Anna ein Frauenleben
Süd-Italien in den Jahren 1934 - 1961
Die geprägt waren von Mussolinis faschistischer Diktatur, dem Zweiten Weltkrieg, dem Übergang zur Republik und dem anschließenden Wirtschaftsaufschwung.
Anna zieht ...
Süd-Italien in den Jahren 1934 - 1961
Die geprägt waren von Mussolinis faschistischer Diktatur, dem Zweiten Weltkrieg, dem Übergang zur Republik und dem anschließenden Wirtschaftsaufschwung.
Anna zieht 1934 in den Süden Italiens nach Apulien.
Sie eine selbstbewusste Norditalienerin, die nun ihrem Ehemann nach der Hochzeit in sein Heimatdorf folgen muss. Dort ist sie und bleibt es auch bis zum Schluss, die Fremde.
In dem kleinen Dorf ist die Zeit stehen geblieben. Die Frauen werden weiterhin von den Männern dominiert.
Trotzdem wird Anna die Stelle der Briefträgerin bekommen und sie wird auch
Hosen tragen.
Die Briefträgerin ist ein wunderbarer Roman über eine starke Frau die weiß, was sie will. Anhand ihres Lebens wird Zeitgeschichte erzählt. Mit einer wunderbaren, leichten Sprache nimmt uns die Autorin mit
in eine längst vergangene Welt. Ein typisches Dorf aus dieser Zeit, eine kleine Bar und das Postamt. Das wird alles wunderbar beschrieben. Der Leser kann sich sehr gut in diese Zeit versetzen, keine Hektik und der Brief spielt noch eine große Rolle. Die Charaktere sind sehr authentisch, manchmal ein bisschen überspitzt dargestellt. Vor allem die Einheimischen halten zusammen, beäugen die Fremde skeptisch. Alles ist atmosphärisch dicht beschrieben. Das liegt auch an dem schönen Schreibstil der Autorin. Die Charaktere bringen einen enormen Nuancenreichtum in die Handlung, und sorgen dadurch für viel Abwechslung. Sie alle sind stark geprägt durch ihr Leben. Haben gute und schlechte Eigenschaften. Und genau diese Fehler und Macken lassen sie so natürlich und echt wirken.
Es ist ein charmanter, melancholischer und auch ein sehr warmherziger Roman.
Eine Liebeserklärung an Anna inspiriert von Giannones Urgroßmutter.