Cover-Bild Die Schwarzgeherin
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13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 01.12.2025
  • ISBN: 9783426447253
Regina Denk

Die Schwarzgeherin

Roman

In einer Welt, in der die Freiheit den Männern gehört, nimmt sich eine Frau, was ihr zusteht.

Hochspannend und sehr atmosphärisch erzählt der  Roman Die Schwarzgeherin vom Leben in einem abgeschiedenen Dorf: Eine junge Frau widersetzt sich der patriarchalen Ordnung und verlässt den Schutz der Gemeinschaft, um wirklich frei zu sein.

Ein abgelegenes Tal in den Tiroler Alpen , Ende des 19. Jahrhunderts. Das entbehrungsreiche Leben in ihrem von Aufklärung und Fortschritt vergessenen Dorf hat die 18-jährige Theres hart werden lassen – aber auch mutig, stolz und stark.

Als der mysteriöse Xaver im Tal auftaucht, verliebt sich Theres in den Fremden , den alle anderen bald für einen Wilddieb halten. In einer Gewitternacht wollen die Bauern dem Wilderer eine Falle stellen, doch der Vermummte entkommt schwer verletzt. Am nächsten Tag ist auch Xaver spurlos verschwunden. Außer sich verkündet Theres, Xavers Kind unter dem Herzen zu tragen, und flüchtet in die wilde Einsamkeit der Hochalpen. Dort will sie ihre uneheliche Tochter in Freiheit großziehen und von dem leben, was ihr die Berge schenken.

Sie lebt zusammen mit ihrer Tochter Maria in den Hochalpen mit Blick auf ihre Heimat, die sie verstoßen hat, aber auch nicht loslässt. 

Maria kann Theres´ unbändigen Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmtheit nicht teilen. Und so will das Kind als erwachsene Frau genau das, was Theres zurückgelassen hat und bringt so beide in tödliche Gefahr ...

Spannende populäre Literatur mit sprachlicher Raffinesse, psychologischem Tiefgang und starken Frauenfiguren

Mit ihrer eindringlichen, bildhaften und authentischen Sprache lässt Regina Denk einen Film vor dem inneren Auge ihrer Leser*innen vorbeiziehen. Wer Romane wie »Ein ganzes Leben« oder »Das finstere Tal« gern gelesen oder die Kinofilme geliebt hat, wird sich von  Die Schwarzgeherin  bestens unterhalten fühlen.

"Regina Denk entführt mit ihrer schönen Sprache in eine raue und harte Berglandschaft, lässt uns durch frisch gefallenen Schnee stapfen und  hält einen gemütlichen Platz am Ofen frei, in dem schon das Feuer knistert. Ein Buch zum Durchschnaufen und dabei so fesselnd, dass man immer wieder die Luft anhalten will. Kurzum eines, das man nicht mehr aus der Hand legen kann."  Martina Bogdahn, Autorin

" Eine zeitlose Heldin, deren kompromisslose Grenzüberschreitungen an historische Outlaws erinnern – aber das Beste an der Geschichte ist eben, dass diese Figur eine Frau ist.“ Anika Landsteiner, Autorin

"Ein kluges, soghaftes, vielschichtiges Buch, großartig recherchiert und mit einer Heldin, der wir ohne mit der Wimper zu zucken auch in düsterste Schluchten folgen." Maria-Christina Piwowarski, Herausgeberin, Podcasterin

"Regina Denk schreibt mitreißend über eine Zeit, in der Frauen oft kaum eine Wahl hatten. Spannend komponiert, starke Geschichte!" emotion

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Highlight!

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Schon lange hat kein Buch mehr dafür gesorgt, dass
- ich bereits auf den ersten Seiten weinen musste,
- ich am liebsten die halbe, ach was sag ich, die ganze Nacht durchgelesen hätte,
- ich aber gleichzeitig ...

Schon lange hat kein Buch mehr dafür gesorgt, dass
- ich bereits auf den ersten Seiten weinen musste,
- ich am liebsten die halbe, ach was sag ich, die ganze Nacht durchgelesen hätte,
- ich aber gleichzeitig nicht weiterlesen wollte, weil so schreckliche Dinge passiert sind
- und ich nicht wollte, dass das Buch endet.

In "Die Schwarzgeherin" begleiten wir Theres, die auf einem der großen Höfe in Tirol aufwächst. Das Leben der Dorfgemeinschaft wird bestimmt von harter Arbeit, Fleiß und Sparsamkeit, außerdem von (Aber-) Glauben und Traditionen. Wie zu dieser Zeit üblich, wird von den Töchtern erwartet, angemessen zu heiraten, Kinder zu bekommen und sie großzuziehen sowie sich um Haus und Hof zu kümmern. Dabei wird die Wahl des Ehegatten nicht etwa der Liebe wegen von den Töchtern selbst getroffen, sondern von deren Vätern, die sich lukrative Verbindungen für die Zukunft versprechen.

Doch dieses von Männern vorbestimmte Leben ist nichts für Theres. Schon früh steht fest:
"Niemals würde sie heiraten, niemals würde sie sich in die Ehe zwingen lassen und Mutter werden. Ihr eigener Weg sollte ein anderer werden." (S. 33)

Als der Fremde Xaver im Dorf aufkreuzt und die beiden sich näher kommen, sieht Theres ihre Chance gekommen, aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen und es zukünftig nach ihren Vorstellungen zu führen. Doch es sollte alles anders kommen. Theres lebt zwar fernab des Dorfes, jedoch ganz auf sich allein gestellt. Ihr einziger Halt ist ihre Tochter Maria.

Wir begleiten Theres und Maria durch die harten und einsamen Jahre. Theres mochte ich sehr, auch wenn sie durch ihre schroffe Art auf den ersten Blick nicht sympathisch wirkt. Aber ihre Stärke, ihr Wille, ihr Gerechtigkeitssinn machen aus ihr eine interessante Frau.

Der Schreibstil der Autorin ist großartig. Die Verwendung der österreichischen Sprache bei den Dialogen macht die Protagonisten viel nahbarer und authentischer. Die gesamte Geschichte ist atmosphärisch und teilweise düster, wodurch durchgehend eine gewisse Spannung gegeben ist.

Die Zwischenkapitel, die sich mit dem Leben der Raubvögel auseinandersetzen, sind sehr gelungen und haben thematisch immer zum Geschehen in der Menschenwelt gepasst. Eine tolle Ergänzung und Verbindung zwischen beiden Welten.

Ganz große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Highlight!

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DIE SCHWARZGEHERIN
Regina Denk
ET: 02.09.24
Tirol, Mitte des 19. Jahrhunderts:

Theres verliert früh ihre Mutter, gestorben im Kindbett – gemeinsam mit ihren Brüdern. Die, die das zunächst überlebten, ...

DIE SCHWARZGEHERIN
Regina Denk
ET: 02.09.24
Tirol, Mitte des 19. Jahrhunderts:

Theres verliert früh ihre Mutter, gestorben im Kindbett – gemeinsam mit ihren Brüdern. Die, die das zunächst überlebten, starben später. Am Ende blieben nur sie und ihr Vater zurück. Und Leopold, ihr bester Freund seit Kindertagen, der Sohn vom Xantner Hof. Ihm ist sie versprochen, schon seit der Kindheit. Er ist ihr Gefährte, immer für sie da, nur zum Unfug muss sie ihn stets erst überreden.

Als Theres achtzehn ist, planen die Väter die Verlobung und damit die Zusammenführung der beiden großen Höfe. Was sie nicht ahnen: Theres hat ganz andere Pläne. Heiraten will sie nie, ihre Freiheit liebt sie über alles. Dann taucht am Osterfest ein Fremder auf – Xaver Kargl. Seine Ausstrahlung zieht Theres sofort in den Bann. Ungeachtet dessen, dass sie einem anderen versprochen ist, macht er ihr unverhohlen den Hof.

Als Wildereien und Einbrüche das Dorf beunruhigen, ist man sich schnell einig: Der Neue muss es gewesen sein. Doch wer nun glaubt, hier sei schon zu viel verraten, sollte dieses Buch unbedingt selbst lesen. Denn Theres ist bald guter Hoffnung – und ihr könnt euch denken, dass diese Nachricht nicht überall auf Freude stößt.

Was für ein starkes Buch. Zu gern hätte ich diese Besprechung im Dialekt des Romans geschrieben, so sehr hatte ich das Gefühl, ein paar Tage in diesem abgelegenen Bergdorf verbracht zu haben. Regina Denks Schreibstil ist eindringlich und zugleich ungemein atmosphärisch. Man spürt die Kargheit der Landschaft, hört förmlich die Äste knacken und ist so gefesselt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag – aus Angst, etwas zu verpassen.

Fazit:
Do passt einfach alls zam: a spannender, dichter und ungemein atmosphärischer Roman. A klare Leseempfehlung – und i g’frei mi jetzt scho sehr auf Regina Denks nächsts Buch, des am 02.03.26 erscheint.
5+/5

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Ein sehr atmosphärisches Buch

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Ein Buch über Freiheit und Frauen

1850 Tirol. Die neunjährige Theres bleibt nach dem Tod ihrer Mutter und ihres Bruders alleine mit ihrem Vater zurück, der in seiner eigenen Trauer gefangen ist und ihr ...

Ein Buch über Freiheit und Frauen

1850 Tirol. Die neunjährige Theres bleibt nach dem Tod ihrer Mutter und ihres Bruders alleine mit ihrem Vater zurück, der in seiner eigenen Trauer gefangen ist und ihr keinen Trost spenden kann. Einzig ihr Freund Leopold steht ihr bei. Schnell muss sie erwachsen werden, damit sie sich um Haus und Hof kümmern kann.
Als sie als achtzehnjährige Johann heiraten soll, sträubt sich etwas in ihr. Liebt sie ihn? Will sie ihre Freiheit aufgeben?

Der Roman ist unglaublich spannend und voller unerwarteter Wendungen. Die bildhafte und eindringliche Sprache lässt einen Film vor dem inneren Auge abspielen. Man spürt förmlich den Schnee im Gesicht, hört den Regen prasseln und friert in der Kälte. Man kann erahnen, was es bedeutet, hier zu leben, in der rauen Tiroler Berglandschaft mit seinen engstirnigen Bewohnern und man kann nachvollziehen, dass man hier ausbrechen möchte.
Die Frauen sind stark, haben ihren eigenen Willen und lassen sich nicht unterkriegen.

Gerne empfehle ich dieses atmosphärisch dichte Buch weiter. Es erinnert ein bisschen an „Das finstere Tal“.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Mich hat das Buch gleichermaßen gefesselt und berührt

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In einem abgelegenen Tal in Tirol lebt Theres, die seit ihrer Kindheit Leopold versprochen ist. Als der unbekannte Xaver ins Dorf kommt, verliebt sie sich in ihn. Nachdem er spurlos verschwand, stellt ...

In einem abgelegenen Tal in Tirol lebt Theres, die seit ihrer Kindheit Leopold versprochen ist. Als der unbekannte Xaver ins Dorf kommt, verliebt sie sich in ihn. Nachdem er spurlos verschwand, stellt sich heraus, dass sie schwanger ist. Aus dem Dorf verstoßen, zieht sie sich in eine Berghütte zurück und lebt dort mit ihrer Tochter Maria. Maria fühlt sich als Erwachsene sehr einsam und wünscht sich, ins Dorf zurückzukehren, was jedoch auch Risiken mit sich bringt.

Die Handlung spielt in Tirol gegen Ende des 19. Jahrhunderts und wird in unterschiedlichen Erzählsträngen erzählt. Im Mittelpunkt steht Theres, deren Lebensgeschichte vom Kindheitsalter bis zu ihrem Erwachsensein (38 Jahre) erzählt wird. Ihr unbändiger Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit treibt sie voran. Sie wird zur Heilerin und unterstützt Kranke und Leidende, doch jedes Mal, wenn jemand stirbt, muss sie einen hohen Preis dafür zahlen. Parallel dazu wird von Maria, der Tochter von Theres, erzählt. Ihre Kindheit und Jugend sind geprägt von Einsamkeit. Sie möchte den Bergen den Rücken kehren, sehr zum Missfallen ihrer Mutter.
Was diesen Roman besonders macht, ist die lebendige, ausdrucksstarke Sprache der Autorin, die Missgunst, Neid, Entbehrungen und Hunger ebenso erfahrbar macht wie das Streben nach Freiheit. Die düstere Stimmung spiegelt die Härte jener Zeit wider und lässt eine große Tragödie deutlich werden.

Fazit: Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Die Beschreibungen der Tiroler Berge, der Kälte des Winters, aber auch die Leidenschaft und der Ernst des Lebens der Menschen tragen maßgeblich zur bedrückenden Intensität bei. Das Buch hinterlässt bei mir einen bleibenden Eindruck, an den ich mich noch lange erinnern werde.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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