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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Runder Abschluss mit leichter Frustnote

The Darlington - Logan & Rose
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Logan und Rose waren ein schöner Abschluss für die Darlington-Reihe, wenn auch Band 2 mein Favorit bleiben wird.
Ich mochte in diesem Buch die Thematik ums Essen, und hätte mir hier fast noch mehr gewünscht. ...

Logan und Rose waren ein schöner Abschluss für die Darlington-Reihe, wenn auch Band 2 mein Favorit bleiben wird.
Ich mochte in diesem Buch die Thematik ums Essen, und hätte mir hier fast noch mehr gewünscht. Fine Dining könnte viel häufiger Thema in Büchern sein, gern auch mit Rezepten;)
Von der Story her fand ich Rose' Geschichte sehr vorhersehbar, die Offenbarung kam für mich überhaupt nicht überraschend. Ehrlich gesagt hab ich es vom ersten Moment an geahnt. Und die Besessenheit von Logan, was diese eine Bekanntschaft von vor zwei Jahren angeht, fand ich etwas unglaubwürdig. Ansonsten waren mir die Charaktere aber sehr sympathisch.
Natürlich hätte ich mir ein noch triumphierenderes Ende gewünscht, was den Prozess um Darlington Senior angeht, besonders für die anderen Frauen, die ihn angeklagt hatten. Es war irgendwie schade, dass er am Ende nur verurteilt wurde, weil die eine Zeugin, die Logan und Rose noch überreden konnten, aufgetaucht ist. Ich verstehe, dass das leider die Realität abbildet, aber ich hätte mir gewünscht, dass zumindest diese fiktiven mutigen Frauen gehört werden und dass ihnen geglaubt wird.
Ich konnte das Buch aber sehr gut und zügig durchlesen und war immer gut unterhalten!
Danke an @netgalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Versöhnlicher Abschluss mit Längen

Between Fading Stars
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Nachdem ich - wie viele andere - mit dem zweiten Band dieser Reihe so meine Probleme hatte, bin ich mit gemischten Gefühlen an den Abschluss der Reihe gegangen. Hier geht es um Wes, der seiner Jugendliebe ...

Nachdem ich - wie viele andere - mit dem zweiten Band dieser Reihe so meine Probleme hatte, bin ich mit gemischten Gefühlen an den Abschluss der Reihe gegangen. Hier geht es um Wes, der seiner Jugendliebe Hailey wieder begegnet. Wes, der im ersten Band mein Herz erobert hat, um im zweiten dann - es tut mir leid, aber ich muss es so ausdrücken - literarisch schnöde abserviert zu werden.

Ich hatte damals gesagt, der zweite Band scheitert, weil der erste so gut war.
Nun. Der dritte Band könnte der beste der Reihe sein, wenn man BEIDE Vorgänger ausblendet. So wirkt er etwas konstruiert, weil die grooooße Jugendliebe Hailey bisher null eine Rolle gespielt hat. Ein Love Interest ex machina, der die Gemüter beruhigen soll. Klappt, ich fand Hailey toll, sie passt zu Wes, die Geschichte verläuft zwar vorhersehbar, aber schön, was will man mehr?
In dem Fall hätte ich mir ca 150 Seiten weniger gewünscht, denn stellenweise zieht sich die Gedankenwelt der beiden Figuren, und die “Fragen aus dem Publikum” waren für mich überflüssig. Dennoch gibt das Buch nochmal schöne Einblicke in das Leben als Autorin, das manchmal hart sein kann, wie Anna Savas im Schlusswort beschreibt. Sie hat es in dieser Reihe selbst erlebt. Wobei ich nach wie vor sage, mit dem Kritikhagel nach Band 2 hätten Verlag und Autorin rechnen müssen.

Fazit: Versöhnt mit dem enttäuschenden Band 2 und knüpft von der Qualität her an andere Bücher der Autorin an. Etwas zu langatmig, aber mit interessantem Setting für alle Bookies (Verlagswesen, Lesereise...).

Danke an @netgalleyde für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Holt die heiße Schoki raus!

Holiday Ever After
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Protas: Clara und Jack
Stellenweise ein bisschen zu viel Klischee, aber das bei beiden übertrieben ausgeprägte Helfersyndrom macht das wieder wett.
Spice:
Seit “Icebreaker” habe ich noch ein Hühnchen zu ...

Protas: Clara und Jack
Stellenweise ein bisschen zu viel Klischee, aber das bei beiden übertrieben ausgeprägte Helfersyndrom macht das wieder wett.
Spice:
Seit “Icebreaker” habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen mit Hannah Grace. Die gute Nachricht: Das ist hier sooo viel besser. Die beiden sind nicht im Kloster, Spice ist da, aber definiert sich nicht durch wortgewaltige und detailreiche Omnipräsenz, sondern in den meisten Fällen durch klug eingebaute, kleine Formulierungen.
Setting und Nebencharaktere:
Sowohl in Sachen “Cozy Small Town” als auch in Sachen “Mein Papa ist ein chauvinistisches A***loch und in der Firma versteht mich eh niemand” nichts Neues, aber dafür solide und mit charmanten Details.
Fazit: Ein charmantes Buch für die Weihnachtszeit, das mit wenig tiefenpsychologischem Drama, aber dafür einigen schrulligen Ideen daherkommt, über die man eine ordentliche Portion Puderzucker, Pardon, Klischees gestreut hat.
Aber in der Weihnachtszeit kann es ja nicht genug Puderzucker geben, oder?
Manche Szenen wie das Bauen eines Schneemanns oder die Suche nach dem Nussknacker hätten für meinen Geschmack deutlich kürzer ausfallen können, wer aber schon in Weihnachtslaune ist, wird seine Freude daran haben. Auch ganz ohne festliche Stimmung kann man sich am großzügig verteilten Humor erfreuen, und die Szenen in Flo’s Café machen extrem Hunger, auch auf nicht-weihnachtliches Gebäck!
Fazit: Auch wenn ich nicht ganz verstehe, wo der Begriff “Holiday” im Titel herkommt, weil Claras Aufenthalt in Fraser Falls definitiv als Arbeit bezeichnet wird, so lohnt sich die Reise dort hin.
Danke an @netgalley.de für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Holt die heiße Schoki raus!

Holiday Ever After
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Protas: Clara und Jack
Stellenweise ein bisschen zu viel Klischee, aber das bei beiden übertrieben ausgeprägte Helfersyndrom macht das wieder wett.
Spice:
Seit “Icebreaker” habe ich noch ein Hühnchen zu ...

Protas: Clara und Jack
Stellenweise ein bisschen zu viel Klischee, aber das bei beiden übertrieben ausgeprägte Helfersyndrom macht das wieder wett.
Spice:
Seit “Icebreaker” habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen mit Hannah Grace. Die gute Nachricht: Das ist hier sooo viel besser. Die beiden sind nicht im Kloster, Spice ist da, aber definiert sich nicht durch wortgewaltige und detailreiche Omnipräsenz, sondern in den meisten Fällen durch klug eingebaute, kleine Formulierungen.
Setting und Nebencharaktere:
Sowohl in Sachen “Cozy Small Town” als auch in Sachen “Mein Papa ist ein chauvinistisches A***loch und in der Firma versteht mich eh niemand” nichts Neues, aber dafür solide und mit charmanten Details.
Fazit: Ein charmantes Buch für die Weihnachtszeit, das mit wenig tiefenpsychologischem Drama, aber dafür einigen schrulligen Ideen daherkommt, über die man eine ordentliche Portion Puderzucker, Pardon, Klischees gestreut hat.
Aber in der Weihnachtszeit kann es ja nicht genug Puderzucker geben, oder?
Manche Szenen wie das Bauen eines Schneemanns oder die Suche nach dem Nussknacker hätten für meinen Geschmack deutlich kürzer ausfallen können, wer aber schon in Weihnachtslaune ist, wird seine Freude daran haben. Auch ganz ohne festliche Stimmung kann man sich am großzügig verteilten Humor erfreuen, und die Szenen in Flo’s Café machen extrem Hunger, auch auf nicht-weihnachtliches Gebäck!
Fazit: Auch wenn ich nicht ganz verstehe, wo der Begriff “Holiday” im Titel herkommt, weil Claras Aufenthalt in Fraser Falls definitiv als Arbeit bezeichnet wird, so lohnt sich die Reise dort hin.
Danke an @netgalley.de für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Frühstücksfernsehen

Mornings in Boston - The Stories We Tell
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Vielversprechendes Setting, vielversprechender Trope: Konkurrenzkampf bei den Morgennachrichten. Schade nur, dass die eine Partei gar nichts vom Konkurrenzkampf weiß. So wird aus Enemies-to-lovers eher ...

Vielversprechendes Setting, vielversprechender Trope: Konkurrenzkampf bei den Morgennachrichten. Schade nur, dass die eine Partei gar nichts vom Konkurrenzkampf weiß. So wird aus Enemies-to-lovers eher ein “unsympathischer-Kollege-rafft-sich-endlich-und-ist-attraktiv”.
Der angekündigte “Banter” (das scheint so ein Modewort der Branche zu sein, das laut nach einem Gemecker schreit!) beläuft sich auf platte Sprüche in teilweise sehr künstlich wirkenden Dialogen zwischen dem unsympathischen Kollegen und einer Protagonistin, die charakterlich so blass bleibt wie das Cover farbenfroh ist.
Statt großer Emotionen hat das Buch bei mir eher Augenverdrehen verursacht, wenn sich die Autorin mal wieder in zu vielen Details verzettelt. Anschauliche Beschreibungen schön und gut, aber ich muss nicht Farbe, Material und Stil von jedem verdammten Kleidungsstück jeder verdammten Person im Raum kennen, und schon gar nicht jedes dazugehörige Accessoire (mit Farbe, Material und Stil). Auch dass frau beim Shoppen an einer Drogerie vorbeigekommen ist, und noch Tampons gekauft hat, ist echt nicht sooo relevant.
Ich persönlich mag keine Spitznamen in Büchern. Schon gar nicht zu einem Zeitpunkt der Bekanntschaft, zu dem man sich in deutschen Büros vermutlich noch siezen würde. Auch die Wahl des Namens... eher ungünstig. Wenn mein Kollege mich “Angel” nennen würde, stünde ich jedenfalls beim Personalrat auf der Matte.

Auch etwas befremdlich: Im Jahr 1998 mit “E-Mail for you” war der "anonyme-Chatfreunde-Plot" echt unschlagbar. 2025 ist er aber langsam auserzählt. Vor allem, weil er IMMER auf dieselbe Art abläuft. Sie schreiben seit DREI Jahren, ohne Austausch von Infos, sind dadurch BESTE Freunde, dann checkt ER, dass sie sich im echten Leben kennen, er wartet auf den richtigen Zeitpunkt für die Wahrheit, sie findets vorher raus und dann ist DRAMA. Und natürlich ist das alles NIE auf den ersten zehn Seiten vorhersehbar.
In diesem Fall wirkt der Trope sogar, als sei er nachträglich noch in die Story eingeflochten worden, um den obligatorischen 3-Act-Breakup schreiben zu können.

Fazit: Ein sehr buntes Cover, das mich ohne den vielversprechenden Klappentext nicht angesprochen hätte. Einen Klappentext, der nicht hält, was er verspricht.
Und einen Schreibstil, der zu viel will und zu wenig transportiert.
Eben wie das Frühstücksfernsehen.
Wir nehmen uns wichtiger, als wir tatsächlich sind, wir unterhalten nebenher, aber man käme auch ohne uns aus.

Danke an netgalley für das Rezensionsexemplar!

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