Cover-Bild Dunkles Lavandou

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 15.06.2020
  • ISBN: 9783548291277
Remy Eyssen

Dunkles Lavandou

Leon Ritters sechster Fall
Goldene Inseln, duftender Ginster und ein düsteres Ritual 

Strahlender Sonnenschein und jede Menge Touristen versprechen den Beginn einer perfekten Sommersaison. Die Stimmung in Le Lavandou könnte nicht besser sein, doch eines Morgens wird unter einer Brücke die Leiche einer Frau gefunden. Leon Ritter findet durch die Obduktion heraus, dass sie nicht freiwillig in den Tod gesprungen ist. Vieles deutet auf eine rituelle Tötung hin. Während Leon und seine Lebensgefährtin Isabelle verschiedenen Verdächtigen nachspüren, scheint die Polizei den Fall schleifen zu lassen – bis eines Tages die Tochter des französischen Kultusministers samt einer Freundin verschwindet. Sie wurden zuletzt in Le Lavandou gesehen …

Der sechste Fall für Leon Ritter: Packende Spannung trifft auf provenzalisches 'Savoir-vivre'

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2020

Mein "erster Ritter", sicher nicht mein letzter

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Diese gefühlt unzähligen "Lavendel-Cover-Krimis", die es auf dem Büchermarkt gibt, haben bislang überhaupt nicht angesprochen, ich kann gar nicht genau sagen, warum ich hier nun doch zugegriffen habe. ...

Diese gefühlt unzähligen "Lavendel-Cover-Krimis", die es auf dem Büchermarkt gibt, haben bislang überhaupt nicht angesprochen, ich kann gar nicht genau sagen, warum ich hier nun doch zugegriffen habe.

Nun denn, das Buch hat mir sehr gut gefallen.


Da ist zum einen Leon Ritter, ein aus Deutschland ausgewanderter Gerichtsmediziner, der eine andere Sicht als die Polizei hat, ein gelungener Perspektivenwechsel. Zudem entspricht er nicht dem Klischee des völlig verschrobenen Gerichtsmediziners, sondern ist rundum sympathisch. Auch einmal schön!

Dann natürlich der Ort: die Provence. Es macht Spaß, mit Ritter über einen Markt zu bummeln, Olivenpaste einzukaufen, auf einen Café Creme einzukehren und am Dorftratsch teilhaben zu können.


Der aktuelle, schon sechste Fall, ist auch ohne Vorkenntnisse zu lesen, gar kein Problem. Brutale Morde, die seltsame Parallelen aufweisen - ich fand es sehr spannend und ziemlich düster und brutal. So gar keine lila Lavendelromantik

Beste Unterhaltung - Leon Ritter, Isabelle & Le Lavandou werde ich bestimmt weiterverfolgen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Bizarre Morde in der Provence

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Eine junge Frau wird von einem LKW auf der Autobahn überrollt und fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Die Polizei möchte, dass es ein Selbstmord ist, um die Touristen nicht zu verschrecken, denn ...

Eine junge Frau wird von einem LKW auf der Autobahn überrollt und fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Die Polizei möchte, dass es ein Selbstmord ist, um die Touristen nicht zu verschrecken, denn es ist Sommer und das Lavandou ist wie immer überlaufen. Doch Leon Ritter, der Rechtsmediziner, findet Spuren von Folter und ist sich sicher, dass die junge Frau ermordet worden ist. Die Polizei um Isabelle und ihren Chef Zerna nehmen die Ermittlungen auf, doch sie tappen völlig im Dunkeln. Sie verdächtigen den Bruder der Toten, doch kommen hier nicht weiter. Dann steht das Fest von St.Pierre vor der Tür und die Polizei findet eine weitere Tote, die in eine Schiffsschraube geraten ist. Leon findet Ähnlichkeiten und holt sich Hilfe bei einem Historiker und lässt sich beraten, da er mysteriöse Zeichen gefunden hat. Im privaten Bereich liegt ein Schatte auf Isabelles Gesundheit, doch die muss warten, da wieder zwei junge Frauen verschwunden sind. Eine ist die Stieftochter des Kultus Ministers. Das bringt der Polizei einen Pariser Ermittler ein, der die Ermittlungen in Le Lavandou an sich reißen will. Mit Hochdruck laufen die Ermittlungen um die beiden Frauen lebend zu finden und auch Leon hat wieder ein Bauchgefühl, das ihn ganz nahe an den Täter führen kann.
Wieder ein spannender Kriminalfall in der Provence mit der örtlichen Polizei und Leon Ritter der Rechtsmediziner und Lebensgefährte von Isabelle. Auch ihr Chef Zerna ist wieder im Rennen, wie immer hat er auch den Tourismus in der Region im Blick und scheut daher auch spektakuläre Mordfälle, um die Touristen nicht abzuschrecken. Diesmal stößt zu dem Team ein Ermittler aus Paris, der hauptsächlich seine eigene Karriere im Blick hat und sehr viel Unruhe in das örtliche Team bringt. Außerdem ist wie üblich das örtliche Café im Blickpunkt, wo wie üblich die Neuigkeiten ausgetauscht und verbreitet werden. Ebenso wie das örtliche Boule Team, das bei einem guten Glas Rosé ihre Matches austragen. Leon, der Rechtsmediziner, geht natürlich wieder seinen eigenen Weg und verfolgt wieder einmal sehr unorthodox den Mörder. Der Spannungsbogen ist wieder einmal sehr gut aufgebaut, so dass die Verfolgung des Täters bis zum Schluss spannend bleibt. Das liegt natürlich auch an dem sehr flüssigen Schreibstil, der die Geschichte vom Anfang bis zum Ende auf einem sehr interessanten Level hält.
Ich habe jetzt schon einige Bücher von Remy Eysssen gelesen und mir sind seine Figuren sehr vertraut, ebenso wie die Umgebung Le Lavandou und ich wohl sehr bald dort einmal hinfahren, weil mich die Beschreibung der Landschaft und seiner Menschen neugierig gemacht hat. Sicherlich ist es Leon Ritter bei seiner Übersiedlung ähnlich gegangen. Doch zurück zum Buch „Dunkles Lavandou“, dass wieder meine Erwartungen voll erfüllt hat; spannend und unterhaltsam zugleich. Ein großes Kompliment an den Autor und eine starke Empfehlung an Krimifans dieses Buch zu lesen.

  • Cover
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Veröffentlicht am 30.06.2020

Religiöse Besessenheit

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Remy Eyssens Kriminalroman „Dunkles Lavandou“ hat mich wieder einmal in meine Lieblingsregion in Frankreich versetzt. Dazu trägt sein präziser Schreibstil bei, der die Landschaft, die Märkte mit den köstlichen ...

Remy Eyssens Kriminalroman „Dunkles Lavandou“ hat mich wieder einmal in meine Lieblingsregion in Frankreich versetzt. Dazu trägt sein präziser Schreibstil bei, der die Landschaft, die Märkte mit den köstlichen Oliven und Tapenaden sowie sein Lieblingscafé mit den teils schrulligen, aber typisch südfranzösischen Charakteren, die ihre Freizeit Pastis und Rosé trinkend verbringen, vor unserem inneren Auge entstehen lassen.
Leon, der deutsche Gerichtsmediziner und seine Lebensgefährtin Isabelle, die stellvertretende Polizeichefin von Le Lavandou, leben mit Lilou, Isabelles Tochter, in diesem Ort.
Beide führen eine harmonische Beziehung voller Respekt, Wärme und gegenseitigem Verständnis, die auch durch Isabelles drohende Erkrankung nicht getrübt werden kann. Eyssen präsentiert uns Leon geschickt als konzentriert arbeitenden, ruhigen Typen, der mit seinem Assistenten Ryband voller Hingabe in seinem Sektionskeller arbeitet. Dabei deckt er, durch sehr präzise Recherche, immer wieder, vorerst nicht erkennbare Hintergründe von Verbrechen auf, die den vertrottelten Polizeichef Zerna zur Verzweiflung treiben. Er verfolgt in diesem Werk, wieder einmal,eine gewagte Theorie und ermittelt auf eigene Faust, unterstützt von Isabelle.
Die Thematik „Rituelle Morde“ wird äußerst spannend, mit Perspektivwechseln, angegangen. Von Anfang an befindet sich der Leser mitten im Geschehen und kann von dem Spannungsbogen fasziniert sein. Es werden falsche Fährten verfolgt, aber es kommt zu einer unerwarteten Auflösung zum Schluss, wobei das Motiv des Mörders etwas im Dunkeln bleibt.
Wir haben hier einen spannenden Krimi, der uns auch französisches „Savoir vivre“ vermittelt. Ich bin begeistert und erwarte schon mit Spannung Remy Eyssens nächsten Lavandou - Fall

Veröffentlicht am 28.06.2020

Jagd auf den Teufel

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In Le Lavandou könnte es eigentlich nicht besser sein. Strahlender Sonnenschein und eine Menge Touristen. Doch eines Morgens wird unter einer Brücke eine tote Frau gefunden, überfahren von einem LKW, der ...

In Le Lavandou könnte es eigentlich nicht besser sein. Strahlender Sonnenschein und eine Menge Touristen. Doch eines Morgens wird unter einer Brücke eine tote Frau gefunden, überfahren von einem LKW, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Alles deutet darauf hin, dass sie nicht selbst von der Brücke gesprungen ist. Rechtsmediziner Leon Ritter und seine Lebensgefährtin Isabelle spüren verschiedenen Verdächtigen nach. Und dann verschwindet auch noch die Tochter des französischen Kultusministers. Zuletzt aufgehalten hat sie sich in Le Lavandou... Ein Wettlauf beginnt...

"Dunkles Lavandou" ist der 6. Teil der Leon Ritter-Reihe. Für mich war es der erste aus der Reihe und ich hatte anfangs Sorge, dass ich überhaupt nicht in das Buch reinkomme, weil mir die Vorgeschichte fehlt. Aber die Sorge war total unbegründet. Ich habe mich gleich von Anfang an in die Handlung eingefunden und mich sofort wohlgefühlt.

Leon und seine Lebensgefährtin Isabelle waren mir sofort sympatisch. Der Autor hat es geschafft den Charakteren Gesichter zu geben. Man fühlt mit ihnen mit und sie sind nicht so undurchsichtig wie man Ermittler aus anderen Thrillern oder Krimis kennt. Die Charaktere werden sehr persönlich gemacht und das gefällt mir.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Außerdem ist er sehr detailreich, sodass ich mir alles gut bildlich vorstellen konnte, was ich auch sehr gut fand. Einzig und allein viel es mir etwas schwer die französischen Namen zu lesen, aber das fand ich nicht schlimm.

Der Krimi spielt in Frankreich und das spürt man als Leser auch. Mit seinem tollen Schreibstil schafft der Autor es diesen Flair an den Leser rüber zubringen indem er Rosé, das Meer, Ginster und Olivenhaine immer wieder miteinbringt.

Auch der Humor des Autors hat mir gefallen. Ich musste zwischendurch immer mal schmunzeln. Das hat das Ganze gut aufgelockert und es war dadurch nicht so trocken.

Der Fall war richtig interessant und spannend. Bis zum Schluss hat der Autor die Spannung gehalten und es gab auch immer wieder unerwartete Wendungen.

Fazit: Ein toller Krimi mit viel Spannung. Hat die vollen 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung verdient. Lässt sich auch toll lesen, wenn man die vorherigen Bände noch nicht kennt.

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Veröffentlicht am 27.06.2020

Krimi mit Thriller-Tendenz

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In Lavandou ist eigentlich alles wie immer. Die Sonne scheint, das Meer ist blau, der Rosé kalt. Die Boule-Spieler originell-knorrig, die Touristen je Tagesform nervig oder gern gesehen, die Polizei zwischen ...

In Lavandou ist eigentlich alles wie immer. Die Sonne scheint, das Meer ist blau, der Rosé kalt. Die Boule-Spieler originell-knorrig, die Touristen je Tagesform nervig oder gern gesehen, die Polizei zwischen Bagatell-Fällen und „Betreuung“ der Lokalveranstaltungen schwer beschäftigt und der Rechtsmediziner sehr glücklich mit seinem inzwischen nicht mehr ganz so neuen Leben in der Provence. Leon Ritter scheint zwar irgendwie die so gar nicht zur Kleinstadtidylle am Mittelmeer passenden unglaublichen Todesfälle und Mordserien anzuziehen wie das Licht die Motten, aber er hilft ja bei der Aufklärung auch immer tatkräftig mit, mit seinem speziellen Gefühl, seinen zunächst abwegigen Ideen, die seine Freundin Capitain Isabell Morell oft auf die Spur des Täters führen, auch wenn es deren Vorgesetzten Zerna nicht so gut gefällt, dass ausgerechnet der deutsche Docteur wieder mal den richtigen Riecher hatte.
Diesem mittlerweile bewährten Schema folgt auch der neueste Fall von Leon Ritter. Zunächst will niemand wahrhaben, dass es sich bei den Todesfällen junger Frauen tatsächlich um Opfer eines Serientäters handelt, doch als Leon dann auch noch mit dem Thema Okkultismus und Exorzismus argumentiert, auf Kröten, Nadeln, Schwefel und Pentagramme stößt, wird ihm einmal mehr mit Ungläubigkeit begegnet. Mit Nachdruck und Akribie verfolgt er weiter seine Spuren, manchmal parallel, manchmal gegenläufig zur Auffassung der Gendarmerie national – und letztendlich natürlich erfolgreich, damit verrät man nun nicht zu viel.
Ich erwähnte es ja bereits, natürlich folgen die Bände um Leon Ritter in Lavandou einem gewissen Schema. Ein außergewöhnlicher Fall, Ritters Instinkte für das Verbrechen eine Prise Komplikation im Privatleben und ein kleiner Querschnitt aus Folklore, Bevölkerung und Geographie – aber es trägt. In diesem Fall fand ich den Krimi sehr spannend, das Thema und die Ausgestaltung teilweise durchaus einem (blutigeren) Thriller würdig, als es normalerweise in den etwas ruhigeren Krimis aus dem sonnigen Süden der Fall ist. Das fand ich sehr gut, und auch besser als in den letzten Fällen rund um Ritter. Das, und die Tatsache, dass es nicht in jedem dritten Absatz um Essen und Trinken geht, hebt die Reihe dann für mich ein bisschen von der sonstigen Masse der zahlreichen und austauschbaren Regionalkrimis ab und macht sie zu mehr als nur leichter Urlaubs-Lektüre.
Fazit: ein sehr guter Band der Reihe, die insgesamt empfehlenswert ist.

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