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Veröffentlicht am 15.04.2026

Sehr spannend, augenöffnend, warnend

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Nachdem Marc Elsbergs "Blackout" die Auswirkungen eines anhaltenden Stromausfalles in Europa erkundet hat, beschäftigt sich sein neuer Thriller "Eden" mit der aktuellen Entwicklung des Artensterbens und ...

Nachdem Marc Elsbergs "Blackout" die Auswirkungen eines anhaltenden Stromausfalles in Europa erkundet hat, beschäftigt sich sein neuer Thriller "Eden" mit der aktuellen Entwicklung des Artensterbens und der Habitatverluste durch Menschenhand.

Das Buch ist hochwertig mit Umschlag und Lesebändchen, dass bei über 700 Seiten auch dringend notwendig ist. Das Setting ist unsere aktuelle Welt, der Fokus liegt wieder auf Europa (aber nicht nur). Die Handlung ist aufgeteilt, folgt mehreren Personen und wird langsam zusammengeführt. Die Charaktere sind vielfältig: Influencer, Wissenschaftlerin, Programmierer, Investor, Kommunikationsmanagerin, Ministerin und ein paar weitere. Hauptsächlich folgen wir Linus (Influencer) und Sarah (Meeresbiologin) und Piero (Programmierer und Protagonist bei "Blackout") und Karla (Umweltministerin). Die Figuren sind nahbar und die Dialoge lebendig geschrieben.

Der Roman beginnt mit mehreren kleinen ökologischen Veränderung, den Auslösern und ihren Dominoeffekten. Auf der einen Seite haben wir die Personen, die das Artensterben und die Habitatverluste dokumentieren und dagegen kämpfen, auf der anderen Seite haben wir Viktor und Catherine, Investor und Kommunikationsmanagerin, die alles für die eigene Firma und den Profit geben.

Die Kapitel sind kurz, schnelllebig und aus stets wechselnder Perspektive. So kommt man direkt mitten in die Thematik und bekommt die Tatsachen von allen Seiten beleuchtet. Es liest sich sehr gut und schnell. Man hat das Gefühl dass man einem Liveticker zum menschengemachten Weltuntergang folgt. Welche "Seite" wird gewinnen? Die Politik, die Wirtschaft, der Umweltschutz? Ich hatte zuerst ein bisschen Angst, dass ich den vielen Figuren, Schauplätzen und Themen nicht folgen kann, aber der Schreibstil ist so gut, dass das kein Problem war.

"Eden" behandelt sehr viele aktuelle Themen: Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Profitgier, politische Machtkämpfe ohne Rücksicht auf Verluste, KI als Hilfsmittel für Gut oder Böse... Die Fakten wirken gut recherchiert und plausibel. Die Szenarien erscheinen extrem, aber leider auch nicht unwahrscheinlich. Das Lesen lässt einen die Welt, wie sie aktuell ist, stark hinterfragen. Es lädt ein, das eigene Verhalten zu überdenken und erinnert daran, dass neben dem Hier und Jetzt für uns auch die Realität für kommende Generationen auf dem Spiel steht.

Ich persönlich fand das Buch extrem spannend. Auch ein bisschen gruselig, aber ich lese Wissenschafts- oder Klimathriller auch nicht, um die Augen zu verschließen. Meiner Meinung nach sollten solche Was-wäre-wenn-Überlegungen im jeder Schule Pflichtprogramm sein.

Eine Empfehlung für alle Fans von Blackout, wissenschaftlicher Spannung und Sensationslust!

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Atmosphärischer Thriller mit spannenden Perspektiven und rasantem Showdown

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia ist Housesitterin und darf auf ein luxuriöses Strandhaus auf einer abgelegenen Insel aufpassen. Als sie abends Geräusche hört, lädt sie ihre Freunde ein und freut sich auf ein entspanntes Wochenende. ...

Cecilia ist Housesitterin und darf auf ein luxuriöses Strandhaus auf einer abgelegenen Insel aufpassen. Als sie abends Geräusche hört, lädt sie ihre Freunde ein und freut sich auf ein entspanntes Wochenende. Doch es kommt anders, denn es gibt Pläne für dieses Wochenende, mit denen keiner gerechnet hat...

"Die Housesitterin" ist mein erstes Buch von Emily Rudolf. Der Schreibstil gefällt mir gut, er ist flüssig und die Dialoge sind nahbar. Am Anfang lernen wir Cecilia kennen, die es momentan etwas schwieriger hat und versucht, sich mit dem Aufpassen auf Häuser über Wasser zu halten. Mir war sie nicht sympathisch, aber ihre Sicht auf die Dinge war interessant und ihre Perspektive führt einen durch den ersten Teil des Buches. Dann lernen wir die Perspektiven von Johannes (ihrem festen Freund) und Nick (ihrem besten Freund) kennen, die ebenfalls nicht sympathisch aber genauso interessant sind. Die Perspektiven wechseln sich im Laufe des Buches ab und tragen definitiv zur Spannung bei. Als Leser*in kann man gespannt den verschiedenen Absichten folgen, kann immer mehr Puzzleteile zusammen setzen und sich weiterhin fragen, wer eigentlich was im Schilde führt.

Das Setting ist perfekt, denn das luxuriöse große Haus auf einer Insel mit nahendem Sturm bietet sich definitiv an für herumschleichende Gestalten, komische Geräusche und ausharrendes Abwarten. Die Story findet auf der Insel statt, jedoch gibt es aus den verschiedenen Perspektiven auch Einblicke in die Zeit vor dem Showdown, sodass man immer schneller lesen möchte, um endlich die ganze Wahrheit zu erfahren. Es gibt ein paar Plottwists und genug Möglichkeiten für eigene Spekulation. Am Ende sind mit ein paar kleinere Ungereimtheiten oder offene Fragen geblieben (deshalb nur 4-5 Sterne statt 5), die aber der Spannung zum Glück nichts nehmen und über die man auch hinwegsehen kann.

Alles in allem ist "Die Housesitterin" eine solide Abendunterhaltung, die ich mir auch sehr gut als Verfilmung vorstellen kann. Eine Empfehlung für alle, die gerne intrigante Spielchen verfolgen und zwischenmenschliche Abgründe erkunden :)

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Mal was Anderes und toll geschrieben!

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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"Verlorenes Herz" hat mich gleich im ersten Kapitel abgeholt und die Geschichte hat mich bis zu letzten Seite nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil von Vanessa Le ist angenehm flüssig und passt gut zur ...

"Verlorenes Herz" hat mich gleich im ersten Kapitel abgeholt und die Geschichte hat mich bis zu letzten Seite nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil von Vanessa Le ist angenehm flüssig und passt gut zur Handlung. Das World building hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich würde das Setting als Urban Fantasy beschreiben, die Handlung spielt in einer Stadt, in der Technik immer weiter schreitet und die Wissenschaft (vor allem in der Medizin) täglich Fortschritte macht. Die Stimmung ist atmosphärisch und manchmal etwas düster, was mir sehr gut gefallen hat. Auch Gesellschaftskritik hat ihren Weg in die Geschichte gefunden. Wie weit darf Wissenschaft gehen? Wo hört Forschung auf und fängt Egoismus an? Warum kann der Mensch es nicht sein lassen, Kriege zu führen und andere Kulturen auszulöschen? All dies ist super verpackt in der Handlung rund um Nhika, eine starke Protagonistin, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Sie ist eine Bloodcarver, sie kann mit nur einer Berührung heilen - oder auch töten. In Theumas weiß niemand, wer sie ist, denn ihre Kultur wurde in einem Krieg quasi ausgelöscht. Wir folgen ihr auf ihrer Reise, auf der sie Freundschaften und Vertrauen findet, sich moralischen Fragen und einigen Hindernissen stellen muss und mehr über ihre Fähigkeiten lernt. Auch die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen, Kochin, Mimi, Trin und viele weitere, die der Handlung auf verschiedene Art und Weise das besondere Etwas geben.

Insgesamt hat mich das Buch sehr fasziniert, da es komplett untypisch ist und man nicht das Gefühl hat, alles irgendwie schonmal gelesen zu haben. Die Charaktere sind spannend und vielschichtig, die Handlung lädt zum Mitdenken ein und das Ende lässt auf einen ebenso spannenden zweiten Teil hoffen. Eine Empfehlung für alle, die gerne Urban Fantasy mit starken Protagonisten lesen und sich auch die eine oder andere moralischen Fragen stellen wollen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Poetische und nachdenkliche Coming-of-Age Geschichte

Allow a Sunflower to Bloom
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Die Geschichte von Emmee und Casimir ist eine poetische und emotionale Coming-of-Age Geschichte von zwei jungen Erwachsenen, die sich in einer nicht so einfachen (Gefühls)Welt zurechtfinden müssen.

Das ...

Die Geschichte von Emmee und Casimir ist eine poetische und emotionale Coming-of-Age Geschichte von zwei jungen Erwachsenen, die sich in einer nicht so einfachen (Gefühls)Welt zurechtfinden müssen.

Das Setting ist eine WG in Wien, was mir gut gefällt und gut zur Geschichte passt. Der Auszug von Zuhause und Einzug in die erste eigene Wohnung oder in eine WG ist für viele der erste Schritt ins Erwachsenenleben. Emmee, Casimir uns auch alle anderen Mitbewohnerinnen haben alle ihr Päckchen zu tragen. Das führt auch dazu, dass der Grundton des Buches emotional aufgeladen und manchmal etwas bedrückend ist. Wer eine reine Wohlfühlgeschichte sucht, ist hier falsch. Die Geschichte von Emmee und Casimir ist eher ein Erforschen der eigenen Gefühle, Gedanken und Träume, eine Verarbeitung der Vergangenheit und das Aufbauen einer Zukunft. Dabei nähern sich die beiden immer weiter an.

Der Erzählstil ist sanft und poetisch. Manchmal kam mir der Schreibstil für 20-jährige Protagonist
innen etwas zu gestellt, bzw nicht ganz authentisch vor, weil ich mich frage, ob man je wirklich so reden oder denken würde. Er passt aber gut zu der nachdenklichen Geschichte und den kunstinteressierten Protagonist*innen. Wer gerne poetische und wohlüberlegte Texte liest und gerne mehr über die Gefühlswelt der Hauptcharaktere erfahren möchte, ist hier genau richtig aufgehoben.

Das Buch ist definitiv keine "Standardgeschichte" und lässt einen mit Emmee und Casimir mitfühlen, mithelfen und mitfreuen. Eine Empfehlung für alle, die gerne Young Adult mit viel Gefühl und den Strugglen der Jugend lesen :)

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Die etwas andere Protagonistin, sehr unterhaltsam

Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset
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"Morden in der Menopause - mit dem richtigen Mindset" ist ein unterhaltsamer Krimi/Roman mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Die Geschichte folgt der 48-jährigen Liv, wie sie durch ihr Familienleben, ...

"Morden in der Menopause - mit dem richtigen Mindset" ist ein unterhaltsamer Krimi/Roman mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Die Geschichte folgt der 48-jährigen Liv, wie sie durch ihr Familienleben, die Wechseljahre, den Job und eventuell auch versehentliche kriminelle Aktivitäten manövriert.

Der Schreibstil von Tine Dreyer ist angenehm und die Geschichte ist sehr schnelllebig, weshalb man gut durch die Seiten kommt. Die Kapitel starten mit kurzen Lebensweisheiten und Ansprachen von Liv und sind nicht zu lang. Der astart in die Geschichte gelingt vermutlich besser, wenn man auch den ersten Teil der Reihe gelesen hat. Auch ohne den ersten Teil ist das Buch lesbar, ich empfehle aber trotzdem, mit Band 1 zu starten.

Die Protagonistin ist außergewöhnlich für einen Krimi, was mir sehr gut gefallen hat. Denn ich finde es erfrischend, mal aus der Perspektive einer (tatsächlich halbwegs gewöhnlichen) und mittelalten Frau zu lesen, wenn man sonst immer nur stoischen Ermittlern oder psychopathischen Mördern folgt. Liv versucht einfach nur, halbwegs solide durch die Wechseljahre zu kommen, während sie leider irgendwie in ungünstige Situationen schlittert. Gut, dass sie ihre Schwiegermutter Marlies und deren Pflegekraft Iza an der Seite hat.

Ich kann das Buch (bzw. die Buchreihe) allen empfehlen, die Spaß an eine Krimi-Komödie haben und gerne mal in eine andere Perspektive schlüpfen wollen. Perfektes Urlaubsbuch oder auch zum Verschenken!

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