es vermittelt zunächst den Eindruck einer leichten Urlaubslektüre, lenkt aber ein wenig vom eigentlichen Thema ab: der schmerzhaften, toxischen und einseitigen Liebesbeziehung zwischen Lou und Raf. Trotz der Schwere der Geschichte bleibt am Ende jedoch ein kleiner Schimmer Hoffnung.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Das Universum entdecken mit National Geographic Kids

National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8
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Von julirudi
Das „National Geographic Kids – Lexikon des Weltalls“ ist ein beeindruckend gestaltetes Sachbuch, das sich bestens für junge Entdecker eignet. Es öffnet ein faszinierendes Fenster zu den ...

Von julirudi
Das „National Geographic Kids – Lexikon des Weltalls“ ist ein beeindruckend gestaltetes Sachbuch, das sich bestens für junge Entdecker eignet. Es öffnet ein faszinierendes Fenster zu den Geheimnissen des Universums, von der Geschichte der Raumfahrt über die Planeten unseres Sonnensystems bis hin zu weit entfernten Nebeln und neuesten wissenschaftlichen Entdeckungen. Das Buch ist durchgängig reich bebildert mit spektakulären NASA-Fotos, die komplexe Themen visuell greifbar machen.
Die Sachtexte sind klar, verständlich und kindgerecht formuliert: Sie erklären astronomische Grundbegriffe, wichtige Fakten und aktuelle Forschungsergebnisse so, dass Kinder sie gut nachvollziehen können. Gleichzeitig bietet der Text Informationen, die auch Erwachsene begeistern können, was das Buch zu einem tollen gemeinsamen Leseerlebnis macht.
Ein weiteres Plus sind die Beobachtungstipps für den Nachthimmel, die Lust aufs eigene Entdecken und Sternegucken machen – eine schöne Verbindung von Theorie und praktischer Anwendung. Durch die Kombination aus fundiertem Fachwissen, eindrucksvollen Bildern und verständlicher Sprache eignet sich das Lexikon sowohl für den Einsatz in der Schule als auch für die Freizeit zuhause.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Eine Liebeserklärung an das Leben

Alt genug
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Mit ihrem Roman „Alt genug“ legt Ildikó von Kürthy ein ebenso humorvolles wie ehrliches Buch über das Älterwerden vor. Erzählerin ist, wie so oft bei ihr, Ildikó selbst. Anlass ihrer Gedankenreise ist ...

Mit ihrem Roman „Alt genug“ legt Ildikó von Kürthy ein ebenso humorvolles wie ehrliches Buch über das Älterwerden vor. Erzählerin ist, wie so oft bei ihr, Ildikó selbst. Anlass ihrer Gedankenreise ist eine Einladung zu einem 50. Geburtstag. Während sie sich für die Party zurechtmacht, schweifen ihre Gedanken zurück: zu prägenden Momenten ihres Lebens, zu Zweifeln, zu Mutproben – und zu den kleinen wie großen Herausforderungen des Frau-Seins.

Mit entwaffnender Offenheit schreibt sie über das Älterwerden, über Ängste und Panikattacken, über Selbstzweifel und den Mut, den sie gewinnt. Dabei verliert sie jedoch nie ihren unverwechselbaren Humor. Bildhaft, selbstironisch und mit feinem Gespür für Alltagskomik bringt sie ihre Leserinnen immer wieder zum Schmunzeln und oft auch zum Innehalten.

Der Roman ist mehr als ein Buch über das Erreichen einer bestimmten Altersmarke. Es ist ein Plädoyer für Lebensfreude, Selbstakzeptanz und die innere Stärke, die Frauen im Laufe ihres Lebens entwickeln. Ildikó von Kürthy gelingt es, ernste Themen mit Leichtigkeit zu verbinden und eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich verstanden fühlt.

Ein kluges und sehr persönliches Buch, das Mut macht, das eigene Leben mit all seinen Facetten anzunehmen.

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