Cover-Bild Die Briefträgerin
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 16.04.2026
  • ISBN: 9783442776153
Francesca Giannone

Die Briefträgerin

Roman
Ingrid Ickler (Übersetzer)

Süditalien 1934: Eine selbstbewusste junge Frau aus dem Norden bringt als erste Briefträgerin frischen Wind in ein kleines Dorf.

Lizzanello, ein beschauliches Dorf, in dem sich alle kennen: Als Anna und Carlo hier 1934 frisch vermählt mit dem Bus aus dem Norden eintreffen, freut sich Carlo, endlich zurück in seiner Heimat zu sein. Doch Anna denkt darüber nach, was für ein Leben sie als Norditalienerin in dem kleinen Ort erwartet, in dem ganz eigene Gesetze herrschen. Allen Widerständen zum Trotz geht Anna mutig und entschlossen ihren eigenen Weg – und bringt als erste Briefträgerin frischen Wind nach Lizzanello. Über zwanzig Jahre lang, erst zu Fuß, dann mit dem Fahrrad, trägt sie die Post aus: Ansichtskarten von Emigranten, Briefe von Soldaten an der Front, Mitteilungen von heimlichen Liebhabern. Und irgendwann muss sie sich fragen, wie lange sie eigentlich noch ihre eigenen Gefühle verbergen kann, die sie seit Jahren für den Bruder ihres Ehemanns empfindet.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

Anna ein Frauenleben

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Süd-Italien in den Jahren 1934 - 1961
Die geprägt waren von Mussolinis faschistischer Diktatur, dem Zweiten Weltkrieg, dem Übergang zur Republik und dem anschließenden Wirtschaftsaufschwung.
Anna zieht ...

Süd-Italien in den Jahren 1934 - 1961
Die geprägt waren von Mussolinis faschistischer Diktatur, dem Zweiten Weltkrieg, dem Übergang zur Republik und dem anschließenden Wirtschaftsaufschwung.
Anna zieht 1934 in den Süden Italiens nach Apulien.
Sie eine selbstbewusste Norditalienerin, die nun ihrem Ehemann nach der Hochzeit in sein Heimatdorf folgen muss. Dort ist sie und bleibt es auch bis zum Schluss, die Fremde.
In dem kleinen Dorf ist die Zeit stehen geblieben. Die Frauen werden weiterhin von den Männern dominiert.
Trotzdem wird Anna die Stelle der Briefträgerin bekommen und sie wird auch
Hosen tragen.
Die Briefträgerin ist ein wunderbarer Roman über eine starke Frau die weiß, was sie will. Anhand ihres Lebens wird Zeitgeschichte erzählt. Mit einer wunderbaren, leichten Sprache nimmt uns die Autorin mit
in eine längst vergangene Welt. Ein typisches Dorf aus dieser Zeit, eine kleine Bar und das Postamt. Das wird alles wunderbar beschrieben. Der Leser kann sich sehr gut in diese Zeit versetzen, keine Hektik und der Brief spielt noch eine große Rolle. Die Charaktere sind sehr authentisch, manchmal ein bisschen überspitzt dargestellt. Vor allem die Einheimischen halten zusammen, beäugen die Fremde skeptisch. Alles ist atmosphärisch dicht beschrieben. Das liegt auch an dem schönen Schreibstil der Autorin. Die Charaktere bringen einen enormen Nuancenreichtum in die Handlung, und sorgen dadurch für viel Abwechslung. Sie alle sind stark geprägt durch ihr Leben. Haben gute und schlechte Eigenschaften. Und genau diese Fehler und Macken lassen sie so natürlich und echt wirken.
Es ist ein charmanter, melancholischer und auch ein sehr warmherziger Roman.
Eine Liebeserklärung an Anna inspiriert von Giannones Urgroßmutter.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

sehr lesenswert

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Bei „ Die Briefträgerin“ von Francesca Gianonne handelt es sich um einen Roman.

Das Cover ist sehr auffällig und passend. Die Schrift lässt sich gut lesen, der Klappentext verrät nicht allzuviel und die ...

Bei „ Die Briefträgerin“ von Francesca Gianonne handelt es sich um einen Roman.

Das Cover ist sehr auffällig und passend. Die Schrift lässt sich gut lesen, der Klappentext verrät nicht allzuviel und die Idee den Brief mit dem Siegel zu versiegeln – genial.

Nachdem man das Vorwort gelesen hat, indem die Autorin darüber berichtet, warum sie diese Geschichte geschrieben hat, liest man diese mit ganz anderen Augen. Ihre Urgroßmutter war Anna, die hier in dieser Geschichte die Hauptperson ist.

Die Zeitangaben über den Kapiteln helfen, die verschiedenen Zeitstränge gedanklich einordnen zu können.

Dieser Roman ist so interessant , toll geschrieben, dass ich ihn kaum aus der Hand legen konnte . Wollte die ganze Zeit über wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Diese sind so interessante Charaktere, dass sie sehr authentisch wirken und ihr handeln realistisch ist.

Die Anzahl der Protagonisten ist übersichtlich, jedes Leben entwickelt sich anders und man kann sich als Leser sehr gut in sie hineinversetzen. Manche sind sympathisch, andere hingegen fies – wie im echten Leben auch.

Die Atmosphäre und das Flair wurden sehr gut eingefangen.

Zu keiner Zeit kommen hier Seitenfüller vor, sodass jede Seite sehr lesenswert ist.

Ich empfehle diesen Roman weiter.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

La Portalettere

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Anna und Carlo lernen sich im Norden Italiens kennen und lieben, sie gründen eine Familie und bald darauf vermacht Carlos Onkel Luigi ihnen alles. Land, Häuser und ein hübsches Sümmchen. Darum gehen sie ...

Anna und Carlo lernen sich im Norden Italiens kennen und lieben, sie gründen eine Familie und bald darauf vermacht Carlos Onkel Luigi ihnen alles. Land, Häuser und ein hübsches Sümmchen. Darum gehen sie weg aus Ligurien, aus Annas Heimat, um in Lizzanello, das in der süditalienischen Region Apulien liegt, neu anzufangen. Carlo ist hocherfreut, endlich wieder in seiner alten Heimat zu sein, auch heißt sein Bruder Antonio ihn und seine Anna herzlich willkommen. Für die Bewohner des Dorfes jedoch ist Anna die Fremde.

Francesca Giannone erzählt vom Leben ihrer Urgroßmutter Anna Allavena, deren Leben sie in Briefen, Fotos und Dokumenten nachspürt, die sie eher zufällig im Haus ihrer Eltern in einer Schublade entdeckt hat. Von Anna, einer Frau, die sich von der männerdominierten Gesellschaft nicht von ihren Zielen hat abbringen lassen.

Im Juni 1934 kommen Anna und Carlo mit ihrem kleinen Roberto in Lizzanello an und wie es so ist im Leben, wird Anna kritisch beäugt. Nicht nur von denen aus dem Dorf, auch Agata, ihre Schwägerin, tritt ihr gegenüber ziemlich reserviert auf. Was Anna nicht davon abhält, ihre eigenen Ideen durchzusetzen. Daheim war sie Lehrerin, hier ist eine Stelle als Briefträger vakant, also bewirbt sie sich. Signora Portalettere ist zunächst zu Fuß, später dann mit dem Fahrrad unterwegs.

Neben der Familie sind es doch so einige Personen, die gut eingeführt werden, sodass der Überblick nicht verloren geht, auch schwingt der beginnende Faschismus mit hinein, Annas Leben mit ihrer Familie und jenes im Dorf jedoch stehen im Vordergrund. Sie ist ihrer Zeit weit voraus, sie ist eine selbstbestimmte Frau, die sich auch für andere einsetzt, die der Engstirnigkeit der Dorfbewohner, die im Gestern verharren, die ihre Vorurteile pflegen, unerschrocken entgegentritt. Da ist etwa Giovanna, die als die Verrückte gilt, dabei hatte sie nie eine Chance, Schreiben und Lesen zu lernen. Annas Idee von einem Frauenhaus stößt im Dorf auf Unverständnis, eine lebenslange Lüge droht, viel Leid nach sich zu ziehen – das Buch ist so viel mehr als „nur“ die Geschichte um Signora Portalettere.

Es ist ein Zeugnis jener Zeit, ein Blick auf die Gesellschaft, auf die Dorfgemeinschaft und auf die Liebe - auch sie zieht sich durchs Buch, nicht nur jene zwischen Anna und Carlo. Vom Sommer 1934 bis in dem August des Jahres 1961 hat dieser Roman eine schier unendliche Fülle an Leben parat, das mit leisem Ton, aber dennoch übervoll von einer unerschrockenen Frau erzählt, die stets für andere da ist, sich vor sie stellt und nicht müde wird, für deren Belange zu kämpfen. Ja, Anna hat die Hosen an, auch im wörtlichen Sinne, was damals ziemlich skandalös war. Das Buch, die Geschichte um DIE BRIEFTRÄGERIN, hat mich tief bewegt. Ich habe das Buch genossen, es entwickelt seinen ganz besonderen Reiz, dem ich mich nicht entziehen konnte und es auch nicht wollte. Ein absolut empfehlenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Eine moderne Frau, die ihren Weg geht!

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Die Briefträgerin, ist vom Leben der Großmutter von Francesca Giannone inspiriert, die als erste Briefträgerin Italiens bekannt wurde.
Lizzanello, ist ein beschauliches Dorf in Süditalien, in dem sich ...

Die Briefträgerin, ist vom Leben der Großmutter von Francesca Giannone inspiriert, die als erste Briefträgerin Italiens bekannt wurde.
Lizzanello, ist ein beschauliches Dorf in Süditalien, in dem sich alle kennen. Als Carlo und sein Bruder Antonio, einen reichen, kinderlosen Onkel beerben, kehrt Carlo mit seiner Frau Anna vom Norden Italiens, in seine Heimat zurück. Während Carlo sich sehr freut, endlich wieder in Lizzanello zu sein, ist es für Anna eine große Umstellung. Sie wird lange immer die Fremde sein, die nur schwer Anerkennung bekam. Doch Anna ist mutig und selbstbewusst und als der Briefträger unerwartet stirbt, bewirbt sie sich für das Amt. So wird sie die erste Postbotin Italiens. Während sie anfangs die Post zu Fuß austrägt, fährt sie irgendwann mit dem Fahrrad. Sie bringt die Post von ungeliebten Verwandten, von heimlichen Liebhabern und Ansichtskarten von Emigranten. Obwohl sie ihren Mann Carlo sehr liebt, empfindet sie aber auch Gefühle, für dessen älteren Bruder Antonio. Ob sie sich irgendwann traut, ihm diese Gefühle zu gestehen?
Der Debutroman von Francesca Giannone über ihre Großmutter Anna hat mich unglaublich gefesselt. Anna, die sich anfangs in Lizzanello nicht wirklich wohl fühlt, fällt es schwer, Anschluss zu finden. Zu anders ist ihre Art und für die Dorfbewohner bleibt sie selbst nach 20 Jahren, die Fremde. Zu eingefahren sind die Gepflogenheiten im Ort und Anna wird immer misstrauisch beäugt. Doch sie kümmert sich nicht um das Gerede der anderen. Für mich ist Anna eine unglaublich starke Persönlichkeit und ihre Rolle hat mir sehr gut gefallen. Auch ihr Mann Carlo und der ältere Bruder Antonio waren mir sehr sympathisch. Während Carlo sehr an den alten Traditionen hing, war Antonio etwas moderner eingestellt.
Ich bin von der Geschichte sehr begeistert, da sie mir zeigt, wie wichtig Familie und Freundschaft sind und wie schön es ist, wenn man ohne Einschränkung füreinander da ist.
Ein wunderbares Romandebut, dass wirklich lesenswert ist.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Toccante

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Wow, was für eine berührende Geschichte aus Bella Italia. 🇮🇹
Anna - eine wundervolle, starke, selbstbewusste Frau zieht mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in ein süditalienisches Dorf, dorthin wo ...

Wow, was für eine berührende Geschichte aus Bella Italia. 🇮🇹
Anna - eine wundervolle, starke, selbstbewusste Frau zieht mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in ein süditalienisches Dorf, dorthin wo auch Schwägerin Agatha, Schwager Antonio und Nichte Lorenza wohnen.
Gegen den Willen ihres Mannes bewirbt sie sich etwas später als Postbotin ✉ und bekommt den Job. Obwohl sie lange als "die Fremde" angesehen wird, respektieren sie alle.
Sie lässt sich nicht von Worten der Leute abschrecken und kümmert sich rührend um Giovanna - eine Frau, die alle als komisch bezeichnen. Anna macht sich lieber ihr eigenes Bild. 👍
Sie hat ihre eigene Meinung und ihre eigenen Werte, die sie sogar ihrem Mann gegenüber vertritt und es interessiert sie nicht, was andere über sie denken. Sie ist mutig und traut sich, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Sie setzt sich für Frauen ein, urteilt und bewertet nicht.
Damit ist sie für mich eine echte Heldin ❤ die ihrer Zeit weit voraus war und einem mutigen Herzen Taten folgen ließ.

Man muss noch erwähnen, dass auch viele Gefühle und Begehrlichkeiten eine Rolle spielen und man stellt sich die Frage, was wohl alles möglich gewesen wäre, wenn sich alle Menschen aus ihren unglücklichen Beziehungen 💔befreit hätten?

Großartig geschrieben & ein absolut passendes Cover.

Anna - Indimenticato ❤

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