Cover-Bild Zu nah

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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe Audio
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 27.04.2018
  • ISBN: 9783961080571
Olivia Kiernan

Zu nah

Sabina Godec (Sprecher)

Die angesehene Wissenschaftlerin Eleanor Costello ist tot. Erhängt in ihrem Schlafzimmer. Frankie Sheehan, Detective im Dubliner Police Department und schwer gezeichnet von ihrem letzten Fall, glaubt nicht an Selbstmord. Jemand war bei Eleanor, als sie starb. Jemand, der sadistische Lust an brutalen Spielchen hat. Schon bald wird eine zweite Leiche gefunden: eine junge Frau - zu Tode gefoltert. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, und für Frankie geht es erneut um Leben und Tod.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2018

Unerwartet und kurz

3 0

Protagonistin Frankie
Frankie wirkt auf mich wie eine sehr verletzte aber abgehärtete Frau. Sie lässt keinen an sich heran, bei dem was ihr passiert ist, ist das auch kein Wunder. Ihr letzter Fall sitzt ...

Protagonistin Frankie
Frankie wirkt auf mich wie eine sehr verletzte aber abgehärtete Frau. Sie lässt keinen an sich heran, bei dem was ihr passiert ist, ist das auch kein Wunder. Ihr letzter Fall sitzt ihr nicht nur in den Knochen, er bestimmt ihr ganzes Leben. Auch während der Suche im aktuellen Fall, ist sie eine Einzelgängerin. Dabei übersieht sie den einen oder anderen Hinweis, was ihr noch mehr Steine in den Weg legt. Eigentlich hatte ich mir erhofft, sie würde im Laufe des Hörbuches eine Wandlung vollziehen, doch von dieser habe ich leider nicht viel gesehen.

Stimme
Sabina Godec hat eine unglaublich passende Stimme. Sie ist tief und angenehm. Auch nach mehreren Stunden hören, stört sie keine Sekunde und wenn man erstmal die verschiedenen Charaktere auseinanderhalten kann taucht man in die Geschichte ein. Frau Godec spielt mit verschiedenen Tonlagen, weiß Gänsehaut mit ihren Worten auszulösen und hat mir mit Abstand am Besten gefallen an dem Hörbuch.

Story-Aufbau
Wir dürfen Teil der Ermittlungen werden. Begleiten Frankie und ihre Truppe auf der Suche nach dem Mörder. Viele Abschnitte sind reine Detektivarbeit. Ein Verdächtiger wird gefunden, es wird gegen ihn ermittelt und man lässt ihn wieder gehen, weil es der falsche ist. Dann kommt der nächste Verdächtige und an denen mangelt es nicht. Bei fast jedem der ins Visier der Ermittlungen gerät findet man Leichen im Keller und jedem von ihnen traut man es irgendwie zu. Das macht die Geschichte nicht nur spannend sondern hält einen auch dazu an weiter zu hören. Leider ist sie ebenso kurz und wo es an Ermittlungsarbeit nicht mangelt, fällt das Ende recht kurz aus, was mich am Meisten enttäuscht hat. Ebenso war das Ende recht unerwartet, was ich schade fand.

Auch der ständige Alleingang von Frankie war mir ein Dorn im Auge. Meines Wissens nach, benötigt man immer zwei Ermittler um eine wasserdichte Zeugenaussage auf die Beine stellen zu können, aber ständig ist sie alleine, verfolgt ihre Ziele wie ein einsamer Wolf.

Alles in allem war das Hörbuch "Okay". Es hatte gute und schlechte Stellen, war spannend aber auch ermüdend und die Entwicklung von Frankie war es was mir gar nicht gefallen hat, aber das kann auch Geschmackssache sein.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Guter Anfang - schwaches Ende

3 0

Bei einem Einsatz bei dem die Polizistin Frankie Sheehan für das Opfer zu spät kam und selbst einem Angriff ausgesetzt wurde, konnte sie den vermutlichen Täter festnehmen lassen. Durch den Überfall und ...

Bei einem Einsatz bei dem die Polizistin Frankie Sheehan für das Opfer zu spät kam und selbst einem Angriff ausgesetzt wurde, konnte sie den vermutlichen Täter festnehmen lassen. Durch den Überfall und die Verletzungentraumatisiert verbeißt sich in ihren neuen Fall – um es sich und den anderen zu beweisen, dass sie noch einsatztauglich ist.
Eine Frau – die Wissenschaftlerin Eleonore Costello - wurde erhängt aufgefunden. Verdächtigt wird ihr Mann Peter, doch dieser ist unauffindbar. Spuren auf dem im Haus gefundenen Laptop führen ins Darknet. Seine Schwester macht sich große Sorgen um ihn und bringt mit ihren Schilderungen die glänzende Fassade von Peter und vorallem von Eleonore zum bröckeln. Gleichfalls weiß der Nachbar des Ehepaares nichts Gutes über Eleonore zu berichten – sie soll ihren Mann misshandelt haben. Hat er etwas mit ihrem Tod zu tun? Und dann wird eine weitere Frauenleiche, Amy, gefunden. Durch an dieser Leiche sicher gestellte Farbpigmente von Preußisch Blau wird eine Verbindung zu Eleonore hergestellt, die ebenfalls diese Farbspuren aufwies. Alles scheint wieder auf Peter hinzudeuten, der mit ihr eine Affäre hatte. Weitere perfide Details werden im Verlauf deutlich, auf die ich jedoch, um nichts zu verraten, nicht näher eingehen möchte.Die ursprüngliche Tätervermutung löst sich rasch ins Nichts auf, und neue Personen rücken in den Focus der Betrachtung. Während der ganzen Ermittlung kämpft Frankie mit ihren Dämonen und widersteht als Alkoholikerin – meine Hochachtung! – rückfällig zu werden. Ein kleines Detail bringt den Anstoß, das Elenore nicht das erste Opfer war – und das Frankie in ihrem letzten Fall die falsche Person ermittelt und verhaftet hat. Schuldgefühle darüber, sowie die drohende Einstellung der Ermittlung aufgrund fehlender Ergebnisse und Gelder setzen ihr zusätzlich zu. Entschlossen diesen Fall unbedingt lösen zu wollen, begibt sie auf Alleingang und gerät dabei selbst in große Gefahr.

Aufgrund des Geschlechterklischees (Frankie für männlich; ihr Kollege Bez – wie Beth ausgesprochen – weiblich) die Vornamen betreffend, war es für mich etwas schwierig in dieses Buch hineinzukommen. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten kam ich jedoch gut mit, und konntedem Geschehen, einem klug ausgedachten Konstrukt aus falschen Verdächtigen und Spuren, was unrichtige Schlüsse zulässt, gut folgen. Auch ich habe „mitermittelt“, wer denn nun der Täter sein könnte und lag damit natürlich falsch – doch gerade das macht ja einen guten Thriller aus.Verschiedene Themen werden bedient: verheirateter Mann und Affäre, Spuren die im Darknet zu Seiten für spezielle sexuelle Vorlieben führen, Abhängigkeitsverhältnis von Vorgesetzen und Angestellter, physische Probleme - um nur einige zu nennen - die an sich schon allein ausreichend Stoff für eine gute Handlung bieten. Hier sind jede dieseThemen, unterschiedliche Taten und Beweggründe einzelner Personen geschickt miteinander verflochten, was mitunter nur einen Schluss zulässt – der sich dann jedoch rasch als falsche Fährte erweist. Zum Ende hin wird das Tempo der Ereignisse immer schneller, fügen sich die Puzzleteile gut aneinander. Nur die Begründung zum Motiv des Täters erscheint mir dann zur Auflösung hin zu dünn – hier fehlt mir etwas der „traumatische Auslöser“, der zu so einem Verhalten führte.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Naja; Nichts Neues

3 0

Zuerst habe ich mich sehr gefreut, als dieses Hörbuch in einer Leserunde angeboten wurde und ich auch noch teilnehmen durfte.
Ich habe einen spannenden Thriller, der von Mord im Herzen Irlands erzählt, ...

Zuerst habe ich mich sehr gefreut, als dieses Hörbuch in einer Leserunde angeboten wurde und ich auch noch teilnehmen durfte.
Ich habe einen spannenden Thriller, der von Mord im Herzen Irlands erzählt, erwartet.
Was ich dann bekam war ein Hörbuch, das sich am besten mit “Naja, OK” beschreiben lässt.

Zur Story: Die Ermittlerin Frankie hat in ihrem letzten Fall etwas Schlimmes erlebt, das sie immernoch verfolgt. Auch in ihrem derzeitigen Fall, der im Hörbuch beschrieben wird, hat sie mit Flashbacks zu kämpfen, während sie versucht, den Mörder von Eleanor Castello zufinden. Im Laufe der Ermittlungen kommen mehr Ungereimtheiten auf, aber das Weitere sollte man selbst hören(/lesen).
Oder eben nicht.

Desing und Aufmachung des Hörbuches sind schlicht, schön und übersichtlich.

Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme, die mich auch nach 445 Minuten nicht genervt hat. Sie drückt die Emotionen der Charaktere gut aus und versucht allen eine eigene Stimmlage zu geben. Dies scheiterte manchmal und ich konnte nicht immer sagen wer spricht, oder ob Frankie gerade redet oder denkt.

Schön ist auch, dass es in mehrere kleine Tracks (um die 15 pro CD) aufgeteilt ist, und man somit einzelne Stellen leichter finden kann.

Mir gefällt nicht, dass die Charaktere zum Teil äußerst stereotyp sind, wie z.B. die traumatisierte Ermittlerin, die Alleingänge bevorzugt, ihr “Vertrauter” aka bester Freund, der ihr ermöglicht, ihre Gefühle auf möglichst nüchterne Weise zu betrachten und eine “Vaterfigur” als Vorgesetzter, der sich Sorgen macht, aber sie auch dringend im Team braucht.
Des weiteren sind alle nicht sehr sympathisch, so dass der Zugang zu ihnen erschwert bleibt.

Teilweise wird (versucht) Ironie oder Humor in Konversationen und Gedankengänge einzubauen, was leider nicht immer glückt, aber wenn es das tat, sofort die Stimmung auflockerte.

Die Hintergrundrecherche ist an manchen Stellen wirklich deutliche erkennbar. So werden Krankheiten o.ä. gut beschrieben.
Was mich persönlich sehr gestört hat, sind manche Begründungen, warum es ein Täter nicht gewesen sein kann und der fast nicht vorhandene Bezug zur Stadt, in dem das Hörbuch spielt (hier vielleicht ein Resultat der Kürzung im Rahmen des Hörbuch-Erstellens).

Die Sprache an sich ist graphisch, wenn es zu Krankheit oder Ermordung kommt.
Ein Pluspunkt ist, dass Kiernan Tabu-themen anspricht (teilweise Vorurteile bekämpft) und diese clever in den Kontext einbaut.

Nicht so clever integriert wurde die Hintergrundgeschichte der Protagonistin, die an Flashbacks leidet. Hier kam mir dieser Aspekt eher als Seitenfüller vor, oder ein Teil, der unbedingt eingebaut werden wollte, auf Kosten der Lesbarkeit//Hörbarkeit des Hörbuches. Die Rückblenden wurden mit der Zeit nerviger, auch wenn sie dann wenigstens etwas mehr Sinn ergaben als ganz am Anfang.
Die Hauptgeschichte war zuerst interessant, die Auflösung jedoch etwas zu überraschend. Generell gab es zum Teil Sprünge in der Logik, die ich nicht immer nachvollziehen konnte oder wollte.

Fazit: Alles in Allem ein Hörbuch, das sich zwar größtenteils angenehm hören lässt, aber nichts Neues ist. Die Charaktere haben mich genervt, die Spannung nahm zum Ende hin irgendwie ab und das “große Finale” gab es nie.

Veröffentlicht am 30.05.2018

Nette Unterhaltung

2 0

Was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, entpuppt sich schnell als ein Verbrechen. Die Ermittler Frankie und Baz geben sich alle Mühe das Tatgeschehen zu rekonstruieren. Doch Frankie steht noch stark ...

Was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, entpuppt sich schnell als ein Verbrechen. Die Ermittler Frankie und Baz geben sich alle Mühe das Tatgeschehen zu rekonstruieren. Doch Frankie steht noch stark unter dem Einfluss von ihrem letzten Fall, bei dem sie selbst Opfer ihrer Ermittlungen wurde. Die Ermittler tappen im Dunkeln, verschiedene Tatverdächtige tauchen auf, es bleibt lange ein Rätsel. Am Ende kommt es zum großen Showdown...

Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Die Handlungsstränge und die Personenvielfalt ist überschaubar, sodass ich jederzeit gut folgen konnte. Spannend wurde es leider nur in wenigen Szenen, so richtig mitreißen konnte mich das Hörbuch nicht. Auch blieben einige Fragen und Ungereimtheiten zurück, sodass dich letztenendes nicht wirklich überzeugt werden konnte.


Fazit: Eine nette Unterhaltung, der man gut zuhören kann, aber eine klare Kaufempfehlung kann ich leider nicht geben.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Guter Thriller, bis auf das Ende

2 0

Detective Frankie, noch gezeichnet von ihrem letzten Fall, wird zu einem Selbstmord gerufen, der sich als komplizierter Mordfall entpuppt. Als es dann noch Parallelen zu einem anderen Mordopfer gibt, rennt ...

Detective Frankie, noch gezeichnet von ihrem letzten Fall, wird zu einem Selbstmord gerufen, der sich als komplizierter Mordfall entpuppt. Als es dann noch Parallelen zu einem anderen Mordopfer gibt, rennt ihr langsam die Zeit davon. Denn wann schlägt der Mörder wieder zu.
Dies ist der erste Roman um die irische Ermittlerin Frankie, auch wenn ich vor allem zu Beginn immer das Gefühl hatte, es gibt schon vorhergehende Bände, da immer wieder Bezug auf vergangene Ereignisse genommen wird. Dieses wird zwar versucht in den aktuellen Fall einzubauen, aber dennoch blieb bei mir das Gefühl, mir fehlt ein bestimmtes Vorwissen. Es gibt dann schnell ein paar Verdächtige und als Leser wird man dazu eingeladen, mitzurätseln. Immer wieder wurde ich von der Autorin an der Nase herum geführt. Bis es dann für mich zum völlig überraschenden Ende kommt. An sich mag ich Überraschungen, aber diese war mir zu groß. Ich hatte das Gefühl mir fehlt etwas Entscheidendes. Das kann aber auch an der Hörbuchfassung liegen, die leider gekürzt war.
Insgesamt hat mich das Hörbuch gut unterhalten, was auch an der angenehmen Sprecherin lag, die vor allem die Protagonistin gut betonte. Leider fehlte mir aber oft der rote Faden, die Geschichte hatte für mich nicht immer nachvollziehbare Sprünge. Ich kann nicht sagen, ob das an der Kürzung liegt oder ob auch der Originalroman die gleichen Sprünge verzeichnet. Wirklich schade, denn der Fall ist interessant und die Frage nach Opfer und Täter nicht immer eindeutig. Da ich ein großer Irlandfan bin, hätte ich mich auch über eine größere Einbeziehung des Handlungsortes gefreut, aber der spielt im Thriller kaum eine Rolle und ist damit völlig austauschbar.
Da ich mich trotz der genannten Kritikpunkte gut unterhalten fühlte, hoffe ich, dass Detective Frankie bald wieder ermittelt.