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Veröffentlicht am 09.12.2025

Überraschend und ein absoluter Pageturner

Harpers Ferry. Lose Me Once
1

Inhalt:
Vor knapp zwei Jahren ist Emery aus ihrer geliebten Heimat Harpers Ferry gefohlen, nachdem sie mit angesehen hat, wie ihre damalige große Liebe Luke etwas Unverzeihliches getan hat. Um sein Geheimnis ...

Inhalt:
Vor knapp zwei Jahren ist Emery aus ihrer geliebten Heimat Harpers Ferry gefohlen, nachdem sie mit angesehen hat, wie ihre damalige große Liebe Luke etwas Unverzeihliches getan hat. Um sein Geheimnis zu bewahren, hat Emery jeglichen Kontakt nach Harpers Ferry abgebrochen. Doch der plötzliche Tod ihrer Gran führt Emery wieder zurück in ihre Heimat und auch zurück zu Luke. Obwohl sie sich fest vorgenommen hat Abstand zu ihm zu halten, sind die Gefühle für ihn nach wie vor da. Doch kann sie ihm je wieder vertrauen? Und ist ihre Liebe zu ihm stärker als die Wahrheit?

Meinung:
Mir hat Harpers Ferry sehr gut gefallen und ich wurde mehr als einmal von den Entwicklungen überrascht. Genau so muss ein NA-Suspense-Roman sein! Nicht vorhersehbar und immer für eine Überraschung gut.

Sowohl Emery als auch Luke waren beide sehr liebevoll ausgearbeitete Charaktere. Durch den Dual-POV wurden die jeweiligen Beweggründe beider im Laufe des Buches deutlich und nachvollziehbar. Haben mich anfangs einige Entscheidungen und Verhaltensweisen von Emery gestört und mich teilweise zweifelnd zurückgelassen, so klären sich diese mit Fortschreiten des Buches auf und werden sehr gut verständlich. Durch die Erzählung der Gegenwart und Vergangenheit werden darüber hinaus zwei Zeitstränge geschaffen, die toll nach zu verfolgen sind.
Auch die übrigen Bewohner von Harpers Ferry sind toll beschrieben und geben dem ganzen Buch einen wundervollen Found-Family und Cozy-Vibe.

Etwas irritiert haben mich die einzelnen Chatauszüge, da hier nie so ganz offensichtlich war, wer hier nun wem schreibt, es sei denn es handelte sich um eine Chatgruppe. Nur über den sonstigen Text wurde dies deutlich.

Mich hat das Buch positiv überrascht! Zwischendurch fand ich die Handlung etwas arg klischeehaft, bin jedoch im Verlauf sehr positiv überrascht worden und musste meine Meinung über die einzelnen Charaktere immer wieder resümieren und überdenken. Ein wirklich toller NA-Suspense-Roman, der mit diversen Plottwists überrascht.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2025

Aufrüttelnd und fesselnd

Was die Nacht nie vergisst
0

Inhalt:
Nachdem ihre beste Freundin Fine nach der Teilnahme an der ersten Staffel Celebrity Cache nicht mehr dieselbe ist wie zuvor, meldet sich Mona für die zweite Staffel an. Denn sie will unbedingt ...

Inhalt:
Nachdem ihre beste Freundin Fine nach der Teilnahme an der ersten Staffel Celebrity Cache nicht mehr dieselbe ist wie zuvor, meldet sich Mona für die zweite Staffel an. Denn sie will unbedingt herausfinden, was damals passiert ist. Neben fünf weiteren Celebrities kämpft sie um den Sieg und muss sich dabei mehreren Challenges stellen. Doch hinter den Kulissen lauern nicht nur Geheimnisse, sondern auch Gefahren, mit denen Mona nicht gerechnet hat. Vor dem Drehbeginn begegnet sie Samu und aus einem harmlosen Flirt wird eine unvergessliche Nacht. Bis sich die beiden als Teilnehmende in der zweiten Staffel gegenüberstehen. Wie Mona, verfolgt auch Samu ein ganz eigenes Ziel mit seiner Teilnahme in der Reality-Show…

Meinung:
Bevor ihr dieses Buch lest, empfehle ich dringend die Triggerwarnungen zu beachten!
Was die Nacht nie vergisst thematisiert ein unglaublich wichtiges Thema und zeigt dabei schonungslos die Situationen auf, in denen sich Frauen nicht selten wiederfinden.
Justine Pust hat mit diesem New-Adult-Suspense-Roman eine wichtige Botschaft geschaffen. Neben der Thematisierung von „Me too“ zeigt sie auch auf, dass in der Social-Media-Bubble und auch im Unterhaltungs-TV nichts so ist, wie es scheint. Eine unglaublich wichtige Botschaft, die durch die dargestellte Story unfassbar gut transportiert wird!
Die Charaktere Mona und Samu werden dabei gut gezeichnet, auch wenn ich mir an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Details und Hintergründe erhofft hätte. Somit bleiben sie leider ab und an etwas zu blass für mich. Die Nebencharaktere werden ebenfalls gut beschrieben und spielen im weiteren Verlauf der Geschichte eine tragende Rolle. Man rätsel bis kurz zum Ende mit und die Auflösung ist durchaus spannend gewählt. Teilweise deutet sich die Lösung für den sehr aufmerksamen Lesenden im Laufe der Geschichte an, wobei es hier nichts allzu offensichtliches gibt. Schade fand ich es, dass nicht zu allen in der Story auftauchenden Figuren am Ende der weitere Fortgang beschrieben wird. So endet das Buch relativ schnell.
Das Setting in Finnland ist wirklich toll gewählt, insbesondere die kleinen finnischen Ausdrücke und Einflüsse in der Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte wird als Dual-POV aus Monas und Samus Sichtweise erzählt, was jeweils tolle Einblicke in ihre jeweilige Gefühlswelt zulässt.

Zusammenfassend ist Was die Nacht nie vergisst ein toller Roman, der nichts beschönigt, nichts weglässt und den Finger in die offene Wunde legt.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Schwächer als Band 1, dennoch mitreißend

Vows and Ruins
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Inhalt:
Althea ist eine Nachfahrin des Königshauses Delmira. Und damit verfügt sie über Sturmmagie. Eine Magie, die sie bislang nicht beherrschen kann. Gleichzeitig ist sie nun Lehrling von Wilder Hawthorne, ...

Inhalt:
Althea ist eine Nachfahrin des Königshauses Delmira. Und damit verfügt sie über Sturmmagie. Eine Magie, die sie bislang nicht beherrschen kann. Gleichzeitig ist sie nun Lehrling von Wilder Hawthorne, denn ihr Ziel ist es nach wie vor Schwertmeisterin zu werden. Doch als Mentor und Lehrling, können sie nicht mehr sein. Während Wilder versucht Thea auf alle möglichen Situationen vorzubereiten, beginnt er an seiner Entscheidung zu zweifeln, sie nur als Lehrling zu betrachten. Dann erhebt sich ein noch viel größerer Feind - und Wilder und Thea müssen erneut um ihr Leben und ihre Liebe kämpfen.

Meinung:
Die Handlung des zweiten Teil der Reihe Die Legenden von Thezmarr schließt unmittelbar an das Ende des ersten Bandes an. So konnte ich direkt wieder gut ins Geschehen finden. Wie auch in Teil 1 wird die Geschichte aus der Erzählerperspektive mit Dual-POV von Thea und Wilder erzählt. Die Entwicklung der beiden ist so wirklich toll nachzuvollziehen. Allerdings fehlten mir hier in Band 2 etwas tiefere Einblicke. Die gesamte Story bleibt für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich und plätschert quasi vor sich hin. Die Gefechte und Kämpfe sind toll beschrieben, jedoch auch recht schnell wieder vorbei.
Auch in Teil 2 treffen wir wieder auf Figuren aus dem ersten Band und insbesondere das Wiedersehen von Cal, Kipp, Malik und Troj ist wirklich wundervoll. Hier ist der Trope Found Family wirklich schön umgesetzt.
Thea hat sich merklich entwickelt und auch in diesem zweiten Teil macht sie eine weitere große Wandlung durch. Endlich erfahren wir hier auch ein wenig mehr über Wilders Vergangenheit, auch wenn nach wie vor noch so einiges im Dunkeln bleibt.
Helen Scheuerer schafft es mit ihrem lockeren, leichten Schreibstil mich als Lesende zu fesseln und mit nach Thezmarr zu nehmen. Wie bereits geschrieben hat mir jedoch das gesamte Buch hinweg etwas die Tiefe gefehlt, sodass trotz der Sympathien zu Thea und Wilder, die Figuren im Vergleich zu Band 1 recht blass geblieben sind.
Ich freue mich dennoch auf Band 3, vor allem nach dem Cliffhanger am Ende dieses Teils und bin sehr gespannt, wie es mit Thea und Wilder weitergehen wird.
Empfehlen würde ich dieses Buch den Fans von Teil 1, denn die Geschichte von Thea und Wilder ist noch lange nicht auserwählt.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Faszinierender Fantasy-Krimi, der seinesgleichen sucht

The Tainted Cup
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Inhalt:
Ein hoher Offizier wird tot in einer imposanten Villa aufgefunden. Getötet durch eine Pflanze, die seinem Körper entwuchs. Zur Aufklärung des Todesfalls wird Ana Dolabra, eine exzentrische, eigenwillige ...

Inhalt:
Ein hoher Offizier wird tot in einer imposanten Villa aufgefunden. Getötet durch eine Pflanze, die seinem Körper entwuchs. Zur Aufklärung des Todesfalls wird Ana Dolabra, eine exzentrische, eigenwillige Ermittlerin, zum Fall hinzugezogen. Unterstützt wird sie dabei von ihrem neuen Assistenten Dinios Kol, einem sogenannten Graveur, der so angepasst wurde, dass er über ein perfektes Gedächtnis verfügt. Je tiefer Ana und Din in die Ermittlungen eintauchen, desto mehr kommt ans Licht, was eigentlich verborgen bleiben sollte. Und bald müssen sie auch um ihre eigene Sicherheit fürchten.

Meinung:
A Tainted Cup habe ich als Hörbuch gehört, welches von Tim Gössler vertont wurde. Der Sprecher hat hier wahnsinnig gute Arbeit geleistet und jedem auftauchenden Charakter eine ganz eigene individuelle Stimme verliehen. Eine wirklich beeindruckende Leistung!
Neben dem unfassbar tollen Hörerlebnis, ist auch The Tainted Cup an sich eine sehr ungewöhnliche Geschichte. Es handelt sich um ein Fantasy-Krimi, den ich so in dieser Weise noch nicht gelesen bzw. gehört habe. Neben der wirklich spannenden Story rund um die Mordfälle und den Krimianteil in diesem Buch, hat mich insbesondere das Worldbuidling unglaublich fasziniert. Ein solcher Weltenaufbau, die Fähigkeiten der einzelnen Charaktere sowie die damit einhergehenden Entwicklungen sind außergewöhnlich. Selten habe ich von so einer durchdachten Welt gelesen. Auf die weitere Ausgestaltung möchte ich hier nicht näher eingehen, um die Spannung und das eigene Entdecken dieser Welt nicht zu mindern.
Auch die beiden Charaktere Ana Dolabra, einer sehr eigenwilligen Ermittlerin, und Dinios Kol, der meist einfach nur Din genannt wird und als Assistent für sie arbeitet, sind ganz fantastisch gestaltet. Beide haben ihre Eigenheiten, die sie dadurch nur umso komplexer und liebenswerter machen. Ana und Din haben mich mehr als einmal an das Duo Sherlock und Watson erinnert. Wer also den eigenwilligen Ermittler Sherlock Holmes und seinen Begleiter John Watson mag, der wird auch Spaß an den Ermittlungen von Din und Ana finden.
Die gesamte Geschichte wird dabei aus Dins Sicht aus der Ich-Perspektive erzählt.

A Tainted Cup von Robert Jackson Bennett ist ein ungewöhnlicher Fantasy-Krimi, der mich sehr überzeugt hat. Ein wirklich tolles Buch, das alles andere als Mainstream ist! Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Fall von Ana und Din.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Slow Burn und Düster mit verschenktem Potential

Terror at the Gates
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Inhalt:
Lilith hat ihrer einflussreichen Familie den Rücken gekehrt und lebt fortan in Nineveh, dem Sündenviertel in der heiligen Stadt Eden. Nineveh, das von Zahariev kontrolliert wird, für den sie schon ...

Inhalt:
Lilith hat ihrer einflussreichen Familie den Rücken gekehrt und lebt fortan in Nineveh, dem Sündenviertel in der heiligen Stadt Eden. Nineveh, das von Zahariev kontrolliert wird, für den sie schon immer mehr als nur bloße Zuneigung empfand. Mit kleinen Diebstählen und dem Einsatz ihrer Magie hält sich Lilith über Wasser, bis sie in den Besitz eines seltsamen Dolchs gelangt. Von da an geschehen immer merkwürdigere Dinge und Lilith wendet sich in ihrer Verzweiflung an Zahariev. Gemeinsam versuchen sie mehr über den Dolch herausfinden und merken dabei, dass längst mehr zwischen ihnen ist, als bloße Freundschaft.

Meinung:
Das Cover des Buches und der Farbschnitt sind mir direkt ins Auge gefallen. Eine wirklich tolle Umschlaggestaltung, die so viele Details der Geschichte enthält!
Das Buch hat für mich zunächst sehr vielversprechend begonnen. Das Worldbuilding startet stark und auch die Einführung der Charaktere ist toll gelungen. Lilith scheint eine starke, unabhängige FMC zu sein, die sich so schnell nichts gefallen lässt. Zahariev wirkt insbesondere zu Beginn des Buchs sehr geheimnisvoll und mysteriös, gleichzeitig spürt man jedoch direkt die Anziehung zwischen Lilith und Zahariev. Auch die anderen Nebencharaktere sind sehr toll beschrieben und herausgearbeitet, manche mal etwas mehr, andere weniger.
Nach dem überzeugenden Beginn ließ für mich das Buch jedoch stark nach. Weder die Geschichte noch das Worldbuilding konnten mich so richtig fesseln. Liliths Magie wird im Laufe des Buchs kaum noch thematisiert, was ich sehr schade finde, da hier unglaublich viel Potential war. Allgemein wirkte die Handlung auf mich etwas sehr aneinandergereiht. Die Anziehung zwischen Lilith und Zahariev ist toll beschrieben, allerdings ist es definitiv Slow Burn und auf Dauer war es mir ein bisschen zu viel Hin und Her zwischen den Charakteren. Hier habe ich schon bessere Umsetzung des Tropen Slow Burn gelesen.
Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht so richtig fesseln und nach dem Ende und dem Cliffhanger bin ich nun mit mehr Fragen als Antworten zurückgeblieben, was ich sehr schade fand. Ob ich den zweiten Band lesen werde, weiß ich noch nicht genau.
Für Scarlett St. Claire Fans ist dieses Buch sicherlich toll zu lesen, mich konnte es leider nicht überzeugen.

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