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Veröffentlicht am 04.06.2025

Was für eine wilde Fahrt...

Very Bad Widows
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Cover und Titel des Buches machten mich neugierig, der Klappentext des Buches verleitete mich letztendlich dazu, das Buch zu lesen. Ich habe es nicht bereut.
Sue Hincenbergs "Very bad widows" handelt von ...

Cover und Titel des Buches machten mich neugierig, der Klappentext des Buches verleitete mich letztendlich dazu, das Buch zu lesen. Ich habe es nicht bereut.
Sue Hincenbergs "Very bad widows" handelt von den vier Freundinnen und unglücklichen Ehefrauen Pam, Shalisa, Nancy und Charlene, die nach dem Tod von Charlenes Ehemann Dave beschließen, ihre Ehemänner ermorden zu lassen, um wenigstens den Ruhestand aufgrund der Lebensversicherungen der Männer genießen zu können. Der von ihnen angeheuerte Auftragsmörder Hector arbeitet jedoch auch für die Ehemänner. Ergo geht alles drunter und drüber.
Normalerweise stehe ich auf den klassischen "Mord & Totschlag", dennoch hat es Sue Hincenbergs geschafft, dass ich diesen 412 Seiten langen Roman an einem Tag weggezogen habe. Die vielen eingearbeiten Wendungen, die dieser Roman nimmt, haben mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen. Die verschiedenen Blickwinkel der unterschiedlichen Akteure geben dem Ganzen den Feinschliff. Dieser Roman handelt von Emotionen, von der Kraft von Freundschaften, Zukunftsängsten, Veränderungen und Entscheidungen, die das Leben so mit sich bringt und die es manchmal komplett auf den Kopf stellen. Sue Hincenbergs schafft es mit vielen Plottwists und einer großen Portion Humor, für ein paar Stunden Lesevergnügen zu sorgen. Perfekt für den Urlaub oder auch einfach nur zwischendurch!

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Mörderische Kunst

Blutleere Mädchen (Thriller)
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Dieses Buch war für mich das Debüt von Gunnar Schwarz. In dem Fall "Blutleere Mädchen" ermitteln Katharina "Kat" Winkler und Sebastian Fischer, die sich gut ergänzen und sich teilweise blind verständigen. ...

Dieses Buch war für mich das Debüt von Gunnar Schwarz. In dem Fall "Blutleere Mädchen" ermitteln Katharina "Kat" Winkler und Sebastian Fischer, die sich gut ergänzen und sich teilweise blind verständigen. Sie sind auf der Suche nach einem Mörder, der seine Opfer grotesk in Werke berühmter Künstler integriert und den bekannten Werken somit quasi ein 3-D-Format verpasst. Die Ermittlungen gehen in verschiedene Richtungen, und immer wieder nimmt der Leser die Fährte in eine andere Richtung auf.
Was mir persönlich besonders gut gefällt sind die Kapitel aus der Perspektive des Mörders, während er seine Werke schafft. Das lässt gleich noch ein wenig tiefer blicken in die kranke Seele und gibt dem Leser wieder die Hoffnung, etwas zwischen den Zeilen lesen zu können, um für sich den Mörder zu entdecken.
Ein wirklich spannender Thriller, den man am Stück durchlesen kann. Bis zum nächsten Teil, auf den ich mich jetzt schon freue, werde ich mich mal an den ersten Teil dieses Ermittlerduos setzen und verschlingen.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Spannender norddeutscher Krimi

Küstenmord: Spur ins Dunkel
4

Es ist Eva Jensens fünfter Fall mit dem Ermittlerteam Katja Greve und Daniel Kowalski aus Schleswig. Für mich war es der erste Fall, der mich aber gleich abholte und mein Herz für das durchaus sympathische ...

Es ist Eva Jensens fünfter Fall mit dem Ermittlerteam Katja Greve und Daniel Kowalski aus Schleswig. Für mich war es der erste Fall, der mich aber gleich abholte und mein Herz für das durchaus sympathische Ermittlerteam erwärmte.
Der Fall beginnt also damit, dass Luisa ihre Freundin Vanessa vermisst. Deren Briefkasten quillt über, die Blumen sind vertrocknet, sie meldet sich nicht, dabei waren Luisa und Vanessa doch verabredet. Eine junge Polizeianwärterin nimmt die Vermisstenanzeige auf und ein Glück nicht auf die leichte Schulter. Da Katja und Daniel in ihrer Abteilung momentan etwas Flaute haben, machen sie sich also auf die Suche und sehen sich schon bald mit einem Verbrechen konfrontiert.
Die Autorin schreibt den Roman aus diversen Sichtwinkeln, was in meinen Augen dem Krimi den besonderen Pfiff gibt. Immer wieder fühlt man sich in das Opfer hinein, spürt die Ohnmacht, Wut und Angst.
Bis zum Ende möchte man einfach dran bleiben und verzweifelt aber auch immer wieder an dem langwierigen Procedere, das unsere Justiz nun einmal mit sich bringt.
Auf den Punkt gebracht: Mein erster Krimi von Eva Jensen wird nicht der letzte sein, und ich kann ihn durchaus als Lektüre nahelegen, die man an einem Abend vor dem Einschlafen lesen mag: Keine Horrorszenen, höchstens der Gedanke, dass man vor dem Schlafen doch noch ein Kapitel mehr schafft, da man ja schon wissen möchte, was als nächstes passiert.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Seichter Krimi mit Urlaubsflair...

Das Teufelshorn
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Auch wenn ich nicht zu den Mallorca-Fans gehöre, ist Spanien mein Land, und ich musste das Buch von Anna Nicholas lesen! Dem Spanischen durchaus mächtig hat es besonders viel Spaß gemacht, den Roman zu ...

Auch wenn ich nicht zu den Mallorca-Fans gehöre, ist Spanien mein Land, und ich musste das Buch von Anna Nicholas lesen! Dem Spanischen durchaus mächtig hat es besonders viel Spaß gemacht, den Roman zu verschlingen.
Mit Isabel Flores hat die Autorin eine sehr sympathische, agile Dame erschaffen, die zur Zeit zwar eigentlich nur Feriendomizile an Gäste bringt, als ehemalige Kripobeamtin und Expertin für Entführungen aber wieder an Bord eines Ermittlungsteams gezogen wird, da ein Kind entführt wurde. Unterstützt wird sie bei beiden Jobs von Pep, dem kleinen Bruder ihrer besten Freundin. Eigentlich ist er zwar nur für die Vermittlungsagentur beschäftigt, doch schnell merkt Isabel, dass Pep durchaus auch andere Qualitäten hat. Bei dem Fall unterstützt wird sie von ihrem früheren Chef Tolo, für den Isabel scheinbar aber noch ein paar mehr Gefühle auf Lager hat. Isabel schlittert parallel auch gleich in den nächsten Fall rein, in dem es um Drogen geht. Etwas unrealistisch ist es tatsächlich, dass Isabel nicht nur sämtliche Sprachen beherrscht (das kann ja durchaus vorkommen), sondern tatsächlich überall Menschen kennt, die ihr bei dem Fall mit Daten und Hinweisen weiterhelfen, für die andere wahrscheinlich erst hätten Amtshilfe beantragen müssen.
Nichts desto trotz: Leichte Krimilektüre mit interessanten Charakteren und viel Sehnsucht nach Mittelmeer, auf deren Fortsetzung ich gerne warte.

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Rasanter Krimi, der ziemlich verwirrt...

Die Lektorin - Ich schreibe dein Ende!
2

Bei "Die Lektorin" handelt es sich um einen extrem spannenden und rasanten Krimi, in den man sich schnell reinfühlt. Die Lektorin Lilli erhält ein Manuskript, in dem es um sie geht, ihre Familie, ihr Haus, ...

Bei "Die Lektorin" handelt es sich um einen extrem spannenden und rasanten Krimi, in den man sich schnell reinfühlt. Die Lektorin Lilli erhält ein Manuskript, in dem es um sie geht, ihre Familie, ihr Haus, ihr Leben. Ziemlich schnell wird klar, dass es jemand darauf abgesehen hat, ihr das Leben schwer zu machen und ihre Familie zu bedrohen. Lilli verlässt sich nicht auf die Polizei, sie handelt, wie sie es für richtig hält. Ihre teilweise vorkommenden Kurzschlüsse sind durchaus nachvollziehbar; als Mutter handelt man manchmal einfach nicht mehr rational. Als Täter scheint nach einer Zeit, immer jemand anderes in Frage zu kommen. Immer wieder hinterfragt man als Leser das Gelesene und wer der Täter denn nun sein könnte. Am Ende wird der Leser überrascht, auch wenn das Ende bei mir persönlich einen leicht faden Geschmack hinterlässt. Warum das so ist, kann ich nicht einmal in Worte fassen.
Grundsätzlich handelt es sich um ein Buch, das ich gut empfehlen kann, denn es hat das mit mir gemacht, was ich mir erhofft hatte: Ich mochte es beim Lesen nicht aus der Hand legen und es hat mich auf Spannung gehalten.

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